Anwohnerin des Fliegerhorsts Büchel verliert in Karlsruhe: US-Atom­waffen in der Nach­bar­schaft greifen nicht in Grund­rechte ein

27.04.2018

Das BVerfG hat die Verfassungsbeschwerde einer Anwohnerin des Fliegerhorsts Büchel nicht zur Entscheidung angenommen. In dem Luftwaffenstützpunkt sind US-Atomwaffen. Verfassungsrechtlich geht das aber in Ordnung, entschied das Gericht.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Verfassungsbeschwerde einer Anwohnerin des Fliegerhorsts Büchel nicht zur Entscheidung angenommen (Beschl. v. 15.03.2018, Az. 2 BvR 1371/13). Auf dem Stützpunkt sind deutsche und amerikanische Luftstreitkräfte stationiert. Zu deren Aufgaben gehören vor allem die Verwahrung, Bewachung, Wartung und Freigabe der Atomwaffen, die dort im Rahmen der innerhalb der NATO vereinbarten nuklearen Teilhabe gelagert sind.

Die Anwohnerin, die rund 3,5 Kilometer vom Stützpunkt entfernt wohnt, fürchtet, in besonderer Weise terroristischen Angriffen auf den Fliegerhorst ausgesetzt zu sein. Die Nuklearwaffen verstießen gegen Prinzipien des humanitären Völkerrechts. Eine rechtswidrige Kriegsführung von deutschem Boden aus verletze den NATO-Vertrag und die deutsche Verfassung. Aus der Völkerrechtsklausel (Art. 25) und Art. 26 Grundgesetz (GG) folge, dass jeder Bürger vom Staat verlangen könne, dass eine von deutschem Boden ausgehende rechtswidrige Kriegsführung unterbunden werden müsse.

Das Verwaltungsgericht (VG) Köln lehnte zum einen den Antrag der Frau ab, die Bundesrepublik dazu zu verpflichten, gegenüber den USA auf den Abzug der vermeintlichen US-Atomwaffen hinzuwirken. Zum anderen sah das Gericht keine Verpflichtung der Regierung, alle Handlungen einzustellen, die auf die Fortführung der so genannten nuklearen Teilhabe als politische Abschreckungsstrategie der NATO abzielen. Ihr beim Oberverwaltungsgericht NRW gestellter Antrag auf Zulassung der Berufung blieb ebenfalls erfolglos.

Gefahren lauern überall

Auch mit ihrer Verfassungsbeschwerde, mit der sie sich gegen die gerichtlichen Entscheidungen wandte und die Stationierung der Atomwaffen rügte, ist die Anwohnerin gescheitert. Das Risiko terroristischer Anschläge sei der deutschen Staatsgewalt nicht zuzurechnen, so das BVerfG. Zudem habe sie nicht dargelegt, inwiefern der Abzug der Atomwaffen geeignet wäre, die Gefahren terroristischer Angriffe oder Unglücksfälle abzuwenden.

Obwohl sie nahe am Fliegerhorst wohnt, unterscheide die Frau sich außerdem nicht von einer unüberschaubar großen Zahl von Anwohnern und Nutzern vieler im Bundesgebiet vorhandener gefährdeter sowie gefährlicher Einrichtungen, die zum Ziel terroristischer Angriffe werden könnten, befanden die Karlsruher Richter. 

Die Rechtsgüter der Beschwerdeführerin seien auch nicht durch mutmaßlich völkerrechtswidriges Verhalten deutscher Staatsorgane betroffen, stellt das BVerfG klar. Die von der Beschwerdeführerin benannten Normen des humanitären Völkerrechts, etwa das Gebot, zwischen Soldaten und Zivilbevölkerung zu unterscheiden, und das Gebot, keine unnötigen Leiden zu verursachen, schütze Personen, die unmittelbar mit Kampfhandlungen konfrontiert sind. Das sei bei der Frau aber offenkundig nicht der Fall.

acr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Anwohnerin des Fliegerhorsts Büchel verliert in Karlsruhe: US-Atomwaffen in der Nachbarschaft greifen nicht in Grundrechte ein . In: Legal Tribune Online, 27.04.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/28335/ (abgerufen am: 13.12.2018 )

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Kommentare
  • 28.04.2018 12:52, Andrea

    Es tut mir leid aber in diese Sache bin ich erheblich anderer Meinung als die Verfassungsrichter. Denn ich sehe hier sehr wohl massive Eingriffe in die Grundrechte und ich sehe fast das gesamte Grundgesetz, die EU-Grundrechte, internationales Recht und das Völkerrecht verletzt.

    Damit komme ich als erstes zu diesem Punkt:

    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bverfg-2bvr137113-us-atomwaffen-buechel-gefahr-terrorismus-grundrechte-frieden/

    "Die Anwohnerin, die rund 3,5 Kilometer vom Stützpunkt entfernt wohnt, fürchtet, in besonderer Weise terroristischen Angriffen auf den Fliegerhorst ausgesetzt zu sein. Die Nuklearwaffen verstießen gegen Prinzipien des humanitären Völkerrechts. Eine rechtswidrige Kriegsführung von deutschem Boden aus verletze den NATO-Vertrag und die deutsche Verfassung."

    Es ist durchaus möglich, dass

    1. Terroristen zum Beispiel in diesen Stuetzpunkt einfallen und Atombomben entwenden können
    2. dass Hacker zum Beispiel die Software-Systeme fuer diese Atombomben hacken und so einen nueklaren Dritten Weltkrieg auslösen können der die gesamte Menschheit auslöschen wuerde!
    3. es geht auch um radioaktive Strahlung, die von diesen Waffen ausgeht und fuer alle Buerger Deutschlands gefährlich ist. Diese Strahlung sieht und schmeckt man nicht, aber sie tötet schleichend (Krebs, Leukämie und anderes)
    4. es ist zum Beispiel möglich, dass Tornado-Kampfjets mit solchen Atomwaffen an Bord irgendwo in Deutschland abstuerzen können (auch auf noch laufende AKWs, die dagegen nicht abgeschirmt sind) und dabei es zur atomaren Katastrophe kommen kann wenn die Bombe beim Aufschlag auf den Boden zuendet und es zum gleichen Ereignis wie in Nagasaki und Hiroshima kommt.

    Ihr glaubt dass nicht?? Dann sage ich euch: doch, es kann passieren, weil es schon passiert ist!! Und zwar mitten unter uns hier in Unterfranken. Konkreter Tag: 08. November 1984! An diesem Tag wäre es beinahe zu spät gewesen! Denn genau an selbigem Tage ist ein britischer Jagdbomber (ein Tornado-Kampfjets) nur drei Kilometer am AKW Grafenrheinfeld vorbeigeschmiert und auf einem Acker abgestuertzt!! Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten, wurde aber selbst schwer verletzt!!

    https://sites.google.com/site/raflaarbruch/home/toedliche-abstuerze/laarbruch-abstuerze

    "Tornado Absturz"

    "8. November 1984 "

    "Ein Tornado GR1 – ZA603 – der 27. Staffel, die derzeit auf Laarbruch als Austauschstaffel (Heimatbasis RAF Marham) abgeordnet war, stürzte nahe Schweinfurt nach einer Beinahekollision mit einem amerikanischen A10 Thunderbolt ab. Beide Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten. "

    "A 27 Squadron Tornado – detached to RAF Laarbruch (home base RAF Marham) - crashed near Schweinfurt following a near miss with an A 10 Thunderbolt (USAF). Both crew ejected and survived. Pilot Flt Lt Ed Smith, Navigator Sqn Ldr Garreth Williams. "

    oder hier:

    https://www.mainpost.de/regional/franken/Nach-Aufregung-um-KKG-Schon-1984-Tornado-Absturz;art1727,5878882

    "Nach Aufregung um KKG: Schon 1984 Tornado-Absturz"

    "Dass ein Militär- oder in Zeiten internationaler Terrorgefahr ein Zivilflugzeug auf das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (Lkr. Schweinfurt) stürzen könnte, ist nicht aus der Luft gegriffen. Am 8. November 1984 entging die Region beim Absturz eines britischen Jagdbombers nur um Haaresbreite einer möglichen Katastrophe."
    _______________________________________________________________

    Wenn diese Bombe losgegangen wäre, dann hätte es Deutschland, die Schweiz, einen Teil von Österreich, einen Teil von Dänemark und eventuell sogar einen Teil von Frankreich ausgelöscht!!

    Oder genauso wäre es gewesen, wenn dieser Tornado-Kampfjet in den Reaktor des A;W Grafenrheinfeld - der damals noch unter Vollast lief - eingeschlagen wäre!! Dann hätte sich aus dieser Bombe nämlich eine Wasserstoff-Bombe entwickelt und dann wären die Auswirkungen noch schlimmer gewesen!!

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    • 29.04.2018 13:34, 123

      Andrea, ich kann dich beruhigen.

      Zur Zündung einer Atombombe ist ein komplexes System erforderlich.. deine Annahme dass die einfach so beim Aufschlag oder Absturz direkt zündet ist gelinde gesagt ziemlich naiv..
      Atomreaktoren sind in Deutschland gegen den Einschlag eines Passagierjets gesichert, ein Tornado dürfte die Außenhaut lediglich kitzeln.

      Dabei sehe auch ich keinen Grund, Atomwaffen in Deutschland zu lagern.

  • 28.04.2018 12:56, Andrea

    Dann kam das zweite Mal im Jahr 2015 in Oberfranken:

    https://www.focus.de/panorama/welt/ueber-waldgebiet-duesenjet-stuerzt-im-landkreis-bayreuth-ab_id_4872137.html

    "Vermutlich wegen eines Triebwerkschadens ist in Oberfranken eine amerikanische Militärmaschine abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit einem Fallschirm retten und wurde leicht verletzt."

    "Ein US-amerikanischer Militärjet ist am Dienstagvormittag in Oberfranken abgestürzt. Das Unglück ereignete sich gegen 09.30 Uhr im Gemeindebereich von Creußen im Landkreis Bayreuth. Das Flugzeug vom Typ F16 war vom Stützpunkt Spangdahlem zu einem Übungsflug nach Grafenwöhr (Kreis Neustadt an der Waldnaab) aufgebrochen. Die Maschine gehört dem 480. Kampfgeschwader an. "

    "Nach Angaben der Polizei konnte sich der Pilot mit dem Rettungsschirm rechtzeitig aus dem Flugzeug befreien. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde von einem Notarzt versorgt und dann in eine Klinik gebracht."

    "Absturzort abgesperrt

    Die Maschine stürzte in ein Waldgebiet. Einsatzkräfte riegelten den Bereich um die Absturzstelle großräumig ab, da der Jet Kerosin, Raketentreibstoff sowie eine Übungsbombe an Bord hatte. "Es besteht Explosionsgefahr. Wir wissen noch nicht, was mit dem Treibstoff in den Tanks ist", erklärte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth. Deshalb lasse man das Wrack kontrolliert abbrennen. Die Ursache für den Absturz ist noch unklar. Der Grund könnte ein Triebwerkschaden sein."

    Von daher.... Wie viel muss noch passieren, bevor die Verfassungsrichter hier aufwachen?? Denn sowas kann passieren

    a) durch technischen Defekt
    b) durch Defekt am Software-System im Cockpit dieser Jets
    c) durch Pilotenfehler

    Und sowas kann nicht nur bei den Tornado-Kampfjets passieren, sondern auch bei den neuen Eurofightern, weil es auch da schon passiert ist!

