Veranstaltung zu "Sexualität und Recht": Kachel­mann atta­ckiert Schwarzer nach Vor­trag*

10.02.2017

Wettermoderator Jörg Kachelmann hat am Donnerstagabend überraschend Alice Schwarzers Vortrag an der Uni Köln über das Sexualstrafrecht besucht und sich zu Wort gemeldet. Mit ihm dabei: Strafverteidiger Johann Schwenn.

 

Der Umgang von Justiz und Medien mit Strafverfahren wegen Sexualdelikten war am Donnerstag Thema an der Universität zu Köln. Die Vorlesungsreihe "Sexualität und Recht" von Juniorprofessorin Dr. Elisa Hoven vom Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht fand am Abend ihr Ende.

Zum Abschluss sprach Frauenrechtlerin Alice Schwarzer über "(Sexual)Gewalt gegen Frauen und Recht", auch vor den Augen prominenter Zuhörer, wie sich im Laufe ihres Vortrags noch zeigen sollte. Mittendrin, so melden die Kölner Lokalmedien ksta und express, habe Jörg Kachelmann, der in den Zuschauerreihen Platz genommen hatte, das Wort ergriffen. "Ich haben meinen Namen oft gehört […]", wird er zitiert. Auf Schwarzers Frage, wer er sei, habe sich der Wettermoderator dann zu erkennen gegeben.

Fotos und Videomitschnitte, die in sozialen Netzwerken kursieren, dokumentieren die Anwesenheit Kachelmanns. Auch er selbst veröffentlichte ein Foto auf Twitter, welches ihn in der Aula des Hauptgebäudes der Universität zeigt. Neben ihm sitzend: Rechtsanwalt Johann Schwenn**, der Kachelmann im Prozess am Landgericht (LG) Mannheim gegen die ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe verteidigt hatte. Das Gericht hatte Kachelmann 2011 letztlich aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Alice Schwarzer hatte über den Prozess für die Bild berichtet. Nach seinem Freispruch führte Kachelmann mehrere zivilrechtliche Verfahren, um Schadensersatzansprüche wegen vorverurteilender Berichterstattung durchzusetzen. Seiner Klage gegen den Axel-Springer-Verlag gab das Oberlandesgericht (OLG) Köln statt und sprach ihm eine Entschädigung in Höhe von fast 400.000 Euro zu.

Pfiffe und Buh-Rufe gegen Kachelmann

Über den Fall des ehemaligen ARD-Moderators sprach Schwarzer auch am Donnerstagabend. Laut ksta habe sie ihn als idealtypischen Beleg für ihre Kritik an deutscher "Täterjustiz" im Sexualstrafrecht herangezogen und von einer Übermacht der Gutachter zu Lasten der fast immer weiblichen Opfer gesprochen. Kachelmann soll hierauf dann selbst das Wort ergriffen haben. Fotos zeigen ihn mit einem Mikrofon in der Hand.

Einleitend habe er darauf hingewiesen, selbst Opfer eines Verbrechens geworden zu sein und dass es auch weibliche Verbrecherinnen gebe, womit er seine ehemalige Freundin Claudia D. gemeint habe. Diese hatte ihn wegen sexueller Nötigung beschuldigt und so das Strafverfahren in Gang gesetzt. Auch die Entscheidung des OLG Frankfurt aus dem vergangenen Jahr erwähnt Kachelmann. Das Gericht habe "zweifelsfrei" festgestellt, dass Claudia D. eine Lügnerin sei, wird er zitiert. Die Frankfurter Richter hatten Claudia D. zur Zahlung von 7.000 Euro verurteilt.

Sein Auftritt in Köln soll von Pfiffen und Buh-Rufen aus Teilen des Publikums begleitet worden sein. Dem express zufolge hat Kachelmann gesagt: "Es gibt hier drin nur eine verurteilte vorbestrafte Täterin und die sitzt hier vorne!"

Nach seinen Ausführungen habe auch Anwalt Johann Schwenn das Wort ergriffen und erneut ein Plädoyer für seinen Mandanten vorgetragen. Alice Schwarzer nannte die Anwesenheit der beiden im Anschluss "eine Ehre". "So tief sitzt das, so ein leidenschaftliches Ding ist das, dass die beiden Herren eigens aus Hamburg und Zürich anreisen", so Schwarzer in einem Videomitschnitt. Sie sei "irgendwie – ganz im Ernst – davon auch gerührt."

una/LTO-Redaktion

*Titel nach Klarstellung der Beteiligten korrigiert, am Tag der Veröffentlichung, 13:12 Uhr.

**Korrektur des falschen Vornamens, am Tag der Veröffentlichung, 12:01 Uhr.

Zitiervorschlag

Veranstaltung zu "Sexualität und Recht": Kachelmann attackiert Schwarzer nach Vortrag*. In: Legal Tribune Online, 10.02.2017, http://www.lto.de/persistent/a_id/22059/ (abgerufen am: 23.07.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 10.02.2017 12:08, Calla

    "Rechtsanwalt Jürgen Schwenn"

    Der Anwalt heisst Johann Schwenn!

    Publicity für H. Kachelmann, ob das so gewollt war?

