Studie zur Bewertung in juristischen Staatsexamen: Werden Frauen und Migranten dis­kri­mi­niert?

von Peggy Fiebig

27.04.2018

Eine groß angelegte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen und Migranten im Vergleich zu Männern beziehungsweise Deutschen schlechter im Examen abschneiden. Warum das so ist, vermochten die Forscher nicht eindeutig zu beantworten.

Frauen werden in den juristischen Staatsexamina schlechter beurteilt als ihre männlichen Kandidaten. Das gleiche gilt für Studenten beziehungsweise Referendare mit Migrationshintergrund gegenüber jenen mit deutscher Herkunft. Bei zwei zu vergleichenden Prüflingen mit gleichem Alter, gleicher Abiturnote und gleichem Prüfungszeitraum verstärkt sich dieser Effekt sogar noch.

Zu diesen wesentlichen Ergebnissen kommt eine groß angelegte Studie, die Andreas Glöckner von der Fernuniversität Hagen, Emanuel Towfigh von der EBS Universität Wiesbaden und Christian Traxler von der Hertie School of Governance im Auftrag des Nordrhein-Westfälischen Justizministeriums durchgeführt haben. Eine ähnliche Untersuchung wurde bereits 2014 veröffentlicht, diese wertete allerdings nur Zahlenmaterial aus dem ersten Staatsexamen aus. Auf einer deutlich breiteren Datenbasis, die auch die Ergebnisse der zweiten juristischen Staatsprüfung umfassen, wurden die Ergebnisse der damaligen Studie jetzt bestätigt.

Insgesamt sind die Noten von fast 20.000 Personen ausgewertet worden, gut die Hälfte davon Frauen. Die Daten wurden den Forschern dabei vom Landesjustizprüfungsamt Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt. Ob bei den Kandidaten ein Migrationshintergrund vorlag, wurde anhand einer onomastischen Analyse festgestellt, bei der aus einer Kombination von Vor- und Nachnamen die Herkunftsregion abgeleitet wurde. Außerdem wurden Informationen zum Geburtsland beziehungsweise zur Staatsangehörigkeit berücksichtigt.

Unterschiede gerade in der mündlichen Prüfung

Die festgestellten Unterschiede in der Benotung sind der Studie zufolge besonders in der mündlichen Prüfung feststellbar. Die durchschnittliche Benotung von Frauen fällt dort um rund 2,4 Prozent schlechter aus als für Männer. In der anonymisierten schriftlichen Prüfung beträgt der Notenunterschied hingegen 1,9 Prozent.

In Zahlen: Bei gleicher Vorbenotung in der schriftlichen Prüfung erzielen Frauen eine um etwa 0,2 Punkte schlechtere Note in der mündlichen Prüfung. Und noch einen deutlichen Unterschied gibt es: Für Frauen ist es der Studie nach schwieriger, den nächsten erheblichen Notenschwellenwert zu erreichen, also entweder die 4,0 Punkte (ausreichend), 6,5 Punkte (befriedigend), 9,0 Punkte (vollbefriedigend) oder 11,5 Punkte (gut).

Bei den enormen Auswirkungen, die die Note in der Praxis auf die berufliche Karriere von Juristen hat, ein nicht zu unterschätzender Effekt. Allerdings - und das ist das Bemerkenswerte, wie die Forscher betonen - nivellierten sich die genannten Unterschiede, wenn die Leistung auch von mindestens einer weiblichen Prüferin beurteilt wird.

Woran kann es liegen?

Die Forscher empfehlen daher zum einen, dass an jeder Prüfungskommission eine Frau beteiligt sein sollte, und zum anderen, dass den Prüfern die Vornoten nicht bekannt gemacht werden sollten. Denn häufig erfolge die Notenvergabe mit Blick auf die nächsterreichbare Notenschwelle, aber eben mit einer Ungleichbehandlung zu Lasten von Frauen und auch von Menschen mit Migrationshintergrund. Für letztere liegt die Wahrscheinlichkeit, ein Prädikatsexamen zu erreichen, bei lediglich knapp sieben Prozent. Sie ist damit um 24 Prozentpunkte niedriger als in der "deutschen" Vergleichsgruppe.

