OLG Hamburg zu Widerrufsrecht: Parship darf Wer­ter­satz for­dern

07.03.2017

Bei Ausübung des zweiwöchigen Widerrufsrechts stellte die Online-Partnervermittlung Parship ihren Nutzern hohe Summen in Rechnung - bis das LG Hamburg diese Praxis beanstandete. Das OLG ließ diese Wertersatzforderungen nun wieder zu.

 

Die Online-Partnervermittlung Parship darf von ihren Nutzern im Falle eines Widerrufs bis zu 75 Prozent des vertraglich vereinbarten Gesamtpreises verlangen, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil (v. 02.03.2017, Az. 3 U 122/14).

Mit ihrer Klage vor dem Landgericht (LG) hatte die Verbraucherzentrale Hamburg einen Unterlassungsanspruch gegen die Online-Partnervermittlung verfolgt und sich erfolgreich gegen deren Forderung von Wertersatz gewehrt. In dem zugrundeliegenden Fall sollte ein Nutzer trotz Widerrufs 202,41 Euro Wertersatz für zustande gekommene Kontakte zahlen, nachdem er von seinem Widerrufsrecht Gebraucht machte.

Die Verbraucherzentrale argumentierte, das Vermittlungsportal führe Verbraucher mit seinem Verlangen nach Wertersatz in die Irre und verstoße damit gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften. Denn der geforderte Wertersatz sei dazu geeignet, bei Verbrauchern die Vorstellung zu wecken, sie müssten ein an dem vereinbarten Preis gemessen überproportionales "Reuegeld" für die Inanspruchnahme des Dienstes bis zum Widerruf zahlen.

Außerdem stehe Parship kein Anspruch auf Wertersatz zu, weil das Unternehmen innerhalb der ersten vierzehn Tage keine unter Billigkeitspunkten zu ersetzenden Aufwendungen leiste. Das Widerrufsrecht verliere seinen Sinn, wenn der Verbraucher trotz geltend gemachten Widerrufs bei einem Vertrag bis zu 75 Prozent des Gesamtpreises zahlen müsse.

Wertersatz muss nicht zeitanteilig berechnet werden

Während das LG Hamburg die Berechnungspraxis beanstandete, folgte das Hanseatische OLG dieser Ansicht nicht. Die Richter hoben das Urteil der Vorinstanz auf und wiesen die Klage ab. Indem das Unternehmen im Falle eines Widerrufs Wertersatz fordere, handele es nicht irreführend im Sinne des § 5 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes gegen Unlauteren Wettbewerb (UWG). Vielmehr stehe Parship ein Anspruch auf Wertersatz zu.

Auch die Berechnungsgrundlage anhand der Gesamtpauschale anstatt der einzelnen Tage bis zum Widerruf dafür sei nicht zu beanstanden. Nach Ansicht der Richter müsse Parship den Wertersatz nicht zwingend zeitanteilig berechnen. Entgegen der Auffassung der Verbraucherzentrale sei nicht ersichtlich, dass jede andere Art der Berechnung stets eine planmäßige und wider besseres Wissens unzutreffende Berechnung des Wertersatzes darstellt.

Dies ergebe sich unter anderem aus Erwägungsgrund 50 der Verbraucherrechte-Richtlinie. Dort wird erläutert, dass der Verbraucher auf der einen Seite sein Widerrufsrecht auch dann ausüben können soll, wenn er die Erbringung von Dienstleistungen vor Ende der Widerrufsfrist gewünscht hat. Auf der anderen Seite soll der Unternehmer sicher gehen können, dass er für die von ihm erbrachte Leistung angemessen bezahlt wird, wenn der Verbraucher sein Widerrufsrecht ausübt. Der anteilige Betrag solle ausgehend vom vertraglich vereinbarten Gesamtpreis berechnet werden.

