Eltern untersagten Sohn Teilnahme an Schulveranstaltung: Buß­geld für ver­wei­gerten Moschee­be­such

05.07.2018

Weil sie ihrem Sohn die Teilnahme an einem von der Schule organisierten Moscheebesuch verweigerten, müssen die Eltern nun ein Bußgeld von 50 Euro zahlen. Dies entschied das Amtsgericht im schleswig-holsteinischen Meldorf.

Die Eltern eines Schülers in Schleswig-Holstein müssen 50 Euro Bußgeld zahlen, weil sie ihrem Sohn 2016 einen Moscheebesuch im Rahmen des Schulunterrichts verboten hatten. Das entschied das Amtsgericht (AG) Meldorf am Mittwoch in einem neu aufgerollten Prozess (Urt. v. 04.07.2018, Az. 25 Owi 408/16).

Nach Ansicht der Richterin war der Besuch im Rahmen des Erdkundeunterrichts eines Gymnasiums in Rendsburg für die konfessionslosen Eltern zumutbar, wie ein Sprecher sagte. 

Der Vater des damals 13 Jahre alten Schülers hatte Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erhoben. Das Amtsgericht musste sich nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) erneut mit dem Fall befassen. In einem ersten Verfahren hatte das Amtsgericht das Bußgeldverfahren aus formalrechtlichen Gründen eingestellt, die aber nach Ansicht des OLG nicht zutrafen.

Nach Auffassung der Richterin am AG handelte es sich bei dem kurzen Besuch im Juni 2016 nicht um Religionsunterricht, erklärte der Gerichtssprecher. Es habe währenddessen keine Indoktrination und keine Werbung für den Islam gegeben. Die Richterin berief sich demnach bei ihrer Entscheidung am Mittwoch auf Urteile des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

dpa/mam/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Eltern untersagten Sohn Teilnahme an Schulveranstaltung: Bußgeld für verweigerten Moscheebesuch . In: Legal Tribune Online, 05.07.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/29563/ (abgerufen am: 18.11.2018 )

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Kommentare
  • 05.07.2018 10:32, McMac

    Wichtige Hintergrundinfo, die leider "vergessen" worden ist: Die Kinder wurden nicht zum Besuch irgendeiner Moschee gezwungen, sondern zum Besuch einer solchen, die von der "Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs" eröffnet worden ist. Dieser ehrenwerte Verein wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

    Ich würde mein Kind nur dahin schicken, wenn sichergestellt wäre, dass insbesondere vor dem konservativen Islam und seinen Gefahren für unsere Gesellschaft hinreichend gewarnt würde. Ansonsten hätte es bestimmt Fieber.

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    • 05.07.2018 10:52, Shaw

      Wenn Sie wüssten, was alles vom Verfassungsschutz beobachtet wird, könnten sie ihre Kinder nirgends mehr hinschicken. Die Beobachtung durch eine solche Behörde darf nicht als Vorverurteilung gewertet werden.

    • 05.07.2018 11:03, McMac

      Können Sie bitte ein paar relevante Beispiele nennen, als "schulausflugstaugliche"? Danke.

    • 06.07.2018 22:53, Natascha

      das ist ja hochspannend!

    • 11.07.2018 18:33, Reiner

      Warum knicken wir eigentlich vor dieser pseudo Religion ein.
      Hat schon mal jemand von euch ,den Koran gelesen?
      Ich habe mir bisher50% reingezogen und bin entsetzt.
      Es läuft auf völliger Unterwerfung hinaus und hier im Lande bekommen Eltern Bußgelder ,eine Schande.

  • 05.07.2018 13:44, Ivo

    Es ist schwierig, aufgeklärter und rationaler Patriot in einem Land zu sein, das so unfassbar viele Narren beherbergt. Man fragt sich bald, ob die Kultur, für deren Fortbestand man eintritt, überhaupt für sich genommen existiert oder nur mehr eine verkümmernde Subkultur inmitten des allgemeinen Schildbürgertums geworden ist.

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    • 05.07.2018 14:32, GrafLukas

      Das ist eine Aussage, der in dieser Allgemeinheit kaum widersprochen werden kann.

      Wer sind denn in Ihren Augen die Narren - diejenigen, die gerne den Islam verteufeln, aber nicht bereit sind, sich über ihn zu informieren? Oder doch die anderen, die mit solchem Teufelszeug lieber gar nichts zu tun hat?