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    • 10.02.2017 12:56, LTO-Redaktion

      Liebe/r Calla,

      einen entsprechenden Hinweis haben wir bereits erhalten, vielen Dank auch Ihnen.


      Mit herzlichem Gruß
      Ihre LTO-Redaktion

  • 10.02.2017 12:19, Munter

    Vielleicht einmal hier zur Klarstellung, da sich ja anscheinend nur auf Berichte anderer, teils nicht unbedingt seriös berichtender, Medien bezogen wird:
    Er hat den Vortrag nicht unterbrochen. Im Anschluss an den Vortrag von Frau Schwarzer fand eine Diskussion statt, bei der sich jeder melden konnte. Dies haben zahlreiche Zuhörer getan, unter anderem auch Herr Kachelmann. Das auch nicht als erster und er hat das Mikrofon, genau wie später auch sein Anwalt, von den helfenden Studentinnen gereicht bekommen. Davor und danach wurde die Diskussion mehr oder weniger sachlich ganz normal geführt. Das nur zu den Tatsachen.

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  • 10.02.2017 12:21, Markus Roth

    Wie kann man einer so derart hirnrissigen Idee aufsitzen, diese "Expertin" für Steueroptimierung an einer staatlichen Hochschule einen Vortrag über auch nur irgendwas halten zu lassen?! Etwas Fingerspitzengefühl sollte selbst einer Juniorprofessorin zuzumuten sein. Frau Schwarzer repräsentiert einen destruktiven Radikalfeminismus, der nicht die Gleichstellung von Mann und Frau anstrebt, sondern darauf abzielt, männliches (ebenso jungstypisches) Verhalten zunehmend zu pathologisieren. Die Populistin sollte Gegenstand einer psychiatrischen Untersuchung sein, nicht aber Vortragende in einer Universität. Die Uni Köln fällt zunehmend negativ in der Öffentlichkeit auf.

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    • 16.02.2017 19:41, Johanna

      ja ja, alles nur Bekloppte ... in echt ! Danke für den Vortrag

  • 10.02.2017 12:25, Geniales Timing!

    Und das ausgerechnet an dem Tag, an dem das Kammergericht Berlin den Schuldspruch gegen Gina-Lisa Falschverdächtigerin rechtskräftig gemacht hat. Da geht einem doch das Herz auf.

    #TeamJörg

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  • 10.02.2017 12:36, Horst Meerhofer

    Wer auch immer Alice Schwarzer zu einem Vortrag über Sexualität und Recht eingeladen hat, ist eine Schande für die Rechtswissenschaft.

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    • 10.02.2017 13:02, Wolf-Dieter

      Kommt drauf an: als Untersuchungsobjekt wäre sie lohnend.

    • 11.02.2017 18:48, Junior

      Eine "Schande"? Das finde ich sehr beleidigend. Der öffentliche Diskurs ist wichtig - egal wie man zu der Person steht. Sehr traurig, dass Sie so denken. So kommt keine Gesellschaft weiter. Und wenn Sie sich informieren, werden Sie sehen, dass zuvor Thomas Fischer und Sabine Rückert im Rahmen der Reihe gesprochen haben; es ging also um eine ausgewogene Präsentation verschiedener Positionen zum Thema. Das muss an der Universität möglich sein.

  • 10.02.2017 12:55, OG

    Ergänzend zu dem Hinweis von Munter:

    Jedenfalls von LTO sollte man erwarten, daß solche Falschdarstellungen nicht weiterverbreitet werden. In diesem Youtube-Video kann man sehen, daß die Wortmeldung Kachelmanns Teil der vorgesehenen Publikumsdiskussion war:

    https://www.youtube.com/watch?v=07i73dNwmoQ

    Die reißerische LTO-Schlagzeile "Kachelmann unterbricht Schwarzer-Vortrag" ist also "fake news". Die Politik scheint doch recht zu haben, daß das ein größeres Problem ist.

    Dem Video kann man auch entnehmen, daß es neben den hier erwähnten Pfiffen und Buh-Rufen auch Applaus gab.

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    • 14.02.2017 11:58, Buskeismus-Gegner

      Noch ein bisschen falscher und unsachlicher ist die derzeitige Headline:
      „Kachel­mann atta­ckiert Schwarzer nach Vor­trag“

      Das war dermaßen ruhig und sachlich vorgetragen.
      Sorry LTO, „FakeNews“ / Clickbait by any means.

  • 10.02.2017 13:21, Wolfgang Ksoll

    Jura in Köln macht sich zur Nogo-Aerea mit krimineller Hatespeecherin und Fakenews über Happening. Alaaf und Helau! Bis Aschermittwoch sollte man keine Nachrichten aus Köln mehr verbreiten. Die sind voll in der Karnevalstrunkenheit :-)

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    • 16.02.2017 16:16, Bing Berta

      Ist es hier bei LTO üblich, dass Bezeichnungen wie "Hate-Speecherin" einfach so über eine andere Person geäußert werden dürfen...?