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  • 28.04.2018 13:03, Andrea

    Dann sage ich mal zu dem hier:

    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bverfg-2bvr137113-us-atomwaffen-buechel-gefahr-terrorismus-grundrechte-frieden/

    "Aus der Völkerrechtsklausel (Art. 25) und Art. 26 Grundgesetz (GG) folge, dass jeder Bürger vom Staat verlangen könne, dass eine von deutschem Boden ausgehende rechtswidrige Kriegsführung unterbunden werden müsse."

    "Das Verwaltungsgericht (VG) Köln lehnte zum einen den Antrag der Frau ab, die Bundesrepublik dazu zu verpflichten, gegenüber den USA auf den Abzug der vermeintlichen US-Atomwaffen hinzuwirken."

    Genau dieser Artikel 25 GG besagt, dass internationales Recht Bestandteil des einheimischen Rechts ist und dass internationales Recht ueber dem Grundgesetz steht und Artikel 23 GG besagt, dass EU-Recht ueber dem Grundgesetz steht.

    Und dass heißt:
    wir hier in Deutschland und in der EU sind ueber internationales Recht und ueber EU-Recht sowie durch das Grundgesetz vor solchen Kriegshandlungen ausgehend von deutschem Boden geschuetzt. Denn diese Strahlung die von diesen Bomben ausgeht, diese Möglichkeit des Auslösens von solchen Nuklearkriegen durch Hacker, die Absturze solcher Tornado-Kampfjets oder Eurofighter-Kampfjets greifen sehr tief in unsere Grundrechte ein. Welche Artikel vom Grundgesetz ich damit meine?? Diese hier:

    1. Artikel 1 Grundgesetz: Wuerde des Menschen
    2. Artikel 2 Grundgesetz: Grundrecht auf Leben und Körperliche Unversehrtheit
    3. Artikel 20 Grundgesetz: das Volk als Souverän in Deutschland
    4. Artikel 23 Grundgesetz: EU-Recht als Bestandteil des einheimischen Rechts und EU-Recht steht ueber nationalem Recht
    5. Artikel 25 Grundgesetz: internationales Recht und Völkerrecht als Bestandteil des einheimischen Rechts und internationales Recht und das Völkerrecht stehen ueber dem Grundgesetz und lösen Rechte und Pflichten fuer und gegen jeden aus
    6. Artikel 102 Grundgesetz: Verbot der Todesstrafe
    7. Artikel 103 Grundgesetz: Grundrecht auf rechtliches Gehör vor Gericht (das hier verweigert wurde vom Bundesverfassungsgericht)
    8. Artikel 110 Grundgesetz: Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts, wenn in einem Streitfall die Frage ist, ob internationales Recht und Völkerrecht beruehrt sind

    Aus dem Grund hat hier gestern das Bundesverfassungsgericht uns Buergern den Schutz verweigert und uns Buerger hier in eine hochgefährliche Situation gebracht!

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  • 28.04.2018 13:13, Andrea

    Weiter hin ist zu diesem Punkt:

    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bverfg-2bvr137113-us-atomwaffen-buechel-gefahr-terrorismus-grundrechte-frieden/

    "Das Verwaltungsgericht (VG) Köln lehnte zum einen den Antrag der Frau ab, die Bundesrepublik dazu zu verpflichten, gegenüber den USA auf den Abzug der vermeintlichen US-Atomwaffen hinzuwirken."

    zu sagen:
    die USA planen ja jetzt die Aufruestung dieser Atomwaffen in Deutschland und dabei geht es um eine neue noch höhere Sprengkraft der us-Atomwaffen mi 80facher Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Siehe dazu hier beim Focus:

    https://www.focus.de/politik/deutschland/sprengkraft-von-80-hiroshima-bomben-neue-us-atomwaffen-in-deutschland-stationiert-scharfe-kritik-aus-russland_id_4962247.html

    "Neue US-Atomwaffen werden in Deutschland stationiert – Russland übt scharfe Kritik"

    "In Rheinland-Pfalz sollen 20 neue amerikanische Atombomben vom Typ B61-12 stationiert werden. Die Nuklearwaffen haben zusammen die Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben. Wissenschaftler und russische Stimmen äußern sich besorgt über das Vorgehen."

    "Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz beginnen in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Stationierung neuer amerikanischer Atombomben. Das belegen US-Haushaltspläne, die dem ZDF-Magazin "Frontal 21" vorliegen. Rüstungsexperten bestätigen, dass die neuen taktischen Nuklearwaffen vom Typ B61-12 wesentlich zielgenauer sind als die Atombomben, die bislang in Büchel lagern."

    "Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado-Piloten im Rahmen der Nato-Strategie der so genannten „Nuklearen Teilhabe“ Angriffe mit den US-Bomben fliegen. „Mit den neuen Bomben verwischen die Grenzen zwischen taktischen und strategischen Atomwaffen“, kritisiert Atom-Wissenschaftler Hans Kristensen vom „Nuclear Information Projects“ in Washington."

    Russisches Außenministerium: „Verletzung der Artikel“

    „Uns beunruhigt, dass Staaten, die eigentlich keine Atomwaffen besitzen, den Einsatz dieser Waffen üben, und zwar im Rahmen der Nato-Praxis der Nuklearen Teilhabe“, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gegenüber "Frontal 21". „Das ist eine Verletzung der Artikel 1 und 2 des Vertrages über die Nichtverbreitung von Atomwaffen.“
    ____________________________________________________________

    Ergo frage ich die Verfassungsrichter mal ganz ehrlich:
    wozu bitte brauchen wir Atombomben ueberahupt?? Wozu brauchen wir bitte Atombomben mit 80facher Sprengkraft der Hiroshima-Bombe?? Wieso muss hier bitte ein Krieg mit Russland geschuert werden??

    Und wie kann dass alles bitte kein Eingriff in unsere Grundrechte sein?? Wieso bitte hören uns die Verfassungsrichter nicht?? Wieso wollen die Verfassungsrichter hier die Angst von uns Buerger nicht sehen?? Wieso verweigern uns die Verfassungsrichter hier uns Buergern den Schutz vor solchen Bomben??

    Sowas ist unverantwortlich, nach dem was in Hiroshima und Nagasaki geschehen ist! Außerdem brauchen wir Buerger hier in Deutschland und hier in der EU kein zweites Fukushima (ich sage nur: die noch laufenden AKWs, dann die AKWs Tihange, Doell, Fessenheim, Cattenom, Flamanville, Temelin und so weiter die alle hochgefährlich sind wegen katastrophaler Baufehler)??

    Aus dem Grund ihr werten Verfassungsrichter:
    es ist allerhöchste Zeit, diese us-Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen zur Sicherheit aller Buerger und Buergerinnen nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU.

    Hier werden unser Grundgesetz, die EU-Grundrechte, internationales Recht und das Völkerrecht mit Fueßen getreten! Und sowas habe ich persönlich von den Verfassungsrichtern eigentlich nicht gedacht. Denn ich gebe ganz offen zu, dass ich den beiden Richtern Voßkuhle und Kirchhof eigentlich bislang blind vertraut hatte. Aber dieses Vertrauen ist gestern massiv erschuettert worden durch dieses glatte Fehlurteil und durch dieses zweite Fehlurteil gegen uns Fußballfans.

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  • 28.04.2018 13:22, Andrea

    Dann komme ich zu diesem Punkt:

    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bverfg-2bvr137113-us-atomwaffen-buechel-gefahr-terrorismus-grundrechte-frieden/

    "Zum anderen sah das Gericht keine Verpflichtung der Regierung, alle Handlungen einzustellen, die auf die Fortführung der so genannten nuklearen Teilhabe als politische Abschreckungsstrategie der NATO abzielen."

    Hier hat das Bundesverfassungsgericht erneut versagt. Siehe dazu meine vorherige Begruendung. Und ergänzend bringe ich auch als Begruendung dazu, dass auch Luftkampfuebungen durch solche Kampfjets direkt an Atomreaktoren eine gewaltige Zumutung fuer uns Buerger sind, weil daraus nämlich ein weiteres Fukushima entstehen kann, das ebenfalls nicht nur uns als Deutschland, sondern einen großen Teil der EU auslöschen kann.

    Und wenn ihr Verfassungsrichter mir jetzt damit kommen solltet, dass sowas ja nicht stattfindet, dann sage ich euch: doch!! Genau dass findet statt! Und zwar ueberall in Deutschland. So auch hier in Grafenrheinfeld!!

    https://www.youtube.com/watch?v=U9z3xbPJAVs
    youtube: 2011‐04‐07 ‐ Riskante Manöver ‐ Luftkampf überm Atomkraftwerk

    So viel zur Wahrheit. Es waren us-Thunderbold-Maschinen.

    Wenn die nämlich in den Reaktor reingehauen wären, dann wäre es vorbei gewesen und auch die Abstände wurden NICHT eingehalten!

    Wie kann sowas kein Eingriff in unsere Grundrechte sein?? Halloo??

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  • 28.04.2018 13:37, Andrea

    Denn dass diese Flughöhen NICHT eingehalten wurden, kann auch ich als Anwohnerhin hier in Dittelbrunn bezeugen, weil auch ich diese Ueberfluege gesehen habe. Außerdem sind die auch hier bei uns ueber unseren Wohnort unter Unterschreitung der Mindestflughöhe - auch nachts nach 22 Uhr - ruebergedonnert!! Dabei haben die auch hier in meiner Gemeinde fuer Angst und Schrecken und auch schon fuer Schäden gesorgt!

    Und wenn einer dieser Kampfjets bei uns hier in das neue Brennelemente-Zwischenlager reinhauen wuerde, dann wäre es auch vorbei fuer uns hier! Dann wäre Deutschland nämlich auch ausgelöscht durch einen Super-Gau!! Und wenn dann dazu noch eine Atombombe an Bord von so einem Jet kommt, dann wird es noch schlimmer!! Dann wird aus so einer Atombombe nämlich eine H-Bombe (Wasserstoff-Bombe), wenn hier MOX-Brennstäbe, Tritium, Deuterium und so weiter mit der Atombombe reagiert!!

    Und damit komme ich zu diesem Punkt von den Verfassungsrichtern:

    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bverfg-2bvr137113-us-atomwaffen-buechel-gefahr-terrorismus-grundrechte-frieden/

    "Auch mit ihrer Verfassungsbeschwerde, mit der sie sich gegen die gerichtlichen Entscheidungen wandte und die Stationierung der Atomwaffen rügte, ist die Anwohnerin gescheitert. Das Risiko terroristischer Anschläge sei der deutschen Staatsgewalt nicht zuzurechnen, so das BVerfG. Zudem habe sie nicht dargelegt, inwiefern der Abzug der Atomwaffen geeignet wäre, die Gefahren terroristischer Angriffe oder Unglücksfälle abzuwenden.!

