US-Gericht zu sexueller Belästigung: Schwe­din er­strei­tet 18 Mil­lio­nen Dollar

01.07.2015

18 Millionen Dollar muss ein Investmentbanker aus New York seiner ehemaligen Assistentin als Schmerzensgeld zahlen. Ein Gericht sah den Vorwurf der sexuellen Belästigung als erwiesen an.

Wegen sexueller Belästigung, Beleidigung und Nachstellung hat ein New Yorker Gericht einer jungen Schwedin 18 Millionen Dollar (16,2 Millionen Euro) zugesprochen. Der frühere Chef der 25-Jährigen müsse zwei Millionen als Entschädigung zahlen, die übrigen 16 Millionen seien ein Strafgeld, berichteten die "New York Daily News" am Dienstag. Die Frau habe die Belästigungen ein ganzes Jahr ertragen müssen, berichtete sie der Zeitung.

Ihr Chef, ein in China geborener 43-jähriger Investmentbanker, hatte die Schwedin als Assistentin eingestellt und ihr bald auch teure Geschenke gemacht und die Wohnung in Manhattan bezahlt. Dafür forderte er eine Rundumbetreuung und "fühlbare Liebe".

Als sie ihm nach einer Weile deutlich machte, dass sie ein rein berufliches Verhältnis wolle, habe er sie beleidigt und sogar ihren kleinen schwedischen Heimatort besucht und sie als Hure beschimpft.
Der Mann behauptet dagegen, er habe sie zur Expertin aufbauen wollen, sie habe aber kein Gespür für Finanzen gehabt.

dpa/una/LTO-Redaktion

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US-Gericht zu sexueller Belästigung: Schwedin erstreitet 18 Millionen Dollar . In: Legal Tribune Online, 01.07.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/16049/ (abgerufen am: 06.07.2022 )

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