Strafrechtrss

Nachrichten

Kachelmann-Prozess

Anklage fordert mehr als vier Jahre Haft

Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess gegen Jörg Kachelmann eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten gefordert. Der Wettermoderator habe sich einer besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung strafbar gemacht. mehr

Hintergründe

Korruption in Russland

Die Gefahr der "einfachen Lösung"

Korruption in Russland

Nicht zuletzt wegen der weit verbeiteten Bestechlichkeit von Staatsdienern bis in politische Spitzenämter hat das Ansehen Russlands in den vergangen Jahren gelitten. Auch wenn die jüngsten Anti-Korruptions-Maßnahmen der Regierung langsam Wirkung zeigen, sollten ausländische Investoren das Problem weiterhin dringend auf dem Schirm haben. Von Thomas Heidemann. mehr

Nachrichten

BGH

Urteil im Fall "Jessica" muss erneut geprüft werden

Der Fall um die Tötung einer 26-jährigen aus Erlangen muss neu verhandelt werden. Es bestünden jedoch keine Zweifel daran, dass die 29-jährige Nachbarin die Tat begangen habe, entschieden die Karlsruher Richter. mehr

Nachrichten

AG Mannheim

Keine Pressefreiheit für Polizist im Dienst

Ein Polizist hatte Dienstgeheimnisse an die Presse verraten. Dafür verurteilte ihn das Mannheimer AG am Montag zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro. mehr

Hintergründe

Festnahme von "DSK"

IWF-Amt schützt vor Strafe nicht

Dominique Strauss-Kahn

Dominique Strauss-Kahn, zentrale Figur im Kampf gegen die Euro-Krise, soll versucht haben, eine Hotelangestellte zu vergewaltigen. Als Leiter einer Internationalen Organisation genießt er eigentlich Immunität vor Strafverfolgung. Wieso die USA ihn dennoch verhaften durften, während die deutsche Polizei machtlos wäre, erklärt Przemyslaw Roguski. mehr

Nachrichten

IStGH

Antrag auf Haftbefehl gegen Gaddafi gestellt

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hat der Chefankläger des IStGH in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, einen internationalen Haftbefehl gegen den libyschen Diktator beantragt. Gaddafi werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. mehr

Nachrichten

FG Köln

Finanzamt darf angekaufte Steuer-CD verwerten

Ein am Montag veröffentlichter Beschluss des FG Köln schärft die Waffen deutscher Finanzbehörden gegen Steuerhinterziehung. So lehnte der 14. Senat den Antrag sowohl auf ein Beweisverwertungsverbot als auch auf die Aussetzung der Vollziehung von Schätzungsbescheiden ab. mehr

Hintergründe

Urteil gegen John Demjanjuk

"Ein Prozess mit vielen hundert Verästelungen"

Demjanjuk

Am Donnerstag sprach das LG München den Ex-KZ-Wachmann wegen Beihilfe zum Massenmord an Juden schuldig. LTO sprach mit dem Nebenklagevertreter Prof. Dr. Cornelius Nestler über eine komplexe Beweiswürdigung, die Strafbarkeit derer, die die großen Verbrechen erst möglich machten und die Freilassung trotz Verurteilung. mehr

Nachrichten

Bundesländer

Hessen bereit für entlassene Straftäter aus anderen Ländern

Nach dem Urteil des BVerfG zur Neuregelung der Sicherungsverwahrung planen einige Länder eine Kooperation. So will Hessen ein nationales Datenkontrollzentrum für entlassene Straftäter aufbauen und bietet sogar an, Verwahrte aus anderen Regionen aufzunehmen. mehr

Nachrichten

BGH

Kölner Parteispenden möglicherweise kein Fall von Untreue

Der BGH hat den Fall der Spendenaffäre des CDU-Kreisverbands Köln aus dem Jahr 1999 an das dortige LG zurückverwiesen. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss muss das Gericht nun klären, ob ein strafbarkeitsbegründender Verstoß der Angeklagten gegen parteiinterne Regelungen in Betracht kommt. mehr

