Studie zur Punktevergabe im Zweiten Examen: Anderes Bun­des­land, bes­sere Note

von Marcel Schneider

04.09.2017

Vorurteile, dass die Examina in manchen Bundesländern weniger streng  benotet würden als in anderen, halten sich hartnäckig. Eine Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass der Prüfungsort zumindest die Assessor-Note tatsächlich beeinflusst.

 

Wer das Erste Examen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ablegt und für das  Zweite nach Bremen wechselt, darf sich im Vergleich zu den Kommilitonen, die ihr Referandarexamen bereits dort abgelegt haben, auf ein rund 1,6 Punkte besseres Ergebnis freuen. So lautet jedenfalls der Befund einer Studie, die in dieser Woche in der Zeitschrift für Rechtssoziologie erscheinen wird und LTO vorab vorliegt.

Die Arbeit mit dem Titel "Hängen die Ergebnisse der zweiten juristischen Prüfung vom Examensort ab? Ein Vergleich von zehn Bundesländern" (Anm. d. Red.: Link erst mit Veröffentlichung der Studie aktiv) stellt auch für andere Bundesländer fest, dass sich ein Wechsel zwischen Erstem und Zweitem Examen durchaus signifikant auf die erzielte Note auswirken kann – und zwar positiv wie negativ.

Zwei Jahre arbeiteten Prof. Dr. Lorenz Kähler, Dekan der Jurafakultät und Inhaber eines Lehrstuhls für Bürgerliches Recht an der Universität Bremen, und seine Wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Franziska Ritter mit Prof. Dr. Uwe Engel vom Sozialwissenschaftlichen Methodenzentrum der Universität an der Studie. Die Autoren verstehen ihr Werk als erste Grundlage und Anregung dafür, sich vertieft wissenschaftlich mit den bundesweiten Unterschieden in der juristischen Notenvergabe zu beschäftigen.

Was ist dran am Länder-Vorurteil?

Anlass für ihre Studie gab § 5d Abs. 1 S. 2 Deutsches Richtergesetz (DRiG). Die Vorschrift verlangt, dass Prüfungsanforderungen und Leistungsbewertung der beiden Examina bundesweit einheitlich sein müssen. Die Zahlen sowohl für das Erste als auch für das Zweite Examen belegen aber alles andere als Einheitlichkeit: Von Bundesland zu Bundesland gibt es signifikante Unterschiede, was die Häufigkeit der Vergabe der  Prädikatsnoten "gut" und "vollbefriedigend" angeht; ähnlich verhält es sich bei den Durchfallquoten. Das nährt den seit langem bestehenden Verdacht, dass die Examina in den Bundesländern unterschiedlich streng bewertet werden, es also Bundesländer geben könnte, in denen gute Noten und damit das Prädikat "leichter" erlangt werden können.

Wie aber soll ein bundesweiter Vergleich stattfinden, wenn die Länder die Juristenausbildung in ihren jeweils eigenen Gesetzen regeln und getrennt prüfen? Die Wissenschaftler aus Bremen stellen auf die von ihnen als Wechsler bezeichneten Kandidaten mit Erstem Examen ab, die für das Referendariat und das Zweite Examen in ein anderes Bundesland gehen. Kähler erklärt im Gespräch mit LTO dazu: "Diese Wechselgruppe ist deshalb interessant, weil sich ihre juristische Qualifikation durch den Ortswechsel wohl kaum verschlechtern dürfte." Die Kernthese der Studie laute deshalb: "Schneiden die Kandidaten der Wechselgruppe in der zweiten Prüfung in einem bestimmten Bundesland trotz gleicher Ausgangsnote anders ab als ihre Kommilitonen, die dort bereits ihre erste Prüfung abgelegt haben, deutet das auf Unterschiede in der Notenvergabe in der ersten juristischen Prüfung hin."

