BKA-Bericht: Hohe Schäden durch Corona-Sub­ven­ti­ons­be­trug

29.06.2021

In Zeiten der Corona-Pandemie hat die Anzahl der Subventionsbetrüge im Bereich der staatlichen Soforthilfen offenbar massiv zugenommen. Das hat das BKA jetzt mitgeteilt.

Der Subventionsbetrug nach § 264 Strafgesetzbuch hat in der Corona-Pandemie offenbar massiv zugenommen. Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte für das Jahr 2020 einen Anstieg auf 7.585 Fälle von Subventionsbetrug, nachdem es 2019 noch lediglich 318 erfasste Delikte waren. Missbräuchlich beantragte Corona-Soforthilfen hätten dabei einen Großteil der deutlichen Steigerung ausgemacht, sagte ein BKA-Sprecher am Dienstag in Wiesbaden. Durch die Auszahlung von betrügerisch erlangten staatlichen Unterstützungsleistungen sei im Jahr 2020 ein Schaden in Höhe von insgesamt 151,3 Millionen Euro entstanden.

Erstmals seit dem Jahr 2017 sei die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von Wirtschaftskriminalität insgesamt wieder gestiegen, berichtete das BKA. 2020 seien 49.174 Fälle registriert worden, was einem Zuwachs von 21,5 Prozent im Jahresvergleich
entspreche. 28.509 Tatverdächtige hätten ermittelt werden können, nahezu 6.000 mehr als noch im Jahr zuvor. Die Aufklärungsquote lag den Angaben nach bei 91,5 Prozent und damit etwa gleichbleibend auf dem Niveau der vergangenen Jahre.

Auch die Zahl der Betrugs- und Untreuedelikte im Zusammenhang mit Kapitalanlagen sei erstmals seit dem Jahr 2017 wieder um 36,6 Prozent auf 4.865 Fälle gestiegen, erklärte das BKA. Der betrügerische Handel mit Finanzinstrumenten auf Online-Plattformen  ("Cybertrading") nehme damit immer größere Ausmaße an. Dabei gehe es etwa um den Betrug mit virtuellen Währungen. Die international vernetzten Tätergruppierungen arbeiteten immer professioneller, so das BKA. Insbesondere mit osteuropäischen Staaten arbeiten die deutschen Strafverfolgungsbehörden dabei zusammen.

Den durch die Wirtschaftskriminalität in Deutschland insgesamt entstandenen Schaden bezifferten die Ermittler im Jahr 2020 auf 3,011 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor habe die Schadenssumme 2,973 Milliarden Euro betragen.

jb/LTO-Redaktion

Mit Materialien der dpa

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BKA-Bericht: Hohe Schäden durch Corona-Subventionsbetrug . In: Legal Tribune Online, 29.06.2021 , https://www.lto.de/persistent/a_id/45332/ (abgerufen am: 25.10.2021 )

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