    Aus dem Grund:

    1. wegen eiskalter Provokation gegen Russland
    2. wegen der Möglichkeit der Auslösung eines nuklearen WK3
    3. wegen eines sehr wohl möglichen Super-GAUs in einem AKW durch so einen Kampfjet mit einer Atombombe an Bord
    4. wegen den Strahlungsrisiken durch diese Atombomben

    sind diese Stationierungen von Atomwaffen in Deutschland zu beenden und zwar ohne Wenn und Aber!! Und das Risiko terroristischer Anschläge zum Beispiel auf diese Zwischenlager oder auf die noch laufenden AKWs ist der Bundesregierung sehr wohl zuzurechnen als Eigentuemerin dieser AKWs! Denn die haben diese AKWs damals OHNE uns Buerger zu fragen, uns diese AKWs einfach vor die Nase gesetzt und niemand hat uns Buerger jemals gefragt ob wie diese hochgefährliche Atomenergie ueberhaupt wollen und ob wir mit dieser Erzeugung von Atommuell - der ueber Jahrmillionen strahlt - ueberhaupt wollen.

    Und wieso der Abzug dazu geeignet wäre, das Risiko von terroristischen Anschlägen oder Ungluecken abzuwenden?? Das ist doch wohl klar zu beantworten und liegt doch wohl auf der Hand:

    1. wenn diese Waffen weg wären, dann könnten die nicht mehr gestohlen werden
    2. Hackerangriffe wären dann nicht mehr so leicht möglich
    3. die Gefahr eines Super-GAUs hier in Deutschland wäre erheblich herabgesetzt (auch durch den Atomausstieg bei dem Deutschland inzwischen nicht mehr alleine steht durch den Mit-Ausstieg von Taiwan)
    4. ein Absturz eines solchen Eurofighters oder eines solchen Tornado-Kampfjets auf ein AKW mit einer Atombombe an Bord gäbe es dann nicht mehr

    Und von daher ist diese Abweisung dieser Klage durch das Bundesverfassungsgericht ein absolut verfassungswidriges, eu-rechtswidriges, gegen internationales Recht und gegen das Völkerrecht verstoßendes Handeln, das schärftens zu verurteilen ist!

    Werte Verfassungsrichter:
    ich erwarte, dass ihr diese Klage - unter Beruecksichtigung dieser sunstantiierten Argumentation von mir - erneut anschaut und zur Verhandlung annehmt und dass zum Schutz aller Buerger nicht nur hier in Deutschland sondern eu-weit!

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  • 28.04.2018 13:41, Andrea

    Aus dem Grund ist auch dass hier:

    "Die Rechtsgüter der Beschwerdeführerin seien auch nicht durch mutmaßlich völkerrechtswidriges Verhalten deutscher Staatsorgane betroffen, stellt das BVerfG klar. Die von der Beschwerdeführerin benannten Normen des humanitären Völkerrechts, etwa das Gebot, zwischen Soldaten und Zivilbevölkerung zu unterscheiden, und das Gebot, keine unnötigen Leiden zu verursachen, schütze Personen, die unmittelbar mit Kampfhandlungen konfrontiert sind. Das sei bei der Frau aber offenkundig nicht der Fall. "

    Mit aller Entschiedenheit und Schärfe zurueckzuweisen!! Und ich hoffe und bete, dass diese Entscheidung nicht aus der Feder von Richter Voßkuhle stammt, von dem ich eigentlich bislang sehr viel gehalten habe und den ich eigentlich bislang immer fuer seine vernuenftigen und weitsichtigen Urteile geschätzt habe, genauso wie Richter Kirchhof.

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  • 28.04.2018 13:53, Andrea

    Dann lege ich zur weiteren substantiierung noch die Berichte ueber den hochgefährlichen Baupfusch am neuen AKW Flamanville in Frankreich vor. Es geht dabei um Risse am Reaktordruckbehälter, es geht darum dass der Reaktordeckel nicht auf den Reaktor passt:

    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/areva-pfuscht-bei-reaktor-bau-schwere-maengel-am-pannen-akw-flamanville/11650790.html

    "Im Falle des EPR geht es um ein elf Meter hohes Stahltrumm mit fast fünf Metern Außendurchmesser, das über 500 Tonnen wiegt. Dieses Gefäß enthält die Brennstäbe, es muss Temperaturen von über 300 Grad und sehr hohem Druck standhalten. Es ist das einzige Bauteil, das nicht ausgetauscht werden kann. Deshalb muss es absolut zuverlässig sechzig Jahre lang den Reaktorkern einschließen."

    "Genau diese Sicherheit wird beim EPR von der französischen Atomaufsicht ASN angezweifelt: „Es gibt ernste, sehr ernste Anomalien am Druckbehälter des EPR“ sagte Pierre-Franck Chevet, Chef der ASN, am Donnerstag. Deckel und Bodenplatte des Gefäßes wiesen Unregelmäßigkeiten in der Zusammensetzung des Stahls auf. Die könnten zu Rissbildung führen. Bei ersten Tests hatte die ASN diesen fatalen Fehler festgestellt. Nun soll eine weitere Serie von Untersuchungen zeigen, ob sich die Defekte bestätigen. Sollte das geschehen, sind die Folgen für Chevet klar: „Entweder gibt EDF das Projekt auf, oder der Druckbehälter wird ausgetauscht, was hohe Kosten und mehrere Jahre Verzögerung bedeutet.“"

    "Das potenzielle Desaster betrifft nicht Flamanville alleine. Insgesamt sind laut Aussage der ASN möglicherweise sechs von Areva gebaute EPR betroffen, auch in den USA, Großbritannien und China. Die dortigen Behörden habe man bereits informiert."

    Ein zweiter Bericht dazu hier bei der Sueddeutschen:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/atommeiler-gefaehrliche-baumaengel-1.2559983

    "Die Situation verlangt nach einer starken Geste. Je nach politischer Einstellung könnte das Händereiben oder Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlagen sein. Beim Vorzeigeprojekt der französischen Nuklearindustrie, dem im Bau befindlichen Reaktor Flamanville 3, gibt es erneut erhebliche technische Probleme. Der Stahl des Druckgefäßes, das später die Kernspaltung umschließen soll, weist nicht die erforderliche Festigkeit auf. "Es ist eine ernste Abweichung bei einer kritischen Komponente der Anlage", sagt der Chef der französischen Atomaufsicht ASN, Pierre-Franck Chevet. Seine Behörde hat zudem neue Tests angeordnet, bei denen ein Reaktordeckel geprüft werden muss, der für ein anderes Kernkraftwerk der gleichen Baureihe vorgesehen ist. Das Problem ist, dass der Reaktordeckel bei diesen Tests zerstört wird."

    "Die neuen Untersuchungen bringen für Flamanville nicht nur eine weitere Verzögerung mit sich, sie könnten auch gewaltige Zusatzkosten bedeuten, wenn das bereits installierte Druckgefäß umgebaut werden muss. Das könnte sich auch auf Projekte in England und China auswirken, wo baugleiche Reaktoren entstehen sollen. Das Druckgefäß, das nun zerstört werden muss, war für die Anlage Hinkley Point C in England vorgesehen."

    [...]

    "Deutschland wäre indirekt betroffen, weil Flamanville 3 das umstrittene Kraftwerk Fessenheim im Elsass ersetzen soll. Die seit 1977 laufenden Meiler müssten womöglich länger als geplant am Netz bleiben. In Frankreich hat sich der Fall zu einer politischen Affäre entwickelt. Einen Höhepunkt erreichte sie vor einigen Tagen, als Le Canard Enchaîné und Le Monde berichteten, der Hersteller Areva habe die Stahlprobleme bereits 2007 gekannt. "Warum hat die Firma keine Untersuchungen gemacht, bevor das Reaktordruckgefäß installiert und verschweißt wurde?", fragt der französische Nuklear-Experte Yves Marignac von der Organisation Wise-Paris."

    [...]

    "Nun aber gibt es ernste Hinweise, dass Areva von den Problemen schon 2006 wusste. Damals wurden Proben am Flamanville-Reaktordeckel genommen und chemisch analysiert. Das habe nicht dem Kohlenstoff-Gehalt gegolten, erklärte Areva. Laut der technischer Dokumente hatte der Konzern aber ein solches Messergebnis erzielt. Die Daten "zeigten eine deutliche positive Absonderung von Kohlenstoff in der Mitte des Reaktordeckels", zitiert Le Monde aus einer internen Notiz des Reaktorsicherheits-Instituts IRSN, das der ASN zuarbeitet."

    "Müssen der Deckel und Boden des Reaktorgefäßes in Flamanville aufgetauscht werden, steigen die Kosten und die Fertigstellung wird verschoben. Eigentlich sollte der Reaktor seit 2012 laufen und ungefähr drei Milliarden Euro kosten; bis jetzt hat das Bauprojekt um die acht Milliarden Euro gekostet."

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  • 28.04.2018 13:59, Andrea

    Als weitere ergänzende Subtantiierung lege ich dann noch weitere Berichte ueber die Feststellung vor, dass die AKWs Tihange und Doell noch gefährlicher sein sollen als bislang bekannt:

    https://www.tagesschau.de/ausland/tihange-sicherheit-101.html

    "Tihange 1 gefährlicher als bislang bekannt"

    "Seit Jahren gilt der marode belgische Atomreaktor Tihange 2 unweit der deutschen Grenze als Risikofaktor. Nun häufen sich nach WDR-Informationen im Reaktor Tihange 1 sogenannte Vorläuferereignisse."

    " Viele Katastrophen kündigen sich an, haben Vorläufer, die auf das drohende Unheil hinweisen. Das gilt auch für die Atomkraft. Hier sprechen die Techniker von "Precursors" - zu Deutsch Vorboten: "Ich erinnere daran, dass Tschernobyl einen Vorläufer hatte, nur nicht beachtet wurde. Tschernobyl hätte nicht stattfinden können und nicht stattfinden dürfen, wenn man sachgerecht Untersuchungen durchgeführt hätte, also eine Precursor-Analyse", sagt Manfred Mertins, langjähriger Mitarbeiter der Gesellschaft für Reaktorsicherheit, GRS."

    Precursor-Analysen sind also enorm wichtig. Die GRS selbst spricht von "Vorboten für Schäden im Reaktorkern". In vielen Ländern werden sie seit Jahren systematisch erfasst. Dem WDR liegt nun ein Schreiben der Brüsseler Atomaufsicht vor, in dem erstmals Zahlen über Precursor-Ereignisse in belgischen Atomkraftwerken genannt werden. Demnach gab es hier zwischen 2013 und 2015 insgesamt 14 Precursor-Fälle - davon mehr als die Hälfte in dem Reaktor Tihange 1."

    "Atomexperte Mertins ist alarmiert: "Precursor kann man schon als einen Indikator für den Sicherheitszustand der Anlage einstufen. Die Anzahl der Precursor zeigt, dass wir hier gegenüber anderen Anlagen in Belgien eine deutliche Häufung haben, so dass man schon allein aus diesem Indikator heraus feststellen kann, dass die Sicherheit der Anlage Probleme aufweist."

    "Bundesregierung wiegelt ab"

    "Der ehemalige Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer, drückt es noch drastischer aus: "Diese Zahlen sind erheblich höher als üblich. Da müssen eigentlich die Alarmglocken bei allen Verantwortlichen angehen - sowohl bei den Betreibern in Belgien, bei der Behörde in Belgien und auch bei den Nachbarländern, also auch beim deutschen Bundesumweltministerium."

