Feuilleton

Filmverbote zum Karfreitag

Gotteslästerung auf Celluloid

Offenbar ein besonders schreckliches Werk (Symbolbild)

Wenn man am Karfreitag schon nicht tanzen gehen darf, wie wäre es dann mit einem Besuch im Kino? Auch das kann schwierig werden, denn einige Bundesländer verbieten die öffentliche Aufführung von Filmen, die mit dem Geist des Feiertags nicht vereinbar sind. Damit diese gotteslästerlichen Werke auch zu Hause sicher im Giftschrank verstaut werden können, hier eine kleine Liste zur Warnung. mehr

Rechtsgeschichten

Göttliche Heimsuchungen und animalische Triebe

Chaos nach dem Attentatsversuch auf US-Präsident Ronald Reagan (Washington, 30. März 1981)

Auf dem Papier sind die Kriterien, nach denen ein Täter in Deutschland und in Amerika als unzurechnungsfähig gilt, nicht allzu verschieden. In der Praxis ist diese Verteidigungslinie jenseits des Atlantiks jedoch schwerer durchzufechten. Martin Rath zeichnet die Spuren der "insanity"-Verteidigung vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach. mehr

20 Jahre Namensrecht

Eine ewige Anpassungsgeschichte

Unterschrift auf dem Standesamt

Seit 20 Jahren müssen sich Heiratswillige in Deutschland nicht mehr zwingend für einen gemeinsamen Ehenamen entscheiden. Das Familiennamenrechtsgesetz beendete diese Pflicht zum 1. April 1994. Aber das war nur eine Station im Kampf ums deutsche Familienrecht. Das Jubiläum gibt Martin Rath auch Anlass, an eine außergewöhnlich unbequeme Juristin zu erinnern: die fast völlig vergessene Hildegard Krüger. mehr

Heinisch spitzt die Feder

Walfangverbot in der Antarktis

Der IGH hat Japan die Vergabe von Lizenzen für den Fang von Walen in der Antarktis verboten. Das sogenannte JARPA II-Programm diene nicht der Forschung, sondern bediene allein kommerzielle Interessen. Schließlich machten die Asiaten nie einen Hehl daraus, dass das Fleisch der Meeressäuger im Kochtopf landet. Tierschützer befürchten jedoch, dass die Japaner schnell ihr "Forschungsprogramm" anpassen werden, um trotz des Verbotes weiter Jagd auf Wale machen zu können. mehr

Kriminalgeschichte

Kürtens Kopf

Ehemalige Gastwirtschaft Klein in Mülheim, Tatort des ersten abgeurteilten Mordes von Peter Kürten

Am 2. Juli 1931 wurde im Kölner Gefängnis "Klingelpütz" der Serienmörder Peter Kürten hingerichtet. Seine Taten erregten seinerzeit weltweite Aufmerksamkeit und zogen eine Vielzahl boulevardesker Berichte nach sich. Martin Rath folgt den Spuren des Verbrechers, und gelangt auf diesem Wege von Düsseldorf über Hawaii nach Wisconsin, wo Kürtens Kopf heute in einem Museum ausgestellt wird. mehr

Recht & Moral

Wie man Hexen rehabilitiert

Hexenverbrennung in Nürnberg, Oktober 1555

Seit Jahren fühlen sich die Vertretungskörperschaften etlicher deutscher Städte dazu berufen, die einst auf ihrem Boden als Hexen verfolgten Menschen "sozialethisch" zu "rehabilitieren". Über die gelegentliche Frage, welchen Sinn das nach weit über 250 Jahren ergeben soll, kommt die Kritik selten hinaus. Mehr als nur Unbeholfenheit entdeckt Martin Rath. mehr

Juristische Dissertationen

Zwischen Praxisrelevanz und verkitschter Tierliebe

Doktorhut und Doktorarbeit (Symbolbild)

Wird nicht gerade ein CSU-Politiker beim Abschreiben ertappt, ist – Hand aufs Herz – das öffentliche Interesse an juristischen Dissertationen gering. Der Gedanke, dass es nur um die karriereförderlichen zwei Buchstaben gehe, ist weit verbreitet. Das ist nicht ganz fair, findet Martin Rath mit Blick in vier frische Elaborate juristischen Forschungsdrangs. mehr

"Truthiness" im amerikanischen und deutschen Recht

Wider die gefühlte Wahrheit

Wahlkampf (Symbolbild)

Sich über kuriose US-Gesetze lustig zu machen, ist eine heikle Sache. Meist geht es um abgedrehte Verbraucherschutzrechte oder um puritanisches Sexualstrafrecht. Das mag komisch finden, wer will. Mit einer beim U.S. Supreme Court anhängigen Sache hat die juristische Publizistik der USA zurzeit aber selbst einen Heidenspaß. Gefunden, für witzig befunden und weitergesponnen von Martin Rath. mehr

