Petition der Jurafachschaft Marburg: Gegen die Odyssee zum Prü­fung­sort

von Marcel Schneider

08.06.2017

Bisher fand die mündliche Prüfung in Hessen an dem Ort statt, an dem der Kandidat auch studierte. Seit kurzem kann das Los darüber entscheiden, wohin der Prüfling muss. Die Marburger Jurastudenten gehen gegen diese Praxis in die Offensive.

 

"Wir wollen unsere mündliche Prüfung weiter in der Stadt ablegen können, in der sich auch unsere Universität befindet", sagt Leonid Syrota. Der 19-Jährige kümmert sich im Namen der Jurafachschaft Savigny von der Philipps-Universität Marburg um die Online-Petition gegen die neue Verwaltungspraxis des Hessischen Justizprüfungsamts (JPA).

Danach bekommt zumindest ein Teil der Kandidaten für das erste Examen per Losverfahren eine der vier möglichen Städte in ganz Hessen für seine mündliche Prüfung zugewiesen. Mögliche Orte mit den entsprechenden Jura-Universitäten sind Marburg, Gießen, Frankfurt und Wiesbaden. Das Losverfahren fand auf den ersten Prüfungsdurchgang 2017, der aktuell seine mündlichen Prüfungen ablegt, bereits Anwendung.

"Wir finden, dass dieses Vorgehen unzumutbar ist", sagt Syrota, "weil die mündliche Prüfung ohnehin eine besondere Stresssituation darstellt." Die Fachschaft hat das JPA deshalb in einem Brief aufgefordert, das Losverfahren wieder abzuschaffen. Eine Antwort blieb bisher aus. Gegenüber LTO bestätigte die Behörde auf Nachfrage den Eingang des Schreibens. Man habe aber "von einer Antwort abgesehen, da es sich bei der staatlichen Pflichtfachprüfung nicht um eine universitäre Prüfung handelt."

Früh aufstehen oder auf eigene Kosten übernachten

In ihrem Brief bringen die Marburger Studenten zwei wesentliche Argumente vor. Erstens könne von den Prüflingen an einem sowieso schon strapazierenden Prüfungstag nicht zusätzlich erwartet werden, schon in aller Frühe - teils vor sechs Uhr morgens - mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch das halbe Bundesland zu reisen.

Da "die Prüfungen bereits ab acht Uhr stattfinden", müssten die Studierenden sich "aufgrund eventueller Verspätungen der Busse und Bahnen" bereits in den sehr frühen Morgenstunden auf den Weg machen. Ein weiterer Umstand, den die Marbuger in ihrem Schreiben kritisieren: Je nach Wohnort fahren die öffentlichen Verkehrsmittel zu diesen Zeiten noch gar nicht, weshalb eine Abfahrt mit ausreichendem Zeitpuffer "sogar unmöglich" sein könne.

Ein Teil der Prüflinge sei deshalb darauf angewiesen, sich bereits am Vortag ein Zimmer vor Ort zu nehmen. Dies sei aber, so das zweite Argument der Marburger, angesichts der typischerweise klammen Finanzlage von Studierenden eine unnötige zusätzliche Belastung. Die Übernachtung in ungewohnter Umgebung trage außerdem auch nicht gerade zur nervlichen Entspannung vor der wichtigen Prüfung bei.

Zitiervorschlag

Marcel Schneider, Petition der Jurafachschaft Marburg: Gegen die Odyssee zum Prüfungsort. In: Legal Tribune Online, 08.06.2017, https://www.lto.de/persistent/a_id/23135/ (abgerufen am: 18.10.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 08.06.2017 13:38, Klausi

    Die gängige Praxis des JPA Hamms ist es ja inzwischen, Prüflinge, u.a. aus Münster, ins Hammer Umland in einem Schützensaal (!) zu laden. Der Bus vom Hammer HBF fährt nur einmal die Stunde....

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  • 08.06.2017 13:45, Ist das alles?

    First world problem.

