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Neues Staatsangehörigkeitsgesetz : Deutscher kann sein, wer auch Türke ist

von Seyran Ateş, Gülay Bedir, LL.M. und Charlotte Steiling, LL.M.

19.12.2014

Die Mehrstaatlichkeit wird endlich Realität. In Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern müssen sich künftig nicht mehr entscheiden, welchen Pass sie führen wollen. Ein wichtiger Schritt in der Integrationspolitik, finden Seyran Ateş, Gülay Bedir und Charlotte Steiling. Doch es fehlt eine Übergangsregelung für diejenigen, die sich "zu schnell" entschieden haben.

Am Samstag, den 20. Dezember 2014, tritt das zweite Gesetz zur Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts (StAG n.F.) in Kraft. Bislang mussten sich nach dem 1. Januar 1990 in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres zwischen der deutschen und der Staatsangehörigkeit ihrer Eltern entscheiden. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, soll diese sogenannte Optionspflicht nun wegfallen.

Mehrheitlich Deutsch-Türken werden von der neuen Rechtslage profitieren. Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union und der Schweiz waren schon vorher nicht verpflichtet, zu wählen. Andere Staaten wie zum Beispiel Marokko, Iran oder Algerien dulden keine Ausbürgerung, weshalb Betroffenen auf Antrag die doppelte Staatsangehörigkeit gewährt wird, wenn die Voraussetzungen für die deutsche Staatsbürgerschaft vorliegen.

Das neue Gesetz ist der konsequente nächste Schritt auf dem Weg zu einem echten Einwanderungsland, in dem Menschen sich mit Deutschland, aber auch dem Heimatland ihrer Eltern gleichermaßen identifizieren. Integrationspolitik alleine reicht jedoch nicht – sie muss auch in der Gesellschaft Fuß fassen.

Deutscher ist, wer deutsche Eltern hat

Deutscher ist, wer Kind deutscher Eltern ist. Seit dem 1914 in Kraft getretenen Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz galt in Deutschland grundsätzlich das Abstammungsprinzip. Plastischer ausgedrückt: das Recht des Blutes, "ius sanguinis".

Die Regierung Schröder sah integrationspolitischen Handlungsbedarf und änderte das Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) im Jahr 2000. Nach neuem Recht erhielten nun in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit mit der Geburt.

Doch diese nach dem "ius soli" erworbene Staatsangehörigkeit des Geburtsortes hatte gegenüber der Nationalität der "Urdeutschen" einen entscheidenden Makel: Denn um Mehrstaatlichkeit zu vermeiden, führte man die Optionspflicht ein. Damit wurden die betroffenen Personen verpflichtet, eine offizielle Zugehörigkeit zu wählen, um dadurch automatisch die andere zu verlieren. Nur wenn man sich gegen die elterliche Staatsbürgerschaft entschied, durfte man die deutsche behalten. Manche Stimmen hielten eine solche "Staatsangehörigkeit zweiter Klasse" sogar für verfassungswidrig.

Deutscher bleibt, wer hier geboren und aufgewachsen ist

Das Thema kam, auf Drängen der SPD, mit dem Koalitionsvertrag 2013 wieder auf den Tisch. SPD und CDU/CSU einigten sich darauf, die Mehrstaatlichkeit nun doch zu akzeptieren. Zumindest für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern sollte der Entscheidungszwang zukünftig entfallen.

Tatsächlich wird dies ab Samstag in weiten Teilen der Fall sein. Es genügt der Nachweis, in Deutschland aufgewachsen zu sein. Der Gesetzgeber legt in § 29 Abs. 1a, 5 StAG n.F. genau fest, wie dieser zu führen ist: Wer bis zur Vollendung seines 21. Lebensjahres acht Jahre in Deutschland gelebt hat, sechs Jahre hier zur Schule gegangen ist oder einen Schulabschluss bzw. eine abgeschlossene Berufsausbildung erworben hat, erfüllt die Voraussetzungen. Kritiker sind jedoch der Ansicht, solch ein Nachweis sei überflüssig und wäre der Beweis dafür, dass weiterhin Hürden aufgebaut werden, um Einbürgerungen zu erschweren.

Die Optionspflicht gehört jedoch noch nicht gänzlich der Vergangenheit an. Sie obliegt weiterhin denjenigen, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind, wie § 29 Abs. 1 StAG n.F. direkt am Anfang klarstellt.

