ClickCeaseZum Januar 2024: NRW führt E-Examen ein
Ab Januar 2024

E-Examen jetzt auch in NRW

von Pauline DietrichLesedauer: 2 Minuten

Der juristische Nachwuchs im bevölkerungsreichsten Bundesland kann ab Januar 2024 beide Staatsexamina am Laptop schreiben. Eine Pflicht zur elektronischen Korrektur der Klausuren gibt es jedoch nicht.

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NRW führt das E-Examen ein. Sowohl das erste als auch das zweite juristische Staatsexamen können dort künftig elektronisch abgelegt werden. Eine entsprechende Änderung des Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (JAG NRW) tritt am 17. Februar 2022 in Kraft. Demnach sind die Prüfungsämter an den Oberlandesgerichten in NRW ab dem 1. Januar 2024 verpflichtet, die Anfertigung der Aufsichtsarbeiten im ersten Staatsexamen in elektronischer Form zu ermöglichen. Dasselbe gelte für das Landesjustizprüfungsamt in Bezug auf das zweite Staatsexamen. Allen Prüflingen werde die elektronische Anfertigung jedoch freigestellt, wie eine Pressesprecherin des NRW-Justizministeriums der LTO erläutert.

Die Einführung des E-Examens war in NRW schon länger in Planung. Dass dies den Wünschen des juristischen Nachwuchses entspricht, zeigte die kürzlich veröffentlichte Digital Study 2021. Zwar ist NRW nicht das erste Bundesland, das diese Pläne nun umsetzt – allerdings ist es das größte. Laut Justizministerium sind in NRW 24 Prozent aller Referendar:innen beschäftigt.

Die gesetzliche Regelung geht laut Pressesprecherin des Justizministeriums "nur so weit, dass den Prüflingen die elektronische Anfertigung möglich sein muss". Eine Pflicht, auch eine elektronische Korrektur anzubieten, gebe es nicht. "Die Prüfungsämter 'denken' die elektronische Korrektur natürlich 'mit'", so die Pressesprecherin. Ob die Möglichkeit der Online-Korrektur von Anfang an gegeben sein wird und ob sie von den Prüferinnen und Prüfern genutzt wird, könne heute noch nicht gesagt werden.

In Rheinland-Pfalz ist das E-Examen – zumindest für das zweite Staatsexamen – bereits erfolgreich in einem Pilotprojekt angelaufen. Vorreiter war Sachsen-Anhalt, wo diese Möglichkeit bereits seit April 2019 besteht. Das erste Staatsexamen soll folgen. Das Nachbarland Sachsen zog im Sommer 2021 nach.

Thüringen gab erst vor wenigen Tagen bekannt, dass das E-Examen für das zweite Staatsexamen vom Kabinett auf den Weg gebracht wurde. Auch hier soll die Online-Korrektur möglich sein.

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