Serie Law Journals: Kölner Schrift zum Wirtschaftsrecht

Gutes Gespür für Probleme der Praxis

Lesedauer: 4 Minuten
Eine wirtschaftsrechtliche Ausrichtung mit höchstem qualitativen und aktuellem Anspruch, die Veröffentlichung bei einem Traditionsverlag – die Redaktion der Kölner Schrift zum Wirtschaftsrecht hat in den erst zwei Jahren ihres Bestehens bereits viele Ziele erreicht. Kein Wunder also, dass bereits neue Projekte in den Startlöchern stehen. Auf LTO.de stellt die Redaktion ihre Zeitschrift vor.

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Die Kölner Schrift zum Wirtschaftsrecht – oder kurz: KSzW – wurde 2009 von sechs wissenschaftlichen Mitarbeitern und ehemaligen Studenten der Universität zu Köln begründet. Das Zeitschriftenprojekt wird von dem gemeinnützigen Verein Kölner Arbeitskreis für Wirtschaftsrecht e.V. (KAfW) getragen. Mit dem Kölner Traditionsverlag Dr. Otto Schmidt hat die Redaktion einen starken und verlässlichen Partner gefunden. Für Peter Kern, den Geschäftsführer der KSzW, stellt gerade die Zusammenarbeit mit einem auf wirtschaftsrechtliche Publikationen spezialisierten Verlag sowohl die Qualität sicher als auch die Absicht, als erstzunehmende Fachzeitschrift wahrgenommen zu werden. Denn von Beginn an verfolgten die Gründer mit der KSzW das Ziel, hohen wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen und dabei praxisrelevant zu bleiben. Laut Prof. Dr. Felix Hey, geschäftsführender Gesellschafter des Verlags Dr. Otto Schmidt, ist die KSzW ihrem Anspruch gerecht geworden: Die Redaktion habe "ein gutes Gespür für aktuelle Themen bewiesen" und habe "hochkarätige Autoren gewonnen". Überhaupt lobt Prof. Dr. Hey "die professionelle Herangehensweise". Dass der Fokus auf den Bereich des Wirtschaftsrechtes ausgerichtet wurde, erfolgte nicht nur aus persönlichem Interesse, sondern "ist auch dem starken wirtschaftsrechtlichen Profil der heimischen Fakultät und der Präsenz der spezialisierten Praxis im Rheinland geschuldet", so Max Thümmel, einer der Gründungsherausgeber der Zeitschift. Dem Projekt stand von Anfang an ein großer Wissenschaftlicher Beirat bestehend aus Universitätsprofessoren der Rechtswissenschaftlichen sowie Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zur Seite, denen der Erfolg des Projekts sehr am Herzen liegt. Dementsprechend freut sich Prof. Dr. Barbara Dauner-Lieb darüber, "dass sich die KSzW zu einer ernstzunehmenden Fachzeitschrift auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts entwickelt hat, die auch von wirtschaftsrechtlichen Experten wahrgenommen wird. Ich wünsche den Mitarbeitern, dass die bisherige Qualität auch in Zukunft gehalten wird." Die erste Ausgabe der KSzW erschien im Januar 2010 zum Thema "Europäisches Gesellschaftsrecht". Inzwischen zählen renommierte Wirtschaftsrechtskanzleien und eine Vielzahl von Unternehmen zu den Abonnenten. Durch ihr besonderes Vertriebskonzept für öffentliche Einrichtungen stellt das Team sicher, dass die KSzW insbesondere an Universitäten und Gerichten bundesweit wahrgenommen wird.

