Essays
Holz im Recht
Anwälte in grünen Strumpfhosen

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"Le waldsterben" gilt in Frankreich als deutsche Gemütskrankheit, selbst Karl Marx schrieb über rheinischen Holzdiebstahl und der "Holzfrevel" beschäftigte arme Bauern im deutschen Bund ebenso wie die damaligen Juristen. Es waren aber Engländer, die das Forstrecht über 500 Jahre als eine Art Verfassungsrecht pflegten. Ein Besuch bei Robin Hood im juristischen Forst von Martin Rath. mehr…Opiumkonferenz im Januar 1912
Hundert Jahre War on Drugs

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In den bürgerlichen Hausapotheken des 19. Jahrhunderts stand ein Fläschchen Opium-Tinktur. Arbeitern diente Opium als Ersatzdroge, wenn Alkohol zu teuer war. Heroin wurde von einem großen deutschen Pharmakonzern als Allheilmittel vermarktet. Die juristische Wende zur heutigen restriktiven Drogenpolitik begann im Januar 1912. Ein Stück Rechtsgeschichte von Martin Rath. mehr…Literarische Leistungen des Reichsgerichts 1912
Strafprozesspossen, Altherrenehre & Unzuchtssubsumtionen

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Zwar können Isländer bekanntlich dank intensiver Sprachpflege noch mühelos in mittelalterlichen Sagas schmökern. Aber was ist das schon gegen die Fähigkeit deutscher Juristen, in den sagenhaften Entscheidungen des Reichsgerichts zu blättern? Gut, verdürbe nicht Frakturschrift die Leselust. Mit einer Lesefrüchtesammlung aus dem Jahr 1912 will Martin Rath Rechtsgeschichte versüßen. mehr…Recht festlich
Vom Krippenland in Juristenhand zur Weihnachtswanderlust weithinaus

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Wie jeder andere Lebensbereich, ist selbstverständlich auch die Krippe Gegenstand des juristischen Regelungstriebs – was eigentlich ein schöner Doktorarbeitsgegenstand für konservative fränkische Adelssprösse wäre. Vom Anekdotischen aus dem Christuskindergartenalter führt uns das rechtsphilosophisch weit über Weihnachtswanderlust hinaus. Zwei Miniaturen von Martin Rath. mehr…Das Urteil von Nürnberg
Furchtbare Juristen vor Gericht
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Vor 60 Jahren starb Otto Palandt
Schwarz-brauner Namenspatron des grauen Kommentar-Ziegels

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An verantwortlicher Stelle gestaltete er die Juristenausbildung des NS-Staates mit. Dann schenkte er dem bekanntesten Kommentar zum bürgerlichen Recht seinen Namen: Otto Palandt. So werbewirksam der Name des NS-Juristen auf dem bis heute führenden "Kurz-Kommentar" sein mag, auch als rechtshistorischer Stolperstein hat der "Palandt" seinen Wert. Ein biografischer Aufriss von Martin Rath. mehr…Vor 40 Jahren: Justiz plant EDV
2051 – Subsumtionsautomaten mit Befähigung zum Richteramt

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Im Jahr 1971 befand sich das Raumschiff Enterprise noch im Anflug auf den Mainzer Lerchenberg. Ob "Treckies" zu träumen wagten, dass die Mobiltelefone aus der Raumschifffracht die Welt erobern würden? Immerhin, sogar die deutsche Justiz entdeckte ihre elektronische Zukunft für sich. An Datenbankplanungen von damals erinnert Martin Rath, mit einem Blick in die Glaskugel. mehr…JFK – Tatort Dallas
Der verhinderte Jahrhundertprozess

John F. Kennedy
Die gerichtliche Aufarbeitung des Attentats auf John F. Kennedy wäre vermutlich der Strafprozess des 20. Jahrhunderts geworden, doch durch die Tötung des Verdächtigen Lee Harvey Oswald wurde ein solches Ereignis frühzeitig verhindert. Ohne Oliver Stones Epos "JFK – Tatort Dallas" (1991) wüsste heute hierzulande kaum jemand, dass es in dieser Sache trotzdem einen Strafprozess gegeben hat. mehr…Slapstick auf dem Friedhof als juristische Alternative
Monty Python vor dem Reichsgericht

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Der Unterhaltungswert der deutschen Justiz ist eher gering – zu wenig Blut, Schweiß und tränenreiche Rhetorik. Gut, dass auch für die Justizbehörden Loriots berühmtes Wort gilt: "Früher war mehr Lametta!" Vor 100 Jahren beschäftigte das Reichsgericht ein Fall, der jeder Horrorfilmparodie gut zu Gesicht stünde. Auf ins Zeitalter der Reichsgerichtsräte mit Martin Rath. mehr…Halloween für Juristen
Anekdotisches & Grundsätzliches zum Importfeiertag