    • 05.07.2018 14:40, McMac

      Die Narren sind die, die entweder nicht erkennen oder aber ignorieren, was passiert, wenn man den Islam gewähren lässt. Und selbstredend auch die, die es erkennen, aber vor lauter falsch verstandener Toleranz nicht bereit sind, etwas dagegen zu unternehmen.

  • 05.07.2018 14:45, GrafLukas

    Ich halte es für eine bedenkliche Entwicklung, wenn man sich der Information über andersgläubige im eigenen Land aktiv widersetzt. Es kann dem friedlichen Miteinander und dem Abbauen von Vorurteilen doch nur nützen, wenn man mehr über den anderen erfährt.

    Im Ruhrgebiet ist es vollkommen üblich, dass die christlichen Kirchen jüdische und islamische Gemeinden regelmäßig zu Festen einladen und umgekehrt. Was soll daran schlecht sein? Letztlich sind es alles abrahamitische Religionen, das sollte man nicht vergessen. Verdächtig ist für mich eher, wer sich dem Dialog verweigert.

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    • 05.07.2018 15:30, M.D.

      Darum geht es nicht. Jeder hat das Recht, eine Information nicht zur Kenntnis zu nehmen. Es geht hier einzig und allein um eine Anweisung in einem besonderen Gewaltverhältnis, der nicht nachgekommen wurde.

      Aus meiner Sicht handelt es sich bei solchen Vorfällen um Aktionismus, der im Zweifel nur dem Kind schaden kann. Die 50 € sind nicht die Welt, die möglichen Konsequenzen für das nächste Halbjahreszeugnis sind viel bedenklicher.

    • 05.07.2018 15:46, McMac

      Wir sind uns einig, dass es wichtig ist, sich über den Islam zu informieren. Sie müssen dann aber auch zulassen, wenn jemand - womöglich anders als Sie - zu dem Ergebnis gelangt, dass der konservative Islam, wie er derzeit weltweit auf dem Vormarsch ist, gefährlich für unsere westlichen Gesellschaften ist. Im Vergleich zu fast allen westlichen Gesellschaften fehlt dem Islam das Element der Aufklärung. Solange das so bleibt, wird der Islam bzw. die Vereinbarkeit des Islam mit westlichen Werten immer problematisch wenn nicht gar unmöglich sein.

      Wenn sich jemand - und damit meine ich Erwachsene - aus freien Stücken dazu entscheidet, eine muslimische Gemeinde zu besuchen und eine Moschee zu besichtigen, dann bin ich der Letzte, der dagegen opponieren würde. Wenn allerdings Kinder dazu gezwungen werden, eine Moschee zu besuchen, ohne dass das Thema vor Ort kritisch beleuchtet wird, dann ist das doch sehr befremdlich.

    • 05.07.2018 16:41, GrafLukas

      Ich sage überhaupt nicht, dass ich im konservativen Islam keine Gefahr sehe. Im Gegenteil. Ich sehe nur auch die Gefahr, dass man die vielen liberalen Muslime, die es auch gibt, wegstößt und auch unter Generalverdacht stellt.

      Im Gegenteil müssten wir hier viel stärker differenzieren. Salafismus und andere Strömungen sind absolut abzulehnen. Andere sind nicht gefährlicher als evangelikale Christen oder vielleicht noch harmloser. Aber Aussagen wie "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" tragen nicht zu dieser Differenzierung bei, sondern grenzen alle aus. Das kritisiere ich.

    • 05.07.2018 17:44, McMac

      "Der Islam", so wie er bislang bei uns mehrheitlich auftritt (fordernd, intolerant, diskriminierend, rassistisch, nicht säkular) gehört für mich nicht zu Deutschland. Und nein, selbstverständlich sind nicht alle Moslems so, aber eben doch viele und ein weiterer großer Teil stimmt schweigend zu. Die von Ihnen genannten liberalen Moslems sind allenfalls eine verschwindend geringe Minderheit völlig ohne Einfluss, die bestenfalls unterdrückt, zum Teil aber auch massiv bedroht wird.

      Die Situation, wie sie ist, haben wir zum Teil aber auch selbst verursacht, weil wir es zulassen, weil wir wegschauen oder offenkundige Missstände tot schweigen. Weil wir zum Beispiel nicht sagen, Schwimmunterricht ist Pflicht, und zwar für Mädels im Badeanzug, nein, wir schaffen lieber Burkinis an. Oder das Schweinefleisch in Kitas, Kindergärten und Schulmensen stillschweigend ab. Lassen es zu, dass radikale Moscheevereine Islam-Unterricht erteilen und fördern diese sogar noch mit Steuergeldern. Mehrfachehen, Kinderehen usw. usf. Das sind alles Auswüchse einer völlig falsch verstandenen Toleranz. Worein sollen sich die Zuwanderer, die nun mal ganz überwiegend aus jungen muslimischen Männern bestehen, integrieren, wenn wir ihnen allenfalls wachsweiche Leitplanken zur Orientierung bieten?

