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Klicks statt Schadensersatz: Raub­ko­pierer einigt sich mit Anti-Pira­terie-Lobby

27.11.2015

Ein tschechischer Raubkopierer braucht mindestens 200.000 Klicks auf Youtube, um einer hohen Schadensersatzforderung zu entgehen. Sein YouTube-Video entwickelt sich derweil zum viralen Hit.

Der 30-jährige Jakub F. habe sich mit Firmen, deren Produkte er illegal online anbot, geeinigt, dass ihm ein Großteil des entstandenen Schadens verziehen werde, teilte die Anti-Piraterie-Lobby BSA mit. Einzige Bedingung: Er muss ein Video über seine Fehler drehen und erfolgreich vermarkten.

Seinen Teil der Vereinbarung dürfte der Softwarepirat inzwischen erfüllt haben. Bis Freitagvormittag hatten über 400.000 Youtube-User das Video "Mit Filesharing hat alles begonnen" gesehen. Ein Nutzer kommentierte indes, diese Art der öffentlichen Abbitte könnte sich als Boomerang erweisen. Andere vermuteten eine Marketingkampagne der Software-Lobby hinter der ganzen Aktion.

Das Amtsgericht im tschechischen Litomerice hatte den Raubkopierer vor kurzem zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt, wie die Agentur CTK berichtete. Zudem wurde er aufgefordert, den finanziellen Schaden zu ersetzen, der sich auf rund 5,7 Millionen Kronen (210.000 Euro) belief. Er hatte unter anderem das Betriebssysteme Windows auf Filesharing-Servern bereitgestellt.

Nach Angaben der Vereinigung BSA sollen in Tschechien 34 Prozent aller verwendeten Computerprogramme Raubkopien sein.

dpa/mbr/LTO-Redaktion

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Klicks statt Schadensersatz: Raubkopierer einigt sich mit Anti-Piraterie-Lobby . In: Legal Tribune Online, 27.11.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/17689/ (abgerufen am: 27.05.2019 )

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