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Fünf Geschichten, die das alte Jahr schrieb: Von Hackern, Durch­su­chungen und Anwälten auf Abwegen

von Dr. Anja Hall

30.12.2017

2/5 Ich bin dann mal weg: feste Arbeitszeiten

Großkanzleien als Arbeitgeber sind längst nicht mehr so beliebt, wie sie es einmal waren. Abschreckend für viele Berufsanfänger sind vor allem die ausufernden Arbeitszeiten, die gerade im Transaktionsgeschäft anfallen. Um ihr angekratztes Image aufzupolieren, haben sich die Law Firms in diesem Jahr etwas einfallen lassen.

Im März führte McDermott Will & Emery ein neues Arbeitszeitmodell ein, zunächst am Kanzleistandort in Düsseldorf. Neben dem klassischen Modell mit Vertrauensarbeitszeit können Associates ein alternatives Beschäftigungsmodell wählen. Es beinhaltet eine fest vereinbarte Wochenarbeitszeit zwischen 35 und 38,5 Stunden. Diese verringerte Arbeitszeit geht allerdings mit deutlichen Gehaltsabschlägen einher.

Wenige Wochen später präsentierte dann Linklaters ein Alternative zur traditionellen Großkanzlei-Karriere: Auch hier werden mit den Associates feste Arbeitszeiten vertraglich vereinbart, und Tätigkeiten außerhalb dieser Zeiten - etwa dass die Associates ihre beruflichen Emails lesen oder telefonisch erreichbar sind - werden ausdrücklich nicht erwartet. Im Gegenzug erhalten die Associates ein geringeres Gehalt als ihre Kollegen auf dem klassischen Karriereweg, sie können auch nicht Partner werden.

Zitiervorschlag

Anja Hall, Fünf Geschichten, die das alte Jahr schrieb: Von Hackern, Durchsuchungen und Anwälten auf Abwegen . In: Legal Tribune Online, 30.12.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/26237/ (abgerufen am: 17.07.2019 )

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