Karlsruher Ethik-Code: Benimm-Regeln für Ver­fas­sungs­richter

von Dr. Christian Rath

05.01.2018

Auch das BVerfG veröffentlichte zum Jahresbeginn gute Vorsätze: Die "Verhaltensrichtlinien" für Verfassungsrichter sollen allerdings nicht nur im neuen Jahr gelten, sondern wohl einige Jahrzehnte lang, erläutert Christian Rath.

Im Plenum der 16 Richter wurde schon 2016 beschlossen, dass sich das Bundesverfassungsgericht einen Ethik-Code geben sollte. Treibende Kraft war dem Vernehmen nach dessen Präsident Andreas Voßkuhle, der sich angesichts der Entwicklungen in Polen und Ungarn Sorgen um den Rückhalt der Verfassungsgerichtsbarkeit in der Bevölkerung macht. Die Verhaltensregeln sollen helfen, dass wenigstens nicht die Richter selbst einen Ansehensverlust auslösen.

Das Plenum betraute eine Arbeitsgruppe mit den Vorarbeiten, die aus den vier Verfassungsrichtern Michael Eichberger, Susanne Baer, Peter M.Huber und Sibylle Kessal-Wulf bestand. Im Februar 2017 machte Voßkuhle bei der Jahres-Pressekonferenz das Vorhaben erstmals öffentlich. Er wollte damit vielleicht auch einen gewissen Druck aufbauen: Angesichts der großen Meinungsunterschiede unter seinen Kollegen war es nicht garantiert, dass man sich am Ende auch tatsächlich auf gemeinsame Richtlinien einigen würde.

Erst im November 2017 beschloss das BVerfG-Plenum die Verhaltensrichtlinien. Am 4. Januar wurden sie auf der Homepage des Gerichts veröffentlicht. Die 16 Regeln betreffen vor allem das Verhalten der Richter in der Öffentlichkeit, Geschenke und Nebeneinkünfte sowie das Verhalten nach Ausscheiden aus dem Gericht.

Keine Gutachten und Prognosen

Die vorweg stehende Grundsatznorm gibt den Ton des ganzen Regelwerks vor: "Die Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts verhalten sich innerhalb und außerhalb ihres Amtes so, dass das Ansehen des Gerichts, die Würde des Amtes und das Vertrauen in ihre Unabhängigkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Integrität nicht beeinträchtigt werden."

Dann wird es konkreter: Verfassungsrichter dürfen während ihrer Amtszeit keine Gutachten zu verfassungsrechtlichen Fragen erstellen. Sie dürfen nicht einmal Prognosen über den Ausgang konkreter Verfahren abgeben.

Sie dürfen zwar Mitglied in Kirchen, Parteien und Verbänden sein, sollen sich dabei aber so verhalten, dass keine Zweifel an der "Neutralität ihrer Amtsführung" aufkommen. Das gleiche gilt für ihre Teilnahme am öffentlichen Diskurs. Richter dürfen auch Kritik an Urteilen des eigenen Gerichts oder anderer Gerichte üben, aber immer mit der "ihrem Amt angemessenen Zurückhaltung".

Transparenz bei Nebeneinkünften

Verfassungsrichter dürfen zwar, so die Richtlinien, Reden halten und Bücher veröffentlichen. Darunter soll jedoch ihre Arbeit am Gericht nicht leiden. Für Vorträge und Publikationen sollen die Richter sogar Honorare entgegennehmen dürfen - aber nur soweit es ihre Neutralität nicht gefährdet.

Konkrete Grenzen werden dabei nicht genannt, allerdings müssen die Richter ihre Einkünfte aus solchen Nebentätigkeiten offenlegen. Die Transparenz soll also öffentliche Kontrolle ermöglichen, erstmals wird diese Offenlegung Anfang 2019 für das Jahr 2018 erfolgen. Über Details diskutiert man noch. Allein sinnvoll dürfte sein, wenn die Einkünfte pro Richter und Vortrag aufgeschlüsselt werden.

Richter dürfen laut den Richtlinien auch Geschenke annehmen. Doch auch hier müssen sie darauf achten, dass keine Zweifel an ihrer Integrität und Unabhängigkeit entstehen. Bisher galt für Geschenke an Verfassungrichter eine Wertgrenze von 150 Euro, die auf einem Plenumsbeschluss von 2003 beruht. Dieser Beschluss gilt auch weiterhin und dient nun der Konkretisierung der Richtlinien.