    "Die Bundesregierung jedoch wiegelt ab. Atomsicherheit sei Angelegenheit der jeweiligen Regierungen, so das Umweltministerium gegenüber dem WDR. Im Übrigen seien Precursor nicht geeignet, um daraus "direkte Rückschlüsse auf das Sicherheitsniveau einer Anlage zu ziehen". Fast wortgleich äußert sich auf Anfrage die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC."

    "Klare Stellungnahme der EU zu Vorläufern"

    "Dem widersprechen aber nicht nur die Atomexperten Majer und Mertins. In einem Bericht der EU-Kommission von 2009 heißt es: "Aus den Erfahrungen ergibt sich, dass schweren Unfällen in der Regel relativ harmlose Vorläuferereignisse vorausgehen, und dass eine signifikante Verschlechterung des Zustandes der Anlagen oder der Sicherheitskultur in der Regel aus frühen Anzeichen erkennbar ist."

    "Precursor-Ereignisse können also durchaus ein Zeichen für Mängel an der Anlage oder beim Personal sein - zumal wenn es so viele sind und weitere Probleme wie etwa häufige Reaktorschnellabschaltungen und lange, außerplanmäßige Stillstände, hinzu kommen. So ist es im Fall von Tihange 1."

    "Forderungen nach Abschaltung"

    "Man muss feststellen, dass das Risiko der Anlage Tihange 1 vergleichbar ist mit dem Risiko der beiden anderen genannten Anlagen - Doel 3 und Tihange 2. Man müsste hier deswegen darauf dringen, die Anlage in überschaubarer Zeit abzustellen", schlussfolgert Nuklearexperte Mertins."

    "Obwohl man im Umweltministerium nach eigenem Bekunden über die Precursor-Fälle in Belgien informiert ist, spielt Tihange 1 in den öffentlichen Stellungnahmen der Bundesregierung bislang keine Rolle. Ein grobes Versäumnis, meint Sylvia Kotting-Uhl, Atomexpertin der Grünen im Bundestag: "Die Bundesregierung müsste in ihrer Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung darauf drängen, dass untersucht wird, was mit diesem Reaktor los ist. Warum hat er diese vielen Vorfälle? In der Konsequenz müsste er dann eventuell auch abgeschaltet werden." Zudem müsse nach Ansicht der grünen Atomexpertin jetzt auch noch einmal neu über die Lieferung deutscher Brennelemente an Doel und Tihange nachgedacht werden."

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  • 28.04.2018 14:03, Andrea

    Weiterhin hier dazu ein Bericht, dass diese Reaktoren in Tihange und Doell sogar zu marode fuer kuehles Kuehlwasser sind und das Kuehlwasser kuenstlich vorgeheizt wird wegen thermischem Schock!!

    http://www.reaktorpleite.de/reaktorpleite-thtr/60-aktuelles/wichtige-artikel/wichtige-artikel-2016/573-01-02-2016-zu-marode-fuer-kuehles-kuehlwasser.html

    "Zu marode für kühles Kühlwasser"

    "Der Begriff legt es nahe: Kühlwasser soll in einem AKW eine Überhitzung verhindern. Doch die belgischen AKW Doel und Tihange sind offenbar so brüchig, dass selbst Kühlwasser eine Gefahr für die Gebäude darstellt. Nach WDR-Informationen muss es erhitzt werden."

    "Es klingt absurd, aber es scheint der einzige Weg zu sein, um eine Katastrophe zu verhindern: In den beiden belgischen Atomkraftwerken Tihange-2 und Doel-3 muss ausgerechnet das Kühlwasser vorgeheizt werden. Es geht um jeweils rund 1,8 Millionen Liter, die für die Notkühlung im Falle eines größeren Störfalls bereitgehalten werden müssen."

    "Üblicherweise hat dieses Kühlwasser eine Temperatur von unter zehn Grad. In Tihange und Doel jedoch hat die Atomaufsicht bereits 2012 angeordnet, dieses Notkühl-Wasser auf 30 Grad vorzuheizen. Anlass für diese eigentümliche Anordnung ist die Tatsache, dass man seinerzeit Tausende feiner Risse in den Reaktordruckbehältern der beiden Atomkraftblöcke festgestellt hatte."

    "Es droht ein thermischer Schock"

    "Würde nun in diese rissigen, unter hohem Druck stehenden Stahlbehälter plötzlich und in großer Menge kaltes Wasser eingefüllt, dann könnte ein sogenannter thermischer Schock diese Behälter beschädigen oder gar zerstören. Die Folge wäre - ähnlich wie in Fukushima - ein teilweiser oder völliger Kühlmittelverlust und letztlich eine Kernschmelze."

    "Das Vorheizen des Notkühl-Wassers soll die Temperaturdifferenz zwischen dem Druckbehälter und dem eingeleiteten Wasser verringern - und damit die Belastung für den vorgeschädigten Stahlbehälter."

    "Im Dezember vergangenen Jahres hat nach Informationen des WDR die belgische Atomaufsicht ihre Anweisung sogar noch erheblich verschärft. In einem Bericht vor dem belgischen Parlament hat der Chef der Brüsseler Atomaufsichtsbehörde FANC angekündigt, man werde die Vorheiztemperatur - zumindest für den Reaktor in Doel - auf nicht weniger als 45 Grad erhöhen."

    "Der Betreiber der Anlage, die Firma Electrabel, spricht von mindestens 40 Grad. Damit geht man bis ans Limit, denn ab 50 Grad Celsius wäre das Wasser zu warm, um damit einen abgeschalteten Atomreaktor zu kühlen."

    "Mit dieser Maßnahme gestehen Atomaufsicht und Betreiberfirma ein, dass es um die Festigkeit der Reaktordruckbehälter in Doel und Tihange offenbar noch schlechter bestellt ist, als bislang öffentlich zugegeben."

    "Schon unter normalen Umständen unsicher"

    "Das "Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie" sieht in der jüngsten Meldung einen "Beleg dafür, dass die ReakSonst nur in Russlandtoren schon unter normalen Umständen unsicher" seien. "Ein spontanes Bersten des Reaktordruckbehälters kann nicht mehr ausgeschlossen werden", erklärte Jörg Schellenberg, der Sprecher des Bündnisses, gegenüber dem WDR."

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  • 28.04.2018 14:04, M.D.

    Vielen Dank für Ihren umfangreichen Beitrag. Die NATO lässt sich jedoch nicht so einfach von Oma Krause wegklagen. Das spiegelbildliche Unterfangen gegen russische Atomwaffen wäre in der DDR oder im Rest des Ostblocks übrigens auch nicht erfolgreich gewesen. Insoweit bestehen übergeordnete Sachzwänge.

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  • 28.04.2018 14:09, Andrea

    Als drittes lege ich zusätzlich dazu ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht FANC vor, das dem Spiegel vorliegt und eindeutig vor dem AKW Tihange warnt:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/akw-tihange-erhoehtes-sicherheitsrisiko-bei-belgischem-atomkraftwerk-a-1190921.html

    "Das grenznahe belgische Atomkraftwerk Tihange ist einem Bericht zufolge offenbar gefährlicher als bislang bekannt. Im Reaktor Tihange-1 hätten sich zwischen 2013 und 2015 potenziell bedrohliche Zwischenfälle gehäuft, berichteten der WDR und das ARD-Magazin "Monitor" am Donnerstag unter Berufung auf ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht (FANC)."

    "Zwischen 2013 und 2015 habe es acht sogenannte Precursor-Fälle in Tihange-1 gegeben, also mehr als die Hälfte aller derartigen Vorfälle in ganz Belgien, hieß es vorab aus dem Bericht, der am Donnerstagabend ausgestrahlt werden soll. Demnach können solche Zwischenfälle unter bestimmten Voraussetzungen zu schweren Schäden am Reaktorkern bis hin zur Kernschmelze führen. Das belgische AKW liegt rund 70 Kilometer von Aachen entfernt."

    "Das deutsche Umweltministerium erklärte auf Nachfrage, es sei über die Anzahl der Vorfälle informiert, wie es in dem Bericht weiter hieß. Allerdings lägen nur der belgischen Atomaufsicht alle notwendigen Unterlagen vor, um die Sicherheit eines AKW bewerten zu können."

    "Der ehemalige Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer, sagte dem WDR, bei den Betreibern in Belgien und dem Bundesumweltministerium müssten eigentlich "die Alarmglocken angehen".

    Die Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 sind bereits seit Längerem umstritten, weil Risse in Reaktordruckbehältern gefunden wurden."
    ____________________________________________________________

    Wenn nun so ein Kampfjet in dieses AKW einschlagen wuerde, dann wären Dänemark, Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Teile der Schweiz ausgelöscht und eventuell sogar Teile von Österreich (je nach Windrichtung). Und genau davor haben sogar die Luxemburger schon tierische Angst im Fall Cattenom:

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Atomkraft-Luxemburg-bietet-Frankreich-Geld-fuer-Abschaltung-des-AKW-Cattenom-3168208.html

    "Atomkraft: Luxemburg bietet Frankreich Geld für Abschaltung des AKW Cattenom "

    " Sollte es ein Problem in dem grenznahen französischen Kraftwerk Cattenom geben, dann drohe das Großherzogtum "von der Landkarte gewischt zu werden", sagte Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel."

    "Luxemburg sieht seine gesamte Existenz von einem französischen Atomkraftwerk bedroht. Sollte es ein Problem in dem grenznahen französischen Kraftwerk Cattenom geben, dann drohe das Großherzogtum "von der Landkarte gewischt zu werden", sagte Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Manuel Valls in Luxemburg. Sein Land würde sich finanziell daran beteiligen, wenn das AKW abgeschaltet würde, heißt es in Medienberichten. "Botschaft angekommen", sagte Valls demnach, stellte aber kein konkretes Abschaltdatum in Aussicht."

    Das AKW Cattenom ist seit Mitte der 1980er Jahre in Betrieb. Es liegt nahe der Grenze zu Luxemburg und Deutschland. Ursprünglich sollte es bis 2026 abgeschaltet werden, die Laufzeit wurde aber vor Kurzem verlängert. In Frankreich kommen etwa 75 Prozent des produzierten Stroms aus Atomkraftwerken. Dieser Anteil soll bis 2025 auf 50 Prozent sinken."

    "Petition gegen Cattenom"

    "In Luxemburg lief im März eine Petition zu dem AKW, die innerhalb kurzer Zeit die erforderliche Zahl von 4500 Unterschriften erreichte, damit zu dem Thema eine öffentliche Anhörung im dortigen Parlament stattfindet. Der Bittsteller hatte moniert, dass es in Cattenom permanent zu Störfällen komme und es an einer transparenten Kommunikation mangele. Es sei zu befürchten, dass die Fälle, die öffentlich werden, nicht der ganzen Wahrheit entsprächen."

    "Zum französischen Atomkraftwerk Fessenheim, das ebenfalls im Grenzgebiet zu Deutschland liegt, hieß es zuletzt von der französischen Wohnungsbauministerin Emmanuelle Cosse, dass es noch in diesem Jahr vom Netz gehen werde. Umweltministerin Ségolène Royal mochte sich hingegen noch nicht festlegen. "

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  • 28.04.2018 14:10, Andrea

    @ M.D.

    Wie bitte?? Uebergeordnete Sachzwänge?? Ernsthaft jetzt??