Zitiervorschlag

Seyran Ateş, Gülay Bedir, LL.M. und Charlotte Steiling, LL.M., Neues Staatsangehörigkeitsgesetz : Deutscher kann sein, wer auch Türke ist . In: Legal Tribune Online, 19.12.2014 , https://www.lto.de/persistent/a_id/14177/ (abgerufen am: 23.02.2020 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 19.12.2014 17:06, Christian

    "...ihre Anwaltsstage in der Kanzlei Ateş..."

    Beim ersten und zweiten Lesen drängte sich mir die Frage auf, warum dort nur Tage verbracht werden. Erst im dritten Anlauf bemerkte ich das zweite "S".
    Schade für den im Übrigen sprachlich sehr gelungenen Artikel.

    • 19.12.2014 18:22, legallyBlonde

      Stage ist ein dem Türkischen entnommenes Wort und bedeutet übersetzt: Praktikum. Nobody´s perfect;)

    • 19.12.2014 19:07, Christoph Smets

      Stage kommt wiederum aus dem Französischen und ist ein türkisches Lehnwort (aus einer Zeit des Osmanischen Reichs, in der intensiver Austausch mit Frankreich betrieben wurde und aus der noch mehrere dutzend andere französische Wörter ihren Einzug ins Türkische gefunden haben).

  • 19.12.2014 19:21, Christoph Smets

    Zunächst zum Verständnis: Frau Bedir hatte sich im Zuge der Optionspflicht für die türkische Staatsangehörigkeit entschieden, jetzt aber für die deutsche, würde aber im Grunde anschließend gerne beide annehmen?

    Zur Sache: Vielleicht denke ich zu juristisch, aber "aus ... juristischer...Sicht notwendig", da bin ich mir nicht so sicher. Es gab eine alte Regelung und nun gibt es eben eine neue. Worüber würde man argumentieren können? Ich denke, dass eine pflichtgemäße Ermessensausübung juristisch gesehen wohl leider wirklich das "höchste der Gefühle" ist.

    Ich bin im Ausländerrecht leider nicht bewandert, daher bin ich für Informationen dankbar: Die Gründe, die völkerrechtlich gegen Mehrstaatigkeit sprechen (diplomatischer und konsularischer Schutz, Wehrdienst), mögen zwar EU-intern geregelt sein, aber - soweit ich informiert bin - noch nicht mit der Türkei. Wie geht man diese Probleme momentan an? Gibt es ein Doppelstaatsangehörigkeits-Abkommen in der Art eines DBA?

    • 27.12.2014 08:19, Atilla Vurgun

      Für alle kritikerInnen, befürchterInnen von "ungeregelten doppelpasspflichteb" schlage ich vor, die regelungen des Europarates (Council of Europe) zu studieren; diesem internationalen gremium auch die Türkei als vollständiges mitglied beigetreten ist und entsprechend alle regelwerke anerkannt hat. Nicht umsonst wird die Türkei regelmässig vom Europ. Menschenrechtsgerichtshof verurteilt und folgt - nach anfänglichem getöse - brav den urteilen. Atilla.

  • 20.12.2014 12:43, Monet

    Meines Erachtens gibt es keinen Grund die Doppelstaatsangehörigkeit zuzulassen. Im Gegenteil, die mit der Staatsangehörigkeit einhergehenden Treuepflichten können bei Doppelstaatsangehörigkeit zu einer Pflichtenkollision führen kann.
    Niemand kann so sehr er es auch beteuert ein ehrlicher Diener zweier Herren sein.