Nach Ansicht der Richter werde dadurch deutlich, dass der Wertersatz zu einer Kompensation der erbrachten Leistungen des Unternehmers führen soll. Zusätzlich zu einer zeitanteiligen Berechnung können daher auch einmalige Leistungen dem Wertersatz zu Grunde gelegt werden, wenn sie werthaltige Leistungen darstellen. Sie können demnach einen Wertersatz rechtfertigen, der über den zeitanteiligen Wertersatz hinausgeht. Eine solche werthaltige Leistung sei beispielsweise die Erstellung des Parship-Portraits und das Vermitteln von Kontakten, so das OLG.

Gegen das Urteil ist die Revision nicht zugelassen.

nas/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

OLG Hamburg zu Widerrufsrecht: Parship darf Wertersatz fordern. In: Legal Tribune Online, 07.03.2017, https://www.lto.de/persistent/a_id/22284/ (abgerufen am: 18.10.2017)

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Kommentare
  • 07.03.2017 12:59, Haha

    Weiterer Verlauf: Nicht-Zulassungsbeschwerde, Revision beim BGH, Vbz. obsiegt. Kennt man ja.

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    • 29.08.2017 08:58, Britt Stephanski

      Ich kann mich nicht erinnern, wann eine Nichtzulassungsbeschwerde das letzte Mal Erfolg hatte. Es wird daher wohl kaum zu einer Verhandlung vor den BGH kommen und das Urteil des OLG, in dem Parship im Recht ist, wird wohl bestehen bleiben. Man kann nach diesem Urteil des OLG wenn überhaupt nur noch an der Höhe des Wertersatzes was bemängeln. Der Wertersatz an sich kann damit aber nach wie vor von Parship verlangt werden.

      Und die meisten Urteile die hier zitiert wurden, sind Versäumnisurteile. Diese wurden von Parship wohl aus taktischen Gründen in Kauf genommen, da sie die Verhandlung in II. Instanz vor dem OLG und jetzt die Nichtzulassungsbeschwerde abwarten wollten und nicht 10 Fässer an unterschiedlichen Gerichten gleichzeitig aufreißen wollten.

  • 07.03.2017 13:41, Dr Marc Mewes

    Peter Derleder, EWiR 2010, 349 zu
    BGH, Urt. v. 15.04.2010 – III ZR 218/09 (LG Stuttgart ), ZIP 2010, 1084
    Leitsätze des Gerichts:
    Berechnung des Wertersatzes nach Haustürwiderruf anhand des objektiven Werts der erbrachten Leistung
    LS
    3. Die Bemessung des Wertersatzes, den der Verbraucher nach dem wirksamen Widerruf eines Haustürgeschäfts für bis dahin empfangene Leistungen des Unternehmers schuldet, richtet sich nicht nach dem vertraglich vereinbarten Entgelt, sondern nach dem objektiven Wert dieser Leistungen, soweit dieser das vertragliche Entgelt nicht übersteigt.

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  • 07.03.2017 14:09, RA F

    Hachja, das OLG Hamburg. Welche zwielichtige, wie Herr Mewes darlegt bereits anders entschiedene, Praxis billigen die eigentlich nicht?

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  • 08.03.2017 13:02, Zsolt Juhasz

    @RA F / RA Mewes
    da ich direkt betroffen bin, frage ich mich ob sich eine Klage dagegen lohnt, oder ob ich doch lieber zahlen soll: cs 210 € für 2 Tage Nutzung!

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    • 10.08.2017 09:40, susu

      Hallo zsolt, wie hat sich die Sache bei dir entwickelt? Wäre schön, Infos zu bekommen.

  • 19.03.2017 13:42, Laura S.

    Habe nicht einmal der vorzeitigen Nutzung der Premium Funktionen zugestimmt, sondern den Vorgang abgebrochen und soll trotzdem fast 100 Euro für 10min online sein zahlen. Liebes OLG, das sind Verbrecher...

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    • 30.03.2017 18:54, Laura S.

      Hatte die Lastschrift zurück geholt. Bin selbst bei Mahnandrohung standhaft geblieben. Und habe immer das gleiche geschrieben, und dass die IT dies bestätigen können muss.
      Aus Kulanz und ohne mir meine Rechte einzugestehen haben sie die Forderungen endlich fallengelassen...

