Sollte man kennen: Sechs wich­tige Urteile des BAG aus 2017 – und ein inter­es­santer Ver­g­leich

von Tanja Podolski

13.12.2017

Das BAG demonstrierte in diesem Jahr Einigkeit hinsichtlich unbilliger Weisungen. Auf dem Urteils-Programm stand zudem Arbeitnehmerüberwachung durch Keylogger. Und es gilt: krank ist krank – nur nicht bei Zeugungsunfähigkeit.

1/7: Keylogger-Daten unverwertbar

Mal unter uns – dieses Ergebnis war absehbar. Auch Arbeitnehmer sind Menschen und Datenschutz spielt zumindest bei den obersten Gerichten auch immer eine Rolle. So kam das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem Kündigungsschutzprozess zu dem Ergebnis: Eine Überwachung des Beschäftigten mit Hilfe eines Keyloggers ist unzulässig (Urt. v. 27.07.2017, Az.2 AZR 681/16).

Zumindest dann, wenn kein auf den Arbeitnehmer bezogener, durch konkrete Tatsachen begründeter Verdacht einer Straftat oder anderen schwerwiegenden Pflichtverletzung besteht. Mit einem Keylogger werden nämlich alle Tastatureingaben an einem dienstlichen Computer für eine verdeckte Überwachung und Kontrolle des Arbeitnehmers aufgezeichnet. Das ging – zumindest in diesem Fall – zu weit.

Zitiervorschlag

Tanja Podolski, Sollte man kennen: Sechs wichtige Urteile des BAG aus 2017 – und ein interessanter Vergleich . In: Legal Tribune Online, 13.12.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/25987/ (abgerufen am: 18.10.2021 )

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