    • 20.12.2014 19:58, tacheles

      Da man unmöglich 2 Herren loyal dienen kann entbindet der Doppelpass zumindest von der Loyalität einer Seite gegenüber.
      Dazu kommen die rechtlichen Vorteile.
      Im Konfliktfall Bsp. Mordfall Jonny/Berlin Alexanderplatz floh der Hauptverdächtige zuerst einmal in die Türkei.
      Als er jedoch realisierte das er dort mit bis zu 30 Jahren Kerker rechnen musste wählte er das DEUTSCHE Rechtsystem welches ihn mit ca. 4,5 Jahre Jugendstrafe wesentlich besser stellte.
      In der Türkei wird die Tötung arg- und wehrloser Opfer, zumal aus der Überzahl heraus, eher als Mord beurteilt und nicht als Totschlag oder Körperverletzung mit Todesfolge.
      Zudem möchte man solche Gefährder nicht auf die Bevölkerung loslassen.
      Auch sind die Gefängnisse und die Behandlung darin nicht sehr angenehm.
      Viele Einwanderer haben ein grosses Interesse sich zu integrieren und bevorzugen deshalb die DEUTSCHE Staatsbürgerschaft.
      Und brechen alle Brücken zu dem Land aus dem sie i.d.R. geflohen sind ab.
      Und lernen schnell unsere Sprache.
      Was eine absolute Vorraussetzung für eine gelungene Eingliederung ist.
      Andere Einwanderungsgruppen sehen aus kulturellen und religiösen Gründen eher ihren Lebensmittelpunkt im Heimatland/resp. Fluchtland.
      Aus Nationalgefühl und Tradition vererben sie diese Einstellung an nachfolgende Generationen.
      Und holen deshalb auch ihre Ehepartner sehr häufig aus der Heimat.
      Was die Integrationsprobleme auf die neue Generation verlagert.
      Diesen Zuwanderern will die Politik mit dem Angebot des Doppelpasses entgegenkommen.
      Naturgemäß kann von solche "Doppelpasslern" nicht die gleiche Begeisterung für das Gastland wie für die Heimat erwartet werden.
      Der Doppelpass erschwert also eine Integration in unser Bildungs- und Berufssystem.
      Denn es besteht ja in Gedanken immer die Möglichkeit wieder in die Heimat zurückgehen zu können falls man hier scheitert.
      Eine übergrosse Mehrheit der Bundesbürger ist gegen den Doppelpass was ja bei der Aktion von ex Hessen MP ROLAND KOCH überdeutlich wurde.

  • 20.12.2014 18:45, tacheles

    Um an den türkischen Wahlen teilzunehmen und um dort Grundbesitz, Immobilien etc. zu erwerben oder ein Gewerbe zu betreiben ist der Doppelpass notwendig!
    Ein Ausländer kann in der Türkei keinen Grundbesitz erwerben!
    In vielen Ländern aus denen Menschen zu uns fliehen ist das ähnlich.

    • 22.12.2014 10:20, Mike M.

      Wenn andere Länder so anachronistische Regelungen zum Grundbesitzerwerb haben, ist das an sich nicht unser Problem. Wenn die Aufgabe der alten Staatsbürgerschaft unzumutbar ist, wurden aber schon bisher Ausnahmen gemacht. Das Beispiel Türkei ist sowieso falsch. Eine Besonderheit des türkischen Staatsangehörigkeitsrechts ist, dass ausgebürgerte ehemalige türkische Staatsbürger eine „blaue Karte“ (mavi kart) beantragen können, wodurch ihnen wesentliche Staatsbürgerrechte erhalten bleiben, beispielsweise Erbrecht, Aufenthaltsrecht, Arbeitserlaubnis, Grundbesitz, nicht jedoch: Wahlrecht (Quelle: Wikipedia).

      Ich weiß nicht, warum es Menschen geben soll, die doppelt wählen dürfen. Man muss auch bedenken, dass die doppelten Staatsbürgerschaften weitervererbt (!) werden. In fünf Generationen haben dann 60% der Deutschen zwei bis fünf Staatsbürgerschaften. Statt Integration wird die ausländische Herkunft perpetuiert. Naja, wenigstens ein Feld, in dem sich dann die IPRler ein wenig austoben können.

  • 23.12.2014 19:29, zweifler

    "Ein Ausländer kann in der Türkei keinen Grundbesitz erwerben!"

    Wo haben Sie denn den Unsinn her? Selbstverständlich kann man auch als Deutscher mit deutschen Pass ein Grundstück in der Türkei erwerben.

    • 24.12.2014 04:20, tacheles

      Ein Bekannter erwarb ein Haus in der Türkei.
      Dazu brauchte er einen sog. "Strohmann"!
      Und der Erwerb der Staatsbürgerschaft der Türkei ist für einen Ausländer bei Weitem nicht so lächerlich einfach wie bei uns!

  • 24.12.2014 04:17, tacheles

    Was ist eigentlich im Kriegsfall?
    Mal angenommen wir geraten mit der TÜRKEI in kriegerische Konflikte?
    Auf welcher Seite zieht man dann mit DEUTSCH/TÜRKISCHER Staatsangehörigkeit in den Kampf?

    • 20.07.2015 01:03, Suat

      Sehr gute Frage ! Gefällt mir und gefällt mir auch nicht !

      Zunächst wollen wir doch hoffen, dass dies nie geschieht.
      Wenn es jedoch dazu kommen würde, dann sollte man alles daran setzen, beide Fronten mit all seinen Sinnen, zu Versöhnen.

      Komisch, dass man an so etwas glauben kann.

    • 03.07.2016 14:59, mach es

      Auf welche seite würde sich ein deutsch- amerikaner oder ein deutsch- italiener entscheiden?

    • 11.03.2017 18:11, Horst G.