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    • 13.06.2017 15:30, ihrer meinung nach

      darf man nie wieder über irgendwas reden? wer bestimmt die diskursgrenzen? wenn sie sich für das thema nicht interessieren, lesen sie den artikel nicht?!

    • 15.06.2017 09:04, meiner meinung nach

      Habe den Artikel mit Interesse gelesen. Finde, man sollte über alles reden, was irgendwen interessiert. Das im Artikel angesprochene Problem halte ich für ein Luxusproblem. Ich wünsche der Petition Erfolg, wenn sie 2018 eingereicht werden wird. Die Petenten halte ich für Weicheier.

  • 08.06.2017 13:47, Anonym

    Das Prüfungsamt bezweckt durch die neue Regelung offenbar eine "Verobjektivierung" der mündlichen Prüfung, die auf diese Weise jedoch nicht erreicht werden kann.
    Wenn, falls das überhaupt zutrifft, Prüflinge von den Dozenten der eigenen Universität in der Prüfung bevorteilt werden, ist das nach dem alten Verfahren einheitlich geschehen, sodass schon gar kein Vorteil vorgelegen hat.
    Dieses Argument des JPA ist meiner Meinung nach also völlig aus der Luft gegriffen.

    Neben der Ungleichbehandlung von Kandidaten mit "Heimvorteil" gegenüber denen aus einer anderen Stadt, finde ich es bedenklich, dass das JPA den Dozenten unter den Prüfern die Fähigkeit abspricht, die Leistungen der Prüflinge nicht nach objektiven Maßstäben bewerten zu können. Viele der Dozenten sind hauptberuflich als Richter tätig - jedenfalls sind sie alle Juristen -, deren Aufgabe es ist Sachverhalte objektiv zu bewerten. Warum sollten sie dies in dieser besonderen Situatuon nicht können?!

    Falls das Prüfungsamt an seiner Entscheidung festhalten wolle, wäre zumindest zu überlegen, ob die Prüfungen - wie bisher - am Studienort stattfinden können und stattdessen die Prüfer an den jeweils anderen Ort wechseln. Auf diese Weise wäre die Belastung für die Studenten wie bisher und die Ungleichbehandlung zugleich behoben.

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    • 21.06.2017 11:17, unbekannt

      Ich stimme zu. Von den Professoren ist eine objektive Bewertung zu erwarten.

      Besondere Beziehungen der Studenten zu Professoren bspw durch Mitarbeit an einem Lehrstuhl werden ohnehin berücksichtigt und diese Professoren müssen sich gegenüber diesen Studenten für befangen erklären.
      Ganz abgesehen davon: das Jurastudium ist bekanntermaßen ein Selbststudium. Enge Beziehungen werden in der Regel nicht zu Professoren aufgebaut. Als Prüfling kennt man den prüfenden Professor meistens allenfalls vom Sehen. Zudem besteht der Prüfungsausschuss für gewöhnlich nur aus einem Professor und zwei (schon wieder) unbekannten Prüfern.
      Damit sind beste Voraussetzungen für eine objektive Bewertung gegeben!

  • 08.06.2017 13:58, A.

    "Man habe aber von einer Antwort abgesehen, da es sich bei der staatlichen Pflichtfachprüfung nicht um eine universitäre Prüfung handelt."

    Dass sich eine Behörde einer Antwort gänzlich verweigert, weil ihr der Absender nicht passt, ist auch unerhört!

    Die Einstellung mancher JPAs Studenten und Referendaren gegenüber ist schlicht eine Frechheit.

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  • 08.06.2017 14:39, hagen

    Die sollen mal aufhören rumzujammern! Was glauben die denn was sie im Referendariat erwartet? Im Zweiten Examen findet die mündliche Prüfung im Ministerium statt. In NRW muss man deshalb zB von Bielefeld nach Düsseldorf. Und da reicht auch niemand eine Petition gegen ein.
    Kaum müssen Studenten mal was früher aufstehen gibts Stunk...

