Rechtsphilosophie - Aktuelles aus Recht, Gesetz und Justiz

  • Feuilleton, 22.09.2013

    "Was ist eigentlich das Staatsvolk?", lautet eine Kinderfrage, auf die Juristen manchmal auch eine sehr kindliche Antwort geben. "Wenn jemand nicht zur Wahl geht, gehört er dann auch zum Staatsvolk?" – die Frage ist schon schwieriger. Eine nicht ganz ernsthafte rechtsphilosophische Nichtwählerbeschimpfung von Martin Rath . Wel...

  • Feuilleton, 12.04.2015

    Als die Sowjetunion in der Weltraumfahrt einen Triumph nach dem anderen erzielte, witzelte man in den USA: Wenn die Bolschewisten den Mond in kommunistischem Rot anmalten, würde man eben ein weißes "Coca Cola" quer darüber schreiben. Martin Rath hat ein paar westdeutsche Reaktionen entdeckt: monumentale Science Fiction und flei...

  • Feuilleton, 21.12.2014

    Gefährdet die Wahl, ob es einen Weihnachtsbaum geben soll und ob es dann eine Tanne oder eine Fichte sein muss, den Haussegen? Und wie hängt das "jedenfalls" in einer "Gesamtschau" mit der Rechtsphilosophie zusammen? Kann ein Baum gar der Familie als kleinster Zelle des Staates helfen, ein bisschen netter zueinander zu sein? Fragen...

  • Feuilleton, 17.03.2013

    Ein frommes Märchen aus der Geschichtsphilosophie klopft an die Tür der Juristerei und will geglaubt werden. Wird es aber nicht. Viel lieber glaubt Martin Rath an die Demokratiefreundlichkeit der Rechtssoziologie und an ein fröhliches Missionswerk der Rechtswissenschaft. Wo ist Balthasar Garzón , wenn man ihn mal braucht?...

  • Feuilleton, 12.08.2012

    Juristen sehen ihre Profession ja gern als nüchterne Kunst an. Umso mehr überrascht es, wenn in rechtwissenschaftlichen Zeitschriften die Macht der Emotionen mehr oder minder analytisch bearbeitet wird. Dreieinhalb Artikel zur juristischen Gefühlsarbeit, vorgestellt von Martin Rath . Das Grundgesetz beginnt mit Pathos. Doch vi...

  • Feuilleton, 25.01.2015

    In Deutschland nimmt man die seit mindestens 15 Jahren laufende Praxis, mutmaßliche Terroristen per Drohne zu töten, verhalten wahr. Sie soll ein US-Problem bleiben, an dem man nicht schuld sein möchte. In den USA wollen zwei Juristen hingegen die moralisch fragwürdige Counterterrorism-Praxis einer richterlichen Vorab-Kontrolle unt...

  • Feuilleton, 19.02.2012

    Bei privaten Feierlichkeiten droht Menschen mit Befähigung zum Richteramt oft ätzender Smalltalk über kostenpflichtige Details des deutschen Rechts. Hält man sich an das, was man in der Hand hat, ein Getränk, und lenkt man das Gespräch auf die Rechtsfragen von Alkohol und Coca Cola, sollten sich laienhafte Auskunftsersuchen jedoch ...

  • Feuilleton, 28.12.2015

    Kein Wort ist klebriger als "Recht" – man kann es hinter so gut wie alles hängen, und tut das auch. Roland Schimmel entführt in die ungekannten Gefilde von Wasser- und Waschstraßenrecht – und gibt Tipps zur beruflichen Nischenbildung. Verrechtlichungstendenzen werden je nach Standpunkt begrüßt (Rechtssicherheit!) oder beklagt...

  • Feuilleton, 27.11.2011

    Im Jahr 1971 befand sich das Raumschiff Enterprise noch im Anflug auf den Mainzer Lerchenberg. Ob "Treckies" zu träumen wagten, dass die Mobiltelefone aus der Raumschifffracht die Welt erobern würden? Immerhin, sogar die deutsche Justiz entdeckte ihre elektronische Zukunft für sich. An Datenbankplanungen von damals erinnert Martin...

  • Feuilleton, 15.09.2013

    1984 verglich das OLG Düsseldorf den Verdienst einer Prostituierten mit dem einer Putzfrau. 1994 sorgte eine Putzfrau vor dem EuGH für Furore. 2013 veröffentlicht eine Philosophieprofessorin nun das Buch "Putzen als Passion", das den Blick auch auf die juristische Seite der menschlichen Reinigungs(un)lust lenkt. Martin Rath übe...

  • Feuilleton, 16.02.2014

    Als Hilfswissenschaft hat die Kunstgeschichte derzeit juristisch Konjunktur: Es gilt, die "NS-Raubkunst" aufzuspüren. Studien über die Figur der Justitia in der bildenden Kunst fördern vielleicht die rechtshistorische Allgemeinbildung. Aber kann Kunstgeschichte auch dazu dienen, an den Grenzen der Juristerei zu arbeiten? Ein Essay ...

  • Feuilleton, 02.01.2012

    Dem ehemaligen Verteidigungsminister verdanken wir ein neues Wort: "Guttenbergen" nennen deutsche Jugendliche das Abschreiben nun. Dabei hat, wer abschreibt, immerhin gelesen, konstatierte Platz 1 unserer meistgelesenen Feuilleton-Beiträge. Außerdem in den Top 10: das beliebteste Juristen-Accessoire, die "herrschende Meinung" und d...