      Heute, also gut 2 Jahre nach der hier begonnenen Diskussion zu diesem Thema, sollten wir es uns gut überlegen, ob wir der Doppekstaatsbürgerschaft zustimmen, bei der Deutsch-Türkei heute sowohl der Wahl von Erdogan zustimmen kann, und dann später auch als deutscher Staatsbürger der von AKP-Anhängern hier in Deutschland aufgebauten deutschen AKP die Stimme geben kann.
      Es sollte nur ein entweder / oder geben. Enrweder Deutscher, der in Deutschland arbeitet und deutsche Rechte hat, oder ein Türke, der zwar in der Türkei wählen (wenn es ERdogan zuläßt), aber nicht in Deutschland mitbestimmen darf. Sonst hat Erdogan Recht, was er vor Jahren auf einer AKP-Versammlung in Köln sagte: Macht wir nach türkischer Tradition wenigstens fünf Kinder! Dann gibt es nach 2 - 3 Generationen eine türkisch-muslimische Mehrheit in Deutschland!" (Das wurde von vielen deutschen Zeitungen berichtet).

  • 24.12.2014 09:42, zweifler

    Dann ist das sicher schon eine ganze Weile her - die bürokratischen Hürden wurden in den letzten Jahren stark gelockert.

    Ein Krieg mit der Türkei ist in etwa so wahrscheinlich wie einer mit Holland.
    Und wer vernünftig ist, der zieht in gar keinen Kampf, egal welchen Pass er hat.

    So, und jetzt erstmal: Frohes Fest!

    • 24.12.2014 11:20, tacheles

      Die streng nationalistische und religiöse Richtung die die Türkei zurzeit unter Erdogan nimmt kann schon Grund zur Besorgnis sein.
      Und wie schnell es zu Kriegshandlungen kommen kann zeigt ein Blick in die Geschichtsbücher.
      Die Frage nach der Loyalität eines Doppelpasslers ist auch mitnichten auf das Verhätnis Tr vs. D zu beschränken!
      Denn der Doppelpass ist zwar z.Z. für den türkischen Immigrationsanteil hierzulande äusserst wichtig aber nicht auf diesen beschränkt.
      Was ist mit den Einwanderern aus Russland?
      Gegen Russland bringt sich gerade die NATO verschärft in Stellung.
      Wir haben ja aktuell im UKRAINE Konflikt gesehen das massenhaft Soldaten die Seiten wechselten.
      Und dann wäre da noch das Beispiel USA und ENGLAND welche nach Kriegseintritt viele DEUTSCH stämmige und JAPANISCH verwurzelte Mitbürger interniert und schikaniert haben.
      Aus Angst um deren Loyalität.
      Bei Fussballevents in denen DEUTSCHLAND gegen die TÜRKEI antrat gab es schon Besorgnis über Krawalle hierzulande!

  • 02.01.2015 16:49, Michael

    Ich fühle mich diskriminiert.
    Meine väterlichen Vorfahren sind vor 200 Jahren in Deutschland eingewandert.
    Wieso darf ich nicht die Staatsangehörigkeit des damaligen Auswanderungslandes annehmen?

    Ernsthafter: Mehr Staatsangehörigkeit, mehr Rechte. "Urdeutsche" sind von dieser Rechtsvermehrung aber ausgeschlossen. Mit welchem Recht? Gibt es nicht ein Diskriminierungsverbot aufgrund der Herkunft?

    Michael

  • 02.01.2015 17:59, Uli K.

    Wenn eine Katze im Heringsfass geboren wird ist sie jetzt auch Hering. Im Ernstfall wird sie aber Hering fressen.

  • 07.01.2015 15:13, Christoph Smets

    Herr Vurgun, meinen Sie dieses Abkommen des Europarats zur Vermeidung von Mehrstaatigkeit: http://conventions.coe.int/Treaty/en/Treaties/Html/043.htm ?

  • 30.06.2015 18:26, Stolz auf herkunft

    Alles schön und gut was ihr hier so fleissig schreibt, aber habt ihr auch mal an die Menschen gedacht die sowas haben wollen? Ich bin Türkin und möchte gerne meine Doppelte haben, was ist daran so schlimm? Integration ja, aber meine Herkunft, meine Wurzeln möchte ich auch behalten, was jetzt? Wie soll man sich integrieren wenn man sich für eine Seite entscheiden muss? Da geht man mal schön zum Landratsamt, stellt einen Antrag, geht zum Gespräch und dann hört man, dass man die türkische abgeben muss... Ich finde es lächerlich! Wenn es um unsere Nationalität geht, will man am besten deutsch-türkisch hören oder deutsch-xy aber wenns um die Pässe geht, darf man nur eins haben? Ich finde ich hab eine Recht auf beide, da ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, 2 Schulabschlüsse habe und nun mit meiner Ausbildung anfangen werde!