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    • 08.06.2017 17:54, LaBelle

      Etwas früher aufstehen? Hast du mal versucht in Marburg um 5 Uhr morgens einen Bus zu bekommen? Habe selbst im Hamm schreiben müssen im Schützensaal außerhalb der Stadt und ohne Auto dort hin war eine richtige Odyssee. Ich finde es unzumutbar, was den Studenten in manchen Bundesländern zugemutet wird und ich bin kein reiches verwöhntes Kind. Man wird ja wohl irgendwo Räume in der Stadt finden, in der man studiert. Sonst steht man nicht eine Stunde eher auf, sondern mitten in der Nacht. Und ganz ehrlich, Gesetze sind teuer genug, da sehe ich es nicht ein mir auch nur für 6 Nächte ein Hotel zu nehmen....

  • 08.06.2017 16:02, Baden-Württemberg

    Die Durchmischung von Prüflingen verschiedener Prüfungsorte ist erforderlich, um die angesprochenen Verzerrungen bei der Notengebung zwischen den einzelnen Prüfungsorten vorzubeugen.

    In Baden-Württemberg werden seit einigen Jahren die Klausuren aller Prüfungsorte gemischt, sodass die Prüfer nicht mehr ausschlieslich Kandidaten von einer Fakultät bewerten. Resultat: Freiburg und Heidelberg schneiden plötzlich im Landesschnitt viel besser ab, wurden davor also benachteiligt.

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  • 08.06.2017 16:07, Bella

    Absolut unnötige Regelung.
    Bitte fleißig unterschreiben!
    https://www.openpetition.de/petition/online/wir-wollen-wieder-unsere-muendliche-juristische-examenspruefung-vor-ort-ablegen

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  • 08.06.2017 16:12, Helikoptereltern

    Vermutlich sind das diese typischen privilegierten Blagen aus Helikopterelternschaften. Arbeiterkinder kennen die Härte des Lebens nicht anders und mucken nicht rum. Aber der feine Burberry Schal wickelt sich in den frühen Morgenstunden nicht so schnell, geschweige denn die typische ,,ich bin Jurist"- Gelfrisur beim Sohnemann.

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  • 08.06.2017 16:28, zwecks Vermeidung von hochschulortspezifischen Besonderheiten

    Wenn in einem Bundesland H eine private Universität (Zielgruppe hochbegabte Kinder zahlungskräftiger Eltern) einen Studiengang Jura anbietet und die Professoren dieser Hochschule die Studenten (am besten: ausschließlich die Studenten) dieser Hochschule an einem eher kleinen Universitätsstandort prüfen (Studenten, von deren Leistungsfähigkeit sie sich in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren überzeugt haben und deren Zahlungsfähigkeit nunmehr am Ende des Studiums bewiesen ist), dann liegt das ganz im Interesse der Studenten an den anderen Standorten im betreffenden Bundesland. Andere Meinung: Ich. Ich würde lieber eine Stunde früher aufstehen am Tag der mündlichen Prüfung. Und ich finde das auch für andere zumutbar. Besser als so ein exklusiver kleiner Kreis von EBS-Studenten und EBS-Professoren.

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  • 08.06.2017 19:41, Der_Jurist

    Ich verstehe nicht, wieso man die Studenten durchmischen muss, wenn man genauso gut auch die Prüfer durchmischen kann. Dadurch kann man auch Ungleichbehandlungen abbauen. Und Anonymität im Prüfungsverfahren wird dadurch auch nicht erreicht, denn der Vorsitzende bekommt ja weiterhin die Prüfungsakte vorgelegt.

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    • 08.06.2017 21:28, Der Praktiker

      Da das Prüfungsamt de facto darauf angewiesen ist, dass sich die Prüfer freiwillig und gerne zur Verfügung stellen, würde die "Durchmischung der Prüfer" vermutlich zu beträchtlichen Engpässen auf der Prüferbank führen. Und zu Etatproblemen, weil die Prüfer im Unterschied zu den Kandidaten ihre Fahrtkosten ersetzt bekommen ...