Das Konzept: wirtschaftsrechtliche Schwerpunktthemen

Die quartalsweise erscheinende KSzW widmet sich in jeder Ausgabe einem wirtschaftsrechtlichen Schwerpunktthema und behandelt dieses umfassend aus verschiedenen Perspektiven. Ein Einführungsbeitrag erleichtert dem Leser den Einstieg in den jeweiligen Ausgabenschwerpunkt und schafft die Grundlage für die nachfolgenden Fachbeiträge. Die Redaktion berücksichtigt bei der Schwerpunktwahl aktuelle Problemfelder. So erschien beispielsweise zu Zeiten der Finanzmarktkrise eine Ausgabe mit Beiträgen zu Fragen des Kontrollerwerbs an der in Notlage geratenen Hypo Real Estate sowie den Konsequenzen der Krise für Bonuszahlungen von Vorständen und Geschäftsführern. Abgerundet wird jede Ausgabe mit verschiedenen Sonderbeiträgen, welche gerade nicht nur rechtliche Aspekte des Themas betreffen müssen. In der Ausgabe zur Finanzkrise beleuchtete ein Beitrag aus rein wirtschaftswissenschaftlicher Sicht die Chancen nach der Finanzkrise. Über den streng juristischen Horizont hinaus verdeutlichen Interviews rechtspolitische Stimmungen. Bislang sind Ausgaben zum "Europäischen Gesellschaftsrecht", den "Rechtlichen Aspekten der Finanzkrise", dem "Vertriebsrecht", dem "Geistigen Eigentum", dem "Kartellrecht" sowie zum "Investitionsschutzrecht" erschienen. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Energierecht. Für die Realisierung dieser Ausgaben konnten namhafte Autoren gewonnen werden. Für Dr. Hendrik Schindler, Managing Partner der Sozietät CMS Hasche Sigle am Standort Köln, lag eine Motivation zur Zusammenarbeit darin, "dass die KSzW in fundierter Weise die Themenbereiche abdeckt, die auch das tägliche Arbeitsfeld einer wirtschaftsberatenden Full-Service-Kanzlei bilden". Neben bekannten Hochschullehrern oder Praktikern aus führenden Wirtschaftskanzleien soll auch der juristische "Nachwuchs" die KSzW als Publikationsplattform nutzen können. So bietet die Redaktion in jeder Ausgabe wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten die Möglichkeit zur Veröffentlichung Dies entspricht der Überzeugung des Chefredakteurs der KSzW Sebastian Hack: "Auch der juristische Nachwuchs kann bereits die Fähigkeit besitzen, zu einzelnen Spezialthemen einem Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion zu liefern." Um dies zu gewährleisten, entspringen die meisten der studentischen Beiträge einer hervorragenden Seminararbeit, die im Rahmen der wirtschaftsrechtlichen Schwerpunktbereiche verfasst wurden.

Herausforderungen für die Zukunft

Die erstmalige Herausgabe der Zeitschrift war die erste Hürde, die es zu bewältigen galt, die Schaffung von Nachhaltigkeit ist allerdings das weitaus schwierigere Unterfangen. Ersteres ist geglückt, für letzteres wird intensiv mit viel Ehrgeiz und Engagement gearbeitet. Dabei hat sich die Zahl der Redakteure bereits mehr als verdoppelt. Als Ziel gibt Moritz Degener, Finanzgeschäftsführer, an, "dass die KSzW auch von den nachfolgenden Studentengenerationen an der Kölner Rechtswissenschaftlichen Fakultät dauerhaft geführt und wo möglich ausgebaut wird." Neben der Herausgabe der Zeitschrift hat sich die erste dieser nachfolgenden Generationen noch weitere Ziele zur Förderung von Forschung und Lehre an der Universität zu Köln gesteckt. In Zusammenarbeit mit dem Kölner Arbeitskreis für Wirtschaftsrecht sollen bereits in den nächsten Jahren erstmals ein wirtschaftsrechtliches Symposium abgehalten und ein studentischer Schreibwettbewerb ins Leben gerufen werden. Die KSzW will damit ihren holistischen Anspruch wahren und eine Plattform für das breitgefächerte wirtschaftsrechtliche Interessenspektrum darstellen. Zudem wird derzeit die Aufnahme der KSzW in juristische Onlinedatenbanken realisiert. So resümiert Sebastian Hack: "Mit dem jetzigen Stand sind wir sehr zufrieden. Die Zeitschrift wird in der Studierendenschaft als auch in Wissenschaft und Praxis sehr positiv angenommen. Für uns verbleiben jedoch auch in der Zukunft noch genügend spannende Herausforderungen und die nächsten Ziele sind bereits gesetzt." Anm. d. Red.: Dachzeile der Überschrift wurde am 14. und am 21.7.2011 geändert Serie "Law Journals stellen sich vor" auf LTO.de:: "Ad Legendum" aus Münster - Hohe Auflage mit pfiffigen Ideen Das Bonner Rechtsjournal - Schnittstelle für generationenübergreifenden Dialog

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