Attacke in Tierhandlung: 4.100 Euro für Papa­gei­en­biss

01.08.2017

Ein Papagei fiel einen 45-Jährigen in einer Düsseldorfer Tierhandlung an und verletzte ihn an Arm und Hand. Dafür sprach das Landgericht dem Geschädigten nun 4.100 Schadenersatz zu.

 

Der schmerzhafte Biss eines Papageis hatte für den Kunden einer Tierhandlung immerhin eine gute Seite: Der 45-Jährige bekam am Dienstag vom Landgericht (LG) Düsseldorf Schadensersatz in Höhe von 4.100 Euro zugesprochen, davon 500 Euro Schmerzensgeld und 3.600 Euro für seinen Verdienstausfall (Az. 6 O 500/13). Der Mann hatte einen Hamster kaufen wollen, als der Papagei über ihn herfiel. Anschließend war er sieben Wochen lang krankgeschrieben.

Gemeinsam mit seiner Freundin hatte der 45-Jährige den Düsseldorfer Laden im Oktober 2009 betreten. Aus scheinbar heiterem Himmel stürzte sich das Tier den Angaben zufolge auf ihn und verbiss sich erst in seiner rechten Hand und dann im Arm.

Der Betreiber des Geschäfts müsse dafür nach § 833 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) haften, entschied der Richter. Allerdings blieb er hinter der Forderung des Klägers zurück: Der verletzte Versicherungskaufmann hatte vom Händler mehr als 6.000 Euro Schadenersatz verlangt. Der aber gab dem 45-Jährigen die Schuld: Er müsse das Tier angefasst haben. Nach Aussage des Kunden griff der Papagei ihn aber grundlos an. Den Hamster kaufte das Paar im Übrigen trotz der Schmerzen noch.

dpa/mam/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Attacke in Tierhandlung: 4.100 Euro für Papageienbiss. In: Legal Tribune Online, 01.08.2017, http://www.lto.de/persistent/a_id/23735/ (abgerufen am: 18.08.2017)

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Kommentare
  • 01.08.2017 19:26, LOL

    Polly will eine Haftpflicht *kräh* Polly will eine Haftpflicht...

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 02.08.2017 07:24, Magi

      Vielleicht hat Polly eine Haftpflicht *kräh*

  • 01.08.2017 19:32, Dark Master

    Welche Papageienart war denn das?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 01.08.2017 20:03, Ornithologe

      Eine (Luft-)Kriegsamazone

  • 02.08.2017 00:44, David

    Da gibt es einen ähnlichen Fall:

    Ein Mann betritt eine Tierhandlung. Er möchte Papagei erwerben. Der Verkäufer zeigt ihm nacheinander drei Papageien, die alle an einer Wand des Ladens auf einer Stange sitzen. Nachdem er alle ausgiebig angeschaut hat fragt der Mann den Verkäufer was denn der Vogel zu seiner Linken kosten soll.

    Der antwortet: "Der kostet 500€. "

    "Puh, das ist aber viel", erwiedert der Mann.

    "Nunja" meint der Verkäufer, "das ist aber auch ein ganz besonderes Tier. Der kann das gesamte BGB auswendig."

    Der Mann ist hin- und hergerissen. Einerseits arbeitet er ja selbst als Jurist, da wäre so ein Vogel natürlich ziemlich gut aber andererseits sind 500€ auch viel Holz für einen Vogel und das BGB hat er inzwischen auch schon auf seinem Mobiltelefon. Also fragt er den Verkäufer nach dem Preis für den Papageien zu seiner Rechten.

    Der Verkäufer erwiedert: "Der kostet 1000€. Der kann den ganzen Palandt auswendig."

    Der Mann ist zunächst geradezu entzückt, aber dann fragt er sich, ob der Papagei wohl richtiges Deutsch oder nur in diesen Palandt-Abkürzungen spricht. Außerdem sind ihm 2000€ eindeutig zu teuer. Daraufhin fragt er etwas widerwillig nach dem Preis für den dritten Vogel, der in der Mitte sitzt. Der dritte Vogel ist sehr unansehnlich sein gerupftes Federkleid hat deutliche Löcher.

    Der Verkäufer antwortet: "Das ist der teuerste von allen. Der kostet 2000€."

    Der Mann ist zutiefst verwundert und als der Verkäufer nicht von alleine damit herausrückt fragt er voller Erwartung nach dessen Fähigkeiten.

    Der Verkäufer erklärt: "Also wissen Sie, so genau wissen wir das auch nicht. Eigentlich kann und sagt er nichts sondern sitzt hier nur den ganzen Tag rum. Aber die anderen beiden Vögel reden ihn mit 'Herr Vorsitzender' an!"

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 11.08.2017 16:02, Klaus

      Richterwitze sind immer gut

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