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LG Bremen zu Fitnessstudiovertrag: Kündigung wegen Kopftuch rechtens

26.06.2013

Ein Fitnessstudio darf das Tragen von Kopftüchern verbieten. Dies entschied das LG Bremen in einem am Dienstag bekannt gewordenen Urteil. Eine Frau hatte gegen den Betreiber des Sportstudios geklagt, weil sie sich diskriminiert fühlte.

Bereits die Vorinstanz hatte die Klage der Frau abgewiesen. Diese Entscheidung bestätigte das Landgericht (LG) Bremen nun. Das Kopftuchverbot im Sportstudio habe keinen religiösen Hintergrund, sondern solle Verletzungen beim Training an den Fitnessgeräten verhindern (Urt. v. 21.06.2013, Az. 4 S 89/12).

Das Studio hatte den Vertrag mit der Frau gekündigt, weil diese während des Trainings ein Kopftuch getragen hatte. Das Tragen von Kopfbedeckungen und Schmuck im Studio war jedoch vertraglich untersagt.

dpa/tko/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

LG Bremen zu Fitnessstudiovertrag: Kündigung wegen Kopftuch rechtens . In: Legal Tribune Online, 26.06.2013 , https://www.lto.de/persistent/a_id/9011/ (abgerufen am: 14.04.2021 )

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Kommentare
  • 07.02.2018 16:24, Mania

    Daß Frauen Kopftuch tragen ist in erster Linie ursächlich nicht nur religiös sondern patriarchalisch frauendiskriminierend, was sich teilweise deckt (warum springen denn muslimische Männer in das Schwimmbecken, während ihre kinderreichen Gattinnen m. Kopftuch und schwarzem langem Textil daneben stehen??? Jede Frau m. "religiösem" Kopftuch ist für aufgeklärte und informierte Menschen eine Zumutung.