    • 24.04.2016 02:06, Tunele

      Für das was Du geschrieben hast ,steh ich ganz und voll hinter Dir .
      Wenn Du ein Promie wärst wie z.B ein Fußballspieler , dann hättest Du den Doppelpass!!!!

  • 08.10.2015 03:31, Momo Berlin

    Hallo zusammen :)

    Ich heisse Momo bin 29 Jahre alt, marokkanischer Landsmann, lebe zur Zeit in Marokko mt meiner Familie seit ca 14 Jahren.
    Ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer Lösung meines Problemns, bis ich auf diesen Artikel hier gestossen bin, der mir ein bisschen Hoffnung gibt, vielleicht wieder nach Deutschland zurückkehren zu dürfen.

    Also folgendes :

    Ich bin in Deutschland (Berlin) geboren, habe dort bis zur 7.Klasse die Schule absolviert, mein Vater war fester Angestellter, hat regelmässig in Berlin gearbeitet (ohne Sozialhilfe, Hartz IV etc.), aber leider wollte Er nicht die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen, obwohl diese Ihm mehrmals angeboten wurde. Nun sind wir im jahre 1999 von Deutschland nach Marokko ausgereisst weil das der wunsch meines vaters damals war. Seitdem suche ich verzweifelt einen Weg um nach Deutschland zu kommen aber leider ohne Erfolg. Selbst im deutschen Konsulat in Marokko (Rabat) werden meineAnträge auf Visum permanent abgemehnt und dass ohne Begründung :(


    Meine Frage daher :

    Im Zusammenhang mit diesem neuen Gesetz (siehe Artikel) der hier in Kraft getreten ist. habe ich eventuell das recht auf Antrag der deutschen Staatsangehörigkeit ?
    Wenn ja, wie ? Und habe ich die Vorrausetzungen um von Marokko aus einen Antrag zu stellen ?

    Ich bin sehr dankbar für jede kleine Wegweisung aus dieser Hoffnungslosigkeit in der ich mich momentan befinde.

    Liebe Grüsse an alle :) Momo

    • 05.04.2016 08:11, Gaby Hegwald

      Deutsche Botschaft in Rabat

  • 18.10.2015 23:44, Cimen

    Ich bin in deutschland geboren von türkischen eltern hatte türkischen Pass und bin eingebürgert 2007 bin deutscher aber würde gerne die türkische wieder beantragen das ich doppelterstaaats Bürger bin weil ich oft Reise und wegen Erbe ist es möglich was mus ich tun bitte um antw

    • 20.10.2015 13:15, alaattin

      Frag einfach dein Bürgerbüro

  • 08.12.2015 22:22, Angela Merkel

    Frohe Weihnachten allerseits

  • 07.01.2016 01:57, DerPate

    Also, ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ging hier zur Schule und habe alles genau so gleich gemacht wie jeder andere (deutscher) auch. Ich war noch nie in meinem Heimatland und bin meiner Muttersprache ganz schwach mächtig. Ich lebe hier auf einer Duldung. Das heisst ich werde genau so behandelt, wie die Flüchtlinge die aus ihrem Land fliehen. Jetzt sagt ihr mir mal bitte, wie kann das sein das man einem ganz normalen Menschen, solche Steine in den Weg legt. Ich bin zu tiefst von dem Staat und der Politik enttäuscht und fühle mich sehr im Stich gelassen.

    • 23.02.2016 14:29, h

      das tut mir aber leid...

  • 21.02.2016 22:16, Unbekannt

    Ich habe eine doppelt-Bürgerschaft deutsch-türkisch, lebe in Deutschland arbeite und habe ein sicheres Einkommen.
    Muss zum türkischen Militär(nicht verlängert,bezahlt).
    Mein Problem ist jetzt das ich in die Türkei Urlaub fliege und ob ich Vorort zum Militär gebracht werde, oder ob ich ohne Probleme hin und her fliegen kann ???

    • 24.02.2016 11:13, Sahin

      Heute Kostet die türkische Militär 1000 € ( früher 6000 € ) einfach zahlen und gelassen in die Türkei fliegen.

  • 25.05.2016 11:32, Wim

    Entschuldige, mein Deutsch ist nicht 100%, sondern so bei so.

