Kreuz.net ist offline: Hetzportal schließt seine Pforten

03.12.2012

Das umstrittene Internetportal Kreuz.net ist seit dem vergangenen Sonntag nicht mehr zu erreichen. Ob dies wirklich das Ende von Kreuz.net ist oder ob die Macher einen Neustart unter anderem Namen planen, bleibt indes offen.

Mit provokanten Thesen und offenen Hasstiraden gegen Schwule und Lesben machte Kreuz.net in den vergangenen Wochen von sich reden. Vor allem die beleidigenden und herabwürdigenden Äußerungen anlässlich des Todes von Dirk Bach sorgten für große Empörung. "Jetzt brennt er in der schwulen Hölle", so und ähnlich diffamierend kommentierten die anonymen Macher der Internetseite damals den Tod des Komikers und Schauspielers.

Zahlreiche Strafanzeigen wegen Beleidigung und Volksverhetzung gingen daraufhin bei den Staatsanwaltschaften ein. Der von Schwulen betriebene Bruno Gmünder-Verlag setzte gar ein Kopfgeld in Höhe von 15.000 Euro auf die Betreiber der Seite aus, um sachdienliche Hinweise auf die Identität der Seitenbetreiber zu erlangen.

Nun ist das Internetportal unter der bisherigen Domain nicht mehr zu erreichen. Ob dies tatsächlich das Ende der pseudochristlichen Hetze bedeutet, darf allerdings bezweifelt werden. Der Koordinator der Aktion "Stoppt kreuz.net", David Berger, hält es für denkbar, dass die Betreiber nur vorrübergehen in Deckung gegangen sind und schon bald wieder unter neuem Namen gegen Schwule, Lesben und Andersdenkende hetzen werden.

mbr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Kreuz.net ist offline: Hetzportal schließt seine Pforten . In: Legal Tribune Online, 03.12.2012 , https://www.lto.de/persistent/a_id/7692/ (abgerufen am: 17.07.2024 )

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