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Der Vorgesetzten Abführmittel untergemischt: Drei Jahre Haft für ehr­gei­zige Juristin

29.05.2017

Sie habe mehr an sich und ihre Karriere gedacht als an alles andere: Weil eine tschechische Juristin ihrer Chefin über Jahre immer wieder Abführmittel ins Wasser mischte, muss sie nun für drei Jahre ins Gefängnis, so ein dortiges Gericht.

Weil sie ihrer Chefin jahrelang Abführmittel ins Wasser mischte, ist eine 55-jährige Frau in Tschechien zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Juristin, die in der staatlichen Verwaltung arbeitete, muss ihrer Vorgesetzten zudem eine Million Kronen (knapp 38.000 Euro) an Entschädigung zahlen. Das entschied ein Gericht in Prag der Agentur CTK zufolge am Montag.

Die Chefin hatte erstmals im Mai 2013 über unerklärliche gesundheitliche Probleme geklagt - Durchfall und Erbrechen, heftige Bauchschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Ärzte konnten sich keinen Reim darauf machen. Erst als auf Verdacht hin eine versteckte Kamera im Büro installiert wurde, kam die Tat ans Licht: die Aufnahmen zeigen dem Bericht zufolge, wie die Mitarbeiterin eine große Dosis Abführmittel ins Trinkglas ihrer Chefin mischte und mit einem Kugelschreiber umrührte.

Weil die Frau kein Geständnis abgelegt und keine Reue gezeugt habe, hielt das Gericht der Agentur nach eine Bewährungsstrafe nicht für ausreichend. Die Frau habe sich nicht in ihr Opfer hineinfühlen können und denke mehr an sich und ihre Karriere als an andere, so die Prager Richterin. Die Beschwerden der Vorgesetzten traten insbesondere vor und an wichtigen Verhandlungstagen vor Gericht auf.

dpa/nas/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Der Vorgesetzten Abführmittel untergemischt: Drei Jahre Haft für ehrgeizige Juristin . In: Legal Tribune Online, 29.05.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/23050/ (abgerufen am: 03.04.2020 )

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Kommentare
  • 31.05.2017 23:47, Reibert

    Tja, war dann wohl ein scheiß Job...

    • 11.06.2017 08:16, Dr. MÜLLER

      Und das Sackerl fürs Kackerl gibt's am Ausgang.