    Der Urgroßvater meiner Frau ist in 1901 aus Deutschland in Südafrika angekommen. Wo kann ich suchen, ob er Anmeldung machte bei dem Deutsche Konsulat, und damit Staatsangehörighkeit behalten würde, bis 1914?

    Rechtsanwelten fragen 500 USD dafür, ungeachtet was sie finden werden, und ob sie überhaupt etwas finden. Gibt es ein andere Weg?

    • 05.09.2016 04:17, Gerhard

      Melde dich ...
      Dann können wir nach einer Lösung suchen...
      cape-gary@gmx.de
      Gruß
      Gerhard

  • 25.07.2016 21:47, Serkan Bilici

    Hallo,
    Ich bin wie viele Andere türkische Staatsbürger in Deutschland geboren und wurde mit 13 Jahren gegen meinen Willen in die Türkei gebracht. Die Grundschule und das erste Jahr eines Gymnasiums in Berlin habe ich dort besucht. Konnte mich nie wirklich in der Türkei einleben, mich hier integrieren und die Mentalitaet akzeptieren..Heute noch bin ich mit einer Auslaenderin verheiratet..Ich würde gerne erfahren, ob es ein neues Gesetz gibt, das es solchen wie mir ermöglicht, wieder nach Deutschland zurückzukehren..

  • 10.08.2016 13:24, Annette

    Dann freut Euch, alle die doppelt wählen dürfen. Ich lebe seit 9 Jahren als Deutsche in Frankreich und darf hier nur regional und in D nur Bundestag wählen und das auch nur wenn ich nicht länger als 25 von Deutschland weg bin (s.u.) und meine Kinder haben, obwohl alle Deutsche sind überhaupt kein Wahlrecht in D, solange sie in F leben. Da frage ich mich, ist das fair? Wir diskutieren über doppelte Staatsbürgerschafen und doppeltes Wahlrecht, vielleicht sollte man auch mal das Wahlrecht für Nur-Deutsche reformieren!

    Auszug aus der Homepage des auswärtigen Amtes:
    a) entweder nach Vollendung ihres 14. Lebensjahres (das heißt, vom Tage ihres 14. Geburtstages an) mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik Deutschland gelebt haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurück liegt (§12 Absatz 2 Satz 1 Ziffer 1 BWG)

    • 06.03.2017 09:34, Mentl

      Da ist doch richtig,warum sollten Siee als Auslaenderin ueber die Polittik Ihres
      Gastlandes abstimmen koennen,Kommunal geht es ja.
      Ich peroenlich habe kein Problem damit.

    • 08.04.2017 01:57, Mario

      Warum willst du wählen? Alle Wahlen sind seit 1956 ungültig hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt

  • 11.11.2016 13:58, jemelbo

    Wir sind verheiratet mein Mann Türke und ich Deutsche. Unsere beiden Kinder und ich haben meinen Namen. Nun möchte mein Mann die Deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Er kann die türkische nicht ablegen da die Kinder nicht seinen Namen haben und somit nicht gleich mit der türkischen entbunden werden können ( sie haben keinen türkischen Pass) Wir fühlen uns schickaniert, waren mehrfach in der Türkischen Botschaft ohne Erfolg! Hat jemand Erfahrung in einem solchen Fall, was können wir tun?

    • 07.04.2017 12:09, Osmoses

      Hallo Jemelbo,

      bei mir ist es ähnlich, ich muss meinen Sohn(deutscher Staatsbürger) anmelden um mit Ihm zusammen auszuretten...
      suspekt alles :\
      konntet ihr inzwischen was erreichen?

    • 30.11.2017 19:15, Kris

      Wir haben genau das selbe Problem. Mein Mann hat erst mit 22 Jahren erfahren,dass er überhaupt beide Staatsangehörigkeiten hat,als er umgezogen ist und es bei der Ummeldung stand. Sein Vater war bei seiner Geburt noch türkischer Staatsbürger. Seine Mutter ist deutsche. Er hat mit dem Vater keinen Kontakt. Mein Mann war also nie in der Türkei angemeldet oder registriert. Er kann weder die türkische Sprache noch kennt er das Land ausser die paar Urlaube die wir dort hatten. Hatte immer nur den deutschen Pass! In der Behörde meinten die nur das es schwierig ist aus der Türkischen staatbürgerschaft auszusteigen, da er da nie angemeldet ist /war. Unser Sohn hat bei der Geburt automatisch auch beide Staatsangehörigkeiten bekommen. Ich bin jetzt wieder schwanger. Kann man es nicht stoppen dass die türkische Staatsbürgerschaft automatisch weitergeben wird? Es muss doch ein weg geben,wenn beide Elternteile für die Kinder nur die deutsche haben wollen. Ich verstehe dass es deutsch türkische Leute gibt die beide Staatsangehörigkeiten besitzen da sie dort ihre Wurzeln haben. Nur weder mein Mann noch geschweige denn unsere Kinder haben mit dem Land was zu tun,weil sie weder die Sprache kennen noch haben die Kontakt zu Vater bzw Opa. Vllt hat da jemand Tipps?!