  • 30.03.2017 18:16, Katja

    Ich war ganze 8 Stunden dabei, weil ich mir überlegt hab, doch lieber im Leben zu suchen und nicht online...ich soll 453 EUR zahlen...hatte Rücklastschrift gemacht und dann 1,18 EUR nach Verbraucherzentrale - Berechnung eingezahlt.
    Mein Widerruf wurde aber erst mal 3 Tage bearbeitet und in der Zeit wurden mir die Kontakte "vermittelt"...das wollte ich ja gar nicht...ich widerrufe ja nicht umsonst!!!

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    • 20.06.2017 19:20, Thomas

      Hallo,

      und was ist bei Dir draus geworden ?

      Gruß Thomas

  • 06.04.2017 17:22, Cornelia

    ok ... ich habe die Widerrufsfrist von 14 Tagen mit einer Premium Mitgliedschaft ausgenutzt und soll nun 318,19€ bezahlen ... bin mir unsicher, ob ich mich auf einen Rechtsstreit einlassen soll oder es schaffe, im Schriftverkehr mit Ihnen standhaft zu bleiben?

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  • 12.04.2017 12:16, Chris

    ok, ich habe innerhalb der 14 Tage Widerruf eingereicht mit abboalarm und noch keine Antwort erhalten. Wie soll ich mich nun verhalten, wenn auch ich eine Werersatzforderung erhalte?

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    • 13.07.2017 19:53, Susu

      Wie ist es bei dir ausgegangen?

  • 14.04.2017 04:13, FJK

    Sind Fälle bekannt in denen bei einer kostenlosen Probemitgliedschaft Wertersatz gefordert wurde? Ich bin einer solchen einladung von Parship nachgekommen und jetzt unsicher ob mir Wertersatzforderung drohen da ich von einem Mitglied angeschrieben wurde und auf die anfrage geantwortet habe. Da die 3 Tägige Probemitgliedschaft allerdings kostenlos ist, dürfte doch eigentlich kein Wertersatz gestellt werden könne , oder etwa doch?

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  • 24.04.2017 21:18, Christian

    Hallo zusammen,
    nach 10 Tage Nutzung von Parship sind 223,39 € Wertersatzforderungen gestellt worden. 7 Kontakte sind über die Premium-Mitgliedschaft versprochen worden, Parship behauptet die Vermittlung von 6 Kontakten im Zeitraum von 10 Tagen - nur mit zwei Personen ist überhaupt ein inhaltlicher Kontakt entstanden, obwohl sehr intensiv angeschrieben wurde. Das Wort "Vermittlung" wird in dem Kontext benutzt um Profilzuweisungen aufgrund von Ähnlichkeiten vorzunehmen => keine Konversation, kein Telfonat, kein reales Treffen, usw.
    Wie ist mit dem Wertersatz zu verfahren?
    Kleine Anmerkung: 60 Mio € Umsatz / 300 € pro Jahr = 200.000 aktive Mitglieder bei Parship!
    Beste Grüße,
    Christian

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  • 11.05.2017 13:00, Andreas

    4 Tage Nutzung, nachdem ich gemerkt habe das viele Fakeprofile da herumwuseln, sofort das Rücktrittsrecht in Anspruch genommen, trotz klar definierten Verbraucherschutzgesetzvorgabe, dass keine weitere Gebühren verrechnet wereden dürfen bei Kündigung innerhalb der Rücktrittsfrist trotzdem 200 Eur zu bezahlen aufgefordert