    • 05.07.2018 17:59, Hans-Uwe Scharnweber

      Auch wenn es "letztlich alles abrahamitische Religionen" sind, so besteht zwischen ihnen ein großer qualitativer Unterschied, der – obwohl sich Imame und "Gläubige" immer drauf berufen wollen – die Anwendung des Gleichheitsgrundsatzes verbietet: die letzte dieser abrahamitischen »Religionen« betrachtet alle Nicht-Muslime – auch ihre »Schwestern« des Judentums und des Christentums – als ungläubige "Affen und Schweine", die "geringer als Vieh" missachtet werden und die zu töten jeder "wahre Gläubige" von der Doktrin her aufgerufen ist, "selbst wenn euch das zuwider ist". Und damit sich kein Christ falsche Vorstellungen mache, heißt es: "Ungläubig sind die, die sagen der Sohn der Maria sei Allah."
      Ganz besonders haben es die Muslime in ihrer Doktrin auf die Juden abgesehen. Dazu muss man vorher wissen: Ein Verstoß gegen ein Verbot Allahs oder ein Gebot ihres Propheten zieht "ewige Höllenqualen" nach sich.
      Das waren vorstehend alles Koranzitate!
      Wer sich näher informieren möchte, mag meine für den Bundestagswahlkampf 2017 eingerichtete Website

      "https://www.grundgesetz-contra-islam.de/"

      aufsuchen; da findet er dann auch die entsprechenden Nachweise.

      Und nun als Bonbon zum Schluss:

      Alle Muslime bis zum Tag des Jüngsten Gerichts sind durch ein mit einem Hadith übermitteltes Prophetengebot zum »immerwährden Judenmord" verpflichtet!

      Dieser schändliche Hadith ist der "Gharqad-Baum-Hadith". Er lautet:
      „Die Zeit/der Tag (des Jüngsten Gerichts) wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verste-cken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! Nur der Gharqad-Baum, der macht das nicht, denn das ist der Baum der Juden“,
      (Sahih Bukhari # 2925, 2926; Sahih Muslim # 6985)
      [http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/36358/antisemitismus-in-der-charta-der-hamas?p=all ]
      (Es gibt diverse Belegstellen für diesen Hadith, den die Hamas für so aktuell und überzeugend befand, dass sie ihn 1988 in Art. 7 ihrer Gründungscharta aufgenommen hat, ich habe jetzt nur die von der äußerst seriösen "Bundeszentrale für politische Bildung" angegeben.)

      Wenn man 1 + 1 zusammenzählt – wozu das Bundesverfassungsgericht ausweislich seiner drei muslimisch gebundenes Kopftuch-Fehlentscheidungen nicht in der Lage gewesen ist, dann kann man unter Beachtung von Art. 9 II GG – den das BVerfG nicht zu kennen scheint – nur zu dem Ergebnis kommen, dass »der Islam« eine theofaschistische Ideologie ist, die wegen Verstoßes
      - gegen die Strafgesetze (§§ 126, 130, 166 StGB)
      - gegen die verfassungsmäßige Ordnung (insbesondere Art. 1 I, 2 II, 3 II GG und das Rechtsstaatsprinzip) und
      - gegen den Gedanken der Völkerverständigung (Andersgläubige rücksichtslos hinrichten)
      keine "Religion" i.S.d. Art. 4 sein kann, seine Vereinigungen seit dem 24.05.1949 verboten sind – nicht erst zu verbieten, sondern von unserer antifaschistischen Verfassung her "verboten" sind.

      Man kann Faschismus definieren, wie man will: es ist aber immer Faschismus pur, wenn eine Ideologie ihren Anhängern gebietet, Andersgläubige "rücksichtslos hinzurichten", "wo immer sie gefunden werden", "selbst wenn euch das zuwider ist".
      Es gibt eben Faschismus »von rechts« (Hitler, südamerikanische Diktatoren),
      »von links« (Stalinismus, Mao, Pol Pot, DDR) und
      Faschismus »von oben« > Theo-Faschismus.