      Hier gibt es übrigens die ganze Szene - und auch das, was Alice Schwarzer in ihrem Vortrag über Herrn Kachelmann gesagt hat: https://www.youtube.com/watch?v=nREIqsY55fY

    • 16.02.2017 16:55, Wolfgang Ksoll

      Frau Schwarzer behauptet, dass niemand die Wahrheit kennen können und bestreitet damit dass die gerichtsmedizinischen Fakten nicht Wahrheit sein können, da diese angeblich nach Schwarzer keiner kennen könne. Das steht im Widerspruch zu den Fakten, die im Gerichtsurteil veröffentlicht wurden. Wie soll man freundlich Menschen nennen, die die Wahrheit abstreiten und schlecht gegen Personen reden?
      Es ist auch Unsinn, dass ein Opfer ein Recht auf Unschuldsvermutung hätte. Bei Opfern vermutet man im Rechtsstaat keine Schuld, nur bei Tätern. Mit diesem rechstaatsfernen Conclusios entfernt sich Frau Schwarzer aus der Realität und geht dann ihrer Rede über zu allgemeinen Behauptungen, aus denen sie dann wieder wilde Spekulationen über mutmaßliche Täter ableitet. Das hat die Bild-Zeitung viel Geld gekostet. Diese emotionsgesteuerte, Fakten abstreitenden Irrationalität. Ich würde die verursachenden Emotionen eher nicht Liebe zu den Menschen nennen. Sondern eher im Genteil Wie sich ja auch in der brutalen Missachtung der Steuergesetze über mehr als drei Jahrzehnte zum Ausdruck gebracht wird. Es ist nicht Liebe zu den Menschen, denen mit Steuern geholfen wird, sondern eher das Gegenteil.
      Aber Sie können gerne die Steuerhinterzeihungen und schadensersatzpflichtigen Verleumdungen in de BILD-Zeitung Liebe zum Menschen nennen. Würde zur Irrationalität von Frau Schwarzer passen.

    • 16.02.2017 17:05, Wolfgang Ksoll

      In dem Video streitet Frau Schwarzer ab, dass das Oberlandesgericht Frankfurt die Wahrheit wissen könne, da gesagt hatte:
      "Nach dem Ergebnis der durch den Senat durchgeführten Beweisaufnahme ist der Senat nach Würdigung aller nach § 286 ZPO zu berücksichtigenden Umstände mit der notwendigen Gewissheit (vgl. BGH, Urteil v. 17.2.1970 - III ZR 139/67, BGHZ 53, 245 f. - Anastasia) davon überzeugt, dass die Beklagte den Kläger vorsätzlich wahrheitswidrig der Vergewaltigung bezichtigte."
      http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_lareda.html#docid:7654545
      Das ist von Frau Schwarzer eine Behauptung ohne Beweis. Für eine juristische Veranstaltung völlig unwürdig und durch negative Emotionen gesteuert.

  • 10.02.2017 13:34, Jemand_NRW

    Mich würde mal interessieren, welche Standpunkte sowohl Schwarzer als auch Kachelmann vorgetragen haben.

    Beides wurde hier ja schon kurz angedeutet, aber eben noch recht knapp.

    Interessant wäre bspw.: beschuldigt Schwarzer Kachelmann, trotz des Freispruchs schuldig zu sein, d.h. geht sie von einem Fehlurteil aus?
    Und was hat Kachelmann *eigentlich* in seiner Wortmeldung gesagt? (Die Anspielung auf Schwarzer's Verurteilung in Steuersachen dürfte ja nur eine Randnotiz gewesen sein.)

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  • 10.02.2017 13:40, Toubib

    Das nächste Mal sollte Herr Kachelmann auch noch Thomas Fischer mitnehmen. Würde es sehr begrüßen.

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    • 10.02.2017 15:10, Naja

      Das ist unter Fischefs Würde, mit der Alice in einem Raum zu sein...

  • 10.02.2017 13:56, Unfassbar!

    "So tief sitzt das, so ein leidenschaftliches Ding ist das, dass die beiden Herren eigens aus Hamburg und Zürich anreisen"

    Natürlich sitzt "das" so tief. Denn "das" hat schließlich das gesamte Lebenswerk von Herrn Kachelmann vernichtet, ihm Job, Geld und Reputation genommen und sein Privatleben in der Öffentlichkeit entblößt. Man müsste sich einmal den umgekehrten Fall vorstellen, dass ein Mann durch falsche Anschuldigungen das Leben einer Frau zur Hölle macht. Ob Frau Schwarzer dann auch so ein lockerer Spruch über die Lippen gekommen wäre?

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    • 10.02.2017 14:34, SpookyMulder

      Danke, das war auch mein Gedanke.
      Eine ganz schön arrogante und dreiste Aussage nach der von ihr befeuerten medialen Hetzkampagne. Es lässt tief blicken, wenn man meint, "sein Opfer" selbst nach diversen gerichtlichen Entscheidungen, die das Gegenteil der Behauptungen als erwiesen ansehen, immernoch verhöhnen zu müssen. Was für ein furchtbarer Mensch.

  • 10.02.2017 14:44, Dr. E.

    Frau Schwarzer war ja wohl nur ein Gast in einer Vortragsreihe. Wenn sie die "Unschuldsvermutung" als "Unwort des Jahres" bezeichnet, muss aber jede/r Jurist/in eigentlich die Reißleine ziehen. Ein Staat ohne Unschuldsvermutung ist Faschismus! Ich bin entsetzt, dass die intelligente Frau Schwarzer sich von ihrem verbalen Missgriff nicht zwischenzeitlich distanziert.