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Ob auch Juristen und Menschen, die es werden wollen, dieser Tage dem sozialen Druck ausgeliefert sind, sich an feucht-fröhlichen Halloween-Feierlichkeiten zu beteiligen? Sollte dem so sein, müssen sie um halbwegs gruselige Justizgeschichten nicht verlegen bleiben. Mehr als nur böse Anekdoten aus den USA und dem heimischen Gruselfeiertagsimportland, erzählt von Martin Rath. mehr…Redaktionsstab Rechtssprache
Im Einsatz für verständliches Recht-Schreiben
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Schluss der Debatte mit zwei Buchstaben
"Das ist hM und kann nicht angezweifelt werden"

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In der Jura-Ausbildung gilt sie als potenzieller Auslöser für akademisches Naserümpfen, aus der Praxis ist sie nicht wegzudenken – die "herrschende Meinung". Selbst wenn es kaum noch wilde Revoluzzer gibt, die sie als "Meinung der Herrschenden" aus der Welt schaffen wollen, auch seriöse Juristen mögen die "hM" nicht – unverdient, meint Martin Rath, nicht ganz ironiefrei. mehr…Recht frech – die etwas andere Literaturübersicht
Vom leeren Taburaum und juristischer Grenzgängerei

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Als juristische Erfindung des Jahres darf der "Taburaum" gelten. Bei Anklopfen bleibt er aber leer. Die Lektüretour führt daher nach Übersee: US-Juristen befassen sich mit sexuellen Abwegen, Chinesen mit den Tücken von Hotelspesen. Zurück führt Martin Rath dann mit einer Antwort auf die Frage, warum deutsche Juristen weltweit nicht so beliebt sind, wie sie es gerne wären. mehr…Indianische Rechtsprobleme
Juristische Kriegspfade, nicht nur für Studienanfänger

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In diesen Tagen beginnt für viele Studienanfänger der frühe Ernst des juristischen Lebens. Die unterhaltsamen Seiten des Faches werden zwischen "Gutachtenstil" und trockener Dogmatik schon bald recht knapp werden. Zu einer Spurensuche jenseits der ausgetretenen Pfade lädt Martin Rath ein – statt "Cowboy und Indianer" heißt es hier: "Richter und Rothaut". mehr…Perlen der juristischen Bildung
Wenn sich im Skript der Inquisitor schon mal selbst foltert

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Die moralische Art, mit der sich Jurastudenten neuerdings für Rechtsgeschichte interessierten, kritisierte Bernhard Schlink unlängst als Aspekt einer "Kultur des Denunziatorischen". Als Gegengift zum unterstellten Übermaß an Moral in studentischen Gedanken können Skripte dienen, mit denen viele Studenten ihre Bildung bestreiten. Ein ironischer Essay von Martin Rath. mehr…Meistgelesene Artikel |
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LTO-Quiz |
| Wie die Abkürzung für die Gebührenordnung für Ärzte lautet, wissen Sie vielleicht noch, wenn Sie seit dem Examen das Medizinrecht eher ad acta gelegt haben. Aber was ist mit dem Begriff der Arzthaftung? Und wo ist das Arzneimittelrecht noch gleich geregelt? Testen Sie hier, ob Sie das Staatsexamen heute noch bestehen würden! | ![]() |
Artikel der Woche |
Havarie der Costa Concordia
"Der Kapitän geht erst nach der Evakuierung von Bord"
Von: LTO-Redaktion
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Wohl über 30 Menschenleben hat die Abweichung von der Route des Kreuzfahrtschiffs gekostet, dessen Kapitän nun ebenso in der Kritik steht wie die Reederei. Dabei geht es rechtlich durchaus ein wenig durcheinander. Im LTO-Interview erklärt Seerechtler und Kapitän Dr. Klaus Ramming, wer auf hoher See das Sagen hat und ob der Kapitän tatsächlich erst als Letzter von Bord gehen darf.
mehr…Ihre Meinung |
Diskussion um Verfassungsschutz
Sollte der Verfassungsschutz abgeschafft werden?
Ja, der Verfassungsschutz ist überflüssig.
Nein, eine Abschaffung des Verfassungsschutzes wäre zu gefährlich.
Ist mir egal.
Zum Ergebnis










Wohl über 30 Menschenleben hat die Abweichung von der Route des Kreuzfahrtschiffs gekostet, dessen Kapitän nun ebenso in der Kritik steht wie die Reederei. Dabei geht es rechtlich durchaus ein wenig durcheinander. Im LTO-Interview erklärt Seerechtler und Kapitän Dr. Klaus Ramming, wer auf hoher See das Sagen hat und ob der Kapitän tatsächlich erst als Letzter von Bord gehen darf.