Über die Gründe für die Ungleichbehandlung lässt sich nur mutmaßen, denn auf diese Frage gibt die Studie keine Antwort. Eine Diskriminierung als Faktor für die beobachteten Bewertungsunterschiede aufgrund von Herkunft oder Geschlecht könne nicht ausgeschlossen werden, meinten zumindest die Forscher selbst, als sie die Studie am Donnerstag in Berlin vorstellten.

Eine demotivierende Wirkung könnten aber auch die immer noch verwendeten Rollentypisierungen in den Studien- und Prüfungsmaterialien haben: Tanja Altunjan vom Deutschen Juristinnenbund verwies auf die Ergebnisse der Studie zu (Geschlechter)-Stereotypen in der Juristischen Ausbildung, die im vergangenen Jahr an der Universität Hamburg erstellt wurde. Dort ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass in den vielen gestellten Fällen Frauen häufig über ihren Mann definiert werden und selten berufstätig sind. Solche Bilder könnten durchaus eine Wirkung auf das Selbstbewusstsein und damit auch das Auftreten von Studentinnen oder Referendarinnen in der mündlichen Prüfung haben, so Altunjan.

NRW: Mehr Frauen in die Prüfungsausschüsse, Vornoten sollen bleiben

Allerdings weist die Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landesjustizprüfungsamtes Christina Halstenberg-Bornhofen, die die Studie in Berlin mitvorstellte, darauf hin, dass zumindest in ihrem Bundesland mittlerweile sehr genau darauf geachtet werde, dass die Prüfungsaufgaben Geschlechter und Herkunftsstereotype nicht mehr bedienten.

Sie verspricht auch, zumindest eine der Empfehlungen aus der Studie aufzugreifen: Künftig sollen mehr Frauen die Examina mitabnehmen. Und auch, wenn die Untersuchung hierfür mangels entsprechender Daten keine Grundlage bietet, will sie auch die Beteiligung von mehr Prüfern mit Migrationshintergrund fördern. Es sei das vordringliche Ziel, mehr Frauen und mehr Personen mit Migrationshintergrund für die Prüfungskommissionen zu gewinnen, sagte Halstenberg-Bornhofen gegenüber LTO.

Skeptisch sieht die Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes allerdings die zweite Empfehlung der Forschergruppe, die Vornoten den Prüfern nicht mehr bekannt zu geben, um so eine objektivere Bewertung ohne Blick auf die nächste Notenschwelle zu gewährleisten. Unterschiedlich leistungsfähigen Prüflingen würden unterschiedliche Fragen gestellt, sprich: Eine "Viererkandidatin" werde anders geprüft als jene Kandidatin, die Aussicht auf ein Prädikat hat. Diese Differenzierung nach der Leistungsfähigkeit sei richtig und notwendig, so Halstenberg-Bornhofen.

Zitiervorschlag

Studie zur Bewertung in juristischen Staatsexamen: Werden Frauen und Migranten diskriminiert? . In: Legal Tribune Online, 27.04.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/28339/ (abgerufen am: 21.03.2019 )

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Kommentare
  • 27.04.2018 15:51, Ernsthaft?

    Wenn nicht jeder Dummkopf das Abi hinterhergeworfen bekäme, würde es auch nicht so viele heillos überforderte Examenskandidaten geben. Aber Elitenauslese hat ja so einen bitterbösen Beigeschmack, der nicht mehr in das fröhliche und kunterbunte ,,Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt- Schema passt.

    • 27.04.2018 16:04, Paddington

      Na, jetzt kommen Sie mal nicht mit vernünftigen und nachvollziehbaren Argumenten.

