Wegen angeblicher Kompetenzüberschreitungen: Trumps Ex-Wahl­kampf­chef ver­klagt das FBI

05.01.2018

Der frühere Wahlkampfchef von Donald Trump, Paul Manafort, schlägt zurück: Nach der Anklage gegen ihn wegen Verschwörung verklagt er nun die US-Justiz rund um FBI-Sonderermittler Robert Mueller.

Paul Manafort, wegen Finanzverbrechen angeklagter früherer Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, geht nun selbst gegen die Justiz vor. Am Mittwoch verklagte Manafort das US-Justizministerium, den FBI-Sonderermittler Robert Mueller und den amtierenden Generalstaatsanwalt Rod Rosenstein. Laut Klageschrift wirft er ihnen vor, ihre Kompetenzen überschritten zu haben.

CNN zitierte eine Sprecherin des Ministeriums mit den Worten, Manaforts Klage sei albern, der Angeklagte sei aber berechtigt, einzureichen, was immer er wolle.

Manafort wird unter anderem Verschwörung gegen die USA im Zusammenhang mit Steuerbetrug, Falschaussagen und Geldwäsche angelastet. Insgesamt soll es um Dutzende Millionen Dollar gehen. Sie schließen auch eine Zeitspanne ein, in der Manafort Trumps Wahlkampagne leitete.

Mueller untersucht einen Zusammenhang zwischen Trumps Wahlkampfteam und einer Wahlbeeinflussung durch Russland. Im Laufe der Zeit haben sich Muellers Nachforschungen immer mehr verästelt. Möglich erscheint, dass auch die Seitenlinien der Ermittlungen relevant für den Kern der Untersuchungen werden könnten. Es wird spekuliert, dass das FBI Manafort bewegen könnte, im Gegenzug für eine Strafmilderung etwaige Informationen in der Russland-Affäre preiszugeben.

Medienberichten zufolge wurde für Manafort eine Kaution in Höhe von 10 Millionen Dollar (rund 8,6 Mio Euro) festgesetzt. Die Anklage gegen ihn galt als bisher bedeutendste Eskalation der Mueller-Ermittlungen.

dpa/mam/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Wegen angeblicher Kompetenzüberschreitungen: Trumps Ex-Wahlkampfchef verklagt das FBI . In: Legal Tribune Online, 05.01.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/26323/ (abgerufen am: 22.10.2018 )

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Kommentare
  • 11.01.2018 06:58, Paddington

    Es ist nicht anzunehmen das Ermittlungen Muellers tatsächlich etwas ergeben haben das für "den Kern der Untersuchung" relevant wäre. Es dürfte sich allenfalls um "Beifang" handeln, für den aber vermutlich keine Zuständigkeit durch das FBI besteht.
    Das Frau Clinton die Wahlen aus anderen Gründen, als der herbeifantasierten "Wahlbeeinflussung durch die Russen", "verloren" hat scheint sowohl in der amerkanischen als auch der deutschen Öffentlichkeit / Journalismus vor allem eines, nämlich nicht vorstellbar. Intellektuell und analytisch ist das einfallslos und schwach.

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