Die Datengrundlage der Studie besteht aus den anonymisierten Noten der ersten und zweiten Prüfung von Kandidaten für die Jahre 2009 bis 2014 und dem Ort, an dem die jeweilige Prüfung abgelegt wurde. Alle Justizprüfungsämter wurden dafür angefragt, zehn Bundesländer machten die nötigen Angaben, aus denen die Forscher letztlich die Wechsler aussortierten und mit den Nichtwechslern verglichen. Immerhin: Je nach Betrachtungsweise der verwendeten Auswertungsmodelle wuchs die analysierte Menge auf bis zu 18.422 Personen (ohne durchgefallene Kandidaten) an. Und damit auf eine Fallzahl, die – wie die Autoren betonen – zwar keine exakten Vorhersagen ermögliche, aber doch eindeutige und eben wissenschaftlich belegbare Tendenzen erkennen lasse. So wie beispielsweise die, dass sich ein Wechsler von Hessen nach Rheinland-Pfalz im Vergleich zu seinen Kommilitonen, die dort bereits die erste Prüfung abgelegt haben, um rund einen Punkt im zweiten Examensergebnis verschlechtert.

Zitiervorschlag

Marcel Schneider, Studie zur Punktevergabe im Zweiten Examen: Anderes Bundesland, bessere Note. In: Legal Tribune Online, 04.09.2017, https://www.lto.de/persistent/a_id/24287/ (abgerufen am: 21.11.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 04.09.2017 10:57, staranwalt

    HH, SH und HB haben für das zweite Examen ein gemeinsames Prüfungsamt bei dem OLG HH. Prüfungen werden zentral verwaltet. Prüfergruppen sind gemischt aus allen beteiligten Bundesländern. Die Ergebnisse passen nicht zusammen,wenn diejenigen,die nach SH wechseln sich verschlechtern (auch noch aus HH),diejenigen,die nach HB wechseln,sich aber grds verbessern.

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    • 04.09.2017 11:06, Eben

      Wie ich an anderer Stelle schon mehrfach zum Ausdruck brachte, kann man in Bremen sein Staatsexamen eben mit Ausdruckstanz, gebatikter Metaphysik und textilem Werken erlangen... Oder wie es bei uns in Bayern immer hieß: "Wenn Du durchfällst und hier nicht weiter studieren kannst, geh halt nach Bremen - da werden die großen Scheine als Examensklausuren anerkannt"

      #NotlösungHansestadt

    • 04.09.2017 11:34, Dummschwätzer

      @eben: Am liebsten lese ich solche klugen Kommentare von Leuten aus Bundesländern, in denen es nur drei Notenstufen gibt: nicht bestanden, ausreichend, Prädikat.

    • 04.09.2017 15:52, Jemand_NRW

      @ eben:

      Die Legende vom ach-so-schweren Bayernexamen ist schon deshalb lustig, weil man dort Notizen in seine Gesetzestexte schreiben darf...

    • 04.09.2017 18:26, @Jemand NRW

      Das wäre mit neu. Paragraphen darf man an den Rand schreiben, mehr aber nicht. Vielleicht war das früher erlaubt, als Leute studiert haben, die heute juristische Dinosaurier sind? Dr. Stoiber z. B. :-)

    • 05.09.2017 10:03, @Jemand_NRW

      Zum einen sind Kommentierungen im Gesetz viel praxisnäher, zum anderen ist der Prüfungsstoff in Bayern viel größer, was die Kommentierungen mehr als ausgleicht

    • 15.09.2017 15:14, WissMit

      Kommentierungen in Gesetzen pah. In Sachsen hatte das Gesetz "clean" zu sein. Und praxisnäher sind Bemerkungen in de Gesetzen keineswegs. Ich habe meinen Schönfelder schon ewig nicht mehr in der Hand gehabt. Ich arbeite auch nur mit beck, juris und gesetze-im-internet. Da schreibe ich auch nirgends etwas dran.

      Übrigens Sachseexamen > Bayernexamen wenn ich den Artikel recht verstanden habe.

