Financial Intelligence Unit: 36 Ver­dachts­mel­dungen gegen die Wire­card-Füh­rung

20.08.2020

Der Anti-Geldwäsche-Einheit des Zolls liegen Dutzende Verdachtsmeldungen gegen Spitzenvertreter des inzwischen insolventen Zahlungsdiensteabwicklers Wirecard vor.

Seit Februar 2019 gingen bei der Financial Intelligence Unit (FIU) 36 Geldwäscheanzeigen gegen Vorstände und Aufsichtsräte des Wirecard-Konzerns ein. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Danyal Bayaz hervor, über die das Handelsblatt berichtete. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Teilweise gab die FIU die Anzeigen demnach erst nach mehr als einem Monat an die Strafverfolgungsbehörden weiter. 16 Anzeigen waren Anfang August noch in Bearbeitung. Bayaz kritisierte: "Entweder ist die FIU überfordert oder sie haben den Ernst der Lage nicht erkannt." Die Arbeit der Einheit genüge nicht dem Anspruch, Geldwäsche effektiv zu verfolgen, zu bekämpfen und zu ahnden. "Eine Neustrukturierung der FIU ist daher überfällig", forderte er.

dpa/ah/LTO-Redaktion

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Financial Intelligence Unit: 36 Verdachtsmeldungen gegen die Wirecard-Führung . In: Legal Tribune Online, 20.08.2020 , https://www.lto.de/persistent/a_id/42551/ (abgerufen am: 29.09.2022 )

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