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  • 01.06.2017 20:00, Franzi

    ich habe bereits nach 2 Stunden des Vertragsabschluss Widerruf eingereicht als auch eine weitere Nachricht mit der Bitte um Informationen zwecks des genannten Wertersatzes geschickt, per Kontaktformular von Parship. Auf letztere bekam ich eine Antwort, mein Widerruf wurde natürlich ignoriert. Daraufhin widerrief ich per Einschreiben fristgerecht - diese wurde mir dann auch per E-Mail bestätigt.
    Nun habe ich Post von Debitor Inkasso GmbH, auf der Forderung steht eine utopische Summe, das falsche Vertragsabschlussdatum (mit dem sich zufälligerweise mein Widerruf natürlich außerhalb der Frist befinden würde). Ich habe alles dokumentiert. Ich kann den Zeitpunkt der Mitgliedschaft nachweisen, ich habe den Beleg des Einschreibens als auch sämtlichen Schriftverkehr (Bestätigung des Widerrufs) aufgehoben und mich nun mit meiner Rechtsschutzversicherung in Verbindung gesetzt.
    Wenn Parship damit vor Gericht durchkommt, eröffne ich bald auch eine Partnerschaftsvermittlung und verlange Geld dafür, dass andere 2-3 Nachrichten austauschen und die Arbeit für mich erledigen.

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  • 16.06.2017 13:44, Michael

    Momentan scheinen alle Verbraucher zu gewinnen, die beim zuständigen Amtsgericht Hamburg gegen Parship auf Rückzahlung des zu Unrecht verlangten Wertersatzes klagen. Das OLG-Urteil hat keine direkten (negativen) Auswirkungen auf die Klagen der Verbraucher: www.test.de/Singleboerse-Parship-Hohe-Kosten-bei-Ausstieg-so-wehren-Sie-sich-5190091-0/

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  • 04.07.2017 22:02, Asu

    Nach 10 Tagen stellt man mir eine Rechnung über 345 Euro zahlen!!! Sorry aber das ist alles andere als seriös. Eine einmonatige Mitgliedschaft kostet Was? 69,- Euro? Wird in den 10 Tagen mehr gemacht als in den 30 Tagen einer Mitgliedschaft? Dass die Gerichte immer gegen diejenigen sind, die sie schützen sollten!!!

    Weiß jemand wie man Sammelklagen macht? Ich bin gern dabei!

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    • 05.07.2017 02:07, Zsolt

      Ich wäre bei einer Sammelklage dabei!

    • 10.10.2017 15:44, Julia

      Ich bin leider auch betroffen...8 Tage Nutzung und eine Gebühr von über 300€!
      Wie ging das bei ihnen nun weiter?

      Viele Grüsse
      Julia

  • 13.07.2017 19:51, Susu

    Bin auch mit der Abzocke von Parship beim Widerruf konfrontiert. Werde Lastschrift zurücknehmen und habe Lastschriftmandat entzogen.
    Warum entscheiden die Gerichte so unterschiedlich?
    Wäre bei einer Sammelklage auch dabei!

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    • 13.07.2017 21:11, Franzi

      Alles richtig gemacht ;) für dich ist doch gar keine Klage notwendig. Ich habe auch das Lastschriftmandat entzogen und somit diese Forderung nicht bezahlt. Du musst lediglich, genauso wie ich auch, darauf warten, ob Parship dich überhaupt verklagt. Aber für diesen Fall habe ich zum Glück eine Rechtsschutzversicherung.

    • 21.07.2017 13:41, xy

      bin zwar kein Anwalt, aber auf keinen Fall unter Druck setzen lassen...einfach standhaft bleiben......Inkassounternehmen sind erfahrungsgemäß "bellende Hunde.".. und die beißen bekanntlich nicht

  • 14.07.2017 07:27, Susu

    Wie lange ist das bei dir her? Kamen keine Mahnungen und Inkassos?

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    • 09.08.2017 21:47, Beetle

      Hallo susu,
      ich habe dem Inkassobüro geantwortet - mit Begründung und dem Verweis, das die Datumsangaben nicht korrekt waren.
      Ja, und letzte Woche kam wieder ein Schreiben. Sollte ich innerhalb von 7 Tagen nicht zahlen, würde man ein gerichtliches Verfahren durchführen. Im Anhang gab es es dann noch eine Vollmacht des Auftraggebers. Diese Vollmacht fand ich sehr merkwürdig. Da erteilt PE Digital GmbH die Vollmacht. Ob Parship dazu gehört- muss ich mal recherchieren. Unten auf der Vollmacht Ort, Datum und eine Unterschrift. Kein Firmenstempel und auf einen weißen Papier. Kein Firmenlogo- im Grunde kann jeder 6 jährige sowas erstellen.
      Bin gespannt wie es weitergeht :-)