    " Insoweit bestehen übergeordnete Sachzwänge."

    Welche Sachzwänge sollen dass denn bitte sein?? Bitte mal mehr Substanz dazu.

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  • 28.04.2018 14:18, Andrea

    Denn von daher sollten sich die Verfassungsrichter mal die Frage stellen:
    was ist, wenn so ein Kampfjet in das AKW Cattenom oder in das AKW Fessenheim oder in dieses hochgefährliche AKW Flamanville oder in eines der Brennelemente-Zwischenlager hier in Deutschland einschlägt??

    Wollen die sowas erst noch provozieren?? Muss sowas sein?? Denn der dritte Teil der Wahrheit ist, dass ein Beinahe-GAU in Fessenheim vertuscht wurde laut Tagesschau:

    http://www.reaktorpleite.de/60-aktuelles/wichtige-artikel/wichtige-artikel-2016/578-04-03-2016-akw-fessenheim-atom-unfall-offenbar-vertuscht.html

    "Atom-Unfall offenbar vertuscht"

    "Artikel von Jürgen Döschner aus www.tagesschau.de"

    "Im französischen AKW Fessenheim gab es 2014 eine Überschwemmung. Die Betreiberfirma stellte das Ereignis als harmlos dar. Doch nach Recherchen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" könnte es einer der dramatischsten AKW-Unfälle in Westeuropa gewesen sein."

    "Am 9. April 2014 um 17 Uhr gehen gleich mehrere Alarmsignale auf der Leitwarte des Reaktorblocks 1 in Fessenheim ein: Wassereinbruch auf mehreren Ebenen, Defekte an elektrischen Isolierungen, Ausfall eines der beiden Systeme zur Reaktorschnellabschaltung. Der Versuch, den Reaktor ordnungsgemäß herunterzufahren scheitert - die Steuerstäbe lassen sich nicht bewegen."

    "Es betrifft hier den Reaktorkern, also die Seele, die Zentrale der Anlage", sagt Manfred Mertins, der seit Jahrzehnten als Sachverständiger für Reaktorsicherheit tätig ist. Er war lange Mitarbeiter der Gesellschaft für Reaktor- und Anlagensicherheit, GRS, die im Auftrag der Bundesregierung die Sicherheit von Atomkraftwerken beurteilt. "Wenn ich hier unterstelle, dass ein System schon ausgefallen war, muss ich sagen: Damit war die Abschaltung nicht mehr in dem vorgesehenen Umfang sichergestellt", so Mertins. "Also insofern ein sehr ernstes Ereignis."

    "Temperatur aus dem Ruder gelaufen"

    "Die französische Atomaufsicht schrieb wenige Tage nach dem Unfall an die Leitung des Kraftwerks einen Brief. Der Inhalt ist auch für Mertens erschreckend. "Es gibt eine Information, dass für etwa drei Minuten die Temperatur im Reaktorkern aus dem Ruder gelaufen ist. Das ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass man keine Informationen mehr über die Regelung im Kern hatte." Die Mannschaft habe in diesem Moment den Reaktor quasi blind gefahren, sagt Mertins."

    "Eine dramatische Situation, so sah es damals wohl auch der Kraftwerksbetreiber. Eiligst richtete er einen Krisenstab ein. Der entschied sich für eine ungewöhnliche Maßnahme: Um den Reaktor herunterzufahren, wird Bor in den Reaktorbehälter gegeben. Man zieht sozusagen die Notbremse, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Ein in Westeuropa einmaliger Vorgang, sagt Mertins."

    "Es hätte kein Wasser eindringen dürfen"

    "Aber nicht nur die Folgen, auch die Ursachen des Unfalls erschrecken den Experten. Denn offenbar sind die diversen Steuersysteme ausgefallen, weil Wasser durch die Ummantelung von Elektrokabeln in verschiedene Räume und in sicherheitsrelevante Schaltkästen gelangen konnte. "Es hätte kein Wasser eindringen dürfen, insbesondere in die Leittechnikschränke des Reaktorschutzes. Dass ein Strang komplett ausgefallen ist, das geht gar nicht!"

    "Sowohl die französische Atomaufsichtsbehörde ASN als auch die Betreiberfirma EDF haben seinerzeit die ganze Dramatik der Ereignisse vom 9. April 2014 der Öffentlichkeit vorenthalten. Der Ausfall der Steuerstäbe und die so genannte "Notborierung" wurden nicht einmal der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien mitgeteilt."
    ___________________________________________________________________

    So viel zur Wahrheit und einen zweiten Beleg dazu gibt es hier:

    http://www.heute.at/welt/news/story/Dramatischster-Atomunfall-Europas-vertuscht--31708652

    "Als es 2014 im französischen AKW Fessenheim zu einer Überschwemmung kam, stellte die Betreiberfirma das Ereignis als harmlos dar. Nach Recherchen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" könnte es einer der dramatischsten AKW-Unfälle in Westeuropa gewesen sein."

    "Als es 2014 im französischen AKW Fessenheim zu einer Überschwemmung kam, stellte die Betreiberfirma das Ereignis als harmlos dar. Nach Recherchen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" könnte es einer der dramatischsten AKW-Unfälle in Westeuropa gewesen sein."

    "Am 9. April 2014 um 17 Uhr meldeten Alarmsignale im Reaktorblock 1 in Fessenheim: Wassereinbruch auf mehreren Ebenen, Defekte an elektrischen Isolierungen, Ausfall eines der beiden Systeme zur Reaktorschnellabschaltung. Der Versuch, den Reaktor ordnungsgemäß herunterzufahren, scheitert - die Steuerstäbe lassen sich nicht bewegen."

    "Betroffen war der Reaktor-Kern, also die Zentrale der Anlage, so ein Sachverständiger, der jahrzehntelang für die Sicherheit im Reaktor zuständig war. In einem Brief der französische Atomaufsicht wenige Tage nach dem Unfall an die Leitung des Kraftwerks heißt es, dass für etwa drei Minuten die Temperatur im Reaktorkern aus dem Ruder gelaufen sei. Die Mannschaft habe in diesem Moment den Reaktor quasi blind gefahren."

    "Keine Informationen"

    "Ein eiligst einberufener Krisenstab entschied: Um den Reaktor herunterzufahren, wurde Bor in den Reaktorbehälter geleert. Sowohl die französische Atomaufsichtsbehörde ASN als auch die Betreiberfirma EDF haben seinerzeit die ganze Dramatik der Ereignisse vom 9. April 2014 der Öffentlichkeit vorenthalten. Der Ausfall der Steuerstäbe und die so genannte "Notborierung" wurden nicht einmal der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien mitgeteilt."

    "Die deutschen Grünen fordern jetzt: Dieser Schrottreaktor gehört abgeschaltet."

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  • 28.04.2018 14:24, Andrea

    Und darueber hinaus gab es was sehr ähnliches nämlich auch schon im AKW Grafenrheinfeld, wo es sogar ebenfalls beinahe schon einen INES3 wegen einem gerissenen Thermoschutzrohr im radioaktiven Teil der Anlage gab, durch das Kuehlwasser hätte austreten können. Und dieser Pannenreaktor wurde auf Anweisung von Söder 6 Monate lang weiterlaufen gelassen, bevor der Schaden behoben wurde:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/e-on-akw-experten-raetseln-ueber-mini-riss-im-reaktor-innenbereich-a-739714.html

    "Hamburg - Es war ein Vorfall, der für heftige Diskussionen sorgte: Nach SPIEGEL-Informationen haben sich Bundesumweltministerium und Atomkraftexperten Ende vergangenen Jahres um die Sicherheit von E.ons Atomkraftwerk Grafenrheinfeld gesorgt."

    "Bereits im Juni 2010 war E.on bei einer Routinekontrolle eine ungewöhnliche Anzeige aufgefallen, die auf einen möglichen Riss im Bereich eines Thermoschutzrohrs hindeutet. Der mögliche Riss liegt im Innenbereich des Reaktors im nuklearen Teil der Anlage an einer Leitung, die den Hauptkühlkreislauf mit dem Druckbehälter des Reaktors verbindet."

    "Ein Bruch der Leitung würde zu "schwerem Kühlmittelaustritt" und in der Folge einem in Deutschland so noch nie dagewesenen "Störfall der Stufe 3" führen, so die Meinung von Experten in der Abteilung für Reaktorsicherheit des Bundesumweltministeriums."

    "E.on und die zuständige bayerische Atomaufsicht hatten den Vorfall zunächst als nicht meldepflichtig eingestuft und ihn erst sechs Monate später kurz vor Weihnachten bekanntgegeben. Auch das zuständige Referat des Bundesumweltministeriums hatte erst Monate später von dem Vorgang erfahren und daraufhin eine umgehende Abschaltung des Reaktors gefordert."

    "E.on betont, dass von einem möglichen Riss mit einer Größe von 2,7 Millimetern in dem Rohr keine Gefahr ausgehe, selbst wenn er tatsächlich vorhanden wäre. Das hätten alle Berechnungen, Simulationen und Begutachtungen gezeigt."

    "Auch die Reaktorsicherheitskommission, die vom Bundesumweltministerium eingeschaltet wurde, diskutierte den Vorfall in Grafenrheinfeld kurz vor Weihnachten ausgiebig. E.on hatte zu diesem Zeitpunkt aber bereits beschlossen, das betroffene Teil freiwillig im März auszutauschen."

    "Dies, heißt es im Konzern, geschehe rein vorsorglich und vor dem Hintergrund, die genaue Ursache für die Anzeige festzustellen und Schlüsse auch für andere Reaktoren daraus zu ziehen."
    ______________________________________________________________

    Tja. und dann hätte ein Einschlag von so einem Kampfjet in die Leitwarte nämlich zu einem Super-GAU fuehren können und ganz Deutschland auslöschen können! Oder auch wenn er direkt in den Reaktor reingehauen wäre!!

    Tja.. und jetzt frage ich die Verfassungsrichter erneut:
    bleibt ihr immer noch bei eurer Auffassung dass sowas wirklich keinerlei Eingriff in unsere Grundrechte ist?? Darauf hätte ich jetzt wirklich gerne mal eine Antwort!

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 28.04.2018 15:00, Andrea

    Daruebr hinaus gibt es in Sachen Fukushima nämlich seit 2018 einen weiteren vierten Teil der Wahrheit. Denn Forscher haben außerhalb der Anlage bei Ermittlungen Uranoxid (der Brennstoff) und Zirkonium (das Huellmaterial) aus den Brennstäben gefunden im Fallout!!

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22478-2018-03-02.html

    "Fukushima: Uran im Fallout nachgewiesen"
    "Mikropartikel aus Boden und Wasser enthalten langlebige Uran- und Zirkonium-Nuklide"

    "Langlebiger Fallout: Der Atomunfall von Fukushima könnte mehr Uran freigesetzt haben als gedacht. In Mikropartikeln aus dem Fallout haben Forscher nun zwei verschiedene Uranverbindungen nachgewiesen. Weil Uran eine extrem lange Halbwertszeit hat, könnte die radioaktive Kontamination demnach länger anhalten als bisher angenommen. Der Nachweis der Uranpartikel deutet zudem darauf hin, dass bei der Atomkatastrophe auch Teile des Kernbrennstoffs freiwurden."

