Rückkehr von der Teil- in die Vollzeit: Anspruch auf einen Wechsel soll 2019 kommen

17.04.2018

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bringt einen Gesetzentwurf ein, der einen Anspruch auf befristete Teilzeit gewähren soll. Davon werden jedoch voraussichtlich nicht alle Arbeitnehmer profitieren.

Die Rückkehr von einer Teilzeit- in eine Vollzeitbeschäftigung soll künftig erleichtert werden. Dazu hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil der Regierung einen Gesetzentwurf vorgelegt, über den kurzfristig abestimmt werden soll. Demnach soll Arbeitnehmern "eine Brücke zurück in die Vollzeitbeschäftigung" gebaut werden, so Heil gegenüber der Rheinischen Post.

Das Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit war in der vergangenen Legislaturperiode nicht umgesetzt worden. Für Teilzeitvereinbarungen ab dem 1. Januar 2019 soll es nun aber künftig einen entsprechenden Anspruch geben. Dies wird nach aktuellem jedoch nur für Betriebe gelten, in denen mindestens 45 Arbeitnehmer beschäftigt sind, heißt es im Gesetzentwurf.

Aktuell gibt es nur einen Anspruch auf unbegrenzte Teilzeitarbeit. Heil sieht in dem Rückkehrrecht zudem eine effektives Mittel zur Bekämpfung der Altersarmut.

dpa/tik/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Rückkehr von der Teil- in die Vollzeit: Anspruch auf einen Wechsel soll 2019 kommen . In: Legal Tribune Online, 17.04.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/28101/ (abgerufen am: 23.04.2018 )

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Kommentare
  • 17.04.2018 19:34, Käpt'n McMoneysack

    Noah, alles im Lot, auf'm Boot?

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  • 17.04.2018 21:43, Acquis

    Merkwürdig aber auch. Da liest man einerseits, dass es einen explodierenden Fachkräftemangel an allen Ecken und Enden gäbe, aber aus geheimnisvollen Gründen wollen die Arbeitgeberorganisationen nicht, dass eingearbeitete Fachkräfte regulär von Teilzeit auf Vollzeit wechseln dürfen. Wie passt das zusammen?

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    • 18.04.2018 15:23, AB

      1. Der Fachkräftemangel gilt nicht ausnahmslos für alle Fachbereiche und alle Arbeitgeber.

      2. Die Gründe sind überhaupt nicht geheimnisvoll. Wenn der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Rückkehr in Vollzeit hat, kann er einseitig bestimmen, wieder auf eine volle Stelle zu kommen. Das ist schwer kalkulierbar. Arbeitgeber sind bemüht, so einzustellen, dass der Bedarf gedeckt ist, denn mehr Arbeitnehmer zu haben, als gebraucht werden, ist Geldverschwendung und ein Insolvenzrisiko. Wenn aber auf einmal ein paar Teilzeitler zurück in Vollzeit gehen, hat man den Salat.

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