Grenzen nach dem Ausscheiden

Am praktisch wichtigsten ist wohl der Teil der Richtlinien, der das Verhalten der Verfassungsrichter nach dem Ausscheiden in Karlsruhe regelt. Insbesondere die rege Gutachter-Tätigkeit von Ex-Präsident Hans-Jürgen Papier sorgte am Verfassungsgericht für Stirnrunzeln. Nun heißt es allgemein, die Verfassungsrichter "vermeiden den Eindruck einer unangemessenen Verwertung internen Wissens".

Konkret sollen sie lebenslang darauf verzichten, Gutachten oder sonstige Beratung zu "Rechtssachen" zu liefern, die während ihrer Amtszeit am Gericht anhängig waren oder "in unmittelbarem Zusammenhang" damit stehen. Was genau dazu zählt, dürfte noch für einige Diskussionen sorgen.

Außerdem sollen Verfassungsrichter lebenslang darauf verzichten, als Prozessbevollmächtige vor dem Verfassungsgericht aufzutreten. Es ist zwar nicht erinnerlich, dass es das schon einmal gab. Für Diskussionen sorgte jedoch, als Udo di Fabio 2016 ein Gutachten für die Bayerische Staatsregierung zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung erstattete: Damals war gemutmaßt worden, dass der Ex-Verfassungsrichter auch als bayerischer Prozessbevollmächtigter auftreten könnte. Die Frage erübrigte sich, weil Ministerpräsident Horst Seehofer später auf eine Klage gegen die Bundesregierung verzichtete.

Bei neuen Rechtsfragen dürfen Verfassungsrichter aber auch weiterhin Gutachten und Beratung liefern. Sie müssen dabei nur eine einjährige Karenzzeit einhalten, wenn es um Themen ihres Dezernats geht.

Ob es dem Ansehen des Gerichts schadet, wenn Richter nach ihrem Ausscheiden in Karlsruhe für Millionen-Vergütungen in den Vorstand von Automobil-Konzernen wechseln, wie dies Christine Hohmann-Dennhardt tat, wird in den Richtlinien nicht angesprochen.

Selbstverpflichtung und Erwartung

Welche Verbindlichkeit haben nun diese Richtlinien? Rechtlich durchsetzbar sind sie nicht. Auch Sanktionen sind in den Richtlinien nicht vorgesehen. Da die Verfassungsrichter selbst ein Verfassungsorgan sind, unterliegen sie keiner Dienstaufsicht. Bei möglichen Verletzungen der Richtlinien kann dies jeder Richter im Plenum ansprechen, heißt es ausdrücklich in den Richtlinien. Die Richter sollen also nicht zum Präsidenten rennen und "petzen", sondern gemeinsam den Konflikt ausdiskutieren.

Letztlich geht es um eine Selbstverpflichtung der aktuellen Generation der Verfassungsrichter, verbunden mit der medial vermittelten Erwartung, dass sich auch die ausgeschiedenen Richter daran halten mögen. Künftige Richter können sich die Richtlinien zu eigen machen, indem sie kleine Punkte ändern oder ergänzen und damit das gesamte Regelwerk anerkennen.

Bei den ausgeschiedenen Richtern ist dies nicht möglich. Diese waren auch in die Erarbeitung der Richtlinien nicht einbezogen.

Zitiervorschlag

Christian Rath, Karlsruher Ethik-Code: Benimm-Regeln für Verfassungsrichter . In: Legal Tribune Online, 05.01.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/26335/ (abgerufen am: 19.01.2018 )

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Kommentare
  • 05.01.2018 18:01, AS

    Löblich und überfällig. Ziehen die obersten Bundesgerichte jetzt nach?

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    • 05.01.2018 23:22, Peter

      Warum sollten Sie? Beim BFH liegen Verfahren doch nur jahrelang unbearbeitet rum und über 90 % der Richter haben nicht unerhebliche Nebeneinkünfte, ohne die sie quasi verhungern würden...;)

      Durchsetzbar oder nicht, ich finde, das ist ein wirklich guter Ansatz, der weiter ausbaufähig ist!