    • 27.04.2018 16:45, Harald

      Die natürliche "Eliteauslese" beim Schach zeigt dann offenbar auch, dass Frauen diskriminiert und Neger benachteiligt werden.Gefühlt befinden sich unter den Top 150 der Welt eine Frau und ein Neger. Da muss schnellstens eine Quote her, denn sonst könnte auf eine signifikante Minderbegabung beim logischen Denken geschlossen werden.

      https://2700chess.com

    • 27.04.2018 17:18, Frau

      Der Kommentar von Harald ist eine Frechheit und sollte gelöscht werden.

    • 27.04.2018 17:39, @Frau

      Was ist daran wohl eine "Frechheit" werte "Frau"? Darum geht es ja, dass Tatsachen zugunsten der politischen Korrektheit einfach ignoriert werden. Das Frauen andere Stärken als Männer haben ist hinlänglich bekannt, passt aber nicht in die "moderne" Zeit. Löschen ist ein wenig wie ihrer Kindheit - nur nützt das Augen zuhalten nichts, die Welt ist immer noch da.

    • 27.04.2018 19:07, Spötter am Abend

      Wehrte @Frau,

      sieht die Welt eben aus der Sicht der Genderbekloppten.

      Das ist die Opferhierarchie:
      Ganz oben die Negerkampflesbe mit ̶v̶̶e̶̶r̶̶h̶̶a̶̶l̶̶t̶̶e̶̶n̶̶s̶̶g̶̶e̶̶s̶̶t̶̶ö̶̶r̶̶t̶̶e̶̶r̶ verhaltensoriginelle Kinderstube und Eltern die ihr ihren Namen vortanzten, wenn sie abends nicht ins Bett wollte und der es gelungen ist ihr kindliches Gemüt bis in die Rente (mit 32) zu retten. Deutlich zu erkennen am Regenbogen und den Aufkleber für mehr Buntheit.

      Ganz unten der fleißige, kluge, gebildete, sportlich, zielbewusste, alte (auch mit 18) weiße, heterosexuelle Mann.

      Wer als Opfer ganz oben steht, kann deshalb auch ein Staatsexamen auf Basis ihres Opferstatus erwarten.
      Und überhaupt wo ist den da die Quote?
      Wenn ein Mann das Examen schafft, haben 3 Frauen auch ein Examen zu bekommen.

      "Schließlich geht es um mehr Gerechtigkeit", sagt rot-grün und "unser Ritus ist doch der Schuldkult!"

    • 27.04.2018 19:55, Nun...

      Harald ist der begabteste Analytiker der so genannten Herrenrasse. Nicht nur sieht er einen kausalen Zusammenhang zwischen Erfolg beim Schachspielen und eben jenem im Jurastudenten, sondern darüber hinaus leitet der Verfasser einen allgemeingültigen Schluss aus einer Schachrangliste ab, die Aufschluss über den Intelligenzgrad einer breiten Bevölkerungsschicht geben soll. Durch seine methodisch einwandfreie Vorgehensweise gelingt es ihm, die oben dargestellte Studie minimalistisch mit der eigenständigen Herleitung von Probandsgruppen ( exemplarisch: Neger/ Frauen/ Negerlesbe/ weißer sportlicher akademischer fleißiger Musterknabe) bis ins letzte Detail zu widerlegen.
      Die weitere Bearbeitung weist eine völlig aus dem Zusammenhang gerissene Analyse eines von ihm typisierten Feindbildes auf.
      Es handelt sich somit um eine an eheblichen Mängel leidende, im Ganzen nicht mehr brauchbare Leistung.
      (Da Sie diesen Satz - wie es ihre Argumentationsstärke vermuten lässt - im Studium schon öfter gelesen haben, spare ich mir die punktgenaue Benotung, dass Zahlen Sie überfordern, haben sie bereits zu Genüge dargelegt.
      Sie sollten Ihre Minderbegabung weiterhin einer breiten Öffentlichkeit zur Schau stellen; das dient der allgemeinen Belustigung und hilft Ihnen sicherlich sich als benachteiligter weißer Mann besser zu füllen. Übrigens eine Literaturempfehlung für Menschen Ihres Schlages: The bell curve.