      Der Ansporn zum menschenmordenden Dschihad:
      Nur wer "mit seinem Gut und Blut" für die Sache Allahs gekämpft hat, werde in die oberste Stufe des hunderstufig gedachten Paradieses kommen [wo er auf die tollsten und schärfsten Weiber hofft – 70 "Huris" plus deren je 70 Sklavinnen = 5040 stets willige Weiber für jeden der ausgehungerten Kämpfer; Hamed Abdel-Samad hat deswegen den Ausdruck "Pornotopia" geprägt), die er mit seinem Dauerständer beglücken kann, denn keiner der für Allah gekämpft habenden Dschihadisten werde dort "älter als 30" sein].

      Das nur zu dem gedankenlos dahergesagten Satz: Es sind "letztlich alles abrahamitische Religionen".

      Den Rest habe ich konzentriert auf der Website eingestellt und empfehle, es dort nachzulesen.

    • 06.07.2018 12:25, Isabella

      Der Islam ist nicht abrahamitisch, das ist eine Propagandalüge von Anhängern des Mohammedkultes. Der Islam hat eigene Schriften, die die Lehren der Bibel pervertieren. Auch biblische und außerbiblische Geschichten, die Moslems zu vereinnahmen suchen, werden arabisiert, verdreht und ihrem Sinngehalt ausgetauscht. Ganz im Gegenteil, zielt der antijüdische und antichristliche Islam auf die Ausmerzung von Judentum und Christentum, Mohammed war ein Christenverfolger und -mörder, wenn man den islamischen Schriften Glauben schenkt.

  • 05.07.2018 20:58, Hmmm

    Ich bin ja weiss Gott kein Fan von Art. 4 GG... Aber ich fürchte das hält der Überprüfung Im Hinblick auf die negative Religionsfreiheit nicht Stand. Man würde ja auch keine jüdischen Kinder zwingen, den Ausflug nach Dachau mitzumachen...

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    • 07.07.2018 15:24, Nemo

      Endlich jemand der juristisch argumentiert. Viele Kommentare hier sind zwar durchaus moralisch, gesellschaftlich Begründet oder zumindest diskutierbar, aber juristisch fundiert sind die wenigsten.
      Ich stimme ihnen zu. Art. 4 und vor allem auch das elterliche Erziehungsrecht aus Art. 7 und deren Erlaubnis auch über die religiöse Erziehung zu entscheiden halte ich hier für betroffen. Ob Art. 7 I GG hier ausreicht wage ich zu bezweifeln.

    • 11.07.2018 15:16, Acquis

      Na dann warten wir´s mal ab, ob die verantwortlichen Lehrer und der Amtsrichter dafür schöne Disziplinarverfahren bekommen.

    • 11.07.2018 17:12, Dr. Peus

      Der Richter nicht wg. "Unabhängigkeit", für den Lehrer sollte es eins geben.

  • 06.07.2018 09:03, Dirk Schmitz M.A.

    Was für irre deutsche Richter! Rechtsprechung neben dem Misthaufen. Man stelle sich den Fall so vor: Der Sohn eines Imam muss eine neuapostolische oder katholische Kirche betreten. Tut er nicht. Der bekommt der Imam ein Bußgeld. Könnt Ihr Euch das deutsche Gutmenschenecho vorstellen? Mal ganz zuschweigen vom Aufmarsch der Gläubigen? Dirk Schmitz M.A., Rechtsanwalt

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    • 06.07.2018 09:28, Dr. Peus

      Sehr wahr! Als in Deutschland noch Anstand, Sitte und Respekt herrschten, also um 1966, wurde mit Erstaunen unter Mitschülern wahrgenommen aber selbstverständlich respektiert, dass ein Mitschüler sich weigerte, an einer Chor- und Orchesteraufführung als Bratschist in einer katholischen Kirche teilzunehmen (konzertant, nicht als Teil eines Gottesdienstes). (Dasselbe Konzert zuvor in einer evangelischen Kirche, da hatte er teilgenommen). Der Vater habe es ihm verboten. Der Vater war ev. Pfarrer. - Die Richterin will wohl Karriere machen. Auf dem Zeitgeist-Ticket.

