LTO.de - Legal Tribune Online - Aktuelles aus Recht und Justiz
 

BFH: "Aus" für Asset-Backed-Securities-Modell

von mbr/LTO-Redaktion

01.12.2010

Der BFH hat mit einem Urteil von Ende August entschieden, dass es nicht zulässig ist, Forderungen mittels des so genannte Asset-Backed-Securities-Modell zu verkaufen, um dadurch einer gewerbesteuerlichen Hinzurechnung zu entgehen. Das gilt jedenfalls dann, wenn das wirtschaftliche Eigentum an den Forderungen beim Gewerbetreibenden verbleibt.

Beim Asset-Backed-Securities-Modell werden Forderungen an eine (ausländische) "Zweckgesellschaft" verkauft. Die Zweckgesellschaft refinanziert den Ankauf durch die Ausgabe von Wertpapieren ("securities"), die wiederum aus den Eingängen auf die übertragenen Forderungen bedient werden sollen ("asset-backed"). Als Kaufpreis der Forderungen wird der Nennwert abzüglich eines Bonitätsabschlages vereinbart. Dieser Abschlag stet dem verkaufenden Unternehmen aber über ein Ausgleichskonto wieder zur Verfügung, wenn die Forderung vom Kunden beglichen wird. Die Forderung soll dabei, ohn Offenlegung der Abtretung, weiterhin durch das Unternehmen erfolgen.

Der Bundesfinanzhof (BFH) wertete diese Konstruktion als darlehensweise Vorfinanzierung, da das wirtschaftliche Risiko des Forderungsausfalles weiterhin bei dem Unternehmen verbleibe. Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung zum Unternehmen sei demnach nicht ausgeschlossen (Urt. v. 26.08.2010, Az. I R 17/09).

Zitiervorschlag

mbr/LTO-Redaktion, BFH: "Aus" für Asset-Backed-Securities-Modell . In: Legal Tribune Online, 01.12.2010 , https://www.lto.de/persistent/a_id/2059/ (abgerufen am: 19.04.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Mitreden? Schreiben Sie uns an leserbrief@lto.de

Diesen Artikel können Sie nicht online kommentieren. Die Kommentarfunktion, die ursprünglich dem offenen fachlichen und gesellschaftlichen Diskurs diente, wurde unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zunehmend missbraucht, um Hass zu verbreiten. Schweren Herzens haben wir uns daher entschlossen, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Stattdessen freuen wir uns über Ihren Leserbrief zu diesem Artikel – natürlich per Mail – an leserbrief@lto.de. Eine Auswahl der Leserbriefe wird in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Bitte beachten Sie dazu unsere Leserbrief-Richtlinien.

Fehler entdeckt? Geben Sie uns Bescheid.

TopJOBS
Handels- und Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
Rechts­an­walts­fach­an­ge­s­tell­te (m/w/di­vers)

Osborne Clarke Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaft mbB, Köln

VOLL­JU­RIS­TEN ALS SYN­DI­KUS­RECHTS­AN­WALT (M/W/D)

Südwestmetall, Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen

Steu­er­be­ra­ter (m/w/d) mit dem Schwer­punkt Um­satz­steu­er­recht

ESCHE SCHÜMANN COMMICHAU, Ham­burg

Rechts­an­wäl­te (w/m/d)*

BLD Bach Langheid Dallmayr, Ber­lin

Rechts­an­wäl­te (w/m/d)*

BLD Bach Langheid Dallmayr, Köln

Re­fe­ren­da­re (m/w/d) für den Be­reich Un­ter­neh­men­steu­er­recht

ESCHE SCHÜMANN COMMICHAU, Ham­burg

Re­fe­ren­da­re (m/w/d) für den Be­reich ver­mö­gen­de Pri­vat­per­so­nen, Stif­tun­gen/NPO

ESCHE SCHÜMANN COMMICHAU, Ham­burg

Rechts­an­wäl­te (m/w/d) im Be­reich Ar­beits­recht oder Han­dels- und Ge­sell­schafts­recht

RB Reiserer Biesinger Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Hei­del­berg

Rechts­an­walt und/oder Steu­er­be­ra­ter (m/w/d)

Becker Büttner Held PartGmbB, Mün­chen

Neueste Stellenangebote
Steu­er­be­ra­ter (m/w/d) als Team­lei­ter
Rechts­re­fe­ren­dar (w/m) Nach­fol­ge­be­ra­tung & Stif­tun­gen
Mit­ar­bei­ter für die Lohn und Fi­nanz­buch­hal­tung (m/w/d)
Rechts­re­fe­ren­dar (w/m) En­er­gie­recht
Sach­be­ar­bei­ter (m/w/d) im For­de­rungs­ma­na­ge­ment
Er­fah­re­ner Rechts­an­walt (w/m) Ge­sell­schafts­recht für Le­gal Com­p­li­an­ce Out­sour­cing
Steu­er­fach­wirt / Steu­er­fach­an­ge­s­tell­ter (m/w/d)