    Den Opfern von Sexualstraftaten erweist sie damit einen Bärendienst. Allen Respekt für Herrn Kachelmann, der sich einer solchen Veranstaltung stellt. Wir haben zahlreiche Einblicke in sein zweifelhaftes Privatleben gewinnen können, er ist wirklich kein Sympathieträger mehr. Die 7000 Euro sind dafür ein lächerlicher Betrag, wenn man bedenkt, dass seine ehemalige Lebensgefährtin versucht hat, ihn für viele Jahre in die JVA zu bringen? Man muss schon benennen, was das ist: Versuchte Freiheitsberaubung!

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    • 10.02.2017 17:04, Dr. K.

      Versuchte Freiheitsberaubung in mittelbarer Täterschaft in Tateinheit mit falscher Verdächtigung.

    • 11.02.2017 01:01, Philipp A.+Kerner

      Versuchte Freiheitsberaubung? Herr Kachelmann hat vier Monate in Untersuchungshaft gesessen, da würde ich die vollendete Freiheitsberaubung zumindest mal anprüfen.

  • 10.02.2017 15:04, Team Jörg'ler

    Beachtenswerter Einfall des Kollegen!

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  • 10.02.2017 15:21, Kontroverse Debatte ist nötig

    Es ist doch wunderbar, dass Elisa Hoven auch kontroverse Persönlichkeiten zu einem Vortrag einlädt. Wo kommen wir denn hin, wenn im Rahmen einer Vortragsreihe stets nur die "vermeintlich eigene richtigen" Ansichten repräsentiert werden?? Wer etwas informiert ist weiß, dass z.B. auch Thomas Fischer schon mehrfach in diesem Rahmen gesprochen hat und insgesamt so ein sehr ausgewogener Blick auf das breite Thema geworfen wurde. Elisa Hoven oder der Uni Köln hier deshalb, nur weil sie jm. einlädt, der nicht dem Mainstream entspricht (und ja einige Aussagen Schwarzers sind durchaus sehr stark kritikwürdig) vorzuwerfen, das Niveau würde sinken etc. ist also absolut daneben...

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    • 10.02.2017 16:25, Leon

      Sie haben das Ganze falsch verstanden.

      Sie hat eben NICHT Beide eingeladen, sondern nur Alice Schwarzer. Im Auditorium saß auch eine große Fangemeinde von A. Schwarzer.

      Eine kontroverse Debatte wurde also NICHT angestrebt.

      Kachelmann und Schwenn kamen als normale Gäste, saßen also im Publikum, nicht als "kontroverse Gesprächspartner" auf der Bühne.

      Wenn "Thomas Fischer in diesem Rahmen" vorträgt, so steht dort ein allseits anerkannter Rechtsexperte, Professor und amtierender Richter am BGH.

      Dass sein Vortrag ertragreich für Studenten ist, steht ja wohl außer Frage.

      Wenn Alice Schwarzer dort auftritt, dann sitzt dort eine Fanatikerin, die Verschwörungstheorien von weltumspannenden Patriarchaten verbreitet, die zur Wahrheit schon immer ein eher taktisches Verhältnis hatte, die rationalen Argumenten in der Vergangenheit zwar hilflos aber unbelehrbar gegenüberstand und die, last not least, rechtskräftig verurteilt werden musste.

      Das IST ein Unterschied. Und zwar ein großer.

    • 10.02.2017 16:31, Markus Roth

      Herr Fischer war meines Wissens nicht Empfänger eines inzwischen rechtskräftigen Strafbefehls. Es sollte kein Markenzeichen einer Universität werden, dass straffällig gewordene hauptberufliche Hass- und Moralpredigerinnen durch die Möglichkeit eines Vortrages innerhalb eines akademischen Rahmens in den Stand erhoben werden, irgendwie als Vorbildsfunktion in Frage zu kommen. Das hat mit einer Kontroverse innerhalb verschiedener Meinungsbilder sehr wenig zu tun. Frau Schwarzer lügt vorsätzlich, präsentiert komplett falsche und/oder falsch interpretierte Zahlen, malt Bilder welche nicht der Realität entsprechen und bekommt dazu noch Gelegenheit, dies im Anstrich eines akademischen Umfeldes zu tun. Frau Hoven trägt durch solche "Einladungen" nicht zu einem unterschiedlichen Meinungsspektrum innerhalb oder außerhalb eines Mainstream bei, sondern zu simpler Volksverdummung und Täterinnenverharmlosung.

    • 10.02.2017 19:13, Unfassbar!

      Frau Hoven hat das Statement von Herrn Kachelmann inhaltlich völlig ignoriert und durch ihre unmittelbare Überleitung dafür gesorgt, dass es hierzu nicht zu einem inhaltlich Austausch gekommen ist. Ist das Ihre Vorstellung von kontroverser Diskussion?
      Und noch viel schlimmer: Frau Hoven hat auch nicht eingegriffen, als Frau Schwarzer nach der Wortmeldung des Rechtsanwalts diese unsägliche Äußerung getätigt hat: "So tief sitzt das, so ein leidenschaftliches Ding ist das, dass die beiden Herren eigens aus Hamburg und Zürich anreisen." Gerade vor dem Hintergrund des von dem Anwalt angeführten OLG-Urteils ist es schlicht inakzeptabel, derartige Äußerungen unkommentiert stehen zu lassen.