  • 21.07.2017 13:34, xy

    habe auch innerhalb der widerrufsfrist gekündigt...exorbitante Rechnung erhalten und auch vom Konto abgebucht.... um es kurz zu machen: Abbuchung zurückgeholt...... Forderung widersprochen... Mahnungen durch parship widersprochen....Schreiben vom Inkassobüro ....zurückgeschrieben , dass ich mir weitere Mahnungen verbitte und um zeitnahe Klageeinreichung bitte, sofern man der Meinung ist, dass die Forderungen tatsächlich berechtigt sind... und siehe da....Funkstille!!!!!!!!....

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    • 21.07.2017 14:41, susu

      Danke für die Infos. So hatte ich das auch vor. Parship verliert ständig gegen Kunden (obwohl PS gegen die Verbraucherzentale Hamburg gewonnen hat, aber das steht wohl auf einem anderen Blatt) und muss Wertersatz zurückerstatten, wird also kaum gegen Kunden klagen, die sich gegen die Aushöhlung des Widerrufsrechtes wehren. Alles nur Panikmache.

    • 10.08.2017 09:20, susu

      Hallo xy, ist bei dir immer noch Funkstille oder was ist mittlerweile passiert?

  • 21.07.2017 18:29, Beetle

    Hallo liebe Betroffene,
    ich war ganze 12 Tage dort angemeldet. Habe auch fristgerecht widerrufen. 278,28€ sollte ich dann zahlen für angeblich 6 Kontakte. Habe einen regen Schriftverkehr gehabt. Das Geld wurde abgebucht. Geld wieder zurückgeholt und ihnen schriftlich das untersagt. Dann kamen 2 Mahnungen mit einem ziemlichen Aufschlag ( wofür frage ich mich da- Porti und Papiere fallen ja bei Mails nicht an

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    • 13.08.2017 16:56, susu

      Hallo, zahlreiche Klagen gegen PS und Elite (beide PE Digital) haben zu neuen Urteilen gegen Wertersatz geführt: Amtsgericht Hamburg am 14.07.2017 und am 9. bzw 11.08.2017, wobei auch festgestellt wurde, dass PS die Einkommensabfrage macht, um offensichtlich von Besserverdienern mehr abkassieren zu können, ohne dies dem Kunden transparent zu machen, dem vorgegaukelt wird, dies diene dem richtigen Matching. Ist das nicht alles sehr interessant und im höchsten Maße link?!

  • 21.07.2017 21:52, Beetle

    Leider wurde nicht alles übertragen...
    In der zweiten Mahnung würde ich dann informiert, das die Sache an ein Inkassobüro gehen würde, wenn ich nicht zahlen würde. Das Schreiben des Inkassobüros kam heute.
    Die Forderung beläuft sich jetzt auf € 366,61.
    Ein wenig mulmig ist mir jetzt schon. Ich bleibe aber standhaft.

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    • 09.08.2017 17:09, susu

      Hallo Beetle,
      wie bist du mittlerweile mit dem Inkassoschreiben umgegangen?

    • 10.08.2017 09:48, susu

      Hallo Beetle, hier die Urteile, bei denen erkennbar ist, dass PE Digital PArship ist:

      Gute Aussichten vor Gericht und ein geringes finanzielles Risiko

      Auch wenn Parship ehemaligen Kunden zurzeit etwas anderes suggeriert, die Chancen, zu viel gezahltes Geld wiederzusehen, stehen weiterhin gut. Bereits mehrfach hat das Amtsgericht Hamburg Parship verpflichtet, Geld an ehemalige Kunden zurückzuzahlen.

