LTO.de - Legal Tribune Online - Aktuelles aus Recht und Justiz
 

Streit zwischen Rechtsanwalt und Mandant: Sch­lich­tungs­s­telle der Rechts­an­walt­schaft immer beliebter

31.01.2019

Die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft bietet eine Alternative zur konventionellen gerichtlichen Streitbeilegung zwischen Anwalt und Mandant. Wie aus einem Tätigkeitsbericht nun hervorgeht, erfährt sie immer mehr Akzeptanz.

Wie aus dem jährlichen Tätigkeitsbericht der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft für das Jahr 2018 hervorgeht, ist die Bereitschaft der Rechtsanwälte, Streitigkeiten zwischen Rechtsanwalt und Mandant dort zu klären, weiter gewachsen - mittlerweile auf circa 89 Prozent. 

Die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft ist eine Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes. Sie schlichtet vermögensrechtliche Streitigkeiten zwischen Rechtsanwälten und ihren Mandanten aus dem Mandatsverhältnis und bedarf als freiwilliges Verfahren der Teilnahmebereitschaft von Rechtsanwalt und Mandant.

Die durchschnittliche Verfahrensdauer der insgesamt 1018 Anträge vom Eingang der vollständigen Beschwerdeakte bis zur Übermittlung des Schlichtungsvorschlages betrug nach Angaben der Schlichtungsstelle 68 Tage. Damit unterschreite die Schlichtungsstelle, die nach den Vorgaben des § 191f der Bundesrechtsanwaltsordnung und der Satzung der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft arbeitet, die gesetzlich vorgegebene Frist von 90 Tagen.

tik/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Streit zwischen Rechtsanwalt und Mandant: Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft immer beliebter . In: Legal Tribune Online, 31.01.2019 , https://www.lto.de/persistent/a_id/33583/ (abgerufen am: 25.04.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Mitreden? Schreiben Sie uns an leserbrief@lto.de

Diesen Artikel können Sie nicht online kommentieren. Die Kommentarfunktion, die ursprünglich dem offenen fachlichen und gesellschaftlichen Diskurs diente, wurde unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zunehmend missbraucht, um Hass zu verbreiten. Schweren Herzens haben wir uns daher entschlossen, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Stattdessen freuen wir uns über Ihren Leserbrief zu diesem Artikel – natürlich per Mail – an leserbrief@lto.de. Eine Auswahl der Leserbriefe wird in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Bitte beachten Sie dazu unsere Leserbrief-Richtlinien.

Fehler entdeckt? Geben Sie uns Bescheid.