    • 11.02.2017 18:46, Junior

      Elisa Hoven war die Veranstalterin des Abends und nicht die Moderatorin. Bevor Sie kritisieren, sollten Sie sich vielleicht etwas besser informieren.
      Anmerkungen wie "selbst als Juniorprofessorin" finde ich sehr befremdlich.
      Und Alice Schwarzer als Person des öffentlichen Lebens nicht an die Universität zu holen und zu ignorieren kann doch nicht die Alternative sein. Mit Menschen NICHT zu sprechen, das ist gefährlich.

    • 11.02.2017 19:39, Markus Roth

      Frau Schwarzer zu ignorieren würde den Planet nicht ins Wanken bringen. Von dieser Seite ist ohnehin nichts zu erwarten, was nicht schon zigfach von der Kanzel herab beschworen wurde. Fakt bleibt, dass Frau Schwarzer manipuliert und lügt. Ebenso zieht sie ein einschlägiges Publikum an, welches sektenähnlich ohnehin alles kritiklos beklatscht. Kritische Stimmen/Fragen werden in solchen "Diskussionen" schnell mundtot gemacht. Es ist ein bisschen wie bei den Zeugen Jehovas. Kritikloser Glauben innerhalb eines geschlossenen Systems, zu dem man gehört oder eben nicht. Frau Hoven sollte ihre Gruppentreffen mit dem Glaubensschwestern irgendwo privat abhalten. Völlig egal, ob Herr Fischer innerhalb der Vortragsreihe auch sprach oder nicht. Alleine diese aberwitzige Idee, Herrn Fischer und Frau Schwarzer in einem Atemzug zu nennen zeugt schon von hoffnungsloser Überschätzung dieser straffällig gewordenen Steuerexpertin. Das ist ja ganz so als spräche man zuerst über einen Albert Einstein und ginge dann zu Biene Maja über. Ein Ort der Wissenschaft ist kein Ort für populistische Patriarchatsweltverschwörungstheorien, wo der Gott des ewigen Tätermannes und der stetigen Opferfrau angebetet wird. Wenn diesen Femennazis in der Uni Köln eine Bühne angeboten wird, wer kommt dann als nächstes? Höcke und Petry? Ist es wieder soweit?!

    • 11.02.2017 19:42, Junior

      Lesen Sie einmal Elisa Hovens Interview in der ZEIT. Von Glaubensschwestern kann wohl keine Rede sein. Sie organisiert gemeinsam mit Thomas Fischer eine jährliche Tagung und ist eindeutig diesem Lager zuzuordnen.

    • 11.02.2017 20:09, Markus Roth

      Vielleicht war es meinerseits missverständlich formuliert. Frau Hoven tat nichts gutes, indem sie diesen Glaubensschwestern die Möglichkeit zum gemeinsamen Gottesdienst in den Räumen eines wissenschaftlichen Instituts gab. Ob Frau Hoven selbst Schwarzer'ianerin ist oder nicht, das sei dahingestellt. Zu Leuten wie Schwarzer, Höcke, Bachmann und wie die aktuellen Populisten des öffentlichen Lebens auch allesamt heißen, sollte man so unhöflich sein, wie es das Gesetz gerade noch erlaubt. Keinesfalls sollte man ihnen noch (zusätzliche) Bühnen verschaffen, wo sie ohnehin nur von dem mitreisenden Jüngerinnen und Jüngern beklatscht werden und sich das ideologisch verzerrte Weltbild noch pathologischer manifestiert.

    • 11.02.2017 20:19, Wolfgang Ksoll

      @Junior
      Lenken Sie nicht ab auf irgendwelche Interviews in irgendwelchen Zeitungen. Elisa Hoven ist glasklar dem Lager zuzuordnen, die eine Frau wie Alice Schwarzer einlädt. Die nach Selbstauskunft über 30 Jahre jedes Jahr eine Straftat begangen hat, die in der AO mit bis zu 10 Jahren Haft geahndet wird. Die versucht hat mit ihrem daneben liegenden Eifer Herrn Kachelmann fertig zu machen, was Axel Springer 400.000 € Schadensersatz gekostet hat. Von Frau Schwarzer ist weder eine sachliche Diskussion noch Ehrlichkeit zu erwarten. Völlig anders als bei Herrn Fischer. Für eine juristische Fakultät ist es völlig daneben, FRau Schwarzer einzuladen, es sei denn, man will ein populistisches Happening veranstalten, bei dem StraftäterInnen auf der Bühne die deutsche Justiz weiter verspotten wie in ihrem jahrzehntelangen Verhöhnen der Abgabenordnung. So macht man die Türe auf für Höcke und Petry. Schändlicherweise auch noch mit Steuergeldern statt mit eigenen finanziellen Mitteln.

