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Fast alle schreiben mittlerweile am Laptop
Vor einem Jahr hat Hessen das E-Examen in der zweiten juristischen Staatsprüfung eingeführt. Nun sind die ersten Zahlen da: Mehr als 96 Prozent aller Kandidaten ziehen die digitale der handschriftlichen Variante der Prüfung vor, wie das Justizministerium in Wiesbaden mitteilte.
2025 gab es sechs Durchläufe mit jeweils rund 200 Kandidaten, "die weitestgehend reibungsfrei verliefen", hieß es dazu aus dem Ministerium. Bei einem Durchgang waren ständig die Geräte ausgefallen, LTO berichtete.
Die angehenden Volljuristen können grundsätzlich frei wählen zwischen E-Examen und traditioneller Prüfung. Einmal dürfen sie in der Prüfungsphase von der elektronischen zur handschriftlichen Variante wechseln. Justizminister Christian Heinz (CDU) teilte mit: "Davon wurde im Jahr 2025 lediglich vereinzelt Gebrauch gemacht."
Das E-Examen ist nicht nur zeitgemäß. Der Christdemokrat sieht auch Vorteile in der Examensvorbereitung: "Wir haben ein Übungsportal eingesetzt, mit dem sie [die Prüflinge; Anm. d. Red.] sich frühzeitig mit der elektronischen Prüfungsumgebung vertraut machen und Übungsklausuren anfertigen können." Für das E-Examen mietet Hessen Räume in Frankfurt, Darmstadt und Butzbach an.
Derzeit pilotiert das Justizprüfungsamt zudem die elektronische Korrektur der Klausuren. "Sie soll perspektivisch die handschriftliche Korrektur dauerhaft ersetzen", ergänzte das Justizministerium. Damit hoffe das Justizprüfungsamt, zusätzliche Prüfer gewinnen zu können. Am E-Examen in der ersten juristischen Staatsprüfung werde derzeit noch gearbeitet.
dpa/xp/LTO-Redaktion
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