Strafrechtrss

Hintergründe

PC-Kontrolle des Chefs

E-Mail-Postfach nicht mehr ganz so sicher

E-Mails am Arbeitsplatz

Bislang galt: Solange Arbeitgeber ihren Angestellten die private Nutzung von IT-Systeme gestatten, machen sie sich strafbar, wenn sie auf die dienstlichen E-Mail-Zugänge zugreifen. Zwei LAG haben nun entschieden, dass unter bestimmten Voraussetzungen der Arbeitgeber doch kontrollieren darf. Ganz so einfach wird es also nicht, sagt Tim Wybitul. mehr

Nachrichten

Justiz - Update

Schmalzl zieht Kandidatur als Generalbundesanwalt zurück

Erst war die Wahl des neuen Generalbundesanwaltes am Freitag von der Tagesordnung des Bundesrates abgesetzt worden, nachdem der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck (SPD) erklärt hatte, dass der Kandidat Johannes Schmalzl keine Mehrheit habe. Nun hat der FDP-Mann seine Kandidatur zurückgezogen. mehr

Nachrichten

LAG Halle

Kündigung eines Lehrers wegen Schlägen unwirksam

Der Pädagoge soll eine Schülerin ins Gesicht geschlagen haben. Die Richter erklärten jedoch die daraufhin ausgesprochene fristlose Kündigung für unwirksam. Sie bestätigten damit eine Entscheidung der Vorinstanz, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. mehr

Hintergründe

Konzept des BMJ zur neuen Sicherungsverwahrung

"Niemand wird von Freilassungen überrascht werden"

Sicherungsverwahrung

Ganz einig sind sich die Justizminister von Bund und Ländern auch nach ihrer Sonderkonferenz noch nicht. Trotz des Konzepts des liberalen Bundesministeriums, das LTO vorliegt, ist die nachträgliche Sicherungsverwahrung noch nicht vom Tisch. Was das BMJ plant und ob Gewalttäter entlassen werden müssen, erklärt Thomas Ullenbruch im LTO-Interview. mehr

Nachrichten

Dopingmittel im Sport

Erlanger Professor begutachtet "Anti-Doping-Gesetz"

Matthias Jahn, Professor für Strafrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), ist zum wissenschaftlichen Sachverständigen der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages zur Bewertung des "Anti-Doping-Gesetzes" bestellt worden. mehr

Nachrichten

Sicherungsverwahrung

Leutheusser-Schnarrenberger stellt neues Konzept vor

Die Justizminister von Bund und Ländern beraten am Donnerstag in Magdeburg über die Reform der Sicherungsverwahrung für Schwerverbrecher. Die Zeit drängt: Das BVerfG hatte geurteilt, dass die Sicherungsverwahrung bis 2013 neu zu regeln ist. mehr

Nachrichten

Deutscher Richterbund

Forderung nach mehr Berufsrichtern in den großen Jugendkammern

Der Berufsverband der Richter und Staatsanwälte begrüßt die Initiative Schleswig-Holsteins, große Jugendkammer in der ersten und in der Berufungsinstanz mit drei Berufsrichtern zu besetzen. Erstmals bekenne sich eine Landesregierung dazu, die anerkannten Vorzüge einer Dreierbesetzung in der Hauptverhandlung nicht hinter fiskalische Belange zurück zu stellen. mehr

Nachrichten

Justiz

Schmalzl-Ernennung so gut wie durch

Die Ernennung des Stuttgarter Regierungspräsidenten und FDP-Mitglieds Johannes Schmalzl zum neuen Generalbundesanwalt ist trotz einiger Querelen nahezu sicher, hieß es am Mittwoch aus Regierungskreisen. mehr

Nachrichten

AG Berlin

Blenden mit Laserpointer kostet

Das Blenden von Autofahrern mittels Laserpointer ist ein versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Dies entschied das AG Berlin Tiergarten am Mittwoch. mehr

Nachrichten

THW vor dem LG Kiel

Sportliche Leitung soll Schiedsrichter bestochen haben

Die 5. Strafkammer des LG Kiel beginnt am Mittwoch den Prozess gegen Handball-Manager Uwe Schwenker und Trainer Zvonimir Serdarusic des THW Kiel. Sie sollen das Champions-League-Finale 2007 manipuliert haben. mehr

Hintergründe

Hacking

Die neue Massenkriminalität mit geringem Risiko

Computerkriminalität

Ob professioneller Cyber-Angriff auf das Sony Playstation Network oder jugendliche Gelegenheitsattacken auf World of Warcraft-Accounts - Hacker stellen eine immer größere kriminologische Herausforderung dar. Während sich die hoch spezialisierten Täter in mafiösen Strukturen bewegen, plagt sich die Strafverfolgung mit den Tücken der Technik. Von Thomas-Gabriel Rüdiger. mehr

Nachrichten

TelDaFax-Pleite

Behörden sollen schon früh Bescheid gewusst haben

Bei der Pleite des Stromdiscounters Teldafax mit über 700.000 Geschädigten stehen nun die Finanzbehörden unter Beschuss: Sie sollen schon frühzeitig von der drohenden Insolvenz gewusst haben. mehr