    • 11.02.2017 20:59, Junior

      Ihre These ist: weil man jemanden einlädt, ist man gleich seiner Meinung? So mag das bei Ihnen sein, aber gewiss nicht an der Universität.
      Zudem hätten wir dann ein Problem. Frau H lädt Sabine Rückert ein, also ist sie glühende Rückert-Anhängerin und Schwarzer-Feindin! Nun lädt sie Schwarzer ein...oh..was jetzt? Frau Hoven hat sich klar gegen das Nein heißt Nein Prinzip und die Reform des Sexualstrafrechts positioniert. Punkt.
      Im übrigen ist es meiner Meinung nach genau das Problem, dass wir den gesellschaftlichen Diskurs nicht mehr suchen, sondern uns einfach überlegen, wen wir schrecklich finden und dann meinen, dass man mit diesen Menschen nicht mehr reden muss. Das spaltet eine Gesellschaft. Sie können das anders sehen, aber ich bin davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist, mit allen ins Gespräch zu kommen. Auch mit einer Frau Schwarzer.

    • 11.02.2017 21:46, Markus Roth

      Sprechen wir von der selben Veranstaltung? Was hatte dieser Monolog/Vortrag von Frau Schwarzer zu ihren Jüngerinnen mit einem gesellschaftlichen Diskurs zu tun?! "Nehmt ihm das Mikrofon weg!" - so eine Reaktion nach der Wortmeldung von Herrn Kachelmann. Es ist meines Erachtens überhaupt kein Problem, wenn man nicht mit ALLEN ins Gespräch kommt. Manche haben nur das Ziel vor Augen die Gesellschaft zu spalten. Manche ernähren sich nur von Feindbildern und Angstszenarien. Frau Schwarzer gehört zu diesem Kreis von Menschen welche (psychisch und monetär) davon leben die Geschlechter gegeneinander aufzuhetzen. Solche Leute lädt man nicht ein. Solche Leute meidet man. Hoffentlich kommt als nächstes nicht Lutz Bachmann zum Vortrag in die Uni Köln. Wundern würde mich gar nix mehr.

    • 11.02.2017 23:14, ILGA

      @Junior: Also, ich war zwar nicht in der Aula, habe mir aber beide zugänglichen Videos der Veranstaltung angesehen. Frau Hoven hat ganz eindeutig die Moderation innegehabt und hätte die unsägliche Aussage Schwarzers niemals so stehenlassen dürfen.

    • 12.02.2017 09:47, Junior

      Das ist die Frau, die Sie als Moderatorin auf der Bühne erkennen?
      http://www.jpstrafrecht.jura.uni-koeln.de/9160.html?&L=0
      Die Moderatorin war Frau Dr. Kirsten Schindler von der Philosophischen Fakultät. Ich war nämlich in der Aula.
      Und es gab im übrigen auch sehr kritische Nachfragen, gerade von den Jurastudenten, etwa zur Sicherungsverwahrung und zur - notwendigen und richtigen - Wahrung von Beschuldigtenrechten.

    • 12.02.2017 10:03, Munter

      @ILGA
      Ich war in der Aula. Frau Hoven hat die Veranstaltung eröffnet. Danach hat Frau Schwarzer ihren Vortrag gehalten. Die anschließende Diskussion wurde von einer Dozentin der philosophischen Fakultät geleitet, ihren Namen habe ich leider vergessen. Auch sie hat aber nicht eingegriffen, ihre einzige Aufgabe, und deshalb kann man auch nicht wirklich von "Diskussionsleitung" sprechen, lag anscheinend darin, die Zuschauer mit Wortmeldungen dran zu nehmen.

    • 13.02.2017 09:37, Haha

      "Im übrigen ist es meiner Meinung nach genau das Problem, dass wir den gesellschaftlichen Diskurs nicht mehr suchen, sondern uns einfach überlegen, wen wir schrecklich finden und dann meinen, dass man mit diesen Menschen nicht mehr reden muss. Das spaltet eine Gesellschaft. Sie können das anders sehen, aber ich bin davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist, mit allen ins Gespräch zu kommen. Auch mit einer Frau Schwarzer."

      Dann dürfte ja auch nichts dagegen sprechen, demnächst mal einen bekannten AfD-Politiker einzuladen.

    • 13.02.2017 23:53, Entspannt

      Ja genau... da spricht ja auch nichts gegen. Wir leben in einer DEMOKRATIE und können nicht alle Meinungen, die uns nicht passen, einfach ignorieren. Die Afd ist so stark geworden, weil niemand mit ihren Vertretern sprechen wollte. So kann man aber mit keiner Partei umgehen, die immerhin von 10 % der Deutschen gewählt wird. Das ist arrogant und kurzsichtig und bringt schlicht gar nichts.
      (Ich bin übrigens seit Jahren bei den Grünen aktiv - nur damit Sie mir nicht gleich unterstellen, Sympathisant zu sein.)

  • 10.02.2017 16:38, albert992

    "letztlich aus Mangel an Beweisen freigesprochen. "
    Dieser Satz kommt mir unjuristisch/unwissenschaftlich vor, bzw. Voreingenommen. Hätte es nicht genügt, zu schreiben, er wurde freigesprochen? So wars doch auch.

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    • 10.02.2017 17:31, Leon

      Dahinter steckt wohl die Laien-Vorstellung, es gäbe einen Freispruch 1. und 2. Klasse. Juristisch gesehen ist das Quatsch, aber bei Laien wohl unausrottbar.

