Strafrechtrss

Hintergründe

Ermittlungen gegen KZ-Aufseher

Fast 70 Jahre später

Einfahrt zum KZ Auschwitz

Anfang Mai 2013 verhaftete die Polizei den ehemaligen KZ-Koch Hans Lipschis. Ihm wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Warum erst jetzt, fragte die ARD-Sendung Kontraste und bewertet es als erschreckendes Versagen, dass die Justiz erst Jahrzehnte später auf die Idee komme, gegen Mittäter zu ermitteln. Die Zentrale Stelle, die für die Vorermittlung von Nazi-Verbrechen zuständig ist, weist diese Kritik von sich. mehr

Nachrichten

Vierter Tag im NSU-Prozess

Verfahrensteil um Anschlag in Köln wird nicht abgetrennt

In der letzten Sitzung vor Pfingsten hat das OLG München über mehrere Anträge entschieden. Eine Abtrennung des Verfahrensteils um den Bombenanschlag in der Kölner Keupstraße wird es nicht geben. Auch den Antrag auf Tonaufnahmen und ein wörtliches Protokoll lehnte das Gericht ab. mehr

Hintergründe

Ein Vorbild für ganz Europa

200 Jahre Bayerisches Strafgesetzbuch

Streckbank

Am 16. Mai 1813 genehmigte der bayerische König das vom Geheimen Rat Paul Johann Anselm von Feuerbach entworfene neue Strafgesetzbuch für Bayern. Das Land erhielt damit europaweit eine der modernsten strafrechtlichen Kodifikationen, die anderen Staaten als Vorbild diente. An dieses Jubiläum erinnert Herbert Grziwotz. mehr

Nachrichten

Mehr Einbrüche laut Kriminalstatistik 2012

Als Unstatistik des Monats kritisiert

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, stellten am Mittwoch die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2012 vor. Ökonomen kritisierten, dass Frankfurt am Main in dem Bericht als die gefährlichste Stadt Deutschlands rangiert. mehr

Nachrichten

Dritter Tag im NSU-Prozess

Beteiligte gegen Abtrennung der Kölner Anschläge

Nebenkläger, Verteidiger und Bundesanwaltschaft haben sich im NSU-Prozess gegen eine mögliche Abtrennung eines Verfahrens zum Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße ausgesprochen. Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl hatte die Möglichkeit am Dienstag ins Spiel gebracht, da sich unter Umständen noch viele Geschädigte als Nebenkläger melden könnten. mehr

Nachrichten

OLG München lehnt Antrag der Verteidigung ab

NSU-Prozess wird nicht in größeren Saal verlegt

Das OLG hat den Antrag auf Aussetzung des Verfahrens und Verlegung der Verhandlung in einem größeren Sitzungssaal abgelehnt. Der Grundsatz der Öffentlichkeit gebiete es nicht, die Verhandlung in einen größeren Saal zu verlegen, sagte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Dienstag zur Begründung. mehr

Nachrichten

Urteil im Gribkowsky-Prozess rechtskräftig

Revisionen zum BGH zurückgenommen

Das Urteil des LG München I gegen den ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky ist rechtskräftig. Wie der BGH am Freitag mitteilte, haben sowohl der Verurteilte selbst als auch die Staatsanwaltschaft die zuvor eingelegten Rechtsmittel zurückgenommen. mehr

Nachrichten

BVerfG-Richter Müller für Übertragung von Prozessen

Gesetzgeber soll "Klarheit schaffen"

Im Zusammenhang mit dem Fiasko um die Platzvergabe beim NSU-Prozess wurde bereits mehrfach vorgeschlagen, das Gerichtsverfahrens per Video in einen Nachbarraum zu übertragen. In einem Interview mit dem Focus plädierte nun auch Bundesverfassungsrichter Peter Müller für eine entsprechende gesetzliche Regelung. mehr

Hintergründe

NS-Belastung des BMJ

"Stolze Rosenburger"

Die Rosenburg - bis 1973 Dienstsitz des BMJ in Bonn.