Nachrichten

Neuer Generalbundesanwalt

Grün-Rot stützt Schmalzls Berufung

Grün-Rot in Baden-Württemberg will die Berufung des Stuttgarter Regierungspräsidenten und FDP-Mitglieds Johannes Schmalzl zum neuen Generalbundesanwalt unterstützen. Den Widerstand aus der Justiz bezeichnete SPD-Landtagsfraktionschef Claus Schmiedeltrotz als "höchst frag- und kritikwürdig". mehr

Nachrichten

OLG Dresden

Ruderunfall: Freispruch von Clubpräsidenten aufgehoben

Der Prozess um einen tödlichen Ruderunfall in Leipzig muss neu aufgerollt werden. Das OLG Dresden hob am Montag den Freispruch eines Leipziger Ruderclub-Präsidenten auf.  Bei dem Unglück war 2008 ein mit fünf Kindern besetztes Boot vom Kurs abgekommen und ein Wehr herabgestürzt. Ein Zwölfjähriger ertrank, ein weiteres Kind ist seitdem schwerbehindert . mehr

Hintergründe

Vor der Entscheidung im Bundesrat

"Der Generalbundesanwalt ist kein Frühstücksdirektor"

Generalbundesanwaltschaft

Am Freitag soll der Bundesrat Johannes Schmalzl als neuen Generalbundesanwalt bestätigen. Mittlerweile gibt es aber nicht nur aus den Reihen der Opposition Widerstand. Der Stein des Anstoßes: Schmalzl war nur drei Monate lang Staatsanwalt. LTO hat Generalbundesanwalt a.D. und LTO-Beiratsmitglied Kay Nehm gefragt: Was genau macht eigentlich der oberste deutsche Ankläger? mehr

Strafrecht – seine Rechtsquellen und seine Ursprünge

Das Strafrecht wird unterteilt in materielles und formelles Recht. Während das materielle Recht im Strafgesetzbuch (StGB) normiert ist und die einzelnen Normen sich mit den Voraussetzungen einer Straftat und ihren Rechtsfolgen befassen, beschäftigt sich das formelle Strafrecht mit dem eigentlichen Strafverfahren, das im Strafprozessrecht und im Gerichtsverfassungsgesetz geregelt ist. Beide zusammen ergeben im Ergebnis die Strafe. Ordnungswidrigkeiten sind Teil des Strafrechts, die jedoch zumeist anhand eines Bußgeldkatalogs mit Bußgeldern sanktioniert werden.

Materielles und formelles Strafrecht und seine Rechtsquellen

Die wichtigste Rechtsquelle materiellen Strafrechts ist das Strafgesetzbuch. Daneben gibt es Sondergesetze, zu denen unter anderem das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), das den Umgang mit Betäubungsmitteln regelt, das Sprengstoffgesetz (SprengG), bei Insolvenzstraftaten auch das Handelsgesetzbuch (HGB) oder auch das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Eine Rechtsquelle des formellen Strafrechts ist auch das Strafgesetzbuch, darüber hinaus auch das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG), die Strafprozessordnung (StPO), das Jugendgerichtsgesetz (JGG) und das Strafvollzugsgesetz (StVollzG), um nur einige zu nennen.

Das Strafrecht und seine historischen Wurzeln

Die Geschichte des deutschen Strafrechts beginnt bei den Germanen, die die Wiedergutmachung einer Straftat durch Zahlungen des Täters an das Opfer einer Straftat kannten. Das erste einheitliche Strafgesetzbuch im weitesten Sinne war die von Kaiser Karl V. im Jahr 1532 erlassene Constitutio Criminalis Carolina. Dadurch wurde das bis dahin als Beweismittel übliche Gottesurteil durch einen Indizien- und Geständnisprozess ersetzt. Allerdings legte es auch bei Verdacht von Hexerei den Scheiterhaufen als Strafmaß fest. Erst der Preußenkönig Friedrich II. schaffte mit Amtsantritt im Jahr 1740 die Folter wieder ab. Das preußische Strafgesetzbuch von 1851 wurde 1871 das Reichsstrafgesetzbuch für das zu diesem Zeitpunkt gegründete Deutsche Reich, das mit vielen Änderungen bis heute Gültigkeit hat.

Rechtsquiz zu den Brandstiftungsdelikten

Jetzt wird’s brenzlig! Bei vielen ist die Vorlesung Strafrecht BT sicher schon etwas länger her. Grund genug, hier noch einmal die wichtigsten Probleme rund um die Brandstiftungsdelikte zu behandeln. Wann ist ein Gebäude "in Brand gesetzt"? Wer ist ein "anderer Mensch" im Sinne des § 306b Abs. 2 Nr. 1 StGB? Und wie war das noch mal mit der teleologischen Reduktion des § 306a Abs. 1? Fackeln Sie nicht lange und testen Sie Ihr Wissen im Rechtsquiz zu den Brandstiftungsdelikten!

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