      Die Spanne reicht von kleineren Beträgen um die 20 Euro bis hin zu höheren Summen von mehreren hundert Euro, die sogar zuzüglich Zinsen in Höhe von fünf Prozent von der Partnervermittlung beglichen werden müssen. Darüber hinaus musste Parship die Anwalts- und Gerichtskosten für die Verfahren in diesen Fällen komplett tragen. Versäumnisurteile des Amtsgerichts Hamburg:

      3. Mai 2017, Az. 25b C 95/17 (392,96 Euro)

      26. April 2017, Az. 44 C 46/17 (116,55 Euro)

      3. April 2017, Az. 20a C 52/17 (386,44 Euro)

      22. März 2017, Az. 26 C 55/17 (134,10 Euro)

      1. März 2017, Az. 6 C 9/17 (250,20 Euro)

      27. Februar 2017, Az. 20a C 442/16 (314,21 Euro)

      21. Februar 2017, Az. 23a C 12/17 (172,22 Euro)

      30. Januar 2017, Az. 6 C 334/16 (353,59 Euro)

      7. Februar 2017, Korrektur zu Urteil vom 30. Januar 2017

      30. Januar 2017, Az. 6 C 333/16 (359,10 Euro)

      24. Januar 2017, Az. 31a C 236/16 (20,90 Euro)

      29. Dezember 2016, Az. 48 C 307/16 (313,43 Euro)

      25. Juli 2016, Az. 40 b C 105/16 (223,33 Euro)

      30. Juni 2016, Az. 12 C 85/16 (327,44 Euro)

      10. Juni 2016, Az. 17 a C 121/16 (427,78 Euro)

      12. Januar 2015, Az. 49 C 607/14 (336,15 Euro)

      Eine ehemalige Parship-Kundin hat sich – sogar ohne Unterstützung eines Anwalts – gegen den Einbehalt eines Wertersatzes in Höhe von knapp 70 Euro gewehrt und Recht bekommen (Versäumnisurteil des Amtsgerichts Hamburg vom 8. Juli 2015; Az. 18 b C 184/15)

  • 10.08.2017 09:17, susu

    Hallo Beetle,
    PE Digital ist parship. DAs ist mir schon bei den gerichtlichen Urteilen, die im Netz veröffentlicht sind, aufgefallen. Da haben ehemalige PArship-Kunden gerichtlich ihren Wertersatz, der einbehalten wurde, eingeklagt und alle gewonnen, auch nach dem Urteil, bei dem die Verbraucherzentrale verloren hat. Es waren alles sogenannte Versäumnisurteile, d.h. Parship hat sich wohl gar nicht verteidigt.

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    • 10.08.2017 21:07, Beetle

      Hallo susu,
      ich habe erst gar nicht die Forderung bezahlt :-).
      Parship hatte zwar bis zu meinem Widerruf einen Monatsbeitrag ( ca. 35€) eingezogen, aber um den geht es mir gar nicht. Den können sie gerne für ihre geleistete Dienste behalten. Ich warte jetzt mal ab was passiert.
      Aber sehr nett von Dir, das Du dir solche Mühe gegeben hast mir die ganzen Infos zu geben. Vielleicht sollten wir beide eine SERIÖSE Singlebörsen ins Leben rufen? :-)

  • 13.08.2017 08:25, susu

    Hallo Beetle,
    schon klar, dass du nicht bezahlt hast, habe ich ja auch nicht. Ich denke mir, dass im Umkehrschluss kein Richter (sollte Parship tatsächlich klagen) einen ehemaligen PArshipkunden dazu verdonnern wird, 200-300 Euro, also 75% des Gesamtpreises für 10-12 Tage Nutzung zu entrichten. Schließlich wird dadurch das gesetzliche Widerrufsrecht missachtet. Ja, die Geschäftemacherei von PArship auf diesem Weg ist wirklich unseriös (man zahlt für zeitliche Nutzung, kriegt dann aber beim Widerruf eine Rechnung für angebliche Kontakte) und es bleibt zu hoffen, dass sich das herumspricht. Vielleicht wären wir ja das perfekte Match und Parship hat's nicht gemerkt...

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    • 07.09.2017 11:00, Christine

      Hallo,

      ich habe per Kreditkarte gezahlt, kann man dass auch rückgängig machen? Ich hatte keine Option per Lastschriftverfahren zu zahlen oder habe es nicht gesehen.