    • 27.04.2018 20:26, @nun

      "Harald ist der begabteste Analytiker der so genannten Herrenrasse." - sehr schön. Jeder sieht sofort, wo Ihnen der Schuh drückt.

    • 27.04.2018 20:46, @@nun

      Fangeb Sie mir nicht mit der alten Laier an. Meine überspitzte bewusst so gewählte Formulierung reicht Ihnen wohl völlig aus mich in die; ich zitiere: "links-grün-verhaltensgestörte" Ecke zu schieben. Damit sagen Sie aber immer noch nichts in der Sache.

    • 27.04.2018 21:58, Harald

      @nun - nun, die Sache ist recht einfach zu verstehen, es sei denn man stellt sich dumm oder ist es tatsächlich.

      Beim zugrunde liegenden Beitrag gibt es keinen einheitlichen Bewertungsmaßstab, ob Frauen und Migranten nun tatsächlich diskriminiert werden, oder nur nicht in der Lage sind, die gleichen (Denk)-Leistungen zu erbringen, wie ihre männlichen Mitschüler. Bei Migranten wurde z.B. mit Recht die Sprachbarriere als objektive Benachteiligung genannt.

      Beim Schach dagegen ist die Aufgabe seit Jahrhunderten klar definiert. Im Weltschachverband sind Millionen Frauen und Männer organisiert und sämtliche dort gespielten Partien werden erfasst. Manipulationen in Bezug auf die Weltrangliste sind ausgeschlossen, d.h., alle Mitglieder des Weltschachverbandes haben die gleiche Ausgangslage. Sie spielen sich im Laufe der Zeit nach oben, wenn sie in der Lage sind, die abstrakte Aufgabenstellung auf dem Schachbrett besser zu durchdenken, als der jeweilige Gegner. Frauen, Männer, Migranten, Neger - wenn die obige Überschrift Frauen und Migranten zusammen verwurstet, darf ich das selbstverständlich auch - und könnte noch andere "Randgruppen" mit dazunehmen, haben also beim Schach die gleichen klar definierten Ausgangsbedingungen. Es geht um das reine Denken und Erfassen von abstrakten Problemstellungen.

      Dann erklären Sie mir doch mal bitte, wieso Frauen - bei der gleichen Aufgabenstellung - einen eigenen Schachverband mit einer eigenen Weltmeisterin haben. Die aktuelle "Frauen-Weltmeisterin" hat einen um 300 Punkte niedrigere Elo-Wertung als Magnus Carlson. Frauen haben auch eigene Normen für Großmeistertitel u.ä..

      Und hier sehe ich die Parallele zu obigen Beitrag und zum allgemeinen Genderwahn. Frauen sind offensichtlich nicht in der Lage, bestimmte abstrakte Aufgabenstellungen genauso effizient zu lösen, wie dies Männer im Durchschnitt tun. Ausnahmen gibt es immer, aber um diese geht es nicht.

      Wenn Sie also schreiben, Zitat:

      "Nicht nur sieht er einen kausalen Zusammenhang zwischen Erfolg beim Schachspielen und eben jenem im Jurastudenten, sondern darüber hinaus leitet der Verfasser einen allgemeingültigen Schluss aus einer Schachrangliste ab, die Aufschluss über den Intelligenzgrad einer breiten Bevölkerungsschicht geben soll." Zitat Ende

      dann haben Sie den Ansatz garnicht erfasst. In der Tat gibt die Elo-Wertung beim Schach, die dort für alle Teilnehmer genormte Aufgabenstellung, im Zusammenhang mit Millionen von Spielern alle Rassen und Geschlechter, einen objektiven Blick auf die Fähigkeit bestimmter Gruppen, abstrakte Probleme zu lösen.