  • 06.07.2018 22:55, PilgramsWords

    Um die Richterin muss man sich nicht mehr viele Gedanken machen, die hat ihr Urteil über sich gesprochen, wie auch der Staatsanwalt, die Schulleitung des "Gymnasiums in Rendsburg" und die Erdkunde-Lehrkraft, die ahnungslose Kinder einer Moschee zuführte. Die Richterin hat sich, wenn ich gleichzeitig den Fall des Hamburger Verfassungsrechtlers Prof. Dr. Christian Winterhoff sehe, im tiefroten Schleswig-Holstein für Höheres qualifiziert und wird sicher noch im rotverfilzten Justizapparat einige Karrierestufen erklimmen, wozu dieses Schandurteil quasi die Empfehlung darstellt, was auch sein Sinn und Zweck war.
    Meine Hochachtung vor den mutigen Eltern, die sich gegen solche vereinigten "Ordnung"smächte stemmen. Sie sollten dringend Einspruch einlegen. Ihr Grundrecht auf passive Religionsausübung wurde gröblich verletzt, für ein solches Urteil gibt es auch keine verfassungsrechtliche Stütze. Hier wurden unbedarfte, formbare Kinder mit der Autorität einer staatlichen Institution, mit staatlicher Gewalt in eine islamistische Steuerzentrale getrieben und das Ganze auch noch von einem deutschen(?) Gericht sanktioniert. Das ist kein Versehen und Vergehen, dafür gibt es beim besten Willen keine gutmeinende Rechtfertigung, das ist ein Verbrechen und wird zu seiner Zeit so behandelt werden.
    Allerdings kosten weitere Rechtsmittel Geld, sicher haben die Eltern schon hohe Anwaltskosten aus ihren privaten Haushaltmitteln - "steuerlich absetzbar" ist so ein Gesinnungsverfahren nicht - erlegen müssen. Wer irgend kann, ist hiermit aufgerufen, eine Spende an folgendes Konto einzuzahlen:

    RA Alexander Heumann (Anderkonto)
    Deutsche Bank Düsseldorf
    IBAN: DE40 3007 0024 0488 3146 00
    (Verwendungszweck „Rendsburger Moscheeschwänzer-Fall“)
    Die Rechtsmittelfrist läuft schon am 11. Juli 2018 ab!

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    • 09.07.2018 08:23, Michael Wirriger

      Wieso "auch der Staatsanwalt"? Im Ordnungswidrigkeiten-Verfahren [nach Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid] wirkt vor dem Amtsgericht i.d.R. überhaupt kein Staatsanwalt mit (§ 75 OWiG).

      Und wieso "die Eltern sollten dringend Einspruch einlegen"? Das Urteil erging doch aufgrund des Einspruchs gegen den Bußgeldbescheid. Oder meinte der Verfasser vielleicht "Rechtsbeschwerde"? Die ist aber bei Verurteilungen zu einer Geldbuße von lediglich Euro 50,00 i.d.R. nicht zulässig (§ 79 Abs. 1 Nr. 1 OWiG).

      Es ist bedauerlich, dass hier immer weniger juristisch diskutiert wird und stattdessen immer politische Meinungen ausgebreitet werden. Das Medium heißt doch immer noch LTO und nicht PTO.

    • 09.07.2018 08:54, Dr. Peus

      Es ist stets köstlich,wenn wirre Oberlehrer walten. Natürlich kann sein, dass der ndr irrte:11.8.2017:"Weil sie die insgesamt 300 Euro nicht zahlen wollen, reicht die Staatsanwaltschaft Itzehoe Klage beim Amtsgericht Meldorf (Dithmarschen) ein...Nun prüft die Staatsanwaltschaft Itzehoe, ob sie eine Beschwerde gegen die Einstellung des Prozesses einreicht - und die Sache vor dem Oberlandesgericht Schleswig prüfen lässt." Klar, auch da ist nicht alles "sauber" (Klage einreichen??). Und der weitere Weg führt entweder über den Antrag auf Zulassung der Rechtsbeschwerde, § 80 I OWiG, oder/bzw. danach direkt nach Karlsruhe. - Wie übrigens stand es mit etwaigem Zwang, sich Schuhe auszuziehen?

  • 07.07.2018 22:21, D.

    @pilgramswords: so empörend ich das Urteil finde, so unseriös erscheint in diesem Rahmen ein Spendenaufruf.
    Klares Fehlurteil, ich frage mich, worauf die Richterin sich da beruft. Art. 4 GG gilt ja nicht nur im Rahmen des Religionsunterrichts, und was ein Moscheebesuch mit Erdkunde zu tun haben soll, ist auch nicht nachvollziehbar. Also Artt. 4 und 6 GG versus Schulpflicht. Bei der Abwägung bezieht die Richterin (ohne Examen ;?) ex post -Argumente ein... trotzdem wäre es interessant zu wissen, ob die konfessionslosen Eltern bei einer katholischen Kirche genau so reagiert hätten. Sei es drum, Respekt und großes Lob für die Eltern und hoffentlich ein am Ende inhaltlich rechtlich richtiges Urteil zugunsten der Eltern dieses Schülers! Die Richterin sollte bitte nochmals ihre Bücher studieren oder aber die Bürger mit ihrer Rechtsprechung verschonen.

