Studentischer Wettbewerb zum anwaltlichen Berufsrecht: Team der Uni Ham­burg gewinnt den Soldan Moot Court

10.10.2016

Beim Soldan Moot Court ging es in diesem Jahr heiß her: Das Niveau war hoch, das Finale spannend. Am Ende konnte sich das Team der Universität Hamburg durchsetzen. Außerdem wurden weitere Auszeichnungen vergeben.

 

Das Team der Universität Hamburg I hat in diesem Jahr den Soldan Moot Court gewonnen. Manfred Wissmann, Vorsitzender der Soldan Stiftung, überreichte Jonas Benedikt Böhme, Louisa Kersten, Leander Thullner und Maurus Wollensak den Soldan-Preis für die beste mündliche Verhandlung in diesem studentischen Wettbewerb zum anwaltlichen Berufsrecht. In dem spannenden Finale, das im großen Schwurgerichtssaal des Landgerichts Hannover stattfand, setzten sie sich gegen das Team I der Bucerius Law School durch.

"Es war ein knappes Ergebnis. Alle Teams haben in der Vor- und Finalrunde bereits auf einem sehr hohen Niveau verhandelt", resümierte Prof. Dr. Christian Wolf, Leiter des Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht (IPA) in Hannover und zuständig für die wissenschaftliche und organisatorische Durchführung des Wettbewerbs.

Die beste mündliche Leistung in der Vorrunde zeigten punktgleich Karim Michael Füglein aus dem Team II der Universität Hannover und Fabian Kritzler aus dem Team I der Bucerius Law School. Beide erhielten dafür den Preis des Deutschen Juristen-Fakultätentages. Die Preise für den besten Klägerschriftsatz der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) sowie für den besten Beklagtenschriftsatz des Deutschen Anwaltvereins (DAV) gewannen jeweils die Teams I und II der Bucerius Law School. Sie war wie mehrere Universitäten gleich mit zwei Teams zum Soldan Moot Court angetreten.

Zwei Drittel mehr Teilnehmer: Wettbewerb immer beliebter

Im vierten Jahr seines Bestehens erfreut sich dieser studentische Wettbewerb einer immer größeren Beliebtheit: Insgesamt haben 32 Teams von 20 Universitäten teilgenommen, eine Steigerung von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ziel der Veranstaltung ist es, das Verständnis der Studierenden für den Anwaltsberuf und berufsrechtliche Fragestellungen in einem praktischen Kontext zu stärken. In diesem Jahr setzten sich die Studierenden neben klassischen juristischen Problemen auch mit den Fragen der Unabhängigkeit des Syndikusrechtsanwalts auseinander – ein hochaktuelles Thema, da die gesetzlichen Regelungen erst Anfang des Jahres in Kraft getreten sind.

Für das Team Hamburg I als Gewinner des Soldan Moots gab es in diesem Jahr noch eine besondere Belohnung. Im Auftrag von Soldan-Geschäftsführer René Dreske lud Stiftungsvorstand Wissmann die Gewinner zum Anwaltszukunftskongress ein. Diese Tagung, die sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung auf dem Rechtsberatungsmarkt beschäftigt, veranstaltet Soldan gemeinsam mit Wolters Kluwer Deutschland im nächsten Jahr zum zweiten Mal.

acr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Studentischer Wettbewerb zum anwaltlichen Berufsrecht: Team der Uni Hamburg gewinnt den Soldan Moot Court. In: Legal Tribune Online, 10.10.2016, https://www.lto.de/persistent/a_id/20819/ (abgerufen am: 18.10.2017)

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Kommentare
  • 11.10.2016 15:40, WissMit

    Es war ein sehr schöner Wettkampf und Prof. Dr. Wolf und seinem Lehrstuhlteam gebührt alles Lob für diese reibungsfrei verlaufende Veranstaltung, deren Rahmenprogramm ebenfalls sehr gelungen ist.

    Ich habe die Finalrunden gesehen und kann nur zustimmen, dass da auf sehr hohem Niveau verhandelt wurde. Der hinter vorgehaltener Hand erhobene Vorwurf, der Wettbewerb sei "nordlastig", weil wiederholt alle Preise eben in den Norden Deutschlands gehen, mag vielleicht statistisch zutreffen und durch die Anwesenheit von Juroren aus der Region auch eine gewisse Untermauerung erfahren. Am Ende liegt das aber wirklich an den besseren Leistungen der Studierenden aus diesen Regionen.

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  • 01.11.2016 13:15, Ehem. Soldan-Moot-Teilnehmer

    Was sind Preise für Studententeams wert, wenn diese von promovierten Assistenten mit Assessorexamen "gecoacht" werden? Am Ende gewinnen zwangsläufig diejenigen Teams, bei denen der "Coach" großen Einfluss auf Inhalt und Form der Schriftsätze genommen hat - Teams, bei denen der Betreuer sich mit den Hilfen zurückhält, können so sich so sehr bemühen wie sie wollen und haben doch keine wirkliche Chance.

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  • 10.11.2016 22:29, Ehm. Teilnehmer II

    Dem kann ich nur zustimmen, die Fairness hält sich stark in Grenzen. Auch der Pre-Moot wurde in Hamburg von der Brucerius Law School angeboten. Das Wissen um mögliche Argumente der gegnerischen Teams sowie die Erfahrung eine mündliche Verhandlung bestritten zu haben sind unersetzlich und ein immenser Vorteil!
    Angesicht der sich ersparten Fahrzeiten für süddeutsche Teams ist eine nördliche Dominanz nicht überaschend.

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