picture alliance / imageBROKER | Unai Huizi
Hamburger besonders gut, Schleswig-Holsteiner nicht
Das Bundesamt für Justiz hat kürzlich die neuen Zahlen zum zweiten Staatsexamen veröffentlicht, LTO hat sie übersichtlich in Diagrammen aufbereitet. Wie immer divergieren die Zahlen zwischen den Bundesländern deutlich. So weist schon wieder Schleswig-Holstein mit 23,4 Prozent die höchste Durchfallquote auf. Die Ursachen dafür werden dort derzeit diskutiert. Aber auch Sachsen-Anhalt (18,3 Prozent) und Bayern (16,3 Prozent) sind bei "nicht bestanden" gut dabei.
Besonders herausragende Noten haben wieder die Hamburger Referendar:innen. Dort erreichten 6,8 Prozent ein "gut" und 32,5 Prozent ein "voll befriedigend". Das ergibt für Hamburg 32,3 Prozent Prädikatsexamina, während diesen Meilenstein in Schleswig-Holstein nur 9,9 Prozent geschafft haben.
Vier Personen mit "sehr gut"
Die meisten Teilnehmenden erzielten bundesweit ein "befriedigend" (41,24 Prozent). Ein "sehr gut" hingegen nur 0,04 Prozent, das entspricht vier Personen – und damit noch weniger als bei der staatlichen Pflichtfachprüfung des ersten Examens (0,29 Prozent). Wie im ersten Examen ist der Frauenanteil der Teilnehmenden höher als der Männeranteil. Die gesamte Statistik zur staatlichen Pflichtfachprüfung ist hier zu finden.
Die Zahl der Prädikatsexamina ist mit 21,75 Prozent wie in der Vergangenheit etwas höher als im staatlichen Teil des ersten Examens (19,57). Dort sind mit 27,4 Prozent zudem weitaus mehr Personen durchgefallen, als im zweiten Staatsexamen mit 12,53 Prozent.
Ein leichter Knick nach unten ist übrigens in der Zahl der Kandidat:innen zu verzeichnen, die das zweite Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen haben. Den Kurvenverlauf von 1961 bis 2024 gibt es hier.
pdi/LTO-Redaktion
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