    "Der Atomunfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war einer der schwersten in der Geschichte der Kernenergie. Durch den Ausfall des Kühlsystems kam es zu einer Kernschmelze, bei Explosionen wurden große Mengen radioaktiver Nuklide freigesetzt. Bis heute ist die Lage in den Reaktoren nur teilweise unter Kontrolle, es kommt im Umfeld der Anlage immer wieder zu Kontaminationen von Meer, Grundwasser und Boden."

    "Was war wirklich im Fallout?"
    "Bisher gingen Forscher davon aus, dass der größte Teil des Fukushima-Fallouts aus leichteren, gasförmigen Nukliden bestand. Nach dem Atomunfall wurden radioaktive Isotope der Elemente Xenon, Lithium, Schwefel, Strontium und vor allem von Cäsium nachgewiesen. 2016 jedoch wiesen Forscher nach, dass ein Großteil des radioaktiven Cäsiums nicht als Gas, sondern in Form von glasartigen Mikropartikeln in die Umwelt gelangt ist."

    "Diese Mikropartikel und ihre genaue Zusammensetzung haben nun Asumi Ochiai von der Universität Kyushu und seine Kollegen genauer untersucht. Für ihre Studie sammelten sie Boden- und Wasserproben aus der Sperrzone rund um das Kraftwerk von Fukushima. Die Probenorte lagen wenige Kilometer von den Reaktoren entfernt."

    "Mikropartikel enthalten auch Uran"

    "Das Ergebnis: Entgegen bisherigen Annahmen enthalten die radioaktiven Mikropartikel des Fallouts nicht nur relativ kurzlebige Nuklide wie Cäsium. "Wir haben auch Nanofragmente von zwei verschiedenen Uranverbindungen in diesen Mikropartikeln nachgewiesen", berichten die Forscher. Dabei handelt es sich um 70 Nanometer große Kristalle aus Urandioxid und um 200 Nanometer große, poröse Kristalle aus einer Mischung aus Uran- und Zirkoniumoxiden."

    "Zwar hat man schon vermutet, dass auch Spuren von Uran im Fallout sein könnten. Doch in welcher Form und wie viel war bisher unbekannt. "Wir beschreiben nun zum ersten Mal die Merkmale der freigesetzten Brennstoff-Nanofragmente im Atommaßstab", so Ochiai und seine Kollegen. Unsere Ergebnisse dokumentieren, dass diese Mikrotrümmer sowohl in Bezug auf ihre chemischen wie physikalischen Eigenschaften sehr heterogen sind."

    "Langlebig und lungengängig"
    "Das Problem dabei: Radioaktives Zirkonium ist ebenso wie Uran extrem langlebig: Die Halbwertszeiten liegen bei Milliarden Jahren, wie die Forscher erklären. Das aber könnte bedeuten, dass die Kontamination der Sperrzone und auch weiter entfernt gelegener Gebiete deutlich länger anhalten könnte als bisher angenommen. Hinzu kommt: Die Mikropartikel sind so klein, dass sie leicht eingeatmet werden können – wenn sie beispielsweise aus dem Boden aufgewirbelt werden."

    "Die Präsenz von Uran in den Mikropartikeln belegt zudem, dass in Fukushima nicht nur Zerfallsprodukte des Kernbrennstoffs freigesetzt wurden, sondern auch Teile der Brennstäbe selbst. "Die Partikel sind eine Mischung aus geschmolzenem Kernbrennstoff und Reaktormaterialien", berichten die Forscher. "Sie spiegeln die komplexen thermischen Prozesse wider, die sich im Atomreaktor während der Kernschmelze ereignet haben.""
    ____________________________________________________________

    Und sowas kann bei so einem Super-Gau durch einen Kampfjet der in einen Reaktor einschlägt, ganz genauso passieren oder sogar wenn dabei eine A-Bombe an Bord in den Reaktor stuerzt und dabei auslöst!

    Dabei wuerden wir Buerger nicht nur in Deutschland sondern eu-weit unsere Heimat fuer immer verlieren auf Jahrmilliarden!! Und dass zeigt, dass es in Fukushima keine Reaktordruckbehälter und keine Containments und keine zu bergenden Brenndstäbe oder sowas mehr gibt!! Es ist zu spät!!

    Weiterhin wurden laut weiteren Quellen diese hochgiftigen Stoffe aus Fukushima bereits in allen Weltmeeren nachgewiesen und auch im Fisch und anderen Meerestieren! Auch die Belege kann ich sehr gerne noch zusätzlich liefern.

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  • 28.04.2018 15:39, Andrea

    Darueber hinaus ist es so, dass sogar schon die Weltmeere von diesem ganzen radioaktiven Fallout von Fukushima verseucht sind. Vor der us- Kueste wuerde bereits Cäsium aus Fukushima im Meer gefunden:

    https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/radioaktives-meerwasser-fukushima-amerikanische-ostkueste-erreicht/

    "Radioaktives Meerwasser aus Fukushima hat amerikanische Ostküste erreicht"

    "Vor Vancouver haben Wissenschaftler jetzt erste Spuren eines Cäsium-Isotops nachgewiesen, das durch die Atomkatastrophe von Fukushima vor genau drei Jahren in den pazifischen Ozean gelangt ist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese radioaktiven Spuren die amerikanische Pazifikküste entlang fließen und Kalifornien erreichen. "

    "Das durch die Reaktorkatastrophe von Fukushima in den pazifischen Ozean gelangte radioaktive Material hat die kanadische Westküste erreicht. Vor Vancouver registrierten Forscher des Woods Hole Oceanographic Institute (WHOI) in Massachusetts erhöhte Mengen von Cäsium-134 und Cäsium-137. Das sind zwei Isotope, die bei der Atomkatastrophe vor genau drei Jahren in großen Mengen freigesetzt wurden. Noch ist die US-Küste nicht betroffen, die amerikanischen Wissenschaftler erwarten aber, dass die Kontamination nun zunehmen wird und sich weiter nach Süden ausbreitet."

    Und es wird noch schlimmer, weil Tepco hoch verseuchtes Wasser aus den Tanks ins Meer ablassen will:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/fukushima-betreiber-will-radioaktives-wasser-ins-meer-ablassen-a-1157727.html

    "Radioaktives Wasser soll ins Meer abgelassen werden"

    "Der Betreiber des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima will mit Tritium belastetes Wasser in den Pazifik pumpen. Die strahlende Flüssigkeit lagert in riesigen Tanks auf dem AKW-Gelände. "

    "Wer sich eine Luftaufnahme der Atomruine Fukushima anschaut, könnte glauben, es handle sich um ein großes Tanklager für Erdöl. Doch in den Hunderten über das gesamte Kraftwerksgelände verteilten Behältern befindet sich kein Öl, sondern radioaktiv verseuchtes Wasser."

    "Mehr als 770.000 Tonnen sind es mittlerweile, teilte der Betreiber Tepco mit. Und die Wassermassen behindern den Rückbau des AKW, der noch Jahrzehnte dauern wird. Nun hat ein Tepco-Manager angekündigt, dass man kontaminiertes Wasser in den Pazifik ablassen wolle, um Platz zu schaffen auf dem Gelände. Der Plan sei mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und der japanischen Atomaufsicht abgestimmt, sagte Takashi Kawamura. Er leitet die Arbeiten an den Havariemeilern."

    "Die vielen Wasserbehälter stellten auch ein Sicherheitsrisiko dar, weil sie bei einem schweren Erdbeben kaputtgehen könnten. Das Wasser enthalte nur noch radioaktives Tritium, ein Ablassen sei in kleinen Mengen ungefährlich. Auch von anderen AKW in Japan werde Tritium ins Meer abgelassen, sagte Kawamura. In kleinen Mengen passiert das auch bei Kraftwerken in Deutschland. "

    [...]

    "Das strahlende Wasser stammt aus den zerstörten Meilern des AKW Fukushima. Beim Super-GAU am 11. März 2011 war nach einem schweren Beben und folgenden Tsunami die Kühlung ausgefallen. Die folgende Überhitzung zerstörte die Meiler und die Kühlkreise."Anfangs wurde das Wasser unbehandelt in Tanks gesammelt. Später begann Betreiber Tepco, besonders gefährliche Nuklide wie Cäsium und Strontium herauszufiltern. Doch Tritium, ein Wasserstoff-Isotop, befindet sich nach wie vor in dem Wasser. Tritium ist radioaktiv, die abgegebene Strahlung allerdings bei Weitem nicht so intensiv wie etwa bei Jod-131."

    "Deshalb wurden jeden Tag Hunderte Tonnen Wasser in die zerstörten Reaktorgebäude geleitet. Das dann radioaktiv verseuchte Wasser musste anschließend herausgepumpt und gelagert werden. Zudem drang auch Grundwasser in die beschädigten Gebäude ein."

    [...]

    "Was das für den Pazifik und die darin lebenden Tiere und Pflanzen bedeutet, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt kaum sagen. Noch ist unklar, welche Mengen Radioaktivität letztlich im Meer landen werden und wo das Wasser wie abgelassen wird. "Nach unseren Information hat Tepco für Wasser, das abgeleitet werden soll, bislang einen Grenzwert von 60.000 Becquerel Tritium pro Liter angegeben", sagt GRS-Sprecher Dokter. Die WHO-Richtlinien für Trinkwasser lägen bei 10.000 Becquerel pro Liter."

    "Im Vergleich zu anderen Nukliden ist Tritium zumindest weniger gefährlich. "Jod und Technetium reichern sich in Blasentang an", berichtet Christian Küppers vom Öko-Institut in Darmstadt. Dies habe man in der irischen See beobachtet, nachdem radioaktives Wasser aus Wiederaufarbeitungsanlagen ins Meer abgelassen worden war. "In Muscheltieren hat man damals Strontium gefunden." "
    ______________________________________________________________

    Und damit wuerde unser Planet ein fuer alle Male zu Grunde gerichtet und in der Nahrungskette ist es auch schon, weil im Thunfisch vor den us-Kuesten bereits Cäsium aus Fukushima nachgewiesen wurde.

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  • 28.04.2018 15:47, Andrea

    Hier dann der Bericht ueber das Cäsium in Thunfisch vor der us-Kueste:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/caesium-aus-fukushima-in-thunfisch-vor-us-kueste-entdeckt-a-835701.html

    "Cäsium aus Fukushima in Thunfisch vor US-Küste entdeckt"

    "Forscher haben radioaktive Substanzen aus dem AKW Fukushima in Thunfischen vor Kalifornien entdeckt. Die Belastung ist zu gering, um Menschen zu gefährden. Doch sie zeigt anschaulich, wie sich Schadstoffe in Tieren durch die Meere verbreiten können."

    "Washington/Stanford - In Thunfischen vor der US-Küste sind radioaktive Stoffe nachgewiesen worden, die bei der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima freigesetzt wurden. Die im August 2011 vor der kalifornischen Küste gefangenen Blauflossen-Thunfische seien deutlich stärker mit Cäsium-137 belastet gewesen als 2008 gefangene Fische. Zudem habe man auch das künstliche Isotop Cäsium-134 in den Tieren gefunden, berichten Forscher um Daniel Madigan von der Stanford University (US-Staat Kalifornien) im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences"."
    _____________________________________________________________

    Erschwerend dazu kommt auch noch, dass in unseren Weltmeeren etliche us-Atombomben von sogenannten "broken Arrows herumliegen. Davon eine vor Grönland!

    https://www.welt.de/geschichte/article159338705/Die-USA-vermissen-17-Atombomben-Mindestens.html

    "Nach mehreren weiteren Unfällen kam es dann am 31. Januar 1958 zum ersten Unfall mit einer scharfen und voll einsatzbereiten US-Kernwaffe: In Marokko stürzte eine B-47 ab und brannte vollständig aus. Die Bombe vom Typ Mark 6 detonierte nicht, verstrahlte aber die Umgebung."