      Hätten Frauen keine eigenen Regeln in diesem (Denk)Sport (sic!), wären sie absolut chancenlos. Auch so hat es in der gesamten Geschichte des Schachsports noch niemals eine Frau geschafft, an einem Kandidatenturnier teilzunehmen - Neger haben dies im übrigen auch noch nie geschafft.

      Es bleibt deswegen abzuwarten, wann die erste Kampflesbe auf den Plan tritt und eine Quote für Frauen und Neger beim Schach fordert - und zwar aus genau den Gründen, welche dafür ständig vorgeschoben werden - siehe oben.

      Hier noch etwas aus Wikipedia zur aktuellen Schach"Weltmeisterin", Zitat:

      Nach einem knappen Halbfinalerfolg über D. Harika erreichte sie das Finale gegen die Ukrainerin Anna Musytschuk und gewann mit 3,5 zu 2,5 Punkten die Weltmeisterschaft, wodurch sie den Großmeister-Titel der Männer (GM) errang." Zitat Ende

      https://de.wikipedia.org/wiki/Tan_Zhongyi

      Ja, GM-Titel der Männer mit Elo 2523! Damit ist die Schachweltmeisterin der Frauen auf PLatz 607 der Weltrangliste (Männer und Frauen).

      http://ratings.fide.com/card.phtml?event=8603642

      Ja, wenn das keine Diskrminierung ist, dann muss es wohl an einer Minderbegabung der Frauen beim Denken liegen. Allerdings können Frauen dafür andere Sachen viel besser als Männer - Sie wissen schon gelle? Aber Gender-Studies wird das schon auf seine Art lösen, da bin ich mir sicher. Einfach oben lesen.

    • 27.04.2018 22:20, @@nun

      Danke für Ihren weiteren Beitrag. Ich verstehe nun zumindest, worauf sie hinaus wollen, dass ich Ihre Sichtweise nicht teile, können sie sich sicherlich denken. Ich werde Ihnen dazu sobald es mein Kalender erlaubt und ich ihre Quellen ausgewertet habe, auch etwas schreiben.

    • 27.04.2018 22:36, AFD WÄHLER

      Das darf nicht wahr sein. Was wollen diese Frauen und Minderheiten denn noch alles haben? Warum werde ich als weißer biodeutscher heterosexueller steuerzahlender Mann in einer Tour diskriminiert???? Diese ekelhafte links-grüne Lobby der Frauen, Ausländer und Homos hat es sich zum Ziel erklärt die weißen hart arbeitenden Männer fertig zu machen. Wenn Frauen oder Ausländer zu blöde sind die richtigen antworten in eine mündliche Prüfung zu geben dann sollen die es lieber sein lassen. Der weiße mann ist die Krönung der Schöpfung. Nur die Politiker von die AfD haben das erkannt. Und auf lange Sicht werden alle diese kwoten usw den anderen Menschen auch nicht helfen. Der weiße mann wird sich nicht durch die un, George Soros, Angela Merkel und antifa besiegen lassen. Niemals. Die afd ist nur der Anfang. Bald wird wieder Politik für das Volk gemacht und nur für das Volk denn wir sind das Volk. Und nicht diese Personen wo nichtmal eine mündliche prüfung meistern können. Lächerlich ist das. Diese Studie wurde doch von eine Frau oder Ausländer wo das examen verkackt hat gemacht. Alerta!!!!! Ich habe die Schnauze voll von diese Personen. Immer den weißen mann die schuld geben aber wenn es uns Geld geht die Hand aufhalten. Ich werde ein Brief an mein afd abgeordnete schicken damit nur noch deutsche und nur noch Männer jura studieren sollen dann ist ruhe im puff .