  • 04.09.2017 11:09, Zweifler

    Wenn ein Wechsler, der das 1. Examen in NRW gemacht hat, mit einem Wechsel nach Bremen sich allein aufgrund des Wechsels um 1,6 Punkte verbessert, müsste es dann nicht auch genau andersherum so sein, dass jemand, der in Bremen das 1. Examen gemacht hat und nach NRW wechselt sich dann um 1,6 Punkte verschlechtert? Gerade diese "Spiegelbildlichkeit" scheint es aber nicht zu geben, da laut den Autoren der größte Negativeffekt bei einem Wechsel von Hessen nach Baden-Württemberg mit 1,1 Punkten. Das ist für mich nicht nachvollziehbar...

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    • 04.09.2017 11:21, BK

      Womöglich wechselt keiner freiwillig in dieser Konstellation. Dann gibt es auch keine entsprechenden Daten.

    • 04.09.2017 11:23, BK

      Womöglich wechselt keiner in dieser Konstellation. Dann gibt es auch keine entsprechenden Daten.

    • 05.09.2017 13:18, Marc E.

      Wieso sollte man nach NRW wechseln, wenn man in Bremen doch das Examen hinterhergeworfen bekommt? Macht doch keiner.

  • 04.09.2017 12:10, FinalJustice

    Was??? Examensnoten sind vom Bundesland abhängig und basieren zu großen Teilen auf einer objektiven Maßstäben nicht zugänglichen, rein persönlichen Werteinschätzung von Prüfern? Please say it ain't so!

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    • 04.09.2017 15:53, Jemand_NRW

      Oh, da schreibt jemand einen Satz auf Englisch; dann muss das wohl wahr sein...

  • 04.09.2017 12:12, Matlock

    Studie hin oder her, in der Praxis machen sich die Unterschiede in der Ausbildung sehr deutlich bemerkbar: Der bayerische Absolvent bringt in jedem Fall gute Kenntnisse im Arbeits-, Erb-, Familien und sogar Einkommensteuerrecht mit. Hamburger Absolventen zucken bei Fragestellungen zu diesen Rechtsgebieten nur mit den Schultern, wenn nicht zufällig eines ihr Wahlfach war. Die Noten allgemein haben für die praktische Zusammenarbeit übrigens nur einen sehr bescheidenen Aussagewert.

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    • 04.09.2017 12:55, xy

      Wenn die Noten aber nur sehr beschränkt vergleichbar sind und "für die praktische Zusammenarbeit übrigens nur einen sehr bescheidenen Aussagewert" haben, erhebt sich die Frage, warum dann auf "vollbefriediegend" ein derart hoher Wert gelegt wird. Wissen die HR-Manager das nicht besser oder kommt es ihnen nur auf die Formalie an? Wenn die HR-Verantwortlichen das alles nicht wissen, sollte man wegen der hohen Einkommenunterschiede insbes. bei Anwaltskanzleien dann wohl unbedingt eine "leichte" Universität wählen, wo man von Tuten und Blasen wenig Ahnung hat.

  • 04.09.2017 13:00, M.D.

    Fake News!

    Der Grund, warum Hessen sich beim Wechsel nach Baden-Württemberg verschlechtern, liegt offensichtlich am Dialekt. Das versteht doch kein Mensch.

    https://www.topster.de/deutsch-schwaebisch/

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    • 04.09.2017 13:05, M.D.

      Beispiel: Wegnahm isch der Bruch fremda Gewahrsams ond die Bgründung neia, ned nodwendigerweise dädereigena Gewahrsams. Fremdr Gewahrsam isch oi dadsächliches Herrschafdsverhäldnis, vo einem Herrschafdswilla gdraga, undr Brüggsichdigung der Verkehrsanschauung.

    • 04.09.2017 13:52, Ein Badener

      Genau, Baden-Württemberg ist neuerdings gleichzusetzen mit schwäbischem Dialekt. Setzen - 6 (nicht Punkte, das wäre ja bestanden)

    • 04.09.2017 14:53, plumpaquatsch

      Meinen Sie am hessischen Dialekt? Dä Schinesische Schemikä entwendete den Aschebesche und e Bäggsche Zigarettsche?