    "Nur fünf Tage später musste die Besatzung einer B-47 nach einer Kollision mit einem Jagdflugzeug eine Wasserstoffbombe vom Typ Mark 15 vor der US-Ostküste nahe der Stadt Savannah abwerfen. Die große Waffe konnte bis heute nicht gefunden werden. Während die US Air Force mitteilte, sie habe keinen nuklearen Kern enthalten, sagte der Kommandant der B-47 das Gegenteil."

    "Nach den Recherchen des Journalisten Eric Schlosser verhinderte am 24. Januar 1961 nur ein klemmender Schalter eine atomare Explosion über North Carolina. Allerdings ist Schlosser umstritten, seine Publikationen werden von unabhängigen Militärexperten als sensationsheischend kritisiert."

    [...]

    "Zwei Atomtorpedos gingen im Mai 1968 beim nicht aufgeklärten Untergang des Jagd-U-Bootes „USS Scorpion“ verloren. Das Wrack liegt in 3380 Metern Tiefe südwestlich der Azoren."

    "Unklar ist, ob beim Absturz eines B-52-Bombers nahe des Stützpunktes Thule auf Grönland am 21. Januar 1968 eine Bombe verloren ging. Sicher ist, dass Bruchstücke von mindestens drei Wasserstoffbomben aufgefunden werden konnten, nach offiziellen Angaben sogar von allen vieren. Das jedoch ziehen Atomwaffen-Gegner immer wieder in Zweifel. Jedoch stimmt die Menge des sichergestellten Plutoniums etwa mit der Primärladung von vier Bomben überein; es war jedenfalls deutlich mehr als in drei Bomben. Aber dänischen Aktivisten genügt das nicht: Sie fordern regelmäßig neue Untersuchungen."

    oder hier ein weiterer Bericht vom Focus:

    https://www.focus.de/politik/videos/100-mal-staerker-als-hiroshima-eine-solche-atombombe-haben-die-usa-vor-der-eigenen-kueste-einfach-verloren_id_4866039.html

    Im Winter 1958 sollte die Besatzung einer B-47 eigentlich den Abwurf über einer sowjetischen Stadt simulieren. Doch gegen Mitternacht stieß sie bei dieser Geheimmission mit einer F86 zusammen und musste notlanden – nicht ohne kurz zuvor die Bombe vor der Küste des US-Bundesstaats Georgia ins Meer fallen zu lassen. Diese Geschichte hat jetzt noch mal die Tageszeitung „Welt“ aufgeschrieben."

    "Ein neu aufgetauchtes Dokument soll demnach beweisen, dass die Bombe nicht gefährlich ist – laut US Air Force stehe das Wort „simulated“ dafür, dass die Atombombe keinen Zünder hatte. Experten halten diese Einschätzung laut der Zeitung aber für lächerlich. Sollte die Bombe explodieren, wäre ihre Sprengkraft hundertmal stärker als die der Hiroshima-Bombe. Offiziell geben die USA die Anzahl solcher Unfälle mit 32 an – dagegen fürchten Kritiker, dass die wahre Zahl bei mehr über 1000 liege."

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  • 28.04.2018 15:52, Andrea

    Oder hier noch ein Bericht ueber die Atombombe in Grönland vom Tagesspiegel:

    https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/enthuellung-atombombe-im-eis-vergessen/1369272.html

    "Seit 40 Jahren liegt irgendwo in Grönland ein Sprengsatz, den die Amerikaner dort verloren haben."

    "Die von Eisbergen überzogene Landschaft Nordgrönlands ist hübsch und zugleich trostlos. Irgendwo unter dem endlosen Weiß und Grau soll eine 1968 von den USA zurückgelassene Atombombe liegen. Das berichten die BBC und dänische Medien. Der britische Sender befragte noch lebende Augenzeugen und die damaligen Piloten John Haug und Joe D'amario. Zudem analysierte er bis vor kurzem noch als geheim eingestufte Verteidigungs-Dokumente. Demnach gilt es als sicher, dass der atomare Sprengkopf, der damals bei einem Militärflugzeugabsturz abhanden kam, trotz verzweifelter Suche der US-Streitkräfte am Unglücksort in der Nähe des US-Stützpunktes Thule, nie gefunden wurde."

    "Dänen und Grönländer zeigten sich am Dienstag geschockt über die Top-Nachricht. Das US-Verteidigungsministerium hat eine Stellungnahme zum BBC-Bericht bislang abgelehnt und verweist auf alte Pressenmitteilungen, wonach „alle vier Atombomben zerstört“ wurden."

    "Die amerikanische Basis Thule wurde in den fünfziger Jahren errichtet. Sie bot den USA im kalten Krieg mit der Sowjetunion eine bedeutsame strategische Position im arktischen Nordatlantik, zwischen Nordamerika und Europa. Unter anderem war es von dort aus möglich, trotz der erheblichen räumlichen Begrenzungen der damaligen Radar-Technik den Himmel über dem gesamten Nordpol nach Flugkörpern auf dem Weg in die USA abzusuchen."

    "Zum Schutz der Basis hatte die US-Luftwaffe ständig mit Atombomben bestückte B52-Bomber über der Basis in der Luft. Falls eine russische Bombe die Basis zerstören sollte, sollten die Bomber Moskau angreifen."

    "Am 21. Januar 1968 stürzte einer dieser Flieger auf das grönländische Eis. Er hatte vier Atombomben an Bord. Die Sprengköpfe waren glücklicherweise nicht scharf. Sonst hätte es, mit einigen unglücklichen Missverständnissen, zum dritten Weltkrieg kommen können. Allerdings explodierte der konventionelle Sprengstoff."

    Nach militärischen Dokumenten verteilten sich Flugzeugteile und hoch radioaktives Material dadurch weit über das Eis. Nach den Dokumenten, die der BBC vorliegen, konnten trotz intensiver Suche nur drei der vier atomaren Sprengköpfe gefunden werden. Zunächst ging man davon aus, dass die unauffindbare vierte Bombe sich durch das Eis auf den Meeresboden gebohrt haben könnte. Drei Monate später, im Frühling, suchte deshalb ein U-Boot im Meer nach der Bombe. Erfolglos. Die Nachforschungen wurden dann einfach eingestellt."

    "William Chambers, ein leitender Kernwaffenbauer aus dem US-Atombombenlabor in Los Alamos, wurde damals mit der Krise beauftragt. Er gibt nun zu, dass es bei seinen Mitarbeitern „Frustration“, darüber gab, dass man „nicht alle Teile“ des Flugzeuges finden konnte. Allerdings versucht der Pensionär zu beruhigen: „Es wäre sehr schwer gewesen für jemand anderen, die heimlichen Teile zu finden, wenn nicht einmal wir sie gefunden haben“, sagt er der BBC."

    "Dänemark, zu dem Grönland mit einem heute teilautonomen Status immer noch gehört, ist nie über den im Eis schlummernden Sprengstoff informiert worden. Ein Grund dafür soll die Angst der Amerikaner davor gewesen sein, dass die Russen den Sprengkörper bergen könnten, wenn sie von dessen Existenz erfuhren."
    ________________________________________________________________

    Dass heißt:
    auch ein großer Teil Grönlands ist von dieser Atombombe verseucht worden und niemand weiss, ob diese Bombe nicht nochmal zuendet und in welchem Zustand sie ist!!

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  • 28.04.2018 15:57, Andrea

    Auch vor der eigenen us-Ostkueste in Georgia liegt eine weitere us-Atombombe:

    https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/militaerunfaelle-wasserstoffbombe-wiederentdeckt-3068804.html

    "Militärunfälle: Wasserstoffbombe wiederentdeckt"

    "46 Jahre lang steckte sie in den Tiefen des Atlantiks, vor der Küste Georgias - eine Wasserstoffbombe aus Zeiten des Kalten Krieges. Nun ist sie wiedergefunden worden, doch die Bergung ist aufwändig und teuer."

    "Am frühen Morgen des 5. Februars 1958 kollidierte ein B-47-Bomber der US-Armee mit einer Machine des Typs F-86. Der Bomber probte gerade den Ernstfall und war entsprechend bewaffnet - mit einer Atombombe des Typs "Mark 15, Mod 0". Der Pilot der F-86 konnte sich vor dem Absturz aus seiner Maschine retten und überlebte, die B-47 war zwar stark beschädigt, konnte aber weiterfliegen."

    "Die Crew der B-47 versuchte drei Mal mit der Atombombe beladen auf der "Hunter Air Force Base" zu landen. Doch aufgrund des Schadens an der Maschine und des hohen Explosionsrisikos erhielt die Mannschaft der Maschine die Erlaubnis, die Atombombe bei Savannah über dem Atlantik abzuwerfen."

    "Atombombe aus 2194 Metern Höhe abgeworfen"

    "Aus einer Höhe von 2194 Metern und bei einer Fluggeschwindigkeit von 370 Stundenkilometer wurde die Bombe dann über dem Meer abgeworfen. Die Bombe stürzte kopfüber hinab und schlug auf der Wasseroberfläche auf. Eine Explosion war nicht zu sehen. Unten auf dem Grund grub sie sich ein bis vier Meter tief im Morast ein. Maschine und Crew landeten schließlich sicher auf der "Hunter Air Force Base"."

    "Drei Wochen in Folge durchsuchte die Air Force anschließend ein 7,77 Quadratkilometer großes Gebiet, dem Bereich von "Wassow Sound" in dem die Bombe in die Fluten gestürzt war. Am 16. April 1958 dann erklärte die Air Force die Bombe für verschollen."

    "43 Jahre später befasste sich die Luftwaffe wieder mit dem Fall. 2001 hatte eine Air-Force Untersuchung ergeben, dass die Bombe wahrscheinlich harmlos sei, wenn man sie im Meer beließe. Eine Bergung des Sprengkörpers dagegen schätze die Air Force als äußerst risikoreich ein. Würden die Sprengstoffe in der Bombe explodieren, wäre die Rettungsmannschaft stark gefährdet und die Umwelt könnte großen Schaden nehmen."

    "Bergung dauert fünf Jahre und kostet elf Millionen"

    "Der damalige Bericht geht davon aus, dass die Bergung der Bombe einen Zeitraum von fünf Jahre beanspruchen und zwischen fünf und elf Millionen US Dollar kosten würde. Die 3300 Kilo schwere und 3,66 Meter lange Wasserstoffbombe enthält 200 Kilo Sprengstoff und Uran. Die Air Force sagt, dass die Bombe nur zu Übungszwecken eingesetzt wurde und nicht den Plutonium-Auslöser mit sich trug, der für eine atomare Explosion nötig ist."

