Gesetzentwurf zur Mietpreisbremse: "Kommt einem Berufsverbot für Makler gleich"

Interview von Anne-Christine Herr

20.10.2014

Wer beauftragt, der zahlt – dieses "Bestellerprinzip" wollte die Große Koalition für die Vermittlung von Mietwohnungen eigentlich einführen. Doch über das Ziel ist sie weit hinaus geschossen. Friedhelm Hufen erklärt im Interview, warum nach dem Gesetzesentwurf eine Beauftragung durch den Mieter kaum noch stattfinden wird und der Beruf des Maklers in Gefahr ist.

 

LTO: Herr Hufen, wie läuft die Vermittlungsleistung zwischen Vermieter, Mieter und Makler derzeit üblicherweise ab?

Hufen: Die Vertragsabschlüsse auf dem Markt für Mietobjekte laufen eher informell. Es können entweder der Vermieter oder der Mieter den Makler beauftragen.

Tatsächlich geht die Initiative derzeit nicht selten von den Suchenden aus, die sich auf dem örtlichen Markt nicht auskennen. Die Vermieter gehen oftmals gar nicht von sich aus auf den Makler zu, sondern stellen ihre Wohnungen zunächst selbst ins Netz und werden dann vom Makler angesprochen, der ihnen seine Vermittlungsleistung anbietet. Bekommt der Makler den Auftrag vom Vermieter, zeigt er dessen Objekte den Kunden, die sich initiativ bei ihm gemeldet haben.

Vermieter und Makler vereinbaren meistens, dass am Ende der Mieter die Provision zahlt. Das ist nach § 3 Abs. 2 des Wohnraumvermittlungsgesetzes derzeit möglich. So werden die Kosten auf den schwächeren Mieter abgewälzt. Für den Vermieter ist die Beauftragung des Maklers also komfortabel und für den Makler profitabel.

"Gesetzesentwurf geht weit über Bestellerprinzip hinaus"

LTO: Mit dem Gesetzesentwurf, den die Regierung jetzt beschlossen hat,  soll diese für den Mieter oft ungünstige Lage geändert werden. Welche Änderungen sind im Einzelnen geplant?

Hufen: Der Entwurf regelt im Kern, dass in Zukunft das "Bestellerprinzip" gelten soll: Wer den Vermittler bestellt, der zahlt ihn auch. Die Abwälzung auf den Mieter soll unterbunden werden.  Dieser Punkt, der so auch im Koalitionsvertrag festgelegt war, ist – jedenfalls aus verfassungsrechtlicher Sicht - unproblematisch.

Umgekehrt bedeutet das: Geht die Initiative vom Wohnungssuchenden aus, kann der Makler die Provision nur noch verlangen, wenn er auch von diesem einen Auftrag erhalten hat. Der Gesetzesentwurf geht aber noch weit darüber hinaus. Er sieht vor, dass der Makler nur dann vom Suchenden eine Provision verlangen darf, wenn er die konkrete Wohnung gerade im Auftrag des Wohnungssuchenden ermittelt hat. Hat er sie bereits einem anderen Interessenten gezeigt, wird sie automatisch zur Bestandswohnung und gilt nicht mehr als "im Auftrag dieses Kunden ermittelt". Der Makler hat also nur eine Chance, eine Wohnung zu vermitteln. Wenn er das nicht schafft, kann er für alle Zeiten keine Provision mehr von Interessenten verlangen.

Das ist das Aberwitzige in diesem Gesetz: In einem Markt, in dem – empirisch festgestellt – zwischen sieben und acht Wohnungsbesichtigungen durchgeführt werden, bevor es zum Mietvertrag kommt, ist es lediglich eine theoretische Möglichkeit, dass der Mieter direkt das erste Objekt bezieht. Der Makler kann vom Mieter also eigentlich nie die Provision verlangen.

LTO: Welchem Zweck könnte diese strenge Regelung Ihrer Meinung nach dienen?

Hufen: Mir ist nicht klar, welchen Zweck der Gesetzgeber mit dieser Regelung verfolgen könnte. Vermutlich nur den, die Makler gänzlich aus dem Geschäft zu drängen. Es sollen überhaupt keine Zusatzkosten mehr für Makler bestehen. Entweder die Vermieter sollen die Makler zahlen – was sie wohl in den meisten Fällen nicht tun werden - oder das Ganze läuft über den offenen Markt im Internet.

"Makler muss Wohnung auf Teufel komm raus vermitteln"

LTO: Welche Konsequenzen hätte der Gesetzesentwurf in der Praxis?

Hufen: Für die Makler fällt der flexible Markt der Wohnungsmiete faktisch flach, denn sie können die Objekte, die sie im Bestand haben, nicht mehr anbieten - das machte bisher ca. 80 Prozent ihrer Einnahmen aus. Aufgrund der niedrigen Zinsen ist der Immobilienmarkt auch lahmgelegt. Daher sind viele Makler in ihrer Existenz bedroht.

Den Wohnungssuchenden wird in der Regel nur noch eine Wohnung angeboten werden. Diese muss der Makler dann "auf Teufel komm raus" vermitteln, weil er ja nur dann die Provision bekommt. Das ist natürlich naiv. Es ist auch nachteilig für die Wohnungssuchenden, die am liebsten in kurzer Zeit möglichst viele Wohnungen ansehen würden, um daraus eine Auswahl zu treffen.

Zitiervorschlag

Anne-Christine Herr, Gesetzentwurf zur Mietpreisbremse: "Kommt einem Berufsverbot für Makler gleich". In: Legal Tribune Online, 20.10.2014, https://www.lto.de/persistent/a_id/13536/ (abgerufen am: 23.09.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 20.10.2014 16:47, Ralph

    Es ist doch leider so, dass sich der betroffene Berufsstand selbst an den Pranger gestellt hat, indem er mangels eigener Leistung nicht zu überzeugen wusste.

    Gerne wurde der gesetzliche Höchstsatz gefordert, ohne hierfür (gerade in Ballungsräumen) eine Gegenleistung zu erbringen.

    Da sich die Wohnungen eh wie geschnitten Brot von selbst vermieten, bestand die Leistung meist darin die Tür zu öffnen und eine Excel Tabelle mit Bewerbern zu pflegen. Wenn man Glück hatte, wusste der Makler noch 2-3 Rohdaten zum Objekt.
    Die Kosten hierfür standen in keinem Verhältnis zum erhaltenen Wert der Tätigkeit.

    Wenn dann auch noch die Vermieter als "Dankeschön" für die Vermittlung an der Provision beteiligt wurden, wie wohl häufiger geschehen, dann muss man sich nicht wundern, wenn sich das Mitleid aus der Bevölkerung in Grenzen hält.

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    • 30.10.2014 16:39, Ende_der_Abzocke

      "Gerne wurde der gesetzliche Höchstsatz gefordert, ohne hierfür (gerade in Ballungsräumen) eine Gegenleistung zu erbringen"

      Genauso ist es! Die Makler haben in der Vergangenheit sehr gut damit gelebt, Mietinteressenten das Geld aus der Tasche zu ziehen und stets den gesetzlich erlaubten Höchstsatz zu berechnen. Für Leistungen, die in einer Vielzahl der von mir erlebten Fälle in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung standen. Daher: Endlich Schluss mit der Abzocke! Es wird höchste Zeit!

    • 30.10.2014 22:44, CG

      Dummheit hat leider viele Gesichter...
      Wenn Sie hier ein bißchen weiterdenken würden,fällt Ihnen vielleicht auf, dass der Mieter mal wieder der leittragende sein wird. der Vermieter zahlt die Provisiosn und erhöht die Miete bis zur möglichen grenze. Nehmen wir als Beispiel mal 80 m² x 1,-€ erhöhung = € 960,- p.A. Bei einer Mietzeit von ca. 4 Jahren zahlt der Mieter € 3.840,- und somit bald doppelt so vile wie vorher. Da er aber jetzt kein "KUNDE" mehr beim Makler ist, wird er bei vielen so genannten maklern noch schlechter behandelt. Im Zweifel finanziert er sogar noch die Provision des nächsten Mieters mit.
      Bisher ist es doch so, dass der Markt seit vielen Jahren regelt wer bezahlt. Warum in ein fiunktionierendes System eingreifen. Die Meisten Mieter ziehen ja auch nicht alle 4 wochen um...

      Also vor Kommentar Hirn einschalten..

      MFG

  • 20.10.2014 17:20, Ernst Hagen

    Vielen Dank für die insgesamt sachliche Darstellung des Gesetzentwurfs.

    An der Fehldarstellung im Hinblick auf die angebliche Verfassungswidrigkeit des "Bestellerprinzips" sind die Makler und insbesondere der IVD nicht ganz unschuldig (s. die entsprechende Pressemitteilung).

    http://ivd.net/der-bundesverband/nachrichtendetail/archive/2014/june/article/gutachten-verfassungsrechtliche-bedenken-am-gesetzentwurf-zum-sogenannten-bestellerprinzip-1.html

    Insgesamt sehe ich das Bestellerprinzip als eine gute und auch verfassungskonforme Lösung an. Unabhängig davon sehe ich zudem, dass zu viele schwarze Schafe den Ruf der Makler beschädigt haben, indem sie schlechte Leistungen für teures Geld erbracht haben. Ich musste sämtliche Makler erleben, die mir bei Wohnungsbesichtigungen nicht einmal die grundlegenden Informationen über das besichtigte Objekt geben konnten. Dafür sollte man fleißig seine intimsten Daten preisgeben.

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  • 20.10.2014 17:47, Oliver

    Das Problem könnte man z.B. über einen gemeinsamen Wohnungspool und ein Netzwerk unter Maklern lösen, wodurch mehr Wettbewerb entstehen würde.
    Ich vermute dieser Ansatz - mehr Wettbewerb in den Maklermarkt zu bringen, war auch ein Ziel des Justizministers.

    Und noch ein Kommentar an die Redaktion / Anne-Christine Herr: Bitte beim nächsten mal die Angabe, mit wem das Interview geführt wird und was er macht/der Bezug zum Thema VOR das Interview setzen, bzw. zumindest auf die erste Seite.

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  • 20.10.2014 19:12, RA Wehle

    Grundsätzlich stimme ich den obigen Kommentaren voll und ganz zu. Aus eigener Erfahrung bei der Wohnugssuche in verschiedenen Ballungszentren, habe ich nur einen Makler kennen gelernt, der wenigstens zu Beginn seiner Tätigkeit für mich, nur die halbe Höchstcourtage in Aussicht stellte. Ausnahmslos egal bei welchem Aufwand sollte in allen anderen Fällen der Mieter die gesetzliche maximale Maklergebühr zahlen. Ein lohnendes Geschäft, wenn vor der Tür schon 30 Leute warten.

    Darüber hinaus ist die Kostenüberwälzung auf den Vermieter nicht mal ein Verlustgeschäft für den Vermieter, weil dieser grundsätzlich die hier anfallenden Kosten als Betreibskosten auf seine Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung voll anrechnen kann.
    Das hier die wirtschaftliche Notlage von Wohnungssuchenden (Wohnen ein Grundbedürfnis des Menschen!!!) für den wirtschaftlichen Erfolg des Maklers ohne Anerkennung der tatsächlichen Leistung dessen herhalten soll, ist nicht nachvollziehbar. Das kann auch nicht durch mehr Wohnraum geändert werden. Durch mehr Wohnraum würde allenfalls der Markt für die Makler vergrößert, nicht aber das wesentliche Problem der Vertragsfreiheit tangiert.
    Der Besteller soll zahlen, ist völlig in Ordnung. Frage dabei bleibt jedoch, wie hat der Makler diesen Nachweis zu führen, wenn er die Leistung vom Mieter verlangt. Das wird er regelmäßig nur können, soweit er gerade diese Wohnung für den Mieter ausfindig gemacht hat und dann entsprechend an den Vermieter herantritt. In allen anderen Fällen, wird der Vermieter, soweit er den Makler beauftragt, für die Wohnung einen Mieter zu finden die Rechnung bezahlen müssen (was ja wie oben erwähnt, ja gar nicht zum Nachteil des Vermieters ist, soweit dieser ein wenig unternehmerisch denkt).
    Ggf. sollte sich die Maklerschaft mal darüber Gedanken machen, wie eine gestaffelte Preisgestaltung die verlorenen vertraglichen Gestaltungmöglichkeiten wieder ausgleichen kann. Die Vergütungsverordnungen verschiedener anderer Berufe machen es doch vor. Innovationen sind für den alten Beruf des Maklers gefragt.

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  • 20.10.2014 21:35, Tine

    Bei meiner Wohnungssuche vor ein paar Monaten hätte ich gerne einen Makler beauftragt und wäre auch sehr gerne bereit gewesen, dafür zu bezahlen. Interessanterweise wollten die Makler solche Aufträge gar nicht annehmen. Warum nicht - weil ich in einem Preissegment gesucht habe, in dem die Wohnungen den Maklern aus den Händen gerissen werden. Sie hatten es also gar nicht nötig, sich gezielt um einzelne Interessenten zu kümmern oder evtl. auch nur die Daten von Wohnungsinteressenten aufzunehmen. Letztlich habe ich durch eigene Suche über das regionale Wohnungsbaugesellschaft eine Wohnung gefunden, die viel günstiger ist als die über einen Makler vermittelten und für die ich keine Courtage zahlen musste.
    => Ich erkenne das Problem, das im Artikel angesprochen wird, aber sorry, mein Mitleid hält sich in Grenzen!

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    • 20.10.2014 21:37, Tine

      Tippfehler. Zu spät.

    • 21.10.2014 15:20, Karsten L.

      Die gezielte Suche im Kundenauftrag ist i.d.R. nicht wirtschaftlich und beinhaltet immer das Risiko, dass der Suchkunde zwischenzeitlich woanders fündig wird.

  • 20.10.2014 23:32, nisl

    "Für den Vermieter ist die Beauftragung des Maklers also komfortabel und für den Makler profitabel."

    Mit diesem Satz ist eigentlich alles gesagt.

    In Ballungszentren ist ein Makler auf Mieterkosten ebenso wenig notwendig wie schützenswert. Sofern einem Vermieter seine Wohnung nicht einmal wert ist, Besichtigungen durchzuführen, ist es durchaus wünschenswert, dass auch die Kosten bei diesem bleiben - sofern er diese auf die Miete umlegt wird sich dies tatsächlich über den Martk regulieren.

    Selbst wenn - was ich für sehr fraglich halte - ein ohnehin fragwürdiger Berufsstand dabei auf der Strecke bleibt (Wohnungsmakler auf Mieterkosten in Ballungszentren - die Bejahung eines "Berufsverbots" bleibt insofern ohnehin fraglich), ist dies hinzunehmen und im Mieterinteresse vielmehr zu befürworten.

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    • 06.11.2014 22:19, andre

      Genau nisl, damit ist alles gesagt !!!

      "Für den Vermieter ist die Beauftragung des Maklers also komfortabel und für den Makler profitabel."

      ...und DAS ist auch GUT so...

      Das ist eine sog. WIN-WIN Situation, wie jedes Geschäft laufen sollte. Und Vermietung ist ein Geschäft und nichts anderes. Die Gutmenschen meinen nur es müsste anders sein, wenn Kosten sie persönlich betreffen. Hohe eigene Einnahmen oder Löhne sind dagegen ok. Aber die muss irgendjemand auch bezahlen. Wir leben aber nicht im Kommunismus. Gott sei Dank! Sonst hätten wir chinesische oder nordkoreanische Verhältnisse. Billige Wohnungen aber Diktatur. Und ich hoffe, dass auch Ihr Job profitabel für Sie ist, sonst müssten Sie nämlich Privatinsolvenz anmelden! Up's Schei. Kapitalismus....

      Banken werden ja vom Staat gerettet, der Einzelnen leider nicht, deshalb sollten alle Geschäfte und Arbeitsverhältnisse profitabel sein. Darin kann ich nichts ehrenrühriges finden.

  • 21.10.2014 00:16, Gunhild

    Makler unter Denkmalschutz!!!

    Wo sonst gibt es das, dass man in einen Beruf, zu dem man nix weiter können muss als Lesen und Schreiben bequem ein Schweinegeld verdient.

    Behütet sie also vor jedem Gegenwind, sonst sterben sie aus und satteln um auf Bauhelfer.

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    • 04.11.2014 22:14, w.yucon

      In Polen zahlt der jenige der den Makler bestellt und Makler werden muss man erst den Beruf elernen ohne gets nicht.

    • 06.11.2014 22:41, andre

      Gunhild find ich einen coolen Denkansatz!

      Dann bin ich endlich Beamter, werde vom Staat (also von EUREN Steuern) bezahlt und kann nicht nur am Freitag ab 13.00 meins machen, sondern das ganze Jahr. Im Krankheitsfall gibt es obendrauf unbeschränkte LOHN-Fortzahlung! Und am Ende meines schweren Beamteneben die verdiente fette Pension... :-)

      WAS FÜR EIN KOMFORTABLES LEBEN! ICH BIN DAFÜR, WIR SOLLTEN VIELLEICHT EINE GESETZESINITIATIVE EINBRINGEN......

    • 06.11.2014 22:51, andre

      MIT LESEN UND SCHREIBEN ein SCHWEINEGELD verdienen ist übrigens gaaaaaaaanz easy.

      Deshalb sind so viele Schriftsteller und nicht Makler geworden.....

      Manche können aber nicht mal das. Die können dafür aber gut mit einem Ball umgehen oder einem schnellen Auto im Kreis rumfahren und werden auch noch Millionär...

      Wie UNGERECHT das Leben doch spielt...

      "Jeder weiss er wird beschissen nur keinen weiss vom Wem?" Ach so natürlich vom Makler, logisch, von wem sonst...

    • 29.05.2015 10:56, Sonja

      Hallo,
      seit 21 Jahren bin ich in Thüringen Makler. Ich kennen keinen Kollegen, der hier reich geworden ist. Für mich ist es unfassbar, dass nur die Ballungsräume betrachtet werden. Sicher gibt es in jeder Branche schwarze Schafe, aber die meisten Makler müssen ihr Geld sehr hart verdienen.
      Ich bin jedoch der Meinung, dass das Gesetz für Bauträger (auch ohne jegliche Berufsausbildung) und Makler ohne Ausbildung geändert werden muss. Denn die schwarzen Schafe findet man nur in diesem Personenkreis.Für mich ist es unerklärbar, dass es Menschen gibt, die zu den einschlägigen Bauträgern "rennen", um sich ein Haus von Laien bauen zu lassen-einfach nur schlimm!

  • 21.10.2014 10:24, Gabriele

    Schade, dass viele nicht wissen, was ein Makler wirklich tut. Wenn das wirklich so ein lohnendes Geschäft wäre- müsste das Maklergewerbe ja einen regen Zustrom erfahren...

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    • 21.10.2014 13:38, Hans-Dieter Poppe

      Anzahl der sozialversicheruungspflichtigen Immobilienmakler in Deutschland
      2005: 9.310
      2011: 18.126
      Quelle: statistica.com
      über das Heer der nicht svpfl. habe ich keine Zahlen zur Hand, aber schon die obigen Daten sprechen ja wohl für sich.

  • 21.10.2014 12:45, Frank

    Ich wundere mich warum meine Vorschreiber nicht alle Immobilienmakler werden und das schnelle Geld verdienen inkl. großem Auto fahren - ooooops da muss man sich ja selbständig machen, ein unternehmerisches Risiko eingehen, für die Rente selber zu 100 % vorsorgen, für die Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung selber sorgen - und der Staat will von den bösen Provisionen 19% Mehrwertsteuer und 42% Einkommensteuer...... es bleibt ja so viel übrig......

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    • 23.10.2014 18:47, Axel Fingerhut

      42% Einkommensteuer...... es bleibt ja so viel übrig...... - mir kommen die Tränen: monatlich durchschnittlich nur mehr als 4400 € zu versteuerndes Einkommen, und von jedem mehrverdienten € bleiben nur noch 58 Cent ...

  • 21.10.2014 13:28, Hans-Dieter Poppe

    Die Makler können also nicht überleben, wenn sie von ihren Auftraggebern bezahlt werden? Weil es zu wenige Vermieter gibt, die den Makler selber bezahlen wollen?
    So what: Wenn mein Stammwirt zu wenige Kunden hat, macht er sein Lokal auch zu und bezieht nicht von Passanten die fehlenden Einnahmen.
    Der Markt wird´s regeln, er hat den Maklern auf Kosten der Wohnungssuchenden aufgrund der Wohnungssituation ja auch jahrelang volle Taschen gesichert. Mein Mitleid hält sich in sehr, sehr engen Grenzen.

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    • 01.11.2014 14:07, CG

      Auch hier zeigt sich wieder wie, wenig Ahnung die Schreiberlinge hier tlw. haben.

      " Dummheit hat viele Gesichter "

      Ich glaube hier iste in großteil der Schreiberlinge nicht Leistungsabhängig beschäftigt, sondern " rackern sich " nett von 9 to 5 in Amtsstuben ab, wo Leistung eh nix wert ist.

      Nehmt Euch doch mal die Zeit einen seriös arbeitenden selbstständigen Makelr mit 5 Mitarbeitern in all seinen Höhen und Tiefen diese Berufes zu begleiten. ES geht hier nich um den dritten Ferrari für die beheizte Garage, hier geht es um Arbeitsplätze.
      Denn diese nicht mehr zu beschäftigenden Arbeitnehmer werden dann wohl Bock auf Eure Arbeitsplätze haben... oder doch liebr Hartz iV

      letlich zahlen wir es doch wieder alle..

      Der Mieter überigens auch, wie schon in meinem vorherigen Kommentar dargelegt.

      Viel spaß den Träumern
      CG

  • 21.10.2014 13:37, Rainer

    Es war ja klar, dass solche Kommentare kommen. Aber ich wünsche all den jenigen, die seriös arbeitende Makler derart diffamieren, demnächst selbst Wohnungen suchen müssen. Die Folgen des geplanten Gesetzes werden gravierende, negative Auswirkungen für Wohnungssuchende haben. Beispiele gefällig:
    - Noch mehr Interessenten für einzelne Wohnungen, speziell in Ballungszentren
    - Der Vermieter sucht sich nur noch ganz Zahlungskräftige aus
    - Der Vermieter wird keine Interessenten mehr nehmen, die vielleicht nur 1 oder 2 Jahre eine Wohnung suchen oder gar kürzer
    - Sozial schwache und nicht Deutsch sprechende werden es noch viel schwerer haben
    - Es werden mehr Verträge mit Kündigungsasuschluss abgeschlossen.
    - Durch Rechtsunsicherheit von Vermieter und Mieter wird viel häufiger der Weg zum teuren Rechtsanwalt gesucht
    - Es wird niemand mehr da sein, der dem Vermieter vor der Anbietungsphase sagt, dass er mit seiner Mietforderung zu teuer ist oder dass die Ablöseforderung gar nicht geht.
    - Der Vermiter wird nicht mehr bereit sein, bei einer noch bestehenden Kündigungsfrist des Interessenten den Mietbeginn erst in 1 oder 2 Monaten zu vereinbaren, da er ja auch den Makler zu zahlen hat.
    - Junge Paare, die erstmals zusammen ziehen wollen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie sich gleich wieder trennen, werden gar nicht mehr berücksichtigt.
    - Die Anzahl der Mietnomaden wird zunehmen, weil Vermieter gar nicht die Möglichkeiten haben, einen Mieter richtig zu prüfen. Damit wird das Misstrauen der Vermieter noch größer
    - Ausführliche Exposés mit schönen Bildern und aufbereiteten Grundrissen wird es auch nicht mehr geben, sondern viel mehr unnötige Fahrten zu vergammelten Wohnungen.

    Ich könnte noch hunderte von negativen Folgen aufführen, aber das werden die, die das Gesetz befürworten sebst noch merken.

    Im übrigen besteht Deutschland nicht nur aus Ballungszentren, sondern auch aus Gebieten in Großstädten, wo eben 8 oder 10 Besichtigungstermine erforderlich sind und eine Mieter zu finden.

    Die Befürworter finden es wohl auch für gut, wenn Interessenten mit Maklern Termine vereinbaren und dann ohne abzusagen, nicht kommen. In Zukunft könnten Schadenersatzverpflichtungen eingeführt werden, ähnlich wie beim Arzt.

    Was wird denn eigentlich erwartet, wenn jemand eine kleine Wohnung sucht? Dass, wenn sich 30 Leute interessieren, jeder einen einstündigen Einzeltermin erhält und jeder aber als Erster die Wohnung anschauen kann? Dann lieber einen Sammeltermin mit 5 - 7 Interessenten, wo jeder die gleiche Chance hat.

    Ich könnte etliche Leute benennen, die absolut glücklich waren, dass sie über mich eine Wohnung bekommen haben und die genau wissen, dass sie ohne meine Fürsprache und Lösungsansätze bei der Abwicklung nie ie Wohnung bekommen hätten.

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    • 21.10.2014 13:42, Hans-Dieter Poppe

      Genau diese Personen werden ja schon vom Makler aussortiert und erhalten nie die Gelegenheit, mit dem Vermieter Kontakt aufzunehmen und ihn persönlich von sich zu überzeugen.
      Und wieso werden durch die Einschaltung eines Maklers Rechtsprobleme vermieden? Wegen der fundierten Rechtsberatung durch einen Immobilienkakler?

    • 24.10.2014 05:25, RA Dr. C. Hack

      Danke für die sachliche Darstellung der vielfältigen Tätigkeit eines guten Maklers. Ich kann aus praktischer Erfahrung im Umgang mit Maklern diese Aufzählung nur bestätigen. Die emotionalen Äußerungen in den Kommentaren erkläre ich mir aus bedauerlichen Begegnungen mit leider auch vorhandenen unprofessionellen Maklern, die allerdings nur in Ballungsräumen überhaupt eine Überlebenschance haben. Daran die Diskussion zu messen, wäre zu kurz gesprungen. Ich kenne jedenfalls Makler, die selbst im Ballungsraum Köln in der Vermietung standartmäßig Einzeltermine vereinbaren und gut informiert sind.

    • 03.02.2015 22:25, Gabriele Tropf

      Danke Rainer, für diese sachliche und vollkommen richtige Darstellung. Ich bin eine geprüfte Maklerin und in diesem Jahr mit dem "Prädikat" eine von 1000 besten Maklerin in Deutschland. 8 (Focus) warum wohl? Meine Kunden haben mich dazu gewählt!! KEINER meiner Kunden hat sich je über die Courtage beschwert, sondern war zufrieden und hat mich positiv bewertet. Was wird passieren? Makler, insbesondere die, die sich auf die Vermietung spezialisiert haben, werden massenweise auf der Strasse stehen. Vermieter werden Mieten bis zum Anschlag nehmen, ihre Wohnungen nicht mehr renoviert abgeben und Mietverträge abschließen, die rechtlich nicht haltbar sind. ABER und das wird dann die Mietsuchenden insbesondere treffen........der Markt wird leergefegt sein und Wohnungen finden im Regelfall nur noch Gutbetuchte. Wer kein einwandfreies Deutsch sprechen kann, fällt durch das Raster, selbst wenn er studiert hat. Warum frage ich mich, kommt eigentlich keiner auf die Idee eine Regelung 50:50 einzuführen. Alle wäre gut!! Wir arbeiten für Anbieter und Mieter, also wäre dies nur gerecht. Ich habe mich in den 25 Jahren ständig fortgebildet, an Rechtsschulungen für Mietrecht teilgenommen und sonstige Kurse besucht. Bin Verbandsmakler, arbeite an Feiertagen und an den Wochenenden und habe, dank der hohen Kosten für die Internetanbieter kein höheres Einkommen, als eine Angestellte. Wer hier dummes Zeug über einen Makler schreibt, sollte mal eine Woche bei einem Makler arbeiten. Die Vermietung einer Wohnung bedeutet viel Arbeit. Wohnungsaufnahme, Fotos erstellen, Exposé erstellen, inserieren, evtl. Handwerker besorgen und betreuen, Besichtigungen pro Whg. durchschnittlich 8-10, Selbstauskunft einholen, prüfen, Mietvertrag erstellen, Wohnungsabnahme und Wohnungsübergabe. Wer sagt, dass wir Makler nichts tun für unser Geld? Die mtl. Kosten für Insertion, Auto, Telefon, Vermögensschadenshaftplicht, Haftpflicht, Verbandsgebühren, Büro, etc, belaufen sich auf mindesten. 2.500 Euro und DANN fängt erst das Verdienen an. Wer hier meint, dass er eine Ahnung über den Beruf eines Maklers hat, der sollte sich lieber erst einmal informieren.

  • 21.10.2014 13:52, Rainer

    Herr Poppe,
    richtig, durch die fundierten rechtlichen Kenntnisse und die ständigen Neuinformationen des Verbandes werden durch seriös arbeitende Makler rechtssichere Mietverträge abgeschlossen, die jeder Prüfung eines Anwaltes stand halten. Deshalb ist der Fachkundnachweis der entscheidende Ansatz und nicht das "falsche" Bestellerprinzip. Auch heute hat jeder Interessent die Wahl ob er zum Makler geht oder nicht.

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    • 21.10.2014 15:12, Hans-Dieter Poppe

      Nicht ganz zufällig legt das Rechtsberatungsgesetz die fundierte rechtliche Beratung in die Hand von Fachleuten, die in der Regel Rechtswissenschaften studiert haben und ihr Wissen nicht aus Verbandinformationen beziehen. Entscheidungsinstanz sind übrigens dann nicht die Anwälte sondern die unabhängigen Richter. Und die haben in der Vergangenheit die von rechtskundigen Maklern benutzten Klauseln dutzendweise als rechtsmissbräuchlich aufgehoben.

  • 21.10.2014 13:57, Rainer

    Noch ein Satz Herr Poppe,
    nicht der Makler sortiert die Leute aus, sondern er setzt die Vorgaben des Vermieters um. Wenn Sie mich als Vermieter bitten, Interessenten zu suchen und Sie geben mir vor, dass Sie max 2 Personen, Mitte 40, berufstätig ohne Haustiere schicken darf. Dann erwarten doch Sie als Vermieter, dass ich selektiere, oder ?

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    • 23.10.2014 19:19, Axel Fingerhut

      Wenn der Vermieter die Vorgaben macht und dem Makler damit "Sortierarbeit" - dann soll auch der Vermieter zahlen!

  • 21.10.2014 15:02, Karsten L.

    Es ist immer wieder erstaunlich, welch dreisten Gefälligkeitsgutachten man für Geld bekommen kann.

    Werden Wohnungen in der Praxis über Makler vermietet, dann ist es üblicherweise ein Outsourcing durch den Eigentümer oder die beauftragte Hausverwaltung.

    Nun lebt ein Vermieter von den Mieterträgen seiner Immobilien und dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass diese auch vermietet sind, diese also zu vermieten.
    Dass der Mieter das Outsourcing durch den Eigentümer(Vertreter) bezahlen muss, dass ist eine gesetzliche Scharlatanerie.

    Dass der Makler seine Leistung dem Eigentümer anbietet ist eine reine Akquise von Neukunden für regelmäßig wiederkehrende Vermietungsaufttäge. Daraus eine Erstbeauftragung durch einen Mietinteressenten abzuleiten ist praxisfern.

    Dass Mietinteressenten Makler exklusiv mit der Wohnungssuche beauftragen und die Immobilienportale links liegen lassen passiert auch nur auf VOX.

    Es gibt bereits Vermieter, die mit Innenprovision vermieten, das Gros der institutionellen Wohnungsvermieter sei zu benennen. Und darin liegt auch die Zukunft des Wohnungsmaklers.

    Das die Provisionen schrumpfen und manche Makler vom Markt verschwinden werden, das liegt auf der Hand, wenn in der Wohnraumvermittlung die Marktwirtschaft Einzug hält.

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    • 21.10.2014 15:49, Rainer

      Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr manche Menschen nur in eine Richtung schauen, ohne rechts und links die Folgen zu bedenken.

    • 01.11.2014 16:15, Ra Dr. Hack

      Wieso wird durch das neue Gesetz Marktwirtschaft eingeführt? Sie woord abgeschafft!

  • 21.10.2014 15:19, Alexander

    Die "rechtssicheren" Verträge müssen keiner Prüfung durch einen Anwalt standhalten, sondern der von Gerichten. Und da keiner in die Zukunft sehen kan wie sich der BGH beispielsweise zu Renovierungspflichten stellt, ist die als besondere Dienstleistung benannte Rechtsberatung durch den Makler vielfach wertlos. Man sollte mal die Eigentümer mit unwirksamen Renovierungsklauseln dazu befragen.
    Der Maklerbranche ist zu wünschen, dass eine gründliche Bereinigung stattfindet. Hoffen kann man nur, dass diese Menschen auch einen anerkannten Beruf erlernt haben, denn sonst könnten sie dem Staat zukünftig auf der Tasche liegen.

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    • 21.10.2014 15:52, Rainer

      Die vom Maker gemachten Verträge müssen häufig sehr wohl der Prüfun urch einen anwalt standhalten, da einige Vermieter oder Mieter den ausgearbeiteten Vertrag einem Anwalt zur Beurteilung vorlegen.

    • 21.10.2014 16:52, Werner

      So wie ich das sehe, Herr Alexander, ist es völlig egal welche Argumente man bringt. Leute wie sie werden immer noch ein weiteres Totschlagargument finden, mit dem sich auf unseren Berufsstand eindreschen läßt. Wir leben wohl in einer Zeit, in der es en Vogue ist auf bestimmte Personen oder Zielgruppen so lange draufzuhauen bis nichts mehr von ihnen übrig ist. Und ihre Sorge um die berufliche Qualifikation des einen oder anderen von uns ist ja schon fast ergreifend. Nun, was mich betrifft kann ich sie beruhigen (zwei anerkannte Berufe). Ob ich mit knapp 50 aber noch mal einen Job in diesen Berufen finden würde steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Ein informierter Mensch wie sie weiß das sicher. Aber im Gegensatz zu ihrer und auch der weitläufigen Meinung vieler anderer Mitmenschen gehöre ich zu den Selbstständigen, die das soziale System nicht umgehen sondern unterstützen. Ich bin alleinerziehender Vater von zwei Kindern, zahle meine Steuern, bin Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse und bezahle seit einigen Jahren freiwillig in die AL-Versicherung ein. Nicht das ich vorhatte das jemals auszunutzen, aber offenkundig werde ich aufgrund einer komplett realitätsfernen Gesetzgebung bald dazu gezwungen sein. Wir sind das Bauernopfer für eine völlig verfehlten Wohnungspolitik! Aber Leute wie sie interessiert das alles ohnehin nicht. Es ist ja auch viel besser einer öffentlichen Hinrichtung beizuwohnen. Sei´s drum, denn sollte ich wirklich in eine so aussichtslose Lage kommen, mich arbeitslos zu melden, werde ich meinen Antrag IHNEN widmen. Ich wünsche noch ein zufriedenes und langes Leben.

    • 21.10.2014 17:12, Seriöser Makler

      Alexander, wenn Sie keinen Lust auf einen Makler haben ist das Ihr gutes Recht. Dann rufen Sie doch bei keinem an. Was machen Sie eigentlich so beruflich. Jetzt bin ich ja mal gespannt. Mal schauen, ob ich auf Sie draufhauen kann. Ich tippe: Lehrer ...

  • 21.10.2014 18:50, MissMorgan

    Dieses Maklerbashing nervt. Habe gerade sehr schlechte Handwerkererfahrung gemacht, darf ich mal gegen die herziehen? Schlechte Arbeit, kaputt repariert, arrogant bis frech und teuer. Trotzdem werfe ich sie nicht alle in einen Topf.
    Makler können auch nur mit den Daten arbeiten, die der Vermieter hergibt. Hausverwalter, die ihre Provision vom Makler haben wollen damit dieser Mieter akzeptiert wird, Interessenten die ohne abzusagen nicht erscheinen. Interessenten die hinterher die Rechnung nicht bezahlen. Mauscheleien zwischen Käufer und Verkäufer um den Makler übers Ohr zu hauen. Kosten, die nicht gesehen werden. Vermieter/Verkäufer die auch was von der Courtage abhaben wollen. Objekte, die man seit Jahren anbietet, dreissig Besichtigungen macht und trotzdem nicht loswird und dann kauft der Enkel vom Nachbarn für ein Bruchteil - natürlich ohne Makler. Aber immer rauf auf die bösen Makler!

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  • 21.10.2014 22:12, andre

    Alle Makler sind schlecht, es lebe der Makler!

    Jeder der meint das Ziel des Gesetzes > dem Mieter Kosten zu ersparen < würde mit dem geplanten falschen Bestellerprinzip erreicht, wird eine böse Überraschung erleben. Das letzte Kriterium der Wahrheit ist die Praxis! Warten wir es einfach ab! Der Markt wird eine Lösung finden und der Makler wird nicht arbeitslos ggf. trennt sich Spreu von Weizen. Ich bin Makler und habe keine Existenzangst. Ich wünsche jedem Profi eine sichere Existenz in seinem Beruf. Unqualifizierte Kommentare müssen uns keine Angst machen. Ich kann jeden Tag mich über schlechte Dienstleistungen ärgern EGAL welchen Berufsstandes! Lehrer habens auch nicht leicht. Oder Handwerker oder Politiker oder ???

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  • 21.10.2014 22:34, andre

    Noch eine kleine Ergänzung, ja ich bin stolz Makler zu sein! Und ich freue mich über jeden Interessen der zukünftig eine Top Dienstleistung von mir erwartet ohne zu bezahlen! Wessen Interessen werden ich wohl vertreten? Im übrigen unterstütze ich ein echtes Bestellerprinzip WER BESTELLT DER ZAHLT! Wer bestellt mich eigentlich zur Besichtigung? Der Mieter oder der Vermieter? Richtig der Mietinteressent und am liebsten noch nach Feierabend. Weil man muss ja arbeiten. Wieso geht dieser eigentlich davon aus das er diese Dienstleistung für lau erhält? Also bitte immer Fair bleiben nicht immer ist Geiz auch geil. Aber wie geschrieben, der Markt wird's regeln, das ist sicher, wie das Amen in der Kirche. Und der Mieter wird nicht sparen. Ich fände im übrigen eine 50/50 Teilung gerecht, schließlich erbringen Makler für beide Seiten eine Dienstleistung! Dieses entweder oder nervt mich schon lange. Aber leider habe ich keine Stimme im Parlament :-)

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    • 23.10.2014 16:00, Lex Nevel

      Tja, Augen auf bei der Berufswahl! Natürlich nach Feierabend. Ein Bäcker beschwert sich wohl auch kaum darüber, er müsse früher aufstehen als andere. Ein Nachtwächter nicht über antizyklische Arbeitszeiten.
      Und es handelt sich eben nicht um eine Dienstleistung, sondern eine Auftrag/Maklervertrag, die nicht umsonst für lau erfolgen darf, solange kein Erfolg eintritt. Dieses Gejammer ist doch wirklich nur noch lächerlich.

    • 24.10.2014 15:06, elena

      Für "lau" soll ja keiner das Türöffnen erhalten, aber finden Sie nicht auch, dass ca. 2.000,00 € (!) für eine Pärchenwohnung für das Aufschließen einer Tür um dann dumm daneben zu stehen, nicht eeeetwas überhöht ist? Die Makler hatten es doch in der Hand, nicht immer pauschal den Höchstsatz zu fordern. Aber da der dumme Mieter ja zahlen muss, war das natürlich leicht. Wenn ihr Makler übrigens meint, dass Eure Leistung gut und ihr Geld wert ist - weshalb sorgt Ihr Euch dann um die Zukunft?! Dann müsste doch auch JEDER Vermieter bereit sein, für diese Leistung den HÖCHsTsatz zu zahlen.
      Es ist doch

  • 22.10.2014 03:36, BLS

    Gute Nacht Makler. Endlich ist Eure Abzocke am Ende.

    Ein gesetzlicher Mittelweg waere gewesen, dass sich Vermieter und Mieter die Maklerkosten zur Haelfte teilen und die Maklergebuehren eine Monatsmiete betragen.

    So fuehrte die Gier zum Ende Eures Berufsstandes.

    Ich habe Euch gehasst, als ich in Hamburg auf Wohnungssuche war. Jetzt koennt ihr putzen gehen.

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  • 22.10.2014 08:46, Frank

    Muss ich Sie enttäuschen lieber BLS - der Geldspeicher ist voll ;) - und diesem Satz kann ich nur voll zustimmen *Und ich freue mich über jeden Interessen der zukünftig eine Top Dienstleistung von mir erwartet ohne zu bezahlen! Wessen Interessen werden ich wohl vertreten?*

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    • 22.10.2014 13:38, Rainer

      Lieber BLS,
      Sie haben in Hamburg eine Wohnung gesucht und hassen alle Makler. So so, also auch die in München, Düsseldorf oder Frankfurt? Welche intelligente Logik. Wenn Ihre Autowerkstatt Ihr Auto nicht richtig repariert hassen Sie auch alle Wekstatten weltweit?

    • 24.10.2014 15:10, elena

      Als ob Sie jemals die Interessen des Mieter vertreten hätten! Dass ich nicht lache.....
      Langsam werden Eure Argumente auch nur noch peinlich.....

  • 22.10.2014 10:41, Benjamin Schmidt

    Die Makler haben sich ihre Probleme selbst geschaffen, es gab zu viele schwarze Schafe. Absurd bewerte ich auch das System nach dem Gegenstandswert der Provision abzurechnen. Wenn jemand in Köln ein (normales) Haus kauft für 500.000 € und dann 30.000,- € für einen Makler zahlen muss, steht das zu selten im Verhältnis zur Leistung des Maklers. Warum kann bei solchen Objekten nicht nach Stundenlohn abgerechnet werden. Der Betrag ist der Jahresverdienst eines Durchschnittverdieners in Deutschland. Als Steuerberater habe ich auch gute Stundenlöhne, aber für 30.000,- € müsste man schon (Stundenlohn 120 - 150 ,- €) 200 bis 250 Stunden gearbeitet haben. Und warum der Besteller nicht für seine Bestellung zahlen soll, erschließt sich mir nicht. Es werden genug Fälle für Makler übrig bleiben, wo Vermieter keine Lust auf Stress haben und die Arbeit lieber einen Makler machen lassen. Der soll sich für seinen Aufwand entsprechend honorieren lassen, fertig. Warum sollten die Makler davor Angst haben? Auch dies ist mir nicht verständlich? Ist ihre Arbeit so schlecht, dass sie das Geld von Leuten nehmen muss, die sich nicht wehren können? Oder ist ihre Arbeit gut genug und die Besteller bezahlen sie auch entsprechend.

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    • 22.10.2014 10:48, Frank

      Angebot und Nachfrage ;) der Käufer kann ja auch ein bisschen in die Vororte ziehen oder ist jeder jetzt ein Porsche-Bedürftiger ?

    • 22.10.2014 13:52, Rainer

      Herr Schmidt,
      der IVD früher der RDM kämpft schon seit Jahren für eine Gebührenordnung. Leider hat die Politik dies immer abgelehnt und den Vermittlungserfolg als Vorraussetzung festgesetzt. Weecher Aufwand mitunter betrieben werden muss um eine Abschluss zu erreichen, sieht leider kein Mieter und kein Käufer. Ich bin ganz bei Ihnen und plädiere dafür, dass Makler, so wie Ihr Berufsstand oder Anwälte für jeden Handstrich entlohnt werden.
      Kleines Beispiel: Ich biete 6 Monate lang ein EFH an, dass ich natürlich aufwändig aufbereitet habe, damit die Fotos und die Beschreibung aussagekräftig sind, habe in der Zeit des auftrages 15 - 20 Besichtigungen von den vielleicht die Hälfte kommen, auf die andere Hälfte warte ich jeweils vergeblich 30 Minuten, macht mit Hin und Rückfaht mindestens 1 Stunde, zusammen bei 10 Terminen 10 Stunden plus Fahrtkosten.
      Nach 6 Monaten ruft der Verkäufer an, dass er jetzt doch nicht mehr verkauft und ich das Arbeiten einstellen kann. Alle Inserate, alle Termine, alle Arbeitszeit umsont und ich bleibe auf meinen Kosten sitzen.
      Finden Sie das fair?
      Manchmal habe ich für die Vermietung einer 1 Zimmer Wohnung für 220.- 8-10 Termine, weil ich eben nicht in einem der wenigen Ballungsräume arbeite. Vom Erlös von 440.- sind noch die ganzen Vorkosten, Anzeigen u.ä. abzuziehen. Würden Sie dafür arbeiten, ich glaube nicht, wenn ich sehe, was mein Steuerbarater für die Buchhaltung und den Abschluss bekommt.

    • 01.11.2014 14:27, CG

      Wenn Makler endlich Stundensätze für jeden Teil der anfallenden Arbeiten nehmen dürften, würden wir fast noch mehr verdienen als jetzt. Dann ist auch gerecht vor einer Besichtigung eine Enzahlung auf ein Besichtigungskonto zu erhalten, die bei der Anmietung der Wohnung mit eventuellen Provisionen verrechnet werden kann? Wer diese Wohnung dann nicht mietet bekommt sein Geld natürlich nicht wieder...

      Wie weltfremd wird denn hier argumentiert !

      Diese neidgesteuerte Diskussion ist wenig erhellend. Ich kann auch schnell Autofahren, bekomme deswegen aber keine 25 Mio. € als Gage, sondern Punkte in Flensburg.. Dieses Niveau ist mir echt zu langweilig.

      Tschüss ich gehe jetz am Feiertag zu einer Wohnungsbesichtigung und verdiene hoffentlich mein zustehendes Maklerhonorar.
      CG

  • 23.10.2014 08:44, Benjamin Schmidt

    Hallo Rainer,

    der Eigentümer einer Immobilie muss sich dann daran gewöhnen, dass er den Makler von Anfang an bezahlt, für Inserate sowieso, aber auch für seine Tätigkeit als Makler. Wenn Makler echt gute Exposes erstellen, soll und muss der Besteller dafür bezahlen. Leider ist unsere Gesellschaft in weiten Teilen noch nicht bereit, für Dienstleistungen zu bezahlen. Ich kenne dies als "ich habe da eben mal eine Frage und sag mal schnell". Mache ich nicht, tue ich nicht, kein Geld und am besten für den Ratschlag noch haften. Die Makler müssen nur etwas offensiver das Thema Geld besprechen, direkt am Anfang den Stundensatz festlegen, fertig. Ich mache damit gute Erfahrungen, denn jemand der zu mir kommt, weiß, das kostet Geld. So sollte es beim Makler auch sein. Die Aufträge, die ich vergeben habe an Makler (Wohnung - Haus z. B. für Mandanten - Arzt - suchen) wurden vorab besprochen, ein Budget festgelegt, alle waren zufrieden.

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  • 23.10.2014 14:42, Rainer

    Klar, wenn der Vermieter den Makler beauftragt, soll er zahlen. Aber bitte schön, was kann der Vermieter dazu, wenn sein Mieter plötzlich auszieht und somit die Wohnung neu zu vermieten ist?

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  • 23.10.2014 15:59, Michael

    Die ach so armen Makler und die noch ärmeren Vermieter ...! Im Grunde ist es doch seit Jahrzehnten so dass die armen und geplagten Vermieter einfach nur zu faul und zu geizig sind, sich um die Vermietung zu kümmern. Lieber lassen sie die Wohnungen monate- oder jahrelang leer stehen als einmal darüber nachzudenken, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Jede mögliche Kleiniogkeit wird ohnehin auf den Mieter abgewälzt und oft genug auch gegen geltendes Recht. Findet sich hier und da doch einmal ein Vermieter, der "privat" anbietet, stürzen sich diese Makler nahezu ständig auf diese Anbieter und bequasseln ihn so lange, bis er endlich die Erlaubnis zur "Vermittlung" erteilt. Seit Jahren herrscht ein nahezu vollständiger Maklerzwang. Es ist also aus meiner Sicht überhaupt nicht schade, wenn diese Makler aus dem täglichen Leben verschwinden. Noch dazu, dass es sich in den meisten Fällen noch nicht einmal um sog. Fachleute handelt. "Makler" ist ein ungeschützter Begriff und nahezu jeder dahergelaufene kann sich mit dieser "Berufsbezeichnung" schmücken. Es war überfällig, denjenigen die Rechnung bezahlen zu lassen, der den Auftrag erteilt. Nur leider werden wohl auch künftig die Vermieter den Zuschlag von einer "freiwilligen" Kostenübernahme abhängig machen wollen. Folge: kaum eingezogen kann man die Gerichte bemühen und derartiges für rechtswidrig erklären lassen.

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  • 23.10.2014 18:04, audax

    Es ist nicht ganz richtig, dass Vermieter nur die Vermittlung durch den Makler wollen. Sie lassen durch den Makler die Bewerber vorsortieren und sparen sich die lästige Auswahl. Deshalb sollen sie auch zahlen und nicht die Mieter. Letztere sind vor allem in Märkten mit großer Nachfrage (Großstädte, Universitätsstädte) auf Makler angewiesen und dort wird auch der Löwenanteil des Geschäfts abgewickelt. Auf dem Land mit einem Überangebot an Wohnungen sind Makler eher entbehrlich. Deshalb konnten Makler bisher ihre starke Stellung ausnutzen und bei den Schwächsten abkassieren. Dass das jetzt abgestellt wird ist nur richtig. Es lebe das Bestellerprinzip!

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  • 24.10.2014 14:32, iudexnoncalculat

    Der Maklerstand wird vermutlich aussterben, da m.E. folgendes Szanario wahrscheinlich ist: Die meisten Vermieter werden Angst haben (vor der Mühe, vor dem Ansturm der Suchenden und vor "Mietnomaden") selbst zu annoncieren, deshalb einen Makler beauftragen und die Kosten auf die Miete draufschlagen.

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    • 24.10.2014 14:35, iudexnoncalculat

      nota bene: gemeint war natürlich "NICHT aussterben"!

  • 24.10.2014 15:27, Frank

    Das witzige ist ja, dass die meisten Mietinteressenten in den Ballungsgebieten dann nicht mehr mit 50 anderen vor der Tür stehen sondern mit 200 und Dank Mietpreisbremse und Bestellerprinzip natürlich nur der Besserverdiener, die dann vermeintlich günstigere Wohnung, bekommt - die ganzen Geringverdiener dürfen dann aufs Land ziehen ;)

    PS: @elena bis jetzt haben wir immer auch die Interessen des Mieters vertreten - sei es bei der Mietpreisfindung oder mit dem Vermieter über eine überfällige Renovierung in seinem Namen verhandelt - aber das will man ja NICHT sehen - weil wir ja alle zur Achse des Bösen gehören.

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  • 24.10.2014 21:21, andre

    !!! ACHTUNG GEFAHR, VORSICHT BEIM LESEN, ES WURDE ETWAS LÄNGER UND ES LIEGT MIR FERN ZU JAMMERN. ICH BIN ES GEWOHNT AUF VERÄNDERUNGEN ZU REAGIEREN. SCHIEßLICH WAR VOR 25 JAHREN, JA ICH BIN OSSI, SCHWARZ PLÖTZLICH WEISS UND GUT WAR BÖSE. ICH WAR DENNOCH KEINEN TAG ARBEITSLOS UND SO WIRD ES BLEIBEN. MEINEM BERUFSSTAND ZU VERTEIDIGEN UND MEINE SICHT DER DINGE DARZULEGEN WOHL WOHL NOCH ERLAUBT SEIN. GOTT SEI DANK. DEN MUND VERBIETEN, DIE ZEITEN SIND IN DEUTSCHLAND VORBEI. DANKE FÜR EUER VERSTÄNDNIS.

    Liebe @elena Sie sprechen mir aus dem Herzen, ich verstehe Sie vollständig, dazu später mehr, wohingegen @Lex Nevel zwar lesen kann, verstehen aber wohl kaum.

    Sprichwort
    "Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein."

    So wird es auch mit einem falschen Bestellprinzip und der Mietpreisbremse kommen. Zumindest wenn sie so, wie es jetzt eingebracht wurde beschlossen wird. Bildet sich wirklich jemand ein, das es billiger für den Mieter wird? Wann ist jemals schon etwas billiger geworden? Ich beobachte einfach nur sehr interessiert wie ganze Hasskübel über uns Makler ausgeschüttet werden. Welche einerseits vom Neid getrieben sind und andererseits das Interessenten eine völlig falsche Vorstellung von dem haben was Makler überhaupt leisten 'müssen' um eine Rechnung stellen zu können und was sie tatsächlich erbringen. Und jetzt wird ein Aufschrei erfolgen! Eine Besichtigung z.B. gehört nicht dazu, gleichwohl wird sie erbracht und zählt selbstverständlich zu den klassischen Maklerdienstleistungen. Ohne geht es wohl auch nicht, aber sie ist nicht zwingend notwendig für eine Rechnungsstellung. Die Hauptursache für die große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, ist das Anspruchsverhalten der Interessenten, welche im Internetzeitalter von Wikipedia und Co. immer noch meinen, alles müsste kostenlos sein. Ein Makler ist aber nicht das Sozialamt. Und muss und wir bezahlt werden, von wem auch immer. Am Besten natürlich von denen für die er seine Dienstleistung erbringt.

    ...und um allen Missverständnissen nochmals vorzubeugen, ich jammere nicht und habe auch keine Existenzangst! Im Gegenteil, totgesagte leben länger. Eher bin ich davon überzeugt, das alle Makler welche fach- und sachkundig Ihren Job gut machen und ja dies ist die Mehrzahl aller Makler, dies auch nicht haben müssen. Es ist mitnichten so, dass der Maklerberuf verschwinden wird! Gern bin ich auch bereit mit jedem 'Maklerhasser' von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren. Aber das fällt Menschen welche selber eher kleinkariert daher kommen sich schwer, in er Annonynität des Netzes lässt sich einfach besser, hetzen.

    Ich sehen das ebenso, der Makler sollte für seine erbrachten Dienstleistungen > welche es auch sind < entlohnt werden. Und zwar von dem der Ihn bestellt. Kein Problem, nur dazu müsste das Recht entsprechend geändert werden und das lehnt der Gesetzgeber, zumindest bisher, ab! Der Makler darf überhaupt nicht, selbst wenn er möchte nach Aufwand abrechen! Sondern er darf lediglich eine Gebühr auch Provision genannt und zwar nur im Erfolgsfall nehmen. Dies führt zb. zu der von @elena und vielen anderen empfundenen 'Überbezahlung' im Einzelfall. Und der Auffassung von @Lex Nevel das der Makler für lau zu arbeiten haben, wenn er nicht den Abschluss herbeiführen konnte! Ist dafür aber der Makler verantwortlich? Ich kann und will mich nur im Rahmen der Gesetze bewegen! Gern würde ich nach Aufwand abrechnen und zwar dem der mich bestellt und das sind eben bei jeder Vermittlung beide Parteien Mieter und Vermieter wie auch Käufer und Verkäufer. Aber das Gesetz lässt es nicht zu. Und so kommt es, dass der, der den Vertrag letztlich abschließt, die erbrachten Dienstleistungen auch für alle vorherigen Interessenten bezahlt.

    und noch ein Wort zur Gier, ich kann mich sehr gut an die Zeiten des in Berlin herrschenden 'Mietermarktes' vor ca. 4-5 Jahren erinnern. Ist also nicht so lange her. Wie Mieter dies maximal ausgenutzt haben. 30-40-Besichtigung waren keine Seltenheit ehe eine Wohnung vermietet war. Und natürlich nur wenn es auch noch 3 Monate Mietfreiheit oder den Flachbildschirm oder die Jahreskarte für den Zoo und natürlich der Gutschein für das Umzugsauto obendrauf kam. Provision, das ich nicht lache, zahlte natürlich auch der Vermieter. Der Markt wurde maximal ausgenutzt. Daran hat sich der Mieter, zumindest in Berlin, gewohnt, und er dachte das geht immer so weiter. Nun hat sich der Markt gedreht, so whatt so ist Kapitalismus, und auf einmal sind alle Vermieter Verbrecher und Makler sowieso. Mein Mitleid mit Mietern hält sich also auch in Grenzen. Ich haben kein Mieter erlebt, der diese Vermietergeschenke abgelehnt hat. Auch nicht aus moralischen Gründen. Also immer schön ehrlich bleiben. Das ist die Antriebsfeder MAXIMALGEWINN, WACHSTUM, WACHSTUM, WACHSTUM! Ansonsten geht man Pleite.

    Und auch wenn es Branchenunkundige glauben mögen, im Vermietungsgeschäft, werden keine Gewinne gemacht. Da kann man froh sein wenn dies überhaupt kostendeckend ist. Ein reiner Vermietungsmakler kann nicht überleben. Auch nicht, wenn der Makler in jedem Fall die mögliche Maximalprovision von 2 NKM erhalten würde, was mitnichten so ist. Gewinne werden nur im und mit Verkaufsprovisionen gemacht.

    Abschließend sein nochmals betont, das Makler eine Dienstleitung erbringen und dies geht nicht ohne Bezahlung. Wer bestellt der zahlt, so soll und wird es sein! Mit Sicherheit.

    Und private Vermieter sind nicht dafür verantwortlich, preiswerten Wohnraum unter der Kostenmiete zur Verfügung zu stellen. Das obliegt dem Staat. Oder verkauft Ihr zb. Euer Auto oder auch gern ein Fahrrad unter seinem Wert? Wohl kaum.

    Ein erholsames Wochenende wünscht mit besten Grüßen...

    André

    ps. Ich freue mich über jeden sachlichen Kommentar, welcher zumindest versucht, das Problem zu verstehen.

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    • 25.10.2014 11:52, Rainer

      Sehr schön geschrieben, es gibt genügend Leute, die den Umfang einer seriösen Maklertätigkeit erkennen.
      Es gibt noch einen guten Denkansatz: Wieso ist der Vermieter schuld, wenn sein Mieter kündigt und er neu vermieten muss?

  • 01.11.2014 11:14, Pfennigfuchser

    Ich verstehe nicht, wozu man Makler braucht.
    Als Mieter habe ich mir meine Wohnungen immer selber gesucht.
    Und als Vermieter habe ich die Wohnungen immer selber vermietet.
    Hätte ich so viele Objekte zu vermieten, daß mir selbst dafür die Zeit fehlen würde, dann würde ich diese Aufgaben dann an einen meinen Interessen verpflichteten Hausverwalter deligieren, aber nicht an einen seine eigenen Interessen oder fremde Interessen verfolgenden Makler.
    Makler, die mich unaufgefordert kontaktiert haben, und mir unaufgefordert Mietinteressenten vorstellen wollten, empfahlen bisher immer bloß Interessenten, die mir nicht gefielen.
    Eine Makler einzuschalten mag erforderlich sein, wenn es nicht um Mietverträge geht, sondern um Kaufverträge, bei denen einer Seite die Zeit dafür fehlt, sich selbst ein Objekt bzw. einen Käufer zu suchen, oder Kaufvertragsverhandlungen zu führen.
    Manchmal haben Makler wirklich Geschick darin, einen Kaufpreis herunterzuhandeln, und dann sind sie ihr Geld natürlich auch wert.

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    • 01.11.2014 14:10, CG

      Auch hier zeigt sich wieder wie, wenig Ahnung die Schreiberlinge hier tlw. haben.

      " Dummheit hat viele Gesichter "

      Ich glaube hier iste in großteil der Schreiberlinge nicht Leistungsabhängig beschäftigt, sondern " rackern sich " nett von 9 to 5 in Amtsstuben ab, wo Leistung eh nix wert ist.

      Nehmt Euch doch mal die Zeit einen seriös arbeitenden selbstständigen Makelr mit 5 Mitarbeitern in all seinen Höhen und Tiefen diese Berufes zu begleiten. ES geht hier nich um den dritten Ferrari für die beheizte Garage, hier geht es um Arbeitsplätze.
      Denn diese nicht mehr zu beschäftigenden Arbeitnehmer werden dann wohl Bock auf Eure Arbeitsplätze haben... oder doch liebr Hartz iV

      letlich zahlen wir es doch wieder alle..

      Der Verwalter mach dies übrigens auch nicht umsonst...

      Der Mieter überigens auch, wie schon in meinem vorherigen Kommentar dargelegt.

      Viel spaß den Träumern
      CG

  • 01.11.2014 11:31, Frank der ehemals freie Franke

    Ob die Bundesregierung nun die Makler in ihrer Existenz gefährdet, weiß ich nicht.
    Aber die Bundesregierung gefährdet mit ihrem Gesetz anscheinend wohl die Vertragsfreiheit.
    Der vermeintlich fürsorgliche Staat wird zunehmend zum immer mehr bevormundenden und alles vorschreibenden und alles reglementierenden Bürokratie- und Obrigkeitstaat.
    Zu befürchten ist, daß es womöglich tatsächlich wirklich ausgerechnet das ist, was viele Politiker wollen.
    Viele Politiker wollen lieber mehr Staatsmacht und mehr Eingiffe in die Freiheit als die Freiheit.

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  • 04.11.2014 12:11, Brandner

    Die Kommentare sind teilweise erstaunlich - und strotzen meist von Ahnungslosigkeit.
    Ein erfahrener Vermieter will soweit möglich ausschließen, einen Problemmieter zu bekommen.
    Dazu dienen verschiedene Möglichkeiten, um von vornherein problematische Personen auszusondern.
    Eine davon ist die Form der Inserierung (Anzeige, Internet), eine weitere das Zahlungsverhalten (bei der Maklercourtage), weiterhin die Überprüfung der Bonität und die Selbstauskunft und deren Überprüfung.
    Der Makler übernimmt einen Großteil dieser Aufgaben incl. der Kosten (selbst im Ballungsgebiet Rhein/Main kann eine Suche bis zu 6 Monaten dauern, was Kosten von mehreren hundert Euro verursachen kann).
    Sollte der Vermieter diese Kosten selber tragen müssen, wird das langfristig auf die Miete draufgeschlagen.
    Für die Mieter wird es kein Ersparnis werden.

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    • 04.11.2014 16:10, Brandner

      Noch eine Anmerkung.
      Viele Vermieter haben keinen Vertrag mit dem Vermieter.
      Der Makler hat lediglich die Erlaubnis des Vermieters dessen Wohnung anzubieten.
      Welches Vertragsverhältnis besteht dann ?
      Makler mit Vermieter -
      oder Makler mit Mieter ?

  • 04.11.2014 18:41, MM

    "im Auftrag dieses Kunden ermittelt"

    Ich frage mich wie man das Gegenteil beweisen will, wenn der Markler behauptet gerade eben diese Wohnung für den Kunden ermittelt zu haben...

    Von der Seite werden nur die

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  • 04.11.2014 23:14, andre

    Sehr geehrter Hr. Brandner,

    "Viele Makler haben keinen Vertrag mit dem Vermieter" WER hat den da mit WEM einen VERTRAG? >>> Das ist auch so eine MÄR! Welche sich unerschütterlich am Markt hält.

    Sicher wird es Makler geben, die keinen Vertrag mit dem Vermieter haben, aber VIELE sind es mit Sicherheit nicht. Wie kommt denn der Makler zu seinen Informationen? Aus dem Netz oder woanders heraus kopiert um nicht "gestohlen" zu sagen? OK, dann ist aber der Vermieter selber schuld wenn er Interessenten dieses "nicht beauftragten Maklers" akzeptiert! Auch Genehmigungen am Telefon, „…ja bieten sie ruhig meine Wohnung an, sofern es natürlich nichts kostet…“, sind Verträge! Also auch wenn zunächst kein Vertrag vorliegt, irgendwann gibt es einen. Es kommt regelmäßig, nämlich konkludent zum Maklervertrag, also durch einfaches schlüssiges Handeln der Vertragsparteien, im seltensten Fall, also schriftlich. Also irgendwer hat immer einen Vertrag, zumindest wenn es zum Hauptvertrag, also Miet-, oder Kaufvertrag, kommt. Die Frage ist nur, wer dann letztlich bezahlen muss. Natürlich der, welcher einen MAKLERVERTRAG, hat. Aber was bedeutet das nun wieder? 14 Tage Widerrufsrecht lässt grüßen. Nun aber könnten wir ein eigenes Seminarthema aufmachen. Für Rechtsberatung werden aber andere Berufsgruppen bezahlt, die das auch besser können und dürfen.

    Aus dem Vorgenannten ist sehr leicht zu erkennen, das der „Bock sehr gern zum Gärtner gemacht wird“.

    Ja, dies ist die simple Wahrheit, Vermieter wie auch Verwalter bedienen sich sehr gern des Maklers als dankbaren Dienstleister. UND DAS IST AUCH GUT SO! Dabei bleiben sie allerdings gern im Hintergrund. So ist man weniger angreifbar. Aber SIE sind die Auftraggeber und geben die Konditionen vor, niemand anderes! Andererseits besteht natürlich auch ein Vertragsverhältnis zum Mietinteressenten! Genau das ist ja das Problem, wessen Interessen vertritt denn der Makler nun?

    Ja, ja Ihr seht schon, der Makler hat es nicht leicht, aber leicht hat es ihn.

    Hoch lebe der Makler, für ein echtes Bestellerprinzip, nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen.

    Es sollte für Makler eine Gebührenordnung ähnlich einer HOAI für Architekten oder der BraGo für Rechtsanwälte geben. Die werden z. B. nach Aufwand und nicht nach Erfolg bezahlt! Und niemand hat in Deutschland damit ein Problem. Achtung! Liebe Rechtsanwälte, Notare und Architekten bitte nicht falsch verstehen. Ich wollte nur ein Gleichnis anstellen. Ihr macht gute Arbeit und niemand neidet es Euch.

    Übrigens ist der Maklerberuf der EINZIGE welcher derart transparent SEINE Vergütung offen legt! Deshalb fällt es jedem leicht seine Kosten in das sog. „Aufwand-Nutzen“ Verhältnis zu stellen. Aber wieviel % Profit, steckt eigentlich in einem Lied, Buch, Mac, iPhone, Reisevermittlung, Brötchen, Auto, Versicherung, Kleid (nicht bei Kick sondern in einer Boutique) oder oder oder?

    Und WER EHRLICH IST, kann es auch leicht eingestehen, eine Wohnung wird nicht wegen der Provision abgelehnt, sondern weil irgend etwas ANDERES nicht gepasst hat. Wichtiger ist immer die dauerhaft bezahlbare Mietbelastung! Natürlich neben den anderen weichen Faktoren, wie charmant usw. Und â legt die Miethöhe nun fest? Na, der Makler etwa?

    Also bis bald…

    Andre

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  • 06.11.2014 12:11, Weber

    Hallo Zusammen, also Ihr wisst nun alle wie viel ein Makler verdient. Arbeitet Ihr denn alle beim Finanzamt oder woher wisst Ihr das alles. ??????
    Ich bin selbst Immobilienmaklerin und habe ein gutlaufendes Unternehmen. Aber ich wusste gar nicht, dass ich so viel verdiene.
    Fragt mal Vater Staat, der Euch die Steuern aus der Tasche zieht. In Hessen wieder die Grunderwerbssteuer erhöht. Nun auf 6 %. Das wird alles hingenommen.
    Gruß

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  • 15.11.2014 16:46, D.W.

    Zitat: ".... wenn er die konkrete Wohnung gerade im Auftrag des Wohnungssuchenden ermittelt hat. Hat er sie bereits einem anderen Interessenten gezeigt, wird sie automatisch zur Bestandswohnung und gilt nicht mehr als "im Auftrag dieses Kunden ermittelt". Der Makler hat also nur eine Chance, eine Wohnung zu vermitteln. Wenn er das nicht schafft, kann er für alle Zeiten keine Provision mehr von Interessenten verlangen."

    Wenn ich den vorgeschlagenen Gesetzestext lese, geht es nicht darum, ob der Makler die Wohnung im Auftrag des Kunden ERMITTELT, sondern ob vom Vermieter den AUFTRAG erhält, die Wohnung genau dem KONKRETEN Wohnungssuchenden anzubieten.

    Das Dilemma, dass der Makler die Wohnung danach keinem anderen Wohnungssuchenden mehr anbieten könnte, lässt sich jedoch ganz einfach dadurch lösen, dass der Makler mit dem Vermieter keinen Maklerauftrag abschließt, sondern einen RAHMENVERTRAG, unter dem der Makler - sofern er einen Mieter findet - vom Vermieter (jeweils) einen EINZELAUFTRAG erhält, die Wohnung genau diesem konkreten Mieter anzubieten. Durch den Abschluss solcher Einzelaufträge durch den Vermieter ist der Gesetzeswortlaut erfüllt. Gleichzeitig genießt der Makler durch den Rahmenvertrag Schutz, kann die Wohnung mehreren Wohnungssuchenden nacheinander zeigen und bei letzlicher Vermietung auch Provision erhalten, weil diese dann - wie ausgeführt - auf Basis eines konkreten Einzelvertrags erfolgte.

    In das ganze politische Geplänkel will ich mich hier gar nicht einschalten; mich interessiert nur die rechtliche Lösung.

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  • 25.03.2015 13:30, Privatier

    Bin jetzt raus aus dem Berufsleben. Vorher habe ich aus beruflichen Gründen Häuser und Wohnungen in Bayern und Baden Württemberg gemietet. Z.B. Haus in Bayern, Dienstwohnung in BW. Aber alles ohne Makler immer direkt mit dem Eigentümer. Der will doch selbst sehen wen er ins Objekt nehmen will. Habe auch "Stammtischmakler" kennengelernt. Papierkram im Kofferraum. Treffen in der Kneipe vor Ort. Als ich verlangte den Abschluss und die Übergabe der Provision, in bar und ohne Rechnung, in seinem Büro zu tätigen, lehnte er ab. Sein Büro war der PKW. Von wegen Mehrwertsteuer und Abgaben an den Staat. Alles in bar auf die Kralle. Habe ihn zum Teufel gejagt. Als Unternehmer brauche ich die Rechnung, wenn ich Büroräume und Dienstwohnung anmiete.

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