Strafrecht – seine Rechtsquellen und seine Ursprünge

Das Strafrecht wird unterteilt in materielles und formelles Recht. Während das materielle Recht im Strafgesetzbuch (StGB) normiert ist und die einzelnen Normen sich mit den Voraussetzungen einer Straftat und ihren Rechtsfolgen befassen, beschäftigt sich das formelle Strafrecht mit dem eigentlichen Strafverfahren, das im Strafprozessrecht und im Gerichtsverfassungsgesetz geregelt ist. Beide zusammen ergeben im Ergebnis die Strafe. Ordnungswidrigkeiten sind Teil des Strafrechts, die jedoch zumeist anhand eines Bußgeldkatalogs mit Bußgeldern sanktioniert werden.

Materielles und formelles Strafrecht und seine Rechtsquellen

Die wichtigste Rechtsquelle materiellen Strafrechts ist das Strafgesetzbuch. Daneben gibt es Sondergesetze, zu denen unter anderem das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), das den Umgang mit Betäubungsmitteln regelt, das Sprengstoffgesetz (SprengG), bei Insolvenzstraftaten auch das Handelsgesetzbuch (HGB) oder auch das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Eine Rechtsquelle des formellen Strafrechts ist auch das Strafgesetzbuch, darüber hinaus auch das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG), die Strafprozessordnung (StPO), das Jugendgerichtsgesetz (JGG) und das Strafvollzugsgesetz (StVollzG), um nur einige zu nennen.

Das Strafrecht und seine historischen Wurzeln

Die Geschichte des deutschen Strafrechts beginnt bei den Germanen, die die Wiedergutmachung einer Straftat durch Zahlungen des Täters an das Opfer einer Straftat kannten. Das erste einheitliche Strafgesetzbuch im weitesten Sinne war die von Kaiser Karl V. im Jahr 1532 erlassene Constitutio Criminalis Carolina. Dadurch wurde das bis dahin als Beweismittel übliche Gottesurteil durch einen Indizien- und Geständnisprozess ersetzt. Allerdings legte es auch bei Verdacht von Hexerei den Scheiterhaufen als Strafmaß fest. Erst der Preußenkönig Friedrich II. schaffte mit Amtsantritt im Jahr 1740 die Folter wieder ab. Das preußische Strafgesetzbuch von 1851 wurde 1871 das Reichsstrafgesetzbuch für das zu diesem Zeitpunkt gegründete Deutsche Reich, das mit vielen Änderungen bis heute Gültigkeit hat.

25

Veranstaltungen und Seminare

LTO-Quiz: Einstellungstests bei Journalistenschulen

© stillkost - Fotolia.com

Heribert Prantl, Claus Kleber und Ulrich Wickert sind nur drei Beispiele für Juristen, die vor allem durch ihre journalistische Tätigkeit bekannt wurden. Genau wie sie damals liebäugeln auch heute viele Rechtswissenschaftler mit einem Job im Bereich der Medien. Doch der Arbeitsmarkt in diesem Sektor ist hart umkämpft. Ohne eine journalistische Zusatzausbildung bleibt vielen der Zugang versperrt. Dementsprechend bietet sich der Besuch einer der renommierten Journalistenschulen an. Der Pferdefuß: Diese nehmen längst nicht jeden Bewerber! Prüfen Sie anhand von 15 teilweise geringfügig modifizierten Fragen aus den vergangenen Einstellungstests der Henri-Nannen-Schule und der Axel-Springer-Akademie, ob Sie wissenstechnisch mit den Nachwuchsredakteuren mithalten können. Übrigens: Einige der folgenden Fragen waren in den Originaltests reine Wissensfragen ohne Ankreuzmöglichkeit!

LTO-Newsletter
kostenlos abonnieren