Eine Gruppe aus Juristen und Historikern erforscht derzeit die personellen Kontinuitäten im BMJ beim Übergang vom Dritten Reich zur Bundesrepublik. Der Strafrechtler Christoph Safferling, der das Projekt gemeinsam mit einem Zeithistoriker leitet, erzählt im LTO-Interview von der überraschend hohen NS-Belastung des BMJ noch bis in die 60er, Akten in Umzugskartons und dem Klüngel in der Rosenburg. mehr

Nachrichten

Hoeneß erstattet Strafanzeige gegen unbekannt

Verdacht auf Verletzung des Steuergeheimnisses

Uli Hoeneß zeigt sich überrascht und verärgert darüber, dass seine Selbstanzeige in Sachen Steuerhinterziehung an die Öffentlichkeit gelangen konnte. Um die Hintergründe aufzuklären, erstatteten seine Anwälte nun Strafanzeige wegen des Verdachts auf Verletzung des Steuergeheimnisses. mehr

Strafrecht – seine Rechtsquellen und seine Ursprünge

Das Strafrecht wird unterteilt in materielles und formelles Recht. Während das materielle Recht im Strafgesetzbuch (StGB) normiert ist und die einzelnen Normen sich mit den Voraussetzungen einer Straftat und ihren Rechtsfolgen befassen, beschäftigt sich das formelle Strafrecht mit dem eigentlichen Strafverfahren, das im Strafprozessrecht und im Gerichtsverfassungsgesetz geregelt ist. Beide zusammen ergeben im Ergebnis die Strafe. Ordnungswidrigkeiten sind Teil des Strafrechts, die jedoch zumeist anhand eines Bußgeldkatalogs mit Bußgeldern sanktioniert werden.

Materielles und formelles Strafrecht und seine Rechtsquellen

Die wichtigste Rechtsquelle materiellen Strafrechts ist das Strafgesetzbuch. Daneben gibt es Sondergesetze, zu denen unter anderem das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), das den Umgang mit Betäubungsmitteln regelt, das Sprengstoffgesetz (SprengG), bei Insolvenzstraftaten auch das Handelsgesetzbuch (HGB) oder auch das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Eine Rechtsquelle des formellen Strafrechts ist auch das Strafgesetzbuch, darüber hinaus auch das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG), die Strafprozessordnung (StPO), das Jugendgerichtsgesetz (JGG) und das Strafvollzugsgesetz (StVollzG), um nur einige zu nennen.

Das Strafrecht und seine historischen Wurzeln

Die Geschichte des deutschen Strafrechts beginnt bei den Germanen, die die Wiedergutmachung einer Straftat durch Zahlungen des Täters an das Opfer einer Straftat kannten. Das erste einheitliche Strafgesetzbuch im weitesten Sinne war die von Kaiser Karl V. im Jahr 1532 erlassene Constitutio Criminalis Carolina. Dadurch wurde das bis dahin als Beweismittel übliche Gottesurteil durch einen Indizien- und Geständnisprozess ersetzt. Allerdings legte es auch bei Verdacht von Hexerei den Scheiterhaufen als Strafmaß fest. Erst der Preußenkönig Friedrich II. schaffte mit Amtsantritt im Jahr 1740 die Folter wieder ab. Das preußische Strafgesetzbuch von 1851 wurde 1871 das Reichsstrafgesetzbuch für das zu diesem Zeitpunkt gegründete Deutsche Reich, das mit vielen Änderungen bis heute Gültigkeit hat.

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Veranstaltungen und Seminare

09.09.2013 - 10.09.2013, BerlinErneuerung des Steuerrechts - Jahrestagung 2013

07.10.2013 - 08.10.2013, AugsburgPaFa-Tagung 2013

08.11.2013, Frankfurt am MainBaurechtstreff 2013

20.11.2013, DüsseldorfRAK Düsseldorf: Veranstaltung zum Gebührenrecht

03.12.2013 - 04.12.2013, BerlinModerner Staat 2013 - 17. Fachmesse und Kongress

LTO-Quiz: Einstellungstests bei Journalistenschulen

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Heribert Prantl, Claus Kleber und Ulrich Wickert sind nur drei Beispiele für Juristen, die vor allem durch ihre journalistische Tätigkeit bekannt wurden. Genau wie sie damals liebäugeln auch heute viele Rechtswissenschaftler mit einem Job im Bereich der Medien. Doch der Arbeitsmarkt in diesem Sektor ist hart umkämpft. Ohne eine journalistische Zusatzausbildung bleibt vielen der Zugang versperrt. Dementsprechend bietet sich der Besuch einer der renommierten Journalistenschulen an. Der Pferdefuß: Diese nehmen längst nicht jeden Bewerber! Prüfen Sie anhand von 15 teilweise geringfügig modifizierten Fragen aus den vergangenen Einstellungstests der Henri-Nannen-Schule und der Axel-Springer-Akademie, ob Sie wissenstechnisch mit den Nachwuchsredakteuren mithalten können. Übrigens: Einige der folgenden Fragen waren in den Originaltests reine Wissensfragen ohne Ankreuzmöglichkeit!

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