Essays
Recht frech / Die etwas andere Literaturübersicht
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Warum Tätowierungen nicht aus dem Straßenbild verschwinden, ist nicht zuletzt eine Frage an das Strafrecht. Dass Elefanten nicht dezimiert würden, war auch ein Problem deutscher Verwaltungskunst. Und dass "Ubuntu" nicht bloß am Computer Kopfschmerzen bereitet, ist eine Sorge von
Martin Rath in seiner etwas anderen Literaturübersicht.
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50 Jahre Lehrbuchfall

Ein Obdachloser verschafft sich durch falsche Selbstbezichtigung ein Dach über dem Kopf, indem er seine Inhaftierung provoziert. Das zieht einen Betrugsprozess wegen der ergaunerten Untersuchungshaft und Verpflegung nach sich. Dieser Vorgang aus dem Jahr 1960 wurde zum Lehrbuchfall, lädt aber auch zur Reflexion über andere verdrehte (Rechts-) Verhältnisse ein.
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Beweiserhebung und Beweiswürdigung

Der Filmklassiker "Rashomon" erzählt, wie vor Gericht drei an einem Verbrechen Beteiligte drei völlig unterschiedliche Versionen des Tathergangs schildern. Jede ist stringent und ohne logische Brüche. Welche aber entspricht der Wahrheit? Ein Problem, das die Justiz bis heute zu wenig problematisiert. Hans-Uwe Pasker fordert eine Diskussion über Wahrnehmung und Wirklichkeit.
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Recht frech / Die etwas andere Literaturübersicht
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Eines fernen Tages werden wir erstaunt zurückblicken auf den Sommer 2010 und wir werden uns erinnern, dass südlich des Mains mit Forken bewaffnete Bauern auf die üblen Datenspähwagen der Firma Google losgingen. Wenn dann auch der letzte Rollator GPS-gesteuert durch die Straßen navigiert, wird es wohl längst ein eigenes "Seniorenrecht" geben. Unkonventionelles von Martin Rath.
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Grundlagen der Beweiswürdigung
Otto von Bismarck: Perfide Unterdrückung der Sozialdemokratie

Ein Urteil des Reichsgerichts aus dem Jahr 1887 erinnert nicht nur an eine düstere Zeit politischer Justiz in Deutschland. Es wirft auch ein Licht darauf, dass seinerzeit andere Weichenstellungen bei der strafprozessualen Beweiswürdigung möglich gewesen wären.
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Recht frech / Die etwas andere Literaturübersicht
Flashmob: Kissenschlacht vor der New Yorker Börse, (c) picture alliance / abaca

"Parmesan und Partisan, wo sind sie geblieben?", fragte einst der juristisch gebildete Kabarettist Matthias Beltz. Bei der umfangreichen Kritik am Flashmob-Urteil des Bundesarbeitsgerichts ist
Martin Rath inspiriert von der Gleichsetzung von Streikenden mit Partisanen und er fragt nicht ganz bitterernst, ob Beltz` Antwort noch stimmt: "Parmesan und Partisan, beide sind zerrieben."
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Polizeirecht 1910 - Gewaltschutz heute
Bain News Service,, publisher

Robust ging es zu, im Deutschland des Jahres 1910. Der Kaiser konnte viel Unfug reden und trotzdem im Amt bleiben. Aber auch der Untertan, der preußische Ehemann, verfügte über robuste Rechte, um über Frau und Gesinde zu herrschen.
Martin Rath über ein Urteil des Königlich Preußischen Oberverwaltungsgerichts, das ein Schlaglicht wirft auf männliche Omnipotenz und weibliche Ohmacht.
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Plettenberg

Plettenberg ist nicht nur irgendein Städtchen im Sauerland, sondern auch Geburts- und Sterbeort des international bekannten Juristen und politischen Theoretikers Carl Schmitt. Dirk van Laak beleuchtet in "Mekkas der Moderne" das Leben und Wirken Schmitts und den kleinen Ort in einer "Welt großartigster Spannung". Lesen Sie das Kapitel ungekürzt auf LTO.de. mehr…
Recht frech: Die etwas andere Literaturübersicht

Eisbären sind bei den aktuellen Wetterbedingungen nicht zu beneiden. Selbst wenn die Rechtswissenschaft Alaskas sich ihrer annimmt, erhöhte Temperaturen treffen sie wohl doch. Auch die bundesweit bekannt gewordenen "Húntún" schwäbischer Provinienz, die die Öffentlichkeit erhitzten, wärmt
Martin Rath in seiner etwas anderen Literaturübersicht noch einmal auf.
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Solferino und Castiglione
Schlacht von Solferino (Gemälde von Carlo Bossoli)

Eine monumentale Schlacht, das Wehklagen tausender Verwundeter, Blut, das wie Wasser in den Rinnsteinen floss – das grauenhafte Sterben in der Schlacht von Solferino 1859 bereitete den Boden für die Genfer Konventionen und das Rote Kreuz.
Ulrich Ladurner besuchte das verschlafene Örtchen im Norden Italiens.
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Mephisto-Beschluss
Zweifellos ist es ein bisschen frech, zu behaupten, mit der Erfindung eines "postmortalen Persönlichkeitsrechts" habe das Bundesverfassungsgericht 1971 den Hades, das Totenreich der alten Griechen, in den Geltungsbereich des Grundgesetzes eingemeindet. Doch fehlte dazu nicht viel, meint Martin Rath. mehr…
Der August-Macke-Prozess von Bonn
Selbstportrait von August Macke

Ein Passant findet im Sperrmüll ein Meisterwerk des Expressionisten August Macke. Als er es versteigern lassen will, interveniert der Nachkomme des ursprünglichen Eigentümers, eines Juden, dessen Vermögen 1938 beschlagnahmt worden war. Er klagt auf Herausgabe des Gemäldes. Vor acht Jahren endete der Prozess um die Sperrmüll-Kunst vor dem Landgericht Bonn.
Jürgen Seul blickt zurück.
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Auf dem Weg zum Comic-Recht?
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Moderne Kommunikation ohne Bilder ist undenkbar – außer im Recht. Das Rechtssystem ist tief geprägt von Wort und Schrift. Aber es wird sich nicht mehr lange der Bilderflut entziehen können, prognostiziert
Prof. Dr. Volker Boehme-Neßler. Erste Anzeichen für den Paradigmenwechsel sind bereits zu erkennen.
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