    • 20.09.2017 18:31, Fabian

      Kid, Du hast sächsischen Dialekt, der Boss nicht, er hat sechs Isschen, die er Leckt:)

  • 04.09.2017 13:08, Oliver

    Da brauche ich keine Studie. Ich habe mich mit dem Examensklausurenkurs aus Berlin auf mein 2. Examen in BaWü vorbereitet. Guten Mutes und voller Tatendrang, euphorisch ob meines guten Wissens war es halt doch nur "ausreichend". Das Nordsüd-Gefälle gibt es überall, in der Schule, im Straßmaß, etc.
    Blöd nur, dass trotzdem der Prädikatler aus Berlin eingestellt wird.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.09.2017 13:49, D.R.

      Hoffentlich nicht im Öffentlichen Recht ;)

  • 04.09.2017 13:29, xy

    "Blöd nur, dass trotzdem der Prädikatler aus Berlin eingestellt wird."

    Dann sind die HR-Verantwortlichen schlicht und einfach ihr Geld nicht wert!

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.09.2017 13:52, Kritiker

      Wenn man alles auf die HR schiebt, macht man sich es relativ leicht.

      Die Partner geben der HR ja die Route vor. Wenn die nunmal sagen 2x vb, dann ist das so. Ich will mal die Reaktion von einem Partner sehen, wenn dann der 25 jährige HR'ler ankommt und sagt: "Da hat sich jemand mit 7 Pkt beworben aus Bayern, ich habe die Statistik ausgewertet und die 7 Pkt sind mehr wert, als von jemand aus Bremen mit 9 Pkt."

      Man muss auch verstehen: Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit 2 vb - egal aus welchem Bundesland - halbwegs Jura kann, ist relativ hoch.

      Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit 2 ausreichend - egal aus welchem Bundesland - wenig Jura kann, ist auch relativ hoch.

      Das Risiko, ob jemand nun Jura kann mit 2 befriedigend kann oder nicht, wird keiner eingehen, solang er genug Leute mit 2x vb bekommt. Da es davon aber auch nicht so viele gibt, schrauben doch schon viele die Anforderungen runter. Es gibt wenige GK, die hart auf 2x vb pochen und der Staat stellt auch schon mit befriedigend ein.

    • 07.09.2017 10:32, JJ

      Wenn die Examensnoten so wichtig sind und jemand dennoch eine schlechtere Note dadurch riskiert, dass er in einem "schwereren" Bundesland seine Prüfung ablegt, kann man ihm dann nicht per se taktisches Versagen vorwerfen und ihm mithin für sämtliche juristischen Tätigkeiten erforderliche Eigenschaften absprechen? - ob sich wohl die "HR-Verantwortlichen" auch solche Gedanken machen...

  • 04.09.2017 14:54, plumpaquatsch

    Na ja, dialektmäßig sind die Hessen auch nicht gerade ohne.
    Dä Schinesische Schemikä entwendete den Aschebesche und e Bäggsche Zigarettsche?

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 04.09.2017 15:00, Heinrich V.

    Das ist alles Unfug, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich habe meine Examina im schönen Bayern gemacht, hatte viele Kollegen, die in HH, B oder NRW ihr Assesorexamen geschrieben haben. Dass das 2. StEX dort im Norden leichter sein soll ist vollkommener Unsinn. Die in HH oder B saßen in AGs, in denen 80% schon im 1. StEX ein Prädikat hatten. Hier in Bayern war ich, soweit ich mich erinnere, der einzige mit einem Prädikat. Und das mit der Verbesserung kann ich ebensowenig bestätigen. Da hat es im Jahre 2015 schon eine umfassendere Studie gegeben, die besagt, dass die Prädikataexamina einem in Bayern und BaWü hinterhergeschmissen werden. Und das sage ich, als Bayer.
    Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass jmd, der im Norden 7 Punkte schreibt, im Süden im zweistelligen Bereich anzusiedeln wäre.