  • 08.06.2017 19:57, Marcel

    Ich stimme insoweit zu, als dass die Lage in Wiesbaden besonders ist wegen der kleinen Privatuniversität dort vor Ort. Es wäre auch wegen der Nähe von Frankfurt und Wiesbaden zumutbar, zumindest an diesen beiden Standorten die Prüflinge aus Wiesbaden und Frankfurt zu mischen; schon allein wegen wahrscheinlich sehr stark differierenden Anzahl an Prüflingen (die dürfte in Wiesbaden eher gering sein).

    Die Gründe für eine solche Lösung liegen meiner Meinung aber insbesondere in der Praktikabilität als auch in dem Ausräumen von möglicherweise unrichtigen Unterstellungen zulasten und Lobpreisungen zugunsten der EBS .Ich bin kein großer Fan der EBS, aber zu unterstellen, dass die Professoren der Universität in mündlichen Prüfungen ihre eigenen Studenten besser behandeln, um den Ruf der EBS zu verbessern, ist ja schon nicht ohne und vielleicht auch den dortigen Studenten ggü. unfair (so schlecht man die EBS auch finden mag). Den Wiesbadenern wird das wahrscheinlich auch recht sein; denn wer würde sich schon gerne unterstellen lassen, dass die mündliche Prüfung "geschenkt" war, weil einer (!) der Prüfer ein Professor der EBS war? Oder unerwartet hohe Erwartungen erfüllen zu müssen, weil jeder (in erschreckendem Ausmaß) fälschlicherweise denkt, dass eine private Universität automatisch "elitär" ist? (Wenn 100 Leute dort angefangen haben im ersten Abschlussjahrgang, aber nur 45 Examen machen, sagt das wohl schon etwas über die angebliche "ausgesiebte" Elite aus ;))

    Zumal der Gegenwind bzw. die Kritik, den bzw. die die EBS bekommt, genauso groß ist; in Wiesbaden und Frankfurt verbindet man nach meinen Erfahrungen nicht unbedingt Gutes mit der EBS.

    Mischt man die beiden Standorte, hätte man ein transparenteres Bild. Dafür wäre ich auch bereit von Frankfurt nach Wiesbaden zu fahren :)

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  • 09.06.2017 08:22, unnzumutbare Odyssee

    Mal aus nichtjuristischer Perspektive gefragt: Wenn nach der Einschätzung von gut 2000 Petenten die zu erwartenden innerhessischen Odysseen (Irrfahrten) unzumutbar oder katastrophal sein werden, sind sie dann nicht irgendwie auch rechtswidrig? Vielleicht gar verfassungswidrig? Oder zumindest offenkundig schikanös? Geht eventuell was mit der EMRK? Hat das schon mal jemand gründlich geprüft?

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  • 09.06.2017 09:09, AB

    Bei uns fand die mündliche Pflichtfachprüfung im OLG des zuständigen Prüfungsamts statt. Ich schätze, ich habe bisher gar nicht darüber nachgedacht, dass es anderswo anders sein könnte.

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  • 09.06.2017 13:22, Assessor

    Bei der mündlichen Prüfung im 2. StEX ist die "Kinderlandverschickung" auch in Hessen bereits seit langem Standart. Mein Durchgang wurde dezentral in Frankfurt, Wiesbaden, Kassel oder auch in Marburg geprüft. Die eigene Finanzlage stellt sich mit dem Referendariatsgehalt auch nicht viel besser da als im Studium, zumal man im 2. StEx zusätzlich noch die Kommentare braucht. Aber ich weiß nicht so recht, ob man das gleich als Missstand anprangern muss. Es wird so oder so immer stressig und eine Ausnahmesituation bleiben, für jeden der da durch geht. Und ich würde mal behaupten, die 2. Prüfung ist allein schon deshalb anstregender, weil sie viel länger dauert als die erste (bei mir war es 09 - 16 Uhr). Das JPA wird sich nicht bewegen. Und letztendlich, muss ich ganz ehrlich sagen, war ich jeweils auch viel zu angespannt um groß drüber nachzudenken, in welchem Raum in welcher Stadt ich gerade sitze in der Prüfung. Das gilt aber auch nur für mich. Was ich aber empfehlen kann ist - wenn man die Örtlichkeiten nicht kennt - mal vorher hinzufahren und sich das anzuschauen. Dann ist am Prüfungstag nicht alles "neu".

