Was verdient ein Rechtsanwalt? Gehälter im Durchschnitt

PositionUnteres Quartil Mittelwert Oberes Quartil
Rechtsanwalt 2.644 4.177 8.278

Quelle: gehaltsvergleich.com: Alle Angaben des Bruttogehalts in Euro pro Monat; Basis für diese Daten sind 1.447 Datensätze, die innerhalb der letzten beiden Jahre erfasst und analysiert wurden

Anwälte können in Deutschland zu den Spitzenverdienern zählen. Natürlich gehören nicht alle dazu. Kanzleigröße, Berufserfahrung und das regionale Gehaltsniveau beeinflussen das Gehalt maßgeblich.

Die Gehälter variieren auch stark nach dem Rechtsgebiet. Anwälte, die in den Rechtsgebieten Handels-, Gesellschafts-, Insolvenz-, Bank- oder Kapitalmarktrecht tätig sind, erhalten ein überdurchschnittliches Gehalt. Im Gegensatz dazu, verdienen Anwälte, die sich auf das Sozialrecht spezialisiert haben, eher gering. Auch Tätigkeitsschwerpunkte im Straf-, Familien- und Mietrecht zahlen sich weniger aus.

Allgemein gilt: Neben einem fixen Grundgehalt gibt es Prämien, die als Bonus gezahlt werden oder sich nach dem individuellen Erfolg orientieren.

Wer sich an die Spitze einer großen Kanzlei hocharbeitet, kann Partner werden und wird so finanziell an der Kanzlei beteiligt. Das jährliche Einkommen kann mehrere hunderttausende Euro betragen oder sogar in den siebenstelligen Bereich steigen.

Wie groß sind die Gehaltsunterschiede nach Kanzleigröße?

Gehaltsreporter.de gibt für das Jahresgehalt eines Anwalts in einer kleinen Kanzlei einen Median von 46.000 Euro an. In mittelständischen Kanzleien steigt der Median schon auf 65.000 Euro und ab tausend Mitarbeitern in der Kanzlei erhöht sich das Jahreseinkommen nochmal um 5.000 Euro. Der Anwalt einer Großkanzlei bezieht laut Gehaltsreporter im Durchschnitt über ein Drittel mehr als der Rechtsanwalt einer kleinen Kanzlei.

In welchem Bundesland wird der Anwalt am besten / am schlechtesten bezahlt?

Laut Gehalt.de bezahlen Kanzleien in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 2.750 Euro das niedrigste durchschnittliche Monatsgehalt. Der in Hessen angestellte Rechtsanwalt bekommt danach hingegen das höchste Gehalt mit durchschnittlich über 4.300 Euro.

Einstiegsgehalt für den Rechtsanwalt nach Kanzleigröße

 

KanzleigrößeMinMax
Kleinere Kanzleien 3.1673.750
Mittelständer 4.583 5.417
Top-50-Kanzleien 6.250 10.417
Boutiquen 5.000 6.250

Alle Angaben des Bruttogehalts in Euro pro Monat, Stand: 2018; Quelle: Veröffentlichung "Perspektiven für Juristen 2018" von e-fellows.net, Dr. Christoph Wittekindt

 

Ein Blick auf die Berufseinsteiger: Im Schnitt bekommen Junganwälte – je nach Datenquelle – zwischen 3.700 und 4.177 Euro. Einsteiger bei Großkanzleien können sich sogar auf bis zu 140.000 Euro im ersten Berufsjahr freuen.

Jedoch können mit über 100.000 Euro nur die besten fünf Prozent der Jura-Absolventen eines Jahrgangs rechnen. Dafür muss der Bewerber 16 Punkte in der Summe beider Examina und Fremdsprachenkenntnisse mitbringen. Ein Doktortitel oder ein im Ausland erworbener LL.M. erhöhen selbstverständlich die Chancen.

Über 90 % der zugelassenen Anwälte in Deutschland arbeiten in kleineren und mittelständischen Kanzleien. Zwar wird der Anwalt sowohl bei den Einstiegsgehältern als auch bei der Bezahlung im Laufe der Karriere tendenziell weniger verdienen als bei den Großkanzleien, aber in der Regel sind die Arbeitszeiten geregelter.

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