    • 06.01.2018 01:48, eono

      Die können vom BVerfG gerügt werden.
      Ich dachte eher an den - Bundestag?

    • 06.01.2018 20:19, Nebeneinkünfte der MdB

      Solche Nebeneinkünfte sind größtenteils gering und stammen, wenn sie größer sind, größtenteils aus eigener Arbeit und kommen kaum von außen. Die MdB erhalten wenig Zuneigungen, Abgeordnetenwatch gibt einen Einstieg.
      Für den bayerischen Landtag will.ich nicht sprechen. Die CSU bückelt vor jedem der geld hat...Die konservative Revolution dort hat schon zugeschlagen.

  • 06.01.2018 01:59, RA Stephan Glantz

    Die gute Absicht der Richter, sich unparteilich und integer zu verhalten, mag man loben. Allerdings sind sie dazu ohnehin verpflichtet.
    Merkwürdig ist aber das Selbstverständnis, welches das Plenum des Gericht dadurch offenbart, dass es eine solche Leitlinie beschließt. Dem Plenum, in seiner Rolle als Verwaltungsplenum, nicht als Rechtsprechungsplenum, fehlt schlicht die Kompetenz, dies zu tun. Aus der Geschäftsordnungsautonomie lässt sich eine solche Kompetenz jedenfalls nicht herleiten. Und GG und BVerfGG enthalten auch keine einschlägige Kompetenzzuweisung. Welche Rechtsqualität soll denn die Verhaltensleitlinie haben? Soll sie Satzungsrecht eines Verfassungsorgans sein, wie die Geschäftsordnung des Gerichts? Oder handelt es sich nur um eine private Meinungskundgabe, der gerade im Plenum versammelten Richter?
    Es sollte schon der geringste Anschein vermieden werden, dass sich das Bundesverfassungsgericht mehr Kompetenzen selbst zumisst, als das Gesetz dies tut. Auf allzuviel Problembewusstsein seitens der Richter darf man allerdings nicht hoffen. Der Vorwurf illegitimer Selbstermächtigung ist leider auch schon in der Vergangenheit am Gericht abgeperlt.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 06.01.2018 08:00, M.D.

      Vielleicht möchte man damit dem sonderbaren Gefühl entgegen treten, das bei Bürgern entstehen könnte, wenn sie auf einmal den ehemaligen Ministerpräsidenten des Saarlands als Verfassungsrichter wiedersehen, oder der Vita von Frau Dr. Baer, dass sie zehn Jahre lang an der Soros-Universtität in Budapest gelehrt hat. Da könnte man schon auf die Idee kommen, dass beim BVerfG etwas grundlegend schief gelaufen ist. Finde ich jedenfalls, so ein bisschen, ein winziges bisschen zumindest, quasi ein Fitzelchen. Ich möchte es jetzt nicht als Elefant im Raum bezeichnen, aber ich will auch nicht untertreiben.

    • 06.01.2018 09:29, xy

      Was ist dagegen einzuwenden, dass Dr. Baer, "zehn Jahre lang an der Soros-Universtität in Budapest gelehrt hat"? Da gibt es viel schlimmeres!

    • 06.01.2018 10:59, z

      @xy: Als da wäre? Vielleicht noch "Forschung" in "Genderstudien", aber sonst gibt es da wenig.

    • 06.01.2018 11:35, AS

      Verstehe ich überhaupt nicht. Was ist denn gehen diese Uni zu sagen? Dass Orban diese am liebsten schließen würde?

    • 07.01.2018 08:26, M.D.

      @xy: Eigentlich nichts, es sei denn beim 1. Senat landen Klagen zu Genderthemen und sie wird rein zufällig Berichterstatterin. Sie scheint bei der Frage zum Dritten Geschlecht jedenfalls nicht von § 19 Abs. 3 BVerfGG Gebrauch gemacht zu haben, sonst stünde ihr Namen nicht unter dem Urteil.

      Früher gab es zu solchen Vorgängen eine Redewendung: Den Bock zum Gärtner machen. Heutzutage dürfte es korrekterweise heißen: Eine zur der Gattung der Hornträger gehörende Person zur Fachkraft für Gartenbau zu machen.