  • 11.01.2017 13:57, Hamid mahmoodnia

    Hallo
    Ich bin um 1980 im deutschland gebohren und hab mit meine eltern ungefähr 10jahre in deutschland gelebt.
    Meine eltern waren damals studenten
    Und die haben in deutschland miteinander geheiratet.
    Gibt es auch irgendwie eine gelegenheit das ich mein aufenthalt zürück bekomme?
    Ich lebe jetzt in dem iran
    Übrigens ich war drei jahre in deutschland in der grundschule
    Lg hamid

  • 11.01.2017 15:22, Hamid mahmoodnia

    Hallo
    Ich bin um 1980 im deutschland gebohren und hab mit meine eltern ungefähr 10jahre in deutschland gelebt.
    Meine eltern waren damals studenten
    Und die haben in deutschland miteinander geheiratet.
    Gibt es auch irgendwie eine gelegenheit das ich mein aufenthalt zürück bekomme?
    Ich lebe jetzt in dem iran
    Übrigens ich war drei jahre in deutschland in der grundschule
    Lg hamid

  • 29.01.2017 23:16, Donald Trump

    Niemand ist berechtigt das Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22.07.1913 zu ändern geschweige noch so oft darin herumzustochern das einen schlecht wird. Eine NGO ist dazu nicht legitimiert! Sie untersteht den Alleierten!

    • 08.04.2017 02:00, Mario

      Genau so sieht es aus

  • 03.03.2017 14:28, Balu

    Es gibt Fälle bei denen man sich fragt, wie verkehrt oder veraltet können Gesetze sein. Wenn einer über 50 Jahre dauerhaft in einem Land als Ausländer lebt, dort alle Schulen absolviert, durch guten Beruf Gutes für das Land beiträgt, Kinder großzieht und gerne sein Urlaub in der ursprünglichen Heimat verbring, seine Kindheitserinnerungen ehrt, seine Verwandten sehen will, Eigentümer besitzt, ist beiden Staten zugehörig, zwar voll. Menschlich selbstverständlich. Gesetzlich immer noch nicht. Ein Jammer.

  • 30.03.2017 11:29, Alparslan Türkeş

    Hallo
    Ich bin der Alpi, bin 24 Jahre alt, hier geboren und aufgewachsen. Damit meine ich das ich fast nur einen deutschen Freundeskreis habe, z.B. Wegen der Mentalität etc.
    Nun ich habe viel mehr Argumente.

    Mein Vater kam in den 60ern als Gastarbeiter nach Deutschland. Später in den 80 er brachte er meine Mutter und Geschwister hier her und in den 90 er wurde schließlich ich zur Welt gebracht.
    Meine 5 Brüder und 1 Schwester sind in der Türkei geboren und haben teilweise die doppelte Staatsbürgerschaft.

    Bis ich 16 Jahre alt war, hatte ich eine befristete Aufenthaltserlaubnis hier in Deutschland.
    Wenn man es andersrum betrachtet hatte ich riesen Glück, da die Dame im Landratsamt einen schönen Tag hatte und ich eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis bekam. Puh! Das war eine große Freude.

    Nach meinem Hauptschulabschluss mit dem Schnitt 1,7 ging ich ins Landratsamt um die deutsche Staatsangehörigkeit zu beantragen. Es war ein Typ, der mich sofort an der Türe schon versuchte abzuwimmeln. Später im Telefonat als ich den Grund wissen wollte, sagte er ich müsse die Realschule besuchen oder eine Ausbildung beginnen. 2jahre später hatte ich den realschulAbschluss. ..

    ... ..

    Nun ich habe es verstanden...
    Es heißt immer Integration.. dann werden die Betroffenen daran gehindert sich zu integrieren. Und dennoch wird das den Betroffenen in die Schuhe geschoben...

    Ich werde ein Buch veröffentlichen inşallah. Ich bin gespannt ob es verboten wird. Oder ich 'geputscht' werde. (Umgebracht).

    Lieben gruss vom Schwabenland

  • 10.04.2017 23:58, Mila

    Hi!