    • 27.04.2018 22:43, AFD WÄHLER

      Man muss sich nur mal diese beiden Weiber auf den Foto angucken und man weiss schon bescheid. AuCh sollte man berücksichtigen das der Artikel von eine Peggy geschrieben wurde. Da hat aber sicher ein Mann drüber gelesen sonst würde man mehr Fehler finden. Eine Frau kann ein Text so nicht schreiben. Rat an peggy: lieber weniger Artikel schreiben und das den Männer überlassen und dafür mehr in die Küche gehen und Bulleten mit Mayo für den Mann machen damit er was zu fressen gat nach die maloche.

  • 27.04.2018 15:56, Theresa

    Es werden keine unterschiedlichen Fragen gestellt. Jedenfalls nicht in der Praxis. In meiner Gruppe saßen Prädikatskandidaten und kurz vor dem Nervenzusammenbruch sitzende Leute mit knapp 21 Vorpunkten. Die Fragen waren immer frei in die Runde gestellt. Dennoch bekamen dann die Prädikatskandidaten ihre notwendigen Punkte, obwohl ihnen nicht mehr abverlangt wurde, als den anderen. Hier zeigt sich, dass die mündliche quasi nichts mehr wert ist, seit man das Examen nicht mehr mit einer Hausarbeit und sonst verhauenen Klausuren bestehen kann.

    • 27.04.2018 16:05, Vagabund

      Schön verallgemeinert. In BW zb werden die Gruppen für die mündliche Prüfung nach den schriftlichen Ergebnissen gebildet und das Niveau in der Prüfung unterscheidet deutlich (!) zwischen 4, 7 oder 10 Punkte-Kandidaten. Davon kann man sich in den Prüfungsprotokollen überzeugen.

      Eine statistische Signifikanz indiziert im Übrigen noch keine Diskriminierung.

    • 27.04.2018 16:27, Blub

      Das mag bei Ihnen ja so gewesen sein. Bei mir jedenfalls war es anders. Im Übrigen gibt es ja auch noch einen Aktenvortrag...

  • 27.04.2018 16:02, Paddington

    Das ist ein interessanter Ansatz: Eine schwache Prüfungsleistung soll also auf "demotivierende" Inhalte von Studien- und Prüfungsmaterialien, mit allen entsprechenden Nebenwirkungen, zurückzuführen sein. Eine sehr bizarre Auffassung. -
    Es wäre ja mal schön wenn LTO die dem Bericht zugrunde liegende Studie verlinken könnte. Die statistische Bewertung erscheint mir fehlerhaft, insbesondere der Vergleich zu anderen Bundesländern fehlt. Insofern hat die Studie nicht wirklich einen Aussagewert. -
    Gibt es eigentlich einen Grund warum bei derartigen Berichten sehr häufig eine Vertreterin dieser dubiosen Veranstaltung namens DJB zitiert wird?

  • 27.04.2018 16:04, Fragen!

    Das scheint mir insgesamt ein ziemlicher Blödsinn zu sein (overanalyzed).

    Es mag sein, dass Frauen und Migranten insbesondere in mündlichen Prüfungsteilen leicht schlechter abschneiden, aber ich gehe hier weniger von Diskriminierung aus als von auf der Hand liegenden Ursachen.

    1.) Bei Prüflingen mit Migrationshintergrund ist das Sprachniveau oft (aber auch nicht immer) schlechter. Insbesondere wird ein Blick darauf zu legen sein, aus welchem Elternhaus/welcher Bildungsschicht die Leute kommen. Es macht da - selbst wenn die Prüflinge in Deutschland geboren sind - doch einen Unterschied, ob jemand aus einem Elternhaus mit breitem Akademikerhintergrund kommt oder Kind von Gastarbeitern ist. Man sieht das dann eben später regelmäßig in der sprachlichen Ausdrucksweise. Kann man gut oder schlecht finden, ist aber so. Und bei Personen mit Migrationshintergrund ist es doch eben so, dass der Akademikerhintergrund im Elternhaus seltener sein dürfte. Mir ist jedenfalls bei der Migration der letzten 30 Jahre eher bekannt, dass gering Qualifizierte nach Deutschland gekommen sind, die Akademikerflut aber ausgeblieben ist. Siehe etwa auch die Neuankömmlinge seit 2015 (wenig Ärzte und Ingenieure, aber viel eher ungebildete Personen). Also alles ziemlich logisch erklärbar.