Heinisch spitzt die Feder

Die Mühen der Justiz mit Fotos von nackten Kindern

Am Fall Edathy zeigte sich zuletzt: Wenn es um Bilder von nackten Kindern geht, sind die Grenzen zur Strafbarkeit nicht so einfach zu ziehen. Nicht nur Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden haben da so ihre Einordnungsschwierigkeiten. Karikaturist Philip Heinisch stellt sich die Arbeit von Staatsanwälten und Co. schwierig vor. mehr

Bismarcks Meisterspion

Einer der "elendesten Polizeilumpen"

Zeitgenössische Darstellung des Attentats auf Otto von Bismarck, 1866

Täuschen, Tricksen, Tarnen – das ist das Handwerk der Geheimdienste. Dafür eignen sich Juristen ganz gut, wie schon Bismarcks Geheimdienstchef Wilhelm Stieber bewies. Bei der Polizei gescheitert, bewährte er sich als Kommunistenjäger und stieg unter Bismarck zum Direktor der geheimen Feldpolizei auf. André Niedostadek über den Mann, der eigentlich Pastor hätte werden sollen. mehr

Juristenbiografien

Schlechte, schlechte Richter

Buchcover "A short book of Bad Judges"

Satte 150 Fälle gleichzeitig auf 09:00 Uhr terminieren, selbst aber erst um 13:00 im Gericht erscheinen? Keine Frage: das macht einen schlechten Richter aus. Graeme Williams' "Bad Judges" ist voll von solch offenkundigen, aber auch von subtileren Fällen justiziellen Versagens. Was alles drinsteht, und warum es ein solches Buch bislang nicht für Deutschland gibt, erläutert Martin Rath. mehr

US-amerikanisches Migrationsrecht

Der Trinker als politische Gefahr

Amerikanische Frauenbewegung WCTU demonstriert vor einem Saloon

Seit 1917 bzw. 1952 verweigert das US-Einwanderungsrecht "gewohnheitsmäßigen Trinkern" die Einbürgerung. Ein bloßes Relikt der Prohibitionszeit ist die "Habitual Drunkard"-Klausel dabei so wenig wie eine normale ausländerpolizeiliche Norm. Ihre Wurzeln hat sie unter anderem in der Furcht vor deutschen Trink-Sitten und den politischen Gefahren des Alkohols, erklärt Martin Rath. mehr

Juristische Grenzwissenschaften

Kunstgeschichten für Juristen

Ausschnitt aus "An Experiment on a Bird in the Air Pump" von Joseph Wright of Derby, 1768

Als Hilfswissenschaft hat die Kunstgeschichte derzeit juristisch Konjunktur: Es gilt, die "NS-Raubkunst" aufzuspüren. Studien über die Figur der Justitia in der bildenden Kunst fördern vielleicht die rechtshistorische Allgemeinbildung. Aber kann Kunstgeschichte auch dazu dienen, an den Grenzen der Juristerei zu arbeiten? Ein Essay von Martin Rath. mehr

Berichterstattung zum NSU-Prozess

"Sie ist tatsächlich durch und durch rosa"

Beate Zschäpe

Vor etwa neun Monaten war der Ansturm auf Presseplätze beim NSU-Prozess nicht zu bremsen. Seitdem wurde zu kaum einem anderen Thema so viel Prätentiöses, Überflüssiges und Dummes geschrieben wie zu diesem. Eine Medienkritik von Constantin Baron van Lijnden. mehr

Interview mit Buchautor Karl-Heinz von Halle

"Bielefelder Geburtsurkunden? Beweisen gar nichts"

Collage mit Buchcover: "Gibt es Bielefeld oder gibt es Bielefeld nicht?"

Die ostwestfälische Ortschaft Bielefeld ist seit 20 Jahren Gegenstand einer Verschwörungstheorie. Behauptet wird, "Bielefeld" existiere nicht. Zum 800-jährigen Stadtjubiliäum stand Karl-Heinz von Halle, Verfasser einer partiell parodistischen Exzellenzcluster-Dokumentation zur Frage "Gibt es Bielefeld oder gibt es Bielefeld nicht?" Martin Rath Frage und Antwort. mehr

Rechtsquiz rund um Amtsdelikte
Bestechung

Darf man einen Polizisten spontan zum Käffchen einladen, wenn man das denn wollte? Oder ist das schon strafbare Korruption und man riskiert einen Strafprozess wie Christian Wulff? Bei dem ehemaligen Bundespräsidenten ging es um eine Einladung beim Oktoberfest. Was wissen Sie über Bestechung, Vorteilsgewährung und Rechtsbeugung? Fragen über Fragen – finden Sie jetzt die richtigen Antworten:

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