      Im Fall Kachelmann hat das OLG Frankfurt klargestellt, dass sie ihn "vorsätzlich, wahrheitswidrig der Vergewaltigung bezichtigte", so die Urteilsbegründung (Urt. v. 28.09.2016, Az. 18 U 5/14).

      http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-frankfurt-urteil-18-u-5-14-kachelmann-claudia-d-gutachter-schadensersatz/

    • 11.02.2017 13:52, albert992

      Dahinter steckt wohl die Laien-Vorstellung, es gäbe einen Freispruch 1. und 2. Klasse. Juristisch gesehen ist das Quatsch, aber bei Laien wohl unausrottbar."
      Richtig. Aber LTO ist nicht die Abkürzung von Laien Tribüne Online. Und auch nicht Post von Wagner oder Kai Dieckmann s gesammelte Lügengeschichten.

  • 11.02.2017 21:12, Keiler

    Im nächsten Monat referiert Pierre Vogel über das Frauenbild des Islam.
    Der Referent wurde gerade deshalb ausgewählt, weil das von ihm vertretene Frauenbild in Teilen der Welt akzeptiert istvunf gelebt wird. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Frauen, die dich hiermit identifizieren können.

    Alles im Sinne eines offenen Diskurses. Man muss auch mal andere Meinungen zur Kenntnis nehmen und ertragen können.
    Der Veranstalter macht sich mit einem Vortrag auch nicht die Auffassung des Vortragenden zu eigen.

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    • 12.02.2017 20:40, Erwin Lindemann

      11.02.2017 21:12, Keiler
      "Im nächsten Monat referiert Pierre Vogel über das Frauenbild des Islam"

      J a g e h t s n o c h?
      Was kommt den als Nächstes im intellektuellen Diskurs,
      Holocaustleugner referiert über das Judenbild der Nazis,
      Päderast referiert über den Vorteil von Sex mit Kindern?
      Und nein, ich bin nicht islamophob oder Follower des Oberstudienrats aus Lünen.
      Trotzdem bin ich der Meinung, dass man Personen, die weit jenseits des demokratischen Gemeinverständnisses stehen wie dieser Salafist, keine durch das Gemeinwesen finanzierte Plattform bieten muss.

    • 13.02.2017 10:42, Jemand_NRW

      @ Keiler:
      *gefällt mir*

      @ Erwin L.:
      Kleiner Tipp: bei dem vorherigen Beitrag handelt es sich um Ironie... ;-)

  • 12.02.2017 13:04, Calla

    14 Minuten Video Schwarzer Kachelmann Rechtsanwalt Schwenn vom Vortrag Köln

    https://www.youtube.com/watch?v=nREIqsY55fY

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    • 12.02.2017 13:31, Wolfgang Ksoll

      Es ist in hohem Maße unsachlich, wenn die Steuerkriminelle Schwarzer zunächst sagt, dass beide Seiten recht haben könnten, und dann nur noch die Seite der Dame diskutiert, die die Vorwürfe gegen Kachelmann erhoben hat. Es macht keinen Sinn, Frau Schwarzer zu juristischen Diskussionen einzuladen, es sei denn, man will mit einseitiger unsachlicher Polemik von ihr gegen den Rechtsstaat agitieren will.
      Die Worte von Giesela Friedrichsen von 2015 gelten nach wie vor.
      "Wer einer fanatischen Feministin gestattet, auf rechtsstaatlichen Garantien wie etwa der Unschuldsvermutung öffentlich herumzutrampeln und Werte, die die Gesellschaft zusammenhalten, ins Lächerliche zu ziehen, der darf sich nicht wundern, wenn die Rechnung am Ende höher ist als der Gewinn durch ein kurzzeitig damit erzieltes und überdies mit Beifall von der falschen Seite begleitetes Spektakel."
      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/joerg-kachelmann-kommentar-zum-urteil-von-gisela-friedrichsen-a-1055514.html
      Wer solche eine Hasspredigerin in eine juristische Veranstaltung einlädt, hat nicht wissenschaftliches im Sinn. Die Distanzierung von der pöbelnden Lynchjustiz fehlt völlig. Man kann die Studenten nur vor Köln warnen.

  • 12.02.2017 13:20, Nafri-Cola

    Die saubere Frau Schwarzer... vielleicht ist es Zeit den Hut zu nehmen.

    Und juristisch mag Kachelmann sauber sein - moralisch würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Der Ruf ist auch hinüber, weil Du gegenüber Frauen schlicht ein Riesenarschloch warst. Lern was draus und triff dich persönlich mit Schwarzer, wenn ihr Probleme habt... vielleicht wird ja noch was draus?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.02.2017 13:34, Wolfgang Ksoll

      Kachelmann soll aktiv werden, wenn die Straftäterin Schwarzer gegen ihn hetzt (mit Steuermittel n der Uni Köln unterstützt)? Das Ende des Rechtsstaates ausrufen und den Pöbel auf der Straße wieder Lynchjustiz machen lassen? Der Fall zeigt schön, wie aus dem früheren bürgerlichen Establishment mit Hetze der Weg für die AfD und andere Rechtspopulisten bereitet wird. Ein Skandal.

