Berufs- und Standesrechtrss

Nachrichten

Ex-Pornoindustrie-Vertreter

Noch darf Thomas Urmann sich "Rechtsanwalt" nennen

Der wegen Insolvenzverschleppung, Sozialkassenbetrugs und versuchten Betrugs verurteilte Regensburger Anwalt Thomas Urmann verliert mit Rechtskraft des Urteils nicht automatisch seine anwaltliche Zulassung. Um seine berufsrechtliche Stellung muss der "Redtube-Abmahn-Anwalt" noch in einem erneuten Verfahren bangen. mehr

Job & Karriere

Erstes Syndikus-Urteil veröffentlicht

Das BSG begründet die Spaltung der Anwaltschaft

Die Urteile, mit denen das BSG Unternehmensjuristen im April die Möglichkeit nahm, sich von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen, haben die Anwaltschaft aufgerüttelt. Nun sind die ersten Gründe da. Enttäuschend, meint Martin W. Huff, die Entscheidung lasse mehr Fragen offen, als sie beantwortet. Und wie steht es um die bereits befreiten Juristen? mehr

Job & Karriere

Anwaltsgerichte: Nichtstun gegen Tunichtgute?

Der Anwalt als Richter in eigener Sache

Richter mit Waage im Gerichtssaal

Die Anwaltsgerichtsbarkeit führt ein Schattendasein. Viel zu tun gibt es dort nicht, nach den veröffentlichten Fallzahlen. Das könnte man als gutes Zeichen werten. Allerdings ist diese Gerichtsbarkeit neuerdings heftig kritisiert worden: Sie treffe eine Mitschuld am rapide sinkenden Ansehen der Anwaltschaft. Ein Grund, sich näher mit ihr zu befassen, findet Markus Hartung. mehr

Job & Karriere

Anwalt muss 90.000 Euro Schadensersatz leisten

Auch Spam-Mails müssen täglich gelesen werden

Spam-Ordner

Neben Betrugsversuchen und Werbung für windige Online-Apotheken, landen bisweilen auch Mails im Spam-Filter, die dort eigentlich nichts verloren haben – zum Beispiel ein fristgebundenes Vergleichsangebot. Weil ein Anwalt dieses zu spät entdeckte, hat das LG Bonn ihn zu 90.000 Euro Schadensersatz verurteilt. Martin W. Huff verblüfft das nicht: Natürlich müssten Anwälte auch ihren Spam täglich prüfen. mehr

Job & Karriere

Rechtswidrige Erfolgshonorare

Wie hoch ist die Vergütung dann?

Rechnung

Erfolgshonorare dürfen Anwalt und Mandant nur unter strengen Voraussetzungen vereinbaren. Was aber muss gezahlt werden, wenn die Vereinbarung diesen Voraussetzungen nicht entspricht? Der BGH hat in einem nun veröffentlichen Urteil seine Rechtsprechung dazu geändert. Für Mandanten schafft das mehr Rechtssicherheit, allerdings führt das Urteil auch zu Wertungswidersprüchen, meint Dirk Michel. mehr

Kanzleien & Unternehmen

Berufshaftpflichtversicherungen

Rank und Schlank versichert sich die moderne Kanzlei

Hände schirmen Münzen ab

Unternimmt Ihre Kanzlei schon alles, um Risiken zu minimieren oder zumindest einen daraus resultierenden Vermögensschaden abzufedern? Der Markt für Berufshaftpflichtversicherungen ist in Bewegung und Sie sollten die aktuellen Trends nicht verpassen, um auch künftig ruhig schlafen zu können. mehr

Job & Karriere

Die Fachanwaltsrobe

Wer traut sich als Erster?

Fachanwaltsrobe

Warum den Fachanwaltstitel nur auf Briefpapier und Visitenkarte drucken? Der Gewandmeisterei Wasmer ist das zu wenig. Sie will den Robenmarkt gehörig aufwirbeln mit ihrer neuesten Idee: eine Robe mit aufgenähter Fachanwaltsbezeichnung. mehr

Hintergründe

Das Ende der Anwaltszustellung?