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    • 09.06.2017 21:44, Elfrika

      Bin völlig einverstanden! Als Jurist muss man sich mit dem Stress abfinden, gewöhnen. Juristische Berufe sind eben stressig.

  • 09.06.2017 19:03, Peter Maier

    Unter umweltpolitischen Gesichtspunkten betrachtet wäre es sinnvoller, die Prüfer zu den einzelnen Standorten fahren zu lassen, als die Prüflinge.

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    • 09.06.2017 19:18, Umweltpolitik im Examen

      Eine andere Möglichkeit besteht darin, nach bestandenem Examen NICHT in den Urlaub zu fliegen. (Vielleicht ist das sogar der größere Beitrag zur Rettung des Planeten.) Wer kleiner anfangen will, kann mehr mit der Bahn und weniger mit dem Auto fahren.

  • 14.06.2017 15:27, Alösd

    Viel Lärm um nichts. Wenn man nicht mal in der Lage ist seine Anreise mit ÖPNV, Fahrgemeinschaften o.ä. zu organisieren ist man in diesem Studienfach ohnehin falsch.

    Vielleicht wäre ein Studiengang ohne Staatsexamen für armen geplagten Studenten besser geeignet. Da kann man dann auch bis um 10 Uhr in der Koje liegen bleibebn.

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  • 21.06.2017 11:35, unbekannt

    Um dieses Problem richtig zu beurteilen können, sollte man meines Erachtens einen Vergleich zu anderen Studiengängen ziehen. Wie sind dort Abschlussprüfungen oder Prüfungen generell, sofern es nicht DIE EINE Abschlussprüfung gibt, geregelt. Werden die Studenten in anderen Studienfächern auch an anderen Unis geprüft? Müssen Klausuren und Prüfungen in anderen Städten abgelegt werden?
    Wenn diese Frage zu verneinen ist, wovon ich für eine Vielzahl von Fällen ausgehe, dann stellt sich die nächste Frage: Ist eine abweichende Vorgehensweise für das Jurastudium gerechtfertigt? Ist hier eine objektive Beurteilung (wobei eine objektive Bewertung m.E. auch an der eigenen Uni bei der mündlichen Pr+üfung in der Regel gegeben ist) wichtiger als bei anderen Abschlüssen?
    Und wenn man diese Frage dann tatsächlich bejaht, so müsste man konsequenterweise eigentlich auch endlich mal die Prüfungsordnungen der Länder angleichen. Dass länderübergreifend eine objektive Vergleichbarkeit der Abschlüsse nicht besteht ist offensichtlich: der Umfang des Prüfungsstoffes variiert, die Schwierigkeit der Prüfungen selbst unterscheidet sich, mal müssen die Klausuren innerhalb von zwei Wochen - mal können sie über Monate verteilt geschrieben werden, teilweise müssen mehrere Klausuren geschrieben werden, die Art und Weise der mündlichen Prüfung variiert (Vortrag und oder Prüfungsgespräch) und schließlich werden in einigen Bundesländern auch noch Prüfungsgespräche vor der mündlichen Prüfung selbst geführt.

    Es besteht also generell viel Reformbedarf.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 21.06.2017 15:58, MarionS

    Das ist schlimm, aber es gibt ja auch noch schlimmeres:
    Zu meinem Erstaunen hat LTO bisher noch nicht darüber informiert:

    http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/21828192_Klage-abgewiesen-Jurastudentin-fliegt-wegen-einer-fuenfminuetigen-Verspaetung-durchs-1.-Staatsexamen.html

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  • 22.06.2017 17:10, Präziser

    Problem ist gelöst.

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