    Mit freundlichen Grüßen

    RA Heinrich V

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.09.2017 15:21, Irgendwer

      Annekdotische Evidenz schlägt Studie, die noch nicht mal veröffentlicht und somit ungelesen ist. Abwarten, Lesen und Gründe für die Unterschiede analysieren.Das könnte die Diskussion tatsächlich irgendwann auf ein weniger wackliges Fundament stellen. Woran es genau liegt, kann man ja sachlich diskutieren.

  • 04.09.2017 15:12, Reibert

    Solange in Bayern die Examensnoten anderer Bundesländer ganz offiziell neu berechnet werden, ist das ganze ohnehin Makulatur.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.09.2017 15:19, xy

      Wie "offiziell" ist das und wo ist das gegebenenfalls geregelt oder nachzulesen?

    • 04.09.2017 16:25, NureinKommentar

      Hab in Bayern mein 1., in NRW mein 2. gemacht.
      Kann dir leider keine Fundstelle geben, aber was ich aus Bayern gehört habe war folgendes.
      Die Gewichtung der mündlichen Note aus dem 2. StEx (in einem der Zeugnisse wird schriftlich und mündlich gesondert abgebildet) wird auf bayerische Maßstäbe umgerechnet.

      D.h. in NRW zählt die mündliche 40 %, in Bayern dagegen nur 20 %. Dementsprechend wird die Note "neu berechnet" um die Vergleichbarkeit wieder herzustellen.

      Fair? Finde ich schon. Die mündliche Note ist, wegen des persönlichen Eindrucks und der Prüfer (protokollfest, nicht protokollfest; etc.) und - wie in NRW - der Schwere des Aktenvortrags (je nach Prüfungstag brechend schwer bis absoluter Standard) sehr viel subjektiver als der schriftliche Teil (wo es natürlich auch subjektive Unterschiede gibt, aber sehr viel weniger). Das verzerrt die Vergleichbarkeit der Endnote, ganz zu schweigen von der Gewichtung.

    • 05.09.2017 12:40, M.D.

      Dass in Bayern die Kandidaten nur zu 20% der Willkür einer Prüfungskommission ausgesetzt sind, finde ich interessant. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass in Bayern auch noch der berühmt-berüchtigte Aktenvortrag fehlt, der im Zeitalter des Einzelrichters offensichtlich keine Rolle mehr spielt.

      In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die mündliche Prüfung in den USA 0% der Note ausmacht, weil es sie nicht gibt. Dort gibt es auch nur zwei Noten "Pass" und "Fail". Wie schaffen die das nur?

  • 04.09.2017 15:39, Lifelover

    Wie wäre es, das schöne Leben zu genießen und auf die Examensnote zu scheißen? Wer weiß denn bitter, wer nicht zwei Tage nach dem zweiten Examen überfahren wird? Ja dann sind die dahin, die aufgeschobenen Wünsche und Träume, weil man - ja wem eigentlich? - beweisen muss, dass man ein Prädikat schaffen kann. Was in zehn Jahren Berufserfahrung eh kein Schwein interessiert.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 04.09.2017 17:17, xy

    "Was in zehn Jahren Berufserfahrung eh kein Schwein interessiert"

    Das soll angeblich nicht richtig sein. Lt. Spiegel soll das (gute oder schlechte) Examen, unabhängig von der Berufserfahrung, das ganze Berufsleben lang eine wesentliche Rolle spielen:
    http://www.spiegel.de/karriere/jura-absolventen-sklaven-der-noten-a-753598.html

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  • 04.09.2017 23:13, Aberratio

    Das Jura berufsbedingt Besserwisser und Klugscheißer produziert liegt in der Natur der Sache. Ich bin dennoch jedesmal aufs neue über die Kommentare und den offensichtlichen Grad an Autismus schockiert, den manche hier an den Tag legen...

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 05.09.2017 13:02, xy

      Aber jedenfalls können die Leute besserwisserisch und klugscheißerisch einigermaßen fehlerfrei schreiben. Das spricht für einige Seriosität.
      http://www.das-dass.de/impressum.php

    • 07.09.2017 12:29, @Jemand_NRW

      Und Komma nach "produziert"

    • 07.09.2017 20:17, Ictus

      Disqualifiziert haben Sie sich auch durch Ihre Aussage über Autismus.