    "Im Juli dieses Jahres hat eine von Oberstleutnant Derek Duke of Stateborro angeführte Gruppe in der Nähe von Savannah ein großes Objekt unter Wasser gesichtet, das hohe radioaktive Strahlen absondert. Die Gruppe untersuchte mit radioaktiven und metallischen Detektoren das Gebiet in der Nähe der "Tybee Inseln", wo die Wasserstoffbombe vermutet wird."

    "An diesem Montag nun, sagte der Air-Force-Sprecher, Oberstleutnant Frank Smolinsky, dass Experten der Luftwaffe, des Verteidigungsministeriums und des Energieministeriums den Fall weiter untersuchen und eigene Tests zur Klärung durchführen würden, wie der Fernsehsender CNN berichtet. Wenn es sich tatsächlich um die verlorene Wasserstoffbombe handelte, dann müsse entschieden werden, ob die Bombe nun geborgen oder an Ort und Stelle belassen werde."
    _________________________________________________________________

    Daran können die Verfassungsrichter hoffentlich mal sehen, welche Gefahr unserem Planeten droht von diesen ganzen broken Arrows und dass es doch wohl nicht sein muss, dass auch unser Land mit sowas verseucht wird oder?? Und daran können die Verfassunngsrichter hoffentlich auch sehen, welcher Gefahr wir hier in Unterfranken bei dem Absturz von diesem Tornado-Kampfjet entgangen sind.

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  • 28.04.2018 16:07, Andrea

    Uebrigens:

    auch im Mittelmeer vor Kreta haben die eine solche Atombombe ins Meer geschmissen laut Spiegel, Mopo und weiteren Quellen:

    http://www.spiegel.de/panorama/vor-kreta-us-kriegsschiff-verliert-atombombe-a-54290.html

    "US-Kriegsschiff verliert Atombombe"

    "Eine Atombombe soll südlich der Insel Kreta von einem amerikanischen Kriegschiff ins Meer gefallen sein. Wegen des hohen Wasserdrucks auf die Bombe sei die Situation gefährlich, heißt es in einem Zeitungsbericht."

    "Athen - Niemand habe sich seitdem um die Bergung dieser Bombe gekümmert, berichtete am Sonntag die Athener Zeitung "To Wima". Dem Bericht zufolge besteht die Gefahr, dass Radioaktivität austritt, da die Bombe in großer Tiefe liege. Der Wasserdruck auf die Bombe sei dort sehr stark, hieß es."

    "In dem Beitrag wird nicht erwähnt, wann es zu diesem Unfall gekommen sein soll. Eine offizielle Stellungnahme zu dem Bericht gibt es bislang nicht. "

    oder hier:

    https://www.mopo.de/sonntag-28-11-1999--16-55-atombombe-soll-suedlich-von-kreta-ins-meer-gefallen-sein-18586508
    ________________________________________________________________

    Wenn diese Atombombe durch den Druck zuenden sollte, dann ist nicht nur Kreta weg, sondern ganz Griechenland zusammen mit Italien, Österreich und Kroatien und anderen angrenzenden Ländern.

    Aus dem Grund ist dieses Urteil vom Bundesverfassungsgericht hochgefährlich und grob fahrlässig und genauso ist es unverantwortlich, dass diese Atombomben nicht geborgen werden. Denn diese Bomben sind fuer die gesamte EU eine ultimative Bedrohung!!

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  • 30.04.2018 09:54, McMac

    Mensch, Andreachen, war dir am Samstag sooo langweilig? Ein Tipp: Wenn du in einem Forum jemanden erreichen willst, musst du kurz und knapp formulieren. Den ellenlangen Quatsch, den du da produziert hast, liest kein Mensch. Eher entsteht der Eindruck, du würdest auch an Chemtrails und die Impfmafia glauben.

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  • 30.04.2018 18:33, Bigbunnybeans

    Äh... Ja... Und Andrea bist du eine süße russische Trollin? Konsequent im ganzen Beitrag „ue“ statt „ü“...

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    • 10.11.2018 15:04, Andrea

      hi Roland

      Nein ich bin keine russische Trollin und habe NICHTS mit Russland zu tun. Und um Ihnen den Thrill noch weiter ueber den Ruecken zu jagen: wussten Sie eigentlich, dass im jahr 1984 hier am AKW Grafenrheinfeld es beinahe schon einmal hätte zu spät sein können und die gesamte EU ausgelöscht hätte sein können?? Nein?? Dann hier mal was:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Grafenrheinfeld

      "Andere Zwischenfälle"

      "Am 8. November 1984 verunglückte ein britischer Tornado-Kampfjet im Tiefflug. Ein Besatzungsmitglied hatte kurz vor Überquerung des Mains einen gemeinsamen Notausstieg ausgelöst ("command ejection"). Die führerlos gewordene Maschine stürzte zu Boden und explodierte. Der Absturzort befand sich in 5 km Luftlinie zum KKW, was einer Flugzeit von weniger als 30 Sekunden entspricht."

      Und seit einigen Jahren haben wir hier ein Zwischenlager vom Typ BELLA vor Ort. Was wenn da mal einer reinschmiert?? Dann war es dass nämlich fuer die EU und fuer Deutschland!! Und im Jahr 2005 hätte es beinahe Neuburg an der Donau erwischt! Und dass noch mit einer scharfen Bombe an Bord!!

      http://www.spiegel.de/panorama/bayern-kampfjet-stuerzt-nahe-wohngebiet-ab-a-358157.html

      "Bis zur Katastrophe waren es nur 200 Meter: Ein spanisches Kampfflugzeug ist nahe der oberbayerischen Stadt Neuburg an der Donau abgestürzt. Bei einer Luftwaffenübung habe die Maschine Feuer gefangen und sei zwischen zwei Ortschaften niedergegangen, teilte ein Sprecher der Bundeswehr mit."

      "Neuburg - Die Maschine war am Morgen nur vier Minuten nach dem Start in Brand geraten und abgestürzt. Der 27-jährige spanische Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz. Bei der Landung mit dem Fallschirm verletzte er sich leicht. Die Absturzursache blieb zunächst unklar. Die Mirage F-1, die keine Waffen an Bord hatte, war um 8.30 Uhr gemeinsam mit zwei weiteren Kampfjets vom Flugplatz des Jagdgeschwaders 74 in Neuburg gestartet. Die spanischen Maschinen waren auf dem Weg zu einer Luftabfangübung."

      "Der Unglücksjet stürzte rund acht Kilometer südwestlich von Neuburg ab und bohrte sich tief in den Feldboden. Die brennende Maschine verfehlte nur knapp bewohntes Gebiet: Laut einem Polizeisprecher liegt die Absturzstelle lediglich 200 Meter von der kleinen Ortschaft Eschling entfernt. Die Piloten der beiden anderen Flugzeuge verständigten Rettungskräfte und kreisten bis zu deren Eintreffen über der Unfallstelle, die großräumig abgesperrt wurde."

      "In den Trümmern begannen Experten der Bundeswehr umgehend, Spuren zu sichern und nach der Unfallursache zu forschen. Soldaten sammelten herumliegende Teile ein. Die spanische Luftwaffe entsandte ein eigenes Expertenteam. Die Ermittlung der Unglücksursache könne bis zu einem halben Jahr dauern, sagte ein Bundeswehr-Sprecher. Der 27-jährige Pilot konnte zunächst nicht zum Hergang des Absturzes befragt werden. Der Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt. Welche Verletzungen der Pilot erlitten hatte, wollte der Sprecher nicht sagen. Der 27-Jährige sei ansprechbar, hieß es lediglich."

      "Die am Freitag gestartete internationale Großübung der Luftwaffe ging unterdessen weiter. An dem Testeinsatz mit dem Namen "Elite" nehmen rund 1700 Soldaten aus 14 Nato-Staaten und vier weiteren Nationen teil. Bei der jährlichen Luftwaffenübung werden neue taktische Verfahren entwickelt und getestet. Die Übung im Luftraum über Bayern und Baden-Württemberg dauert noch bis zum 9. Juni. Nach dem Absturz war zunächst vermutet worden, es handele sich um einen Phantom-Kampfjet der deutschen Bundeswehr. Anfang Dezember war ein Bundeswehr-Tornado nahe dem Fliegerhorst Lagerlechfeld (Landkreis Augsburg) abgestürzt und ausgebrannt. Der 31-jährige Pilot und ein 40-jähriger Offizier kamen ums Leben."

    • 10.11.2018 15:22, Andrea

      @ Roland

      Und um es noch ehrlicher zu sagen:
      mein Wohnort befindet sich nur 4 Kilometer Luftlinie von diesem Reaktorblock Grafenrheinfeld entfernt der Gott sei Dank inzwischen abgeschaltet ist. Aber: diese Restbedrohung durch dieses Zwischenlager vom Typ Bella bleibt.
      Und wenn da mal einer reinschmiert, dann war es dass nämlich fuer die gesamte EU!! So schaut die Wahrheit aus.

    • 10.11.2018 15:33, Andrea

      @ Roland

      Und wussten Sie eigentlich, dass es weit VOR Tschernobyl schon einmal einen Super-GAU in einem russischen Atomendlager gegeben hat?? Nein?? Wovon ich rede?? Ich rede von dem Super-GAU in Mayak:

      https://www.welt.de/kultur/history/article1213772/Der-bestverschwiegene-GAU-der-Geschichte.html

      Es spielten sich apokalyptische Szenen ab: Im September 1957 explodierte an der Südostseite des Urals ein riesiger Betontank mit hochradioaktiver Flüssigkeit. Dabei wurde erheblich mehr Radioaktivität freigesetzt, als beim GAU in Tschernobyl. Viele Menschen starben, aber lange Zeit drang nichts davon an die Öffentlichkeit.

      Das Bild der Katastrophe hat Wadim Guschtschin noch immer vor Augen. Auch fünfzig Jahre danach lässt es ihn nicht los. „Die radioaktive Wolke erhob sich etwa einen Kilometer hoch über der Explosionsstelle, sie leuchtete in klarer roter Farbe. Die Blätter der Birken wurden sofort gelb und fielen zu Boden. Der Wald bot innerhalb kurzer Zeit einen fürchterlichen Anblick.“

      Guschtschin war an jenem 29. September 1957 als Mechaniker in einem der geheimsten Waffenlabore der Sowjetunion beschäftigt, in der Plutoniumfabrik „Majak“. Er hat die schwerste atomare Katastrophe des vergangenen Jahrhunderts, die in Russland auch heute noch immer mit einer verblüffenden Hartnäckigkeit „Havarie“ genannt wird, überlebt, wenn auch mit schweren gesundheitlichen Schäden.

      Stalin wollte die Bombe – und zwar schnell

      „Majak“ war Stalins Antwort auf die beiden Atombomben, die die Amerikaner im Sommer 1945 auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Das hatte die Sowjets, deren Atomprogramm nur zögerlich angelaufen war, tief geschockt. Die USA hatten die wirkungsvollste Waffe der Weltgeschichte in ihren Händen, von der die Sowjetunion noch weit entfernt war. Der Diktator Stalin drückte aufs Tempo.

      Am 1. Dezember 1945 beschloss die Führung in Moskau, ein Gebiet von 980 Quadratkilometern zwischen Tscheljabinsk und Jekaterinburg, das damals zwischenzeitlich Swerdlowsk hieß, zur Sperrzone zu erklären