Nach Übergriffen in Hamburg: Polizei prüft Ein­satz von tem­porärer Video­über­wa­chung

06.01.2016

Zwölf Videokameras sind auf dem Hamburger Kiez installiert, aber nach Anwohnerbeschwerden seit 2011 nicht mehr in Betrieb. Das könnte sich nach den Vorfällen in der Silvesternacht ändern.

 

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Hamburg prüft die Polizei, ob sie auf dem Kiez wieder die 2011 abgeschaltete Videoüberwachung aktivieren kann. Die Polizei prüfe, ob eine solche Maßnahme temporär - etwa an Wochenenden oder bei Großereignissen wie dem Alstervergnügen - möglich ist, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Auf der Amüsiermeile sind noch zwölf Videokameras installiert, aber nicht in Betrieb.

Die Hamburger Polizei hatte 2011 entschieden, die Kameras nach Klagen von Anwohnern abzuschalten. Später hatte das Bundesverwaltungsgericht die Videoüberwachung öffentlicher Plätze wie etwa auf der Reeperbahn grundsätzlich für rechtens erklärt.

Die Streifen im Bereich St. Pauli seien unterdessen verstärkt worden, sagte der Polizeisprecher. Mit Blick aufs kommende Wochenende sagte er: "Wir sind mit einer starken Polizeipräsenz da, auch wenn man uns nicht unbedingt sieht."

dpa/una/LTO-Redaktion

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Nach Übergriffen in Hamburg: Polizei prüft Einsatz von temporärer Videoüberwachung. In: Legal Tribune Online, 06.01.2016, http://www.lto.de/persistent/a_id/18050/ (abgerufen am: 28.09.2016)

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