Unmögliche Pflichten und ungeahnte Haftung

Zustellung durch Boten (Symbolbild)

Anwälte müssen Zustellungen von Anwalt zu Anwalt nicht entgegennehmen, sagt das Anwaltsgericht Düsseldorf. Auch nicht, wenn es wirklich eilig ist, etwa bei der Vollziehung einstweiliger Verfügungen. Ein Lehrstück über rechtsstaatliche Ärgernisse, berufsrechtliche Defizite und neue Haftungsfallen für Anwälte, findet Volker Römermann. mehr

Job & Karriere

Verjährung von Regressansprüchen gegen Anwälte

Mandant muss Fehler erkennen können

Kalender

Mandanten müssen darauf vertrauen, dass ihr Anwalt weiß, was er tut. Beratungsfehler können sie nur schwer erkennen und erfahren davon eher zufällig. Der BGH hat daher zu Recht entschieden, dass die Verjährungsfrist für Regressansprüche eines Mandanten gegen seinen Anwalt erst läuft, wenn der Mandant einschätzen kann, dass sein Rechtsberater etwas falsch gemacht hat, meint Dirk Michel. mehr

Nachrichten

Schleswig-Holstein schafft Krawattenpflicht ab

Den Hals aus der Schlinge

Weiße Krawatte und schwarzer Anzug

Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat am vergangenen Freitag die landeseigene Kleiderregelung für Rechtsanwälte aufgehoben. Bisher musste man(n) vor schleswig-holsteinischen Gerichten ein "weißes Hemd und eine weiße Halsbinde (Quer- oder Langbinder)" tragen. Rechtsanwältinnen war eine "weiße Bluse" vorgeschrieben, das Tragen einer "weißen Schleife" hingegen freigestellt. mehr

Nachrichten

Verkauf von Examenslösungen in Niedersachsen

Amtierende Richter durch Betrug im Amt?

Von illegal verkauften Juraprüfungen haben in Niedersachsen möglicherweise auch amtierende Richter profitiert. "Ich kann das nicht ausschließen, weil das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist", erklärte Justizministerin Niewisch-Lennartz am Donnerstag im Landtag in Hannover. Bei der Überprüfung der Abschlüsse von rund 2.000 Juristen seien bereits eine Reihe von Auffälligkeiten festgestellt worden. Darunter sind auch 101 Prüfungen von amtierenden Richtern. mehr

Hintergründe

BRAK zu NSA-Skandal

Allianz der Berufsbedenkenträger

Undurchsichtige Maschinerie

Unter dem Titel "Wer hört mit? Die anwaltliche Verschwiegenheit und der NSA-Skandal" lud die BRAK am Freitag zur Debatte. Auf rechtlich hohem, technisch bescheidenem Niveau sprachen prominente Vertreter aus Anwaltschaft und Politik über die Sorge, das Mandatsgeheimnis werde angesichts allgegenwärtiger Überwachung erodieren. Zu schade nur, dass das die Mandanten nicht kümmert. mehr

Hintergründe

Zwangsmitgliedschaft vor dem BVerfG

"Die IHK ist eine Lobbyveranstaltung für die großen Unternehmen"

Industrie- und Handelskammer

Die Zwangsmitgliedschaft von Unternehmern in der IHK ist seit jeher umstritten. Das BVerfG hält sie seit 1962 für zulässig, Verfassungsbeschwerden hatten keine Chance. Bis jetzt. Bürgerrechtler Dominik Storr vertritt mehrere Beschwerdeführer, die nun in Karlsruhe Erfolg haben könnten. Unfreiwillig, ohne Gegenleistung, zutiefst undemokratisch? Ein Interview mit einem Überzeugungstäter. mehr

Nachrichten

BSG zu Syndikusanwälten

Keine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung

Menschen unterwegs

Unternehmensjuristen können nicht - wie andere Rechtsanwälte - von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit werden, um ausschließlich in das anwaltliche Versorgungswerk einzuzahlen. Ihre Weisungsgebundenheit stehe dem Bild des unabhängigen Anwalts entgegen, so das BSG am Donnerstag in drei Revisionsverfahren. Anwalts-, Interessen- und Arbeitgebervertreter reagieren schockiert. mehr

Nachrichten

BVerfG zum Berufsrecht

Arztname darf nach schweren Verfehlungen veröffentlicht werden

Ärzte müssen es hinnehmen, wenn ihr Name nach schweren beruflichen Verfehlungen veröffentlicht wird. Das BVerfG wies die Verfassungsbeschwerde eines Facharztes aus Nordrhein-Westfalen gegen ein entsprechendes Urteil eines Berufsgerichts als unbegründet zurück. Der Arzt sei nicht in seinen Grundrechten verletzt worden, teilte das Karlsruher Gericht am Mittwoch mit. mehr

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Rechtsquiz zum Betäubungsmittelrecht

Keine Macht den Drogen? Trotz unzähliger Aufklärungskampagnen gibt es immer noch sehr viele Straftaten im Bereich des Betäubungsmittelrechts. Grund genug, sich einmal näher mit dessen Vorschriften zu beschäftigen. Welche Stoffe fallen überhaupt darunter? Wann beginnt beim Anbau eines Betäubungsmittels der Versuch der Herstellung? Und wem gehören Cannabispflanzen auf einem allgemein zugänglichen Waldgrundstück? Testen Sie jetzt Ihr Wissen im LTO-Quiz zum Betäubungsmittelrecht!

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