  • 17.08.2017 10:28, xy

    ...kaum zu glauben.... die digital Inkasso hat mir einen Mahnbescheid geschickt, dabei hatte ich doch um Klageinreichung gebeten ;-)....selbstverständlich wird diesem widersprochen....es bleibt also spannend....wegen einem Mahnbescheid werde ich nicht die Nerven verlieren und mich vom Kurs abbringen lassen! Ein Mahnbescheid ist "nix" in dem Falle wohleher ein Einschüchterungsversuch, die Forderungen sind nicht geprüft, lediglich die Frist zum Widerspruch sollte nicht verpaßt werden. Lehne mich also zurück und warte ab.....würde ich jedem anderen auch raten....

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  • 07.09.2017 10:58, Christine

    Guten Morgen,
    ich glaube ich bin extra dumm. Mir ist dass Gleiche wie den meisten anderen hier passiert, am 28.08 angemeldet , am 30.08. widerrufen und jetzt soll ich für 6 Kontakte EUR 318 zahlen (Jahresbeitrag wäre EUR 418.00) gewesen. Leider habe ich meine Kreditkartendetails angegeben und der Betrag wurde auch bereits abgebucht. Kann ich dies rückgängig machen? Ich habe keine Rechtsschutz da ich neu wieder in Deutschland bin, will mich aber auch nicht übers Ohr hauen lassen. Jeglicher Tipp ist willkommen...

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    • 11.09.2017 15:42, susu

      Ich würde mal bei meiner Bank anrufen.

    • 12.09.2017 11:05, xy

      mit dem Kreditkartenunternehmen in Verbindung treten und Buchung als unrechtmäßig zurückgehen lassen (klappt aber nicht bei jedem) oder gegen parship klagen

    • 12.09.2017 11:05, xy

      mit dem Kreditkartenunternehmen in Verbindung treten und Buchung als unrechtmäßig zurückgehen lassen (klappt aber nicht bei jedem) oder gegen parship klagen

  • 13.09.2017 09:51, marleen

    sollte man das nicht mal mehr publik machen?!
    ich hatte mich auch nur ein paar stunden angemeldet und dann widerrufen, jetzt sollte ich um die 100EUR zahlen.
    da ich keinen nerv auf rechtsstreitereien hatte habe ich gezahlt.
    damit rechnet parship natürlich.
    habe mich an das rbb verbrauchermagazin "supermarkt" gewandt, evtl. gibt es einen beitrag.
    das solltet ihr auch tun, an die entsprechende landesfunkanstalt.
    ich finde es muss schluss sein, dass parship das land mit ihrem 11 minuten slogan das land zupflastert, dabei würde ich sagen, alle 11 minuten klingelt bei parship die kasse, so sind sie vermutlich auf den spruch gekommen...

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  • 13.09.2017 19:47, Beetle

    So, ich glaube jetzt wird es ernst. Habe vorhin einen Anruf (!) von dem Inkassobüro erhalten. Eine sehr freundliche Dame fragte mich, ob ich mich noch zu dem zweiten Schreiben des Inkassobüros äußern wollte. Da ich aber bereits im Juli denen alles mitgeteilt habe, habe ich auf das zweite Schreiben gar nicht reagiert. Nun ja, sie wollte sich nur erkundigen ob ich die Forderung nun bezahlen wolle, bevor die Sache ( evtl.)vor Gericht geht. Ich war und bin nicht bereit zu zahlen. Sie wünschte mir einen schönen Abend und wir legten auf.
    Soll sowas ein freundliches unter Druck setzen sein?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 15.09.2017 19:31, xy

      ich habe denen auf das erste Schreiben mitgeteilt, dass ich um Klageeinreichung bitte!!!! und bis jetzt kam nix.....dem folgenden Mahnbescheid wurde widersprochen.... im www. ist kein einziger Fall zu finden bei dem PS geklagt hat... und wenn doch: ich würde das wirklich soooooo gerne mit denen bis zum BGH durchziehen (wenn es sein muss) ... einfach damit das ein für allemal geklärt ist....aber genau das will ja PS nicht....weil sie genau wissen wie es ausgeht....Also weiterhin entspannt beiben.......