      @AS: Was gegen die CEU zu sagen ist, dürfte auf der Hand liegen. Wenn Privatleute Universitäten besitzen und dort "Wissenschaftler" ausbilden lassen, die letztlich ihre Privatansichten vertreten, dann können diese "Wissenschaftler" eines Tages in Gerichtsverfahren als Sachverständige auftreten und dort die Privatansichten des Mäzens als herrschende Meinung verkaufen.

      Herrschend im Übrigen deshalb, weil man in der Zwischenzeit Professoren, die eine andere Ansicht vertreten, über studentischen Aktivismus, oder im schlimmsten Fall mit erfundenen Vorwürfen zu sexueller Belästigung, aus dem Amt gemobbt hat. Genau das kann man tagtäglich weltweit an Universitäten beobachten. Es gibt mittlerweile sogar Professoren, die Gespräche mit Studentinnen nur noch im Beisein von Dritten führen.

      Natürlich muss das Gericht solchen Gutachtern nicht glauben, aber da diese Sachverständigen zumeist eine seitenlange Vita haben und diverse Titel und Auszeichnungen von privaten Stiftungen führen, dürften Richter bei solchen Themen regelmäßig überfordert sein.

    • 07.01.2018 08:32, M.D.

      Kurzfassung: Man muss sich klarmachen, wo in einem Rechtsstaat die Einbruchstellen für Manipulation liegen.

      Wer Wahlen nicht gewinnen kann, weil er für seine Weltanschauung keine Mehrheiten mobilisieren kann, hat immer noch die Möglichkeit über juristischen Aktivismus zum Ziel zu kommen.

      Das klappt, wenn es gelingt, im Verfassungsgericht Interessenvertreter unterzubringen, oder indem man durch parteiischer Gutachter die Tatsachenfeststellung beeinflusst. Dazu muss der Gang durch die Institutionen beschritten werden und zwar nicht nur in der Justiz, sondern auch in der Wissenschaft. Das ist auch nicht neu, sondern wurde in ähnlicher Form bereits von Rudi Dutschke formuliert, und der hat es wahrscheinlich auch nur irgendwo gelesen.

    • 07.01.2018 08:39, M.D.

      Ein "r" zuviel, geschenkt.

      Festzuhalten bleibt, dass man dieses Schema derzeit überall in Aktion beobachten kann. Man muss nur täglich die LTO lesen.

      Alle hergebrachten Wertungen werden auf den Kopf gestellt. Was früher falsch war, ist heute richtig. Was früher richtig war, ist heute falsch. Erreicht wird es über Aktivismus auf der Straße, wo regelmäßig aus dem Ausland finanzierte Aktivisten etwas erreichen, wofür sonst ein Sieg bei der Bundestagswahl erforderlich wäre, oder über das Verfassungsgericht, wo bereits fünf Richter ausreichen, um den gesamten Bundestag und damit die gesamte Demokratie auszuhebeln.

    • 07.01.2018 14:27, AS

      Politischen oder juristischen Aktivismus kann und soll man natürlich kritisch sehen, da stimme ich Ihnen zu. Ich vermag nur keinen Zusammenhang mit privatem Engagement im Hochschulbereich erkennen. So etwas kann an staatlichen Hochschulen genauso gedeihen. Dass Privatunis überproportional viele Aktivisten ausbilden, halte ich für unwahrscheinlich. Sonst müssten wir sofort die Bucerius Law School etc. schließen. Und was wäre dann eigentlich mit Privatschulen? Auch abschaffen, um den Anfängen zu wehren?
      Was für Sie in Bezug auf die CEU auf der Hand liegen mag, erscheint mir insgesamt eher fernliegend.

    • 07.01.2018 17:46, M.D.

      Der Unterschied zwischen fernliegend und naheliegend, kann viele Gründe haben. Manchmal ist es einfach nur ein Informationsdefizit, manchmal hat sich mit einem Thema einfach noch nicht ausführlich beschäftigt und manchmal erkennt man Zusammenhänge einfach, wenn es bereits zu spät ist.

      Es gibt viele Erklärungen, warum intelligente Menschen zu unterschiedlichen Bewertungen kommen. Ich gönne Ihnen gerne eine davon, aber ich sehe es anders. Mir geht es auch nicht darum, Sie zu bekehren, sondern darum das Bewusstsein zu schaffen, wo die Probleme liegen könnten.