    • 12.02.2017 13:39, Keiler

      Das reicht natürlich aus, um Frau Schwarzer als Rechtfertigung dafür zu dienen, um via Boulevardpresse die berufliche Existenz eines Menschen zu vernichten.

    • 12.02.2017 13:51, Calla

      Das schriftliche Urteil

      http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/lexsoft/default/hessenrecht_lareda.html#docid:7654545

    • 12.02.2017 13:57, Nafri-Cola

      Herr Kachelmann kann ganz normal weiter seinem erlernten Beruf nachgehen, lediglich seine Popularität hat gelitten. Und das, unabhängig vom Vergewaltigungsvorwurf, zu Recht. Wer Andere respektlos behandelt, bekommt von mir kein Mitleid, das gilt für Schwarzer wie auch für Kachelmann.

      Für die Berichte in der Boulevardpresse ist er zivilrechtlich entschädigt worden. Vielleicht sollte er die Zeichen der Zeit erkennen und sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen? Schaffen Andere auch.

  • 12.02.2017 14:03, Keiler

    @nafri

    Ich wünsche Ihnen fast ähnliches. Dann würden sie so nicht schreiben.

    Schwarzer spielt sich als Instanz über Gut und Böse auf (und ist selbst Straftäterin).
    Woher nimmt Sie die Rechtfertigung.

    Literaturtip für Sie:
    Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 12.02.2017 19:07, Markus Roth

    Besonders schockierend (Zitat): "Alice Schwarzer hatte in einem SWR1-Interview behauptet: „Der Richter hat gesagt: Wir haben Restzweifel an der Schuld. Das heißt, wir sind überwiegend von der Schuld überzeugt, bleiben aber Restzweifel. In tieferer Kenntnis des Falles komme ich zum selben Schluss wie das Gericht: Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass er es war“. Diese Richterzitate und -Meinungen hatte Alice Schwarzer vollkommen frei erfunden. Das Mannheimer LG hat nie von bloßen Restzweifeln an Kachelmanns Schuld gesprochen. Es hat auch nicht geäußert oder gar geurteilt, dass es „sehr wahrscheinlich“ sei, dass Kachelmann die Tat begangen habe oder dass es „überwiegend von der Schuld überzeugt“ sei. Das LG Köln verbot Schwarzers Ausführungen und bestätigte die einstweilige Verfügung auch auf den Widerspruch von Alice Schwarzer. Die Berufung wurde beim OLG Köln unter dem Az: 15 U 65/12 geführt. Einen Tag vor der mündlichen Verhandlung über die Berufung nahm Frau Schwarzer die Berufung zurück und hat die erwirkte Verfügung nun auch als endgültige Regelung anerkannt."

    Die Uni Köln sollte sich in Grund und Boden schämen, so eine vorbestrafte Lügnerin in den Stand der Vorbildsfunktion zu erheben, indem man dieser Fanatikerin Räumlichkeiten und die Hofierung anbietet.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 14.02.2017 04:22, Ulli

    Für Psychopathen gibt im Internet Checklisten. "Pathologisches Lügen" ist ein Kriterium. Diese Person gehört nicht auf ein Podium, die gehört in die geschlossene Anstalt. Sie ist eine Gefahr für die Öffentlichkeit.
    Und im Saal waren unsere zukünftigen Juristen für Deutschland? Aaaah, ja! Ich dachte, solche Podiums-Diskussionen gehören der sachlichen Erörterung und der Kenntnis-Erweiterung, und nicht dem Aufbau von Feindbildern und dem Ausleben von Emotionen. Man kann nur sehr enttäuscht sein. Das sollte man den jungen Leuten vielleicht nochmal sagen, die meinten, das ins Lustige ziehen zu müssen. Mich wundert garnichts mehr in diesem Lande. Ich wäre nicht so ruhig geblieben wie Herr Kachelmann. Respekt.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 16.02.2017 19:46, Johanna

    Frau Schwarzer schädigt schon seit Jahren mit ihren Äußerungen und deren Vortrag in der Öffentlichkeit die Frauenrechte und -.bewegung. Sie sollte sich auf ihre alten Tage zurückziehen und ihre Dunkelgelder geniessen - oder für richtige Frauenrechte wie gleiches Geld für gleiche Arbeit auch in kleinen und Kleinstbetrieben kämpfen. Ich vermute weiterhin, sexuell hat Sie einfach zu wenig Erfahrung um bei soetwas mitzureden.... besonders im Fall Kachelmann bewegt Sie sich auf ganz dünnem Eis.

    Grüsslichst

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 16.02.2017 21:33, penisgenozid.de

    Der Staat muss Kleidung abschaffen!
    http://penisgenozid.de

    .

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 21.02.2017 18:28, Rumpf

    Frau Schwarzer hat sich in den letzten Jahren eigentlich nur noch mit ihrem antipatriarchalischen Schwachsinn in der Öffentlichkeit halten können. Sie ist die Erfinderin der "alternativen Fakten", nicht irgendeine mit Botox aufgespritzte Trump-Beraterin. Ich habe nichts dagegen, ihr mit der Einladung zu Vorträgen das Gnadenbrot zu geben, immerhin ist sie eine Figur der Zeitgeschichte. Irgendeinen politischen oder wissenschaftlichen Anspruch muss man mit ihr ja nicht verbinden.

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