    Würde auch gern in diesem Zusammenhang eine Frage stellen:
    Meine Eltern sind vor 40 Jahren aus Montenegro hergezogen, meine Geschwister und ich wurden hier nach 1990 geboren.
    Uns wurde die doppelte Staatsbürgerschaft auf Nachfrage nicht erlaubt. Meine Eltern entschieden sich, dass wir die montenegrinische behalten sollten. Der Gedanke eines Tages nach Montenegro zurückzukehren stand im Raum.

    Nun bin ich hier zur Schule gegangen, habe hier studiert und werde definitiv nicht nach Montenegro zurückkehren. Zumindest nicht in den nächsten Jahren.
    Nun möchte aber auch ich die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen, um zum einen leichter verbeamtet werden zu können und um das Reisen zu vereinfachen. Diese zu erhalten, wäre problemlos möglich, jedoch müsste ich meinen Montenegro-Pass abgeben.
    Die Abgabe der montenegrinischen Staatsbürgerschaft fällt mir zwar auf eine Art und Weise schwer, aber ich würde es in Kauf nehmen.

    Da ich nun aber über diese und jene Info auf die Mehrstaatigkeit gestoßen bin, habe ich meine Meinung geändert, und möchte genauso wie jeder andere "Ausländer" in Deutschland gerne das Recht in Anspruch nehmen können, mich für zwei Staatsangehörigkeiten zu entscheiden.
    Auch ich habe mich in Deutschland (meines Ermessens nach) mehr als vorbildlich integriert, nichtsdestotrotz möchte aber auch ich meine montenegrinischen Wurzeln nicht völlig abschneiden.

    Offensichtlich dürfen (unfairerweise) Mitglieder von EU-Ländern bei Einbürgerung in Deutschland ihre Staatsangehörigkeit behalten und trotzdem die deutsche annehmen.
    Warum dürfen dies Bürger anderer Länder nicht?
    Scheinbar, um es der Großzahl von türkischen Bürgern in Deutschland noch angenehmer zu machen, dürfen auch sie bei Doppelstaatigkeit nun beide Staatsangehörigeiten behalten.
    Warum wurde uns der Doppelpass damals verwehrt?
    Und selbst Bürger aus Ländern wie Marokko oder Ägypten erhalten Zugang zur Doppelstaatigkeit, da ihre Länder keine Ausbürgerung dulden.

    ????

    Wenn Deutschland wirklich daran interessiert ist, Deutschen mit Migrationshintergrund die Aufrechterhaltung einer Bindung zum Herkunftsland zu ermöglichen, dann soll dieses Recht gefälligst allen (auch anderen kulturellen, ethnischen oder religiösen Minderheiten) zugänglich gemacht werden!
    Warum wird in diesem Land immer wieder definitiv eine Gruppe von Migranten stärker bevorzugt und bevorteilit als jede andere...?

  • 28.07.2017 16:57, Dogru

    Hallo meine Cousine wurde am 10.07.1995 geboren und nach paar Jahren wurden die abgeschoben hat die das Recht wieder nach Deutschland zu kommen

  • 23.01.2018 00:05, arbnor

    Hallo Guten Tag
    -Ich hatte da mal ein paar fragen
    ich würde am 21/1/2002 im künzelzau geboren bin aber nur 5 Jahre dort gewachsen kann ich wieder nach deutschland kommen wenn ja kann ich dort meine Ausbildung machen als Zahnarzt Techniker und muss ich volljährig sein weil ich bin jetzt 16 muss ich noch 2 Jahre warten oder kann ich nie Meer nach deutschland kommen????
    würde mich gerne interessier

  • 11.11.2018 14:44, Abdel

    Guten Tag u.hallo,
    ich bin in Deutschland geboren, aufgewachsen, Schule, Abitur, Berufsausbildungen alle in Deutschland abgeschlossen. Habe einen tunesischen Pass, da Vater dorther ist und eine türkische Mutter. Bin 43 Jahre und männlich. Müsste ich seitens der türkischen Behörde irgendwas befürchten, da ich leider zuerst diese beantragen muss, um mit der Ausbürgerungsurkunde dann zur
    deutschen Behörde zu gehen. Ohne dieser könne ich keinen deutschen Pass erhalten! Dabei will ich die türkische Staatsangehörigkeit gar nicht. Skurril, wie?
    Meine Befürchtung ist, dass das türkische Konsulat beim Ausbürgerungsantrag irgendwie eine Art Gegenleistung (Grundwehrdienst, Auszahlung, o.ä.) verlangt. Welcher RA kann mir hier bitte weiter helfen?
    Einen schönen Tag.

    VG
    Abdel