    2.) Bei Frauen wiederum scheint es mir an der Verkaufe (dem Selbstmarketing) zu liegen. Kennen wir doch alle aus dem Job. Bei Männern gibt es mehr Blender (arbeiten weniger, können aber besser darstellen, dass sie angeblich viel tun), die dann auch eher befördert werden. Viele Frauen neigen dagegen bis heute zu selbstkritischem und zögerlichem Auftreten. Und das kenne ich so auch aus den Examina. Gute Frauen, die dann als Antwort eher eine halbe Frage formulieren, welche Unsicherheit signalisiert vs. mittelmäßige Männer, die bei ziemlicher Ahnungslosigkeit sicher auftreten. Wenn ich heute einem Juristen/einer Juristin in Ausbildung auf den Zahn fühle, erlebe ich jedenfalls genau das Beschriebene. Und da kommt bei mir als männlicher Prüfer an: die ist sich nicht sicher/kann ihre Meinung nicht mit Verve vertreten vs. der ist von seiner Meinung überzeugt, das wird man so vertreten können. Und das macht dann den kleinen Unterschied.

    Kann man alles anders sehen, wäre aber mein subjektiver Eindruck!

    • 27.04.2018 16:30, Blub

      Danke für den Kommentar. Sehe ich genauso.

    • 27.04.2018 16:58, schorschilein

      @Fragen! Gerade weil es Ihr subjektiver Eindruck ist, liegt ja die Ungleichbehandlung nahe. Wenn sich Prüfer ebenso von derartigen Vorurteilen leiten lassen, liegt darin eine sachfremde Erwägung, die wohl zu einer nicht gerechtfertigten Ungleichbehandlung führt.

  • 27.04.2018 16:12, Blub

    Wir halten also fest:
    Wenn Mädchen in der Schule / Frauen in anderen Studiengängen bessere Noten erzielen als ihre männlichen Konkurrenten, dann nennt sich das "Bildungsvorsprung".
    Wenn Männer in Jura bessere Ergebnisse erzielen, dann heißt das "Diskriminierung"....

    Dass Männer in den anonymisierten schriftlichen Prüfungen laut Studie auch um 1,9 Prozent statt insgesamt 2,4 Prozent besser sind, reicht nur für eine Randnotiz.

  • 27.04.2018 16:47, M.D.

    Woran kann es liegen?

    An der Leistung könnte es liegen. Diese Ursache könnte man ja mal rein theoretisch und natürlich ganz vorsichtig, einfühlsam und zurückhaltend in Betracht ziehen.

  • 27.04.2018 16:53, M.D.

    Damit man sich im Klaren wird, worauf diese Diskussion hinausläuft: Frauen und Migranten sollen künftig bevorteilt werden, um ihren angeblichen Nachteil auszugleichen. Eine andere Interpretation ist im Zeitalter positiver Diskriminierung, wo man versucht Diskriminierung durch Diskriminierung zu bekämpfen, nämlich nicht vorstellbar. Das ist nächste Operationsgebiet für unsere Social Justice Warriors.

    • 27.04.2018 17:12, M.D.