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  • 09.07.2018 15:01, Horst

    Die Eltern hätte es mit diesem Verbot verdient, 500,- € aus der Staatskasse zu bekommen statt eines Bußgeldbescheides.

    Wenn ich so etwas lese, dann bekomme ich immer wieder die Bestätigung, daß ich in einer offenen Psychiatrie lebe.

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  • 10.07.2018 21:46, Konrad Kugler

    Mit 75 bin ich ein "alter Knacker". Aber manches habe ich vor eurer Zeit erlebt. Z. B. Das Urteil des BVerfG zu "Soldaten sind Mörder", ein Schlagwort, von linken Deppen verwendet, um die Bundeswehr abzuqualifizieren und Soldaten zu beleidigen. Also das Gericht hat diese Beleidigung von Staatsorganen (!) in wesentlichen Teilen als nicht justiziabel gefunden. Seit damals genießt unsere Justiz eine erhöhte Aufmerksamkeit von mir, so daß jetzt die Frage im Raum steht: "Darf man Richter als Depp*innen (um auf der Höhe des Irrsinns zu sein!) bezeichnen"?
    Aber mir kommt da ein Richter aus der NS-Zeit in den Sinn, dem ein echter NS-Soldat wegen eines Verbrechens vorgeführt wurde. Seine Rede in etwa: Als Richter müßte ich ihn verurteilen. Aber als Nationalsozialist kann ich einen NS nicht verurteilen. [zu finden in "Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle"]

    Ein Gruß aus dem schönen Bayern an den sicher auch schönen Norden. Warum ist Bayern so erfolgreich? Weil es seit ewigen Zeiten konservativ regiert wird.
    Nicht über Bayern dumm denken, lästern ist erlaubt.
    Die Vernünftigen sind konservativ, also echte Weltverbesserer. Der Sozialismus ist die Weltreligion der Irren[den]. Wählen lernen!
    Inzwischen habe ich den Routenplaner befragt und plötzlich bin ich in der Nähe von Husum, der grauen Stadt, der Schimmelreiter (dreimal gelesen), Theodor Storm, im November auf einer Hallig Genesis studieren.,

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    • 12.07.2018 00:44, Dr. Peus

      Sehr geehrter Herr Kugler, Ihr Selbsteinschätzung halte ich für verfehlt. Adenauer war 75 im Jahre 1951. Da haben Sie noch viel zu tun. - Haben Sie nähere medizinische oder hygienische Kenntnisse zu den Folgen eines Burkini? Gibt es dazu Berichte oder Auswertungen?

  • 11.07.2018 23:22, C.Sturmwolke

    Vielen Dank für die sehr interessanten und ausführlichen Kommentare von McMac und Hans-Uwe Scharnweber.
    Sie tragen dazu bei die deutsche Rechtsprechung nachvollziehbar zu machen.

    Auch ich kann nicht verstehen, warum die Eltern 50 € zahlen sollen, wenn ihr Kind keine Moschee mit besuchen soll. Ich wüsste zu gern was ein Moscheebesuch mit dem Erdkundeunterricht zu tun hat. Unser Entgegenkommen dem Islam gegenüber ängstigt mich oft. Ist es die Hartnäckigkeit wie diese Religion im Westen auftritt? Keine andere Religion fällt weltweit so negativ und störend auf wie der Islam. In Nordrhein-Westfalen dürfen Mädchen mit einem Ganzkörperanzug am Schwimmunterricht teilnehmen, warum dieses Entgegenkommen?? Schon aus hygienischen Gründen bin ich damit nicht einverstanden. Es liegt wohl u.a. daran, dass Journalisten und auch Richter zu
    60 % grün-linkslastig sind, wie am Sonntag im Presseclub genannt wurde.

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    • 12.07.2018 10:12, Dr. Peus

      Sehr geehrter Herr Sturmwolke, Haben Sie nähere medizinische oder hygienische Kenntnisse zu den Folgen eines Burkini? Gibt es dazu Berichte oder Auswertungen?

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