      Im Übrigen gebe ich Ihnen Recht, auch die staatlichen Universitäten können selbstverständlich auch problematisch sein. Jeder, der eine Definitionshoheit beansprucht, trägt Verantwortung. Der Staat verfügt bei der Geschichte jedoch zumindest auf dem Papier über eine demokratische Legitimation bei der Auswahl seiner Hochschullehrer. Der Milliardär aus den USA, der auf seine alten Tage von einer offenen Gesellschaft in Deutschland träumt, nicht. Er ist darauf angewiesen, Chaoten und sog. "Künstler" auf die Straße zu schicken, Gefälligkeitsgutachten zu kaufen und Politiker zu bestechen. Das klappt zugegeben auch sehr gut.

    • 08.01.2018 10:13, xy

      Ich verstehe immer noch nicht, was daran bedenklich sein soll, dass Frau Dr. Baer, zehn Jahre lang an der Soros-Universtität in Budapest gelehrt hat. Was soll daran standeswidrig, ehrenrührig oder befangenheitsbegründend etc. sein? "Genderthemen" liegen wegen des AGG natürlich in der Luft und sie wird nicht "rein zufällig Berichterstatterin", sondern weil die Zuständigkeitsverteilung beim Bundesverfassungsgericht ("Arbeitsrecht") das eben so vorsieht, vgl. https://goo.gl/6A55Qh.

    • 09.01.2018 01:29, xyz2

      @xy und wie stehen sie dazu, dass Mitautoren der Verfassungsbeschwerde z.B. Vertretungsprofessor von Baer in Berlin waren bzw. weitere Beteiligte aus dem Umfeld der von Baer initiierten “Humboldt Law Clinic" kamen etc.? Es wäre sehr seriös gewesen, sich aus dem Urteil rauszuhalten.

  • 07.01.2018 19:53, AS

    Das wird mir jetzt ein wenig zu verschwörungstheoretisch. Ich bin daher raus, schönen Abend noch.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 07.01.2018 22:07, M.D.

      https://www.youtube.com/watch?v=-bYAQ-ZZtEU

      Es gibt Verschwörungstheorien und es gibt Verschwörungstheorien. Die einen sind offensichtlich kompletter Blödsinn, das andere sind die Schutzbehauptung von Leuten, deren Machenschaften ärgerlicherweise öffentlich bekannt wurden.

      Dass die Open Society Foundation durch ihre Aktionen gezielt Regierungen und ganze Gesellschaftsordnungen destabilisiert, ist nicht nur meine private Meinung, ich teile sie rein zufällig mit Orban, Netanjahu, dem bösen Putin und diversen anderen Staatschefs teile, bei denen die OSF entweder hochkantig rausgeflogen ist oder massiven Restriktionen unterliegt. Ich glaube nicht, dass Regierungschefs so leicht Opfer von Verschwörungstheorien werden. Selbst Herr Trump ist nicht so doof, wie Herr Soros ihn gerne darstellen lässt.

      Es gibt zur Agenda und der Vorgehensweise sogar über 2000 gehackte Emails im Netz (https://en.wikipedia.org/wiki/DCLeaks) und ein Paper von der Open Society Foundation, in dem z.B. "Reliable allies in the European Parliament" aufgezählt werden. Von 600+ EU-Abgeordneten sind das immerhin 226, inklusive unseres ehemaligen Linksverteidigers aus Würselen.

      Dadurch erklärt sich vielleicht auch, warum wir in Deutschland in Anlehnung an die EU ausländische NGOs nicht dazu zwingen, ihre Finanzierung offenzulegen.

      https://www.bundestag.de/blob/503054/a56819274770f6a27539103b441f3111/wd-3-032-17-pdf-data.pdf

      In der Liste fehlt die USA. Die haben solche Regelungen viel länger als alle anderen (https://de.wikipedia.org/wiki/Foreign_Agents_Registration_Act). Für sie handelt es sich jedoch nicht um ausländische NGOs, sondern um ihre eigenen.

    • 07.01.2018 22:14, M.D.

      Eine Text-Vorschaufunktion wäre wirklich hilfreich.

    • 11.01.2018 16:42, Der schon wieder...

