Kontakt

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena

Fakten

NC im WS 2017/2018: zulassungsfrei
Studenten an der Fakultät: 1.563
Hauptamtl. Professoren: 18
Honorarprofessoren: 10
Wiss. Mitarbeiter: 43

Quelle: DJFT 2017 / Website der Fakultät (02/2018)

Kurzcheck

  • Durchschnittlich gute Schwerpunktnoten
  • Dank Universitätsprüfung absolvieren 40 % mit Prädikat

Universitätsprüfung

Studienjahr 2015/16:
Teilnehmer: 111
Notendurchschnitt: 10,80 pt. 

Quelle: Bericht des DJFT 2017

Schwerpunktbereiche

 1.  Grundlagen des Rechts und der Rechtswissenschaft
 2.  Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht
 3.  Deutsches und Europäisches Arbeits- und Sozialrecht
 4.  Deutsches und Europäisches Öffentliches Recht
 5.  Kriminalwissenschaften
 6.  Internationales Recht
 7.  Zivilrechtspflege und Vertragsgestaltung

Stand: Dezember 2017

Staatliche Pflichtfachprüfung

Die Note in der staatlichen Pflichtfachprüfung in Thüringen ergibt sich aus folgenden Leistungen:

Art der Leistung Anteil Gesamtnote
6 Klausuren 65%
mündliche Prüfung 35%

Quelle: Ausbildungsstatistik des BfJ, Stand November2017

Erste juristiche Prüfung

In der thüringischen ersten juristischen Prüfung erreichen knapp 12% ein "voll­befriedigend" oder mehr.

Universität Jena und juristische Fakultät

 

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist mit rund 20.000 Studenten die größte Hochschule Thüringens. 1558 gegründet war sie Anfang des 18. Jahrhunderts die größte Universität Deutschlands. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts etablierte sich die Uni Jena unter der Führung Goethes vor allem als Zentrum der Literatur, das unter anderem Schiller, Brentano, Hegel oder Novalis anzog. Gleichzeitig förderte Goethe den Ausbau der naturwissenschaftlichen Fakultäten.

Prägend für die Universität war seit dem späten 19. Jahrhundert die Zusammenarbeit mit den Zeisswerken, auf dessen ehemaligem Betriebsgelände sich heute der größte Campus befindet.

Während des NS-Regimes war die Hochschule unter dem Rektor und Rasseforscher Karl Astel eine "Vorzeigeuniversität" im Sinne der Nationalsozialisten. Nach dem 2. Weilkrieg nahem sie als erste Universität in der Sowjetzone den Betrieb wieder auf und war dort Vorreiter für die "marxistisch-leninistische Erziehung" der Studenten in der DDR.

Nach der Wende erfolgte ein rascher Umbruch mit umfangreichen Reformen. Die Universität wurde neu aufgestellt als Volluniversität und bezog einen neuen Campus im Stadtzentrum.

Rahmenbedingungen

Die juristische Fakultät wurde bereits bei Gründung der Universität Jena im 16. Jahrhundert eigerichtet. 1992 wurde sie formal neugegründet, nachdem sie von den Nationalsozialisten instrumentalisiert und unter DDR-Herrschaft zwischenzeitlich aufgelöst worden war. Heute sind rund 2.000 Studenten für Rechtswissenschaften eingeschrieben. Die rechtswissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in Jena einerseits auf Grundlagenfächern, andererseits auf Wirtschaftsrecht incl. Arbeitsrecht.

Die Fakultät wirbt mit einem sehr guten Betreuungsverhältnis und guten Studienbedingungen ohne überfüllte Hörsäle. Im Juridicum befinden sich alle für das Studium relevanten Institutionen zentral an einem Ort: Hörsäle, Seminarräume, Verwaltung, Lehrstühle, Bibliothek und ein Computerpool mit rund 100 Arbeitsplätzen.

Erstsemester werden vor Studienbeginn während der Studieneinführungstage mit der Organisation des Studiums, dem Studienplan und Grundlegendem zum Jurastudium vertraut gemacht.

Ein Schwerpunkt der juristischen Ausbildung an der Uni Jena liegt auf Fremdsprachen. Studenten können an Vorlesungsprogrammen in englischer, französischer und spanischer Sprache teilnehmen. Die Programme Law & Language, Derecho y Lengua und Droit & Langue vermitteln innerhalb von jeweils vier Semestern Grundkenntnisse der ausländischen Rechtssysteme in der Landessprache. Ziel ist laut der Universität die Vorbereitung auf ein Postgraduiertenstudium im Ausland und die internationale Anwaltspraxis. Daneben gibt es Lehrveranstaltungen zum russischen Recht.

Die rechtswissenschaftliche Fakultät entsendet regelmäßig Teams zu drei verschiedenen Moot-Court-Wettbewerben: dem Jessup Moot Court, dem Vis Moot Court und Moot Court des Bundesarbeitsgerichts.

Examenskandidaten bietet die Fakultät ein Uni-Repetitorium an. Es umfasst auch einen wöchentlichen Examensklausurenkurs und einen Kompaktklausurenkurs am Semesterende. Regelmäßig gibt es Simulationen der mündlichen Examensprüfung. Nach erfolgreicher erster Staatsprüfung wird Absolventen auf Antrag der Hochschulgrad "Diplom-Jurist" verliehen.