  • 07.09.2017 21:30, James Bond

    Also entweder die Studie ist grundlegend falsch oder der Artikel ist Murks.

    Bremen hat ein gemeinsames Prüfungsamt mit HH und Schleswig Holstein. Der hier angeblich durchgeführte Vergleich ist also schlicht unmöglich.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 21.09.2017 15:40, Nils

      Die bremischen Ergebnisse beim GPA werden aber einzeln ausgewiesen.

  • 08.09.2017 10:58, Eckhard Laske

    Es ist schon interessant, eine Diskussion über noch nicht veröffentlichte Texte zu verfolgen. Ihr Hühner, gackert doch erst, wenn ihr die gelegten Eier seht und den Text gelesen habt. Zur Zeit finde ich nur eine Sammlung von Allgemeinplätzen, Vorurteilen und Phrasen - also weit jenseits jeden ernsthaften Diskurses.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 13.09.2017 09:16, CH

    Viel interessanter scheint mir, dass sich solch ausufernde Diskussionen immer am Thema Noten entzünden. Allenfalls noch Euro- und Flüchtlingskrise werden auf Blogs derart emotional diskutiert. Das Thema scheint ja bei vielen an einen wunden Punkt zu rühren, weil sie a) glauben, sie seien besser als sie benotet wurden, b) glauben, sie werden zu unrecht der subjektiven Benotung bezichtigt, weil sie glauben, objektiv zu urteilen oder c) weil sie glauben, dass sie zu Recht in Bremen so gut benotet wurden oder, oder, oder.... Fakt ist doch wohl, das niemand hier ernsthaft sagen kann, ob er/sie in einem anderen Bundesland besser/schlechter gewesen wäre, ob die Gesetzeskommentierungen (für Bayern s. http://www.justiz.bayern.de/landesjustizpruefungsamt/zweite-juristische-staatspruefung/ zum Zweiten Staatsexamen inkl. Link auf die Hilfsmittelbekanntmachung) geholfen hätten etc. pp.. ... also alle mal einen Gang runterschalten, auf die Menschen blicken (und nicht nur auf ihre Noten) und die nicht mit dem Erreichen von Staatsnoten prahlen oder ihrem Verfehlen hadern. Das Ende ist für alle gleich, einen VB-Juristenhimmel gibt's nicht (weiß ich aber noch nicht sicher).

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 13.09.2017 20:54, @CH

      Selbstverständlich gibt es eine Zweiklassen-Juristerei dies- und jenseits des Prädikats. Die oben schauen voll Mitleid auf die unten. Und die unten voller Neid auf die oben. Und das ändert sich auch durch das Bundesland nicht. Was schade ist, da man in einigen Ländern offenbar Punkte geschenkt bekommt. Als HR-Verantwortlicher würde ich jedenfalls nicht nur auf die Note schauen sondern auch darauf, wo sie erzielt wurde. Und bei gleicher Note dann natürlich den Nicht-Bremer einstellen.

  • 16.09.2017 21:04, Eric

    Endlich hat man mal eine Studie in der Hand, der den Fetisch "Einheitsjurist" als Mythos entlarvt. Dann ist das endlich mal vom Tisch und wir können anfangen, die Juristenausbildung zu reformieren. Einheitlich ist sie unter den 16 Ländern auch so nicht, dann kann sie sich auch gleich von Universität zu Universität leicht unterscheiden. So wie in beinahe jedem anderen europäischen Land die juristische Ausbildung nebst Abschluss, der zum Zugang zum Rechtsanwaltsberuf legitimiert, einzig bei den Hochschulen liegt, selbstverständlich nach gemeinsamen, verbindlichen Standards.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 23.09.2017 00:06, Mal wieder+falsch!

      Lass uns doch Österreich zum Vorbild nehmen!

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