  • 17.09.2017 22:12, Xo

    pe digital (Elitepartner) droht ebenfalls mit gerichtlichen Schritten. Ich kämpfe nun schon seit April diesen Jahres. Sie fordern ebenfalls einen Wertersatz von über 300€ für 3 Tage Nutzung. Die Verbraucherzentrale hat mich unterstützt. Das Inkassounternehmen hat sich nun eingeschalten. Sie haben mir nun eine letzte Frist bis Ende September gesetzt. Hat jemand Erfahrungswerte? Wird es zu einer Klage kommen?

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  • 17.09.2017 23:19, Xo

    pe digital (Elitepartner) droht ebenfalls mit gerichtlichen Schritten. Ich kämpfe nun schon seit April diesen Jahres. Sie fordern ebenfalls einen Wertersatz von über 300€ für 3 Tage Nutzung. Die Verbraucherzentrale hat mich unterstützt. Das Inkassounternehmen hat sich nun eingeschalten. Sie haben mir nun eine letzte Frist bis Ende September gesetzt. Hat jemand Erfahrungswerte? Wird es zu einer Klage kommen?

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 29.09.2017 22:01, Hans-Jürgen

    Hallo,

    Gehöre auch dazu. Fristgerecht widerrufen, über 300€ Wertersatz gefordert.

    Werde ich nicht zahlen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 02.10.2017 10:33, Cee

    Hallo,

    soll auch über 300€ für ca. 1 Woche Nutzung bezahlen.
    Werde nicht bezahlen!!! ..... bin aktuell in der 2.Mahnung.
    Ich denke wir sollten hier alle zusammen halten uns unterstützen und auf keinen Fall dieser Betrugsmasche nachgeben.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 14.10.2017 14:27, Linda

      Hallo Cee,

      Mir geht es genauso. Ich soll aktuell 268€ ,Restforderung' zahlen für 6 Tage.
      Bin aktuell bei der letzten Mahnung. Die halten weiterhin an ihrem Wertersatz fest. Ich zahle nichts. Habe ich denen bereits mehrfach mitgeteilt.
      Wäre interessant wie lange das Theater weitergeht! Man sollte öffentlich Meldung machen und fordern dieses Unternehmen schliessen zu lassen .
      Zusammenhalten ist angesagt!

    • 14.10.2017 14:27, Linda

      Hallo Cee,

      Mir geht es genauso. Ich soll aktuell 268€ ,Restforderung' zahlen für 6 Tage.
      Bin aktuell bei der letzten Mahnung. Die halten weiterhin an ihrem Wertersatz fest. Ich zahle nichts. Habe ich denen bereits mehrfach mitgeteilt.
      Wäre interessant wie lange das Theater weitergeht! Man sollte öffentlich Meldung machen und fordern dieses Unternehmen schliessen zu lassen .
      Zusammenhalten ist angesagt!

  • 09.10.2017 07:35, Milenko

    Hallo, ich bin Milenko namentlich. Ich bin ein Geschäftsmann in der Schweiz Ich erhielt ein Darlehen von Capital Hills Finance Group, um mein Geschäft zu finanzieren. das Unternehmen Verfahren sind schnell und sehr zuverlässig, kontaktieren Sie sie per E-Mail: managingdirectorrclc@gmail.com

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  • 16.10.2017 09:06, Matti

    PE Digital ist Elitepartner

    Ich habe im April eine einwöchige Mitgliedschaft widerrufen und die Rücklastschriften veranlasst. Wertersatzforderungen von Elitepartner kam i. H. v. 331,15 Euro. Aktuell habe ich Post von KSP Rechtsanwälten Seegers erhalten, Forderung mit Anwaltskosten beträgt nun 420,48 Euro. Ich werde mich nicht einschüchtern lassen und die Forderung als unrechtmäßig zurück weisen... bin gespannt, ob ein Mahnbescheid kommt und diesem werde ich auch widersprechen.

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