GBA klagt Reker-Attentäter an: Ver­suchter Mord und fünf­fache Kör­per­ver­let­zung

02.02.2016

Einen Tag vor der Oberbürgermeisterwahl ist die im Nachhinein siegreiche Kandidatin Henriette Reker aus politischen Motiven attackiert und niedergestochen worden. Der GBA hat jetzt Anklage gegen den Täter Frank S. erhoben.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass Reker tot liegen bleibt, war größer als die, dass sie wieder gesund wird", zitiert die Süddeutsche Zeitung (SZ) einen Ermittler. Laut dem Bericht hat der Generalbundesanwalt wegen versuchten Mordes an Reker und fünffacher Körperverletzung an ihren Wahlhelfern Anklage gegen Frank S. erhoben, der seit der Attacke am 17. Oktober in Untersuchungshaft sitzt.

Der 44-Jährige hat nach ersten Erkenntnissen von Generalbundesanwalt Peter Frank aus politischen Motiven gehandelt und die Willkommenskultur zerstören wollen. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Tat sei ein Eingreifen des Generalbundesanwalts gerechtfertigt.

Die Verhandlung wird vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf geführt werden. Laut SZ darf das Gericht bei der Beurteilung des Falls allerdings vieles, was über Frank S. aus der Vergangenheit bekannt ist, wegen der Verjährung nicht berücksichtigen. So zum Beispiel, dass er in den neunziger Jahren Mitglied der rechten Hooligans "Berserker" war, dass er wegen Körperverletzung vorbestraft ist und dass er Kontakte zu rechten Parteien gehabt haben soll.

ms/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

GBA klagt Reker-Attentäter an: Versuchter Mord und fünffache Körperverletzung . In: Legal Tribune Online, 02.02.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/18341/ (abgerufen am: 05.07.2022 )

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