      M.D. verbreitet seine Theorien recht eifrig und sehr regelmäßig auf lto.de

      Am besten einfach nicht davon anfechten lassen.

  • 07.01.2018 20:58, Rainer H. Kühne >>> AG GRUNDGESETZ als GESELLSCHAFTSVERTRAG <<<

    Beitrag "Ethik contra Recht am Bundesverfassungsgericht" von Oliver
    García am 7. Januar 2018

    Mit einem kleinen Vermerk wurde ich schon auf dieses Unikum
    extraordinären Elite-Bewusstseins aufmerksam, wobei das Format
    wahrscheinlich die wahrnehmbare Wichtigkeit signalisieren sollte, ein
    Sprung nur von NICHTIG zu WICHTIG, eine Fehltarierung, die ich in den
    letzten Sprüchen schon mehrmals mit einigem Schrecken feststellen
    konnte oder eher musste. Nun kenne ich noch nicht den Wortlaut, den
    Tenor, den Nachhall, aber es stellt sich die Frage . " Was geht dort
    im Hause vor, oder eher um ? ", denn fast gleichzeitig hatte der
    Hausherr in einem Artikel - ein Kondensat aus einer Rede - die
    mögliche Gefährdung der DEMOKRATIE durch POPULISMUS mahnend zu einem
    Aufschrei formuliert, der normalerweise in der Nüchternheit eines
    Diskurses kaum wahrnehmbar gewesen wäre. Die Eloquenz des Verfassers
    scheint hier einen Parforceritt durch die Nebelschwaden populistischer
    Verunsicherung getrieben zu haben. Aber gleich, wo die Motivation zu
    suchen sein könnte, zeigt sich hier eine starke Verunsicherung
    gegenüber den Planungsansätzen der Regierung. Dazu folgende
    Erklärung:
    Im März / Mai des letzten Jahres hatten Merkel, Gabriel und Maas
    Überlegungen angestellt, ob es nicht durch die erschlagende Mehrheit
    möglich sein könnte, das BVerfG nur noch als beratende Instanz für die
    Regierung herabzustufen, quasi mit einer Palast-Revolution von oben
    die Aufgaben des dann nicht mehr für die Verfassung zuständigen
    Gremiums neu zu diktieren. Besonders pikant an der Zielorientierung
    ist ja, dass es der Vorgehensweise in Polen und in Ungarn verblüffend
    ähnelt. Mit einem Schreiben an den PräsBVerfG habe ich die
    Verfassungslage als HOCHVERRAT aufgezeigt und den BMfJ abgemahnt.
    Dies hat dann wahrscheinlich zu einigen Auseinandersetzungen geführt,
    die u. a. LAMMERT dazu veranlaßt hat, mit einer schnippischen
    Bemerkung zurückzuschlagen, es könne doch durchaus mal sein, dass der
    Gesetzgeber bei weiteren Unbotmäßigkeiten des BVerfG andere
    Gegebenheiten veranlassen würde. Doch nicht genug damit, hat Voßkuhle
    in einem Interview mit seinem französischen Amtskollegen FABIUS die
    Szenarien in Polen und Ungarn lautstark beklagt und die Gefährdung der
    DEMOKRATIE im Europäischen Einigungsprozess beklagt.. Hier scheinen
    doch tatsächlich die Belange von POLITIKGESTALTUNG arg mit dem
    Einfluss des RECHTES zu kollidieren, der noch dazu durch eine völlig
    unzulängliche Definition des Populismus verstärkt wird. Es ist nicht
    angemessen, jede Meinungsdifferenz in eine populistische Ecke zu
    drängen, so wie dies auch unfairerweise diffamierend zu wirken
    scheint. Warten wir also ab, was Neues auf uns kommt aus diesem
    Tollhaus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Rainer H. Kühne aus Berlin
    >>> AG GRUNDGESETZ als GESELLSCHAFTSVERTRAG <<<

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 11.01.2018 16:49, DIE WAHRHEIT

    Lieber M.D.,

    danke für Ihre wichtigen Beiträge!! Sie sollten sich unbedingt auch dieses Youtube-Video ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=oHg5SJYRHA0

    Es dürfte so manchen zum Nachdenken bringen!

    Auf diesen Kommentar antworten
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