      In England haben wir das sogar bereits:

      https://www.telegraph.co.uk/education/2018/02/01/oxford-university-extends-exam-times-womens-benefit/

  • 27.04.2018 17:30, Homo oeconomicus

    ich glaube der Autor sollte sich noch etwas in Statistik schlau machen insbesondere über Korrelation ungleich Kausalität (schlechtere Noten müssen nicht Diskriminierung bedeuten, ein anderer Nachweis fehlt) aber auch das 0.2pkt Differenz in der mündlichen Note statistisch alles mögliche sagen können
    Euer mitlesender Ökonom

  • 27.04.2018 17:31, M

    Eine Quote der Vertreter der genannten Gruppen unter den Prädikatsjuristen muss her!
    Aber mal ganz ehrlich: what?
    Es wird oft vor Spinnern gewarnt, und vor Jenen, die die Gesellschaft spalten; die Befürworter solchen Schwachsinns sind die wahren Feinde einer gerechteren Gesellschaft.
    Und überhaupt, selbst wenn auch nur ein Fünkchen Wahrheit dran wäre; was sind bitte 1,9 %? In der Schule nannte man sowas Messtoleranz.

  • 27.04.2018 18:25, Robert

    Da Männer auch bei der schriftlichen Prüfung durchschnittlich besser (wenn auch nicht so signifikant) abschneiden als Frauen liegt es doch nahe, dass Männer einfach begabter im juristischen Denken sind.

    • 27.04.2018 19:21, tüdelütütü

      Da darf man allenfalls denken, aber niemals (!!) aussprechen!

  • 27.04.2018 19:18, J.P.

    Wenn ich an mein Vorgespräch zur 2. mündlichen Prüfung denke, hat sich der
    Prüfungsvorsitzende mehr mit meinem Migrationshintergrund befasst als mit meiner juristischen Laufbahn und mit meiner Notenvorstellung. Offenbar ist er nicht darüber hinweggekommen, dass man mit 5 Jahren noch akzentfrei deutsch lernen kann. Ich hatte ein mulmiges Gefühl vor der Prüfung. In der Prüfung selbst war ich der einzige männliche Kandidat und hatte auch nur männliche Prüfer. Persönlich hab ich schon das Gefühl gehabt, dass ich hierdurch einen Vorteil hatte. Die weiblichen Kandidaten wurden nach meinem Dafürhalten zu schwach benotet.
    Es gibt doch auch zahlreiche Studien, dass man Menschen mit ähnlichen Eigenschaften sympathischer findet. Das zeigt sich letztlich auch in derartigen Prüfungssituationen und kann sich auf die Note auswirken. Davon kann sich bestimmt niemand ganz frei machen. Deshalb halte ich es schon für sinnvoll die Prüfungskommissionen möglichst geschlechtergemischt zu besetzen.

  • 27.04.2018 20:33, Hm

    Bei dieser empörenden und aufsehenerregenden Studie frage ich mich, was passiert wäre, wenn herausgekommen wäre, dass die Männer um besagte Riesenprozentzahl schlechter abgeschnitten hätte. Ich bin jetzt weder Statistiker, noch Genderbeauftragter, aber müssen beide Geschlechter überall exakt gleich abschneiden, also eine Abweichung von 0,0% bestehen, dass man nicht gleich mit der Diskriminierungskeule kommt?
    Ich empfehle, zum Vergleich einmal die Abschlussleistungen von Friseuren statistisch zu untersuchen, und sofern da die männlichen Absolventen schlechtere Noten bekommen, machen wir nochmal einen Diskriminierungsartikel. Gibt da noch ein paar andere Felder, die mir da einfallen, also für die nächsten Jahre ist ausgesorgt.

    Abgesehen davon, treffende Bildauswahl! In welchem Bundesland schreibt man denn Examen ohne Gesetze, oder ist das Malen nach Zahlen?

  • 27.04.2018 22:22, Stud. iur.

    Das Frauen im schriftlichen Examen schlechter abschneiden ist recht einfach und nachvollziehbar zu erklären. ... Der Korrektor kann nämlich lesen was geschrieben wurde.

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