In vielen Bereichen des Campus können Studenten sich in das WLAN der Universität einwählen. Die Bibliothek der Rechtswissenschaften ist sieben Tage pro Woche geöffnet, unter der Woche bis 22 Uhr, am Wochenende bis 18 Uhr. Dort haben Jura-Studierende Zugriff auf verschiedene Datenbanken wie Beck-Online, Juris, Jurion, Heinonline oder Kuselit.

Studenten in Jena zahlen einen Semesterbeitrag von rund 170 € und erhalten dafür ein Semesterticket, mit dem man in ganz Thüringen kostenlos Bahn fahren und in Erfurt, Weimar, Jena und Gera kostenlos den Nahverkehr nutzen kann.

Lage in der Stadt

Das Universitätshauptgebäude mit Hochschulleitung und –verwaltung befindet sich im nordöstlichen Zentrum von Jena. Der größte Campus der Universität liegt wenige Minuten Fußmarsch entfernt rund um den Ernst-Abbe-Platz, benannt nach dem Jenaer Physikprofessor, der zusammen mit Carl Zeiss die Grundlage für die Carl Zeiss AG schuf. Dort befindet sich auch das Juridicum. Weitere Universitätsgebäude sind im ganzen Stadtgebiet verteilt.

Augfrund der zentralen Lage bietet sich eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Parkplätze sind nur begrenzt vorhanden und in der Regel kostenpflichtig.
 

 

Weitere Studienangebote

Neben dem Jurastudium mit Abschluss erste juristische Prüfung gibt es an der Uni Jena zwei weiterbildende rechtswissenschaftliche Studiengänge: den Master-Studiengang (LL.M.) "Privates und Öffentliches Wirtschaftsrecht" und den Ergänzungsstudiengang "Arbeitsrecht und Personalwirtschaft", dessen Absolventen ein Zertifikat erhalten.

Studentische Initiativen

ELSA, die "European Law Students Association", ist mit einer Unigruppe in Jena vertreten. Sie bietet Jurastudenten und jungen Referendaren die Möglichkeit, auch außerhalb ihres Studiums Erfahrungen zu sammeln, sich zu engagieren und bei nationalen und internationalen Treffen Kontakte zu knüpfen.

In Jena kümmert sich ELSA gemeinsam mit dem Fachschaftsrat um die Organisation diverser Veranstaltungen wie dem Talk am Brunnen oder den Professorenstammtischen.

Paralegal ist eine studentische Rechtsberatung, in der Studenten ab dem dritten Semester mitmachen können. Die Mitglieder bearbeiten Fälle vom Erstgespräch mit dem Mandanten über die inhaltliche Ausarbeitung einer Lösung bis zur Ergebnispräsentation und Beratung des Mandanten.

Für Kommilitonen und Studieninteressierte betreibt eine studentische Redaktion das Portal jurainjena.de mit Infos zum Studium, zur Stadt, einem Veranstaltungskalender und einem Blog.

Leben in Jena

Jena ist mit 100.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt und das Wissenschafts- und Bildungszentrum Thüringens. Sie liegt im Saaletal, umgeben von Bergen und Wäldern. Neben der Friedrich-Schiller-Universität beheimatet die Stadt mit der FH Jena eine zweite Hochschule.

Wohnen in Jena

Zu Semesterbeginn übersteigt die Nachfrage auf dem Jenaer Wohnungsmarkt das Angebot, so dass Neu-Jenaer sich frühzeitig umschauen oder – mit etwas Pech - mit einer Übergangslösung zufrieden geben müssen. Die Mietpreise in Jena sind gesalzen. Mit rund 8,50 Euro pro Quadratmeter muss man in Innenstadtlage rechnen. Ein WG-Zimmer schlägt im Durchschnitt mit ca. 320 Euro zu buche.

Billiger wohnt es sich in einer der 22 Wohnanlagen des Studentenwerks mit rund 3.000 Plätzen. Die Mieten inkl. Nebenkosten liegen zwischen erschwinglichen 90 und 299 Euro.

Studentenleben, Kultur und Freizeit in Jena

Jeder dritte Einwohner arbeitet oder studiert an einer der beiden Hochschulen. Jena ist also eine echte Studentenstadt mit zahlreichen Studentenkneipen - vor allem in der Wagnergasse - und beinahe wöchentlichen Uni-Partys. Anlaufstelle sind außerdem die drei Studentenclubs Café Wagner, Med Club und Rosenkeller. Sollte in Jena mal nichts los sein, liegen erreicht man mit öffentlichen Verkehrsmitteln Erfurt in 30 Minuten und Weimar in 15 Minuten.

Das Kulturangebot ist für eine relativ kleine Stadt breit gefächert. Sie bietet unter anderem ein Theater, eine Philharmonie, diverse Museen, eine lebendige studentische Theaterszene und mit der Kultur-Arena jährlich ein siebenwöchiges Open-Air-Festival mit den Schwerpunkten Musik, Theater und Film.

In sportlicher Hinsicht bietet der Unisportverein Studenten ein umfangreiches Angebot, das gängige Sportarten wie Fußball, Handball und Fitness ebenso umfasst wie exotischere Disziplinen wie Cricket, Jugger oder Rugby. Die Berge und Wälder um Jena bieten beste Voraussetzungen zum Wandern, Biken und Joggen. Wassersportler betätigen sich auf der Saale oder dem Schleichersee. Sportliche Aushängeschilder der Stadt sind der FC Carl-Zeiss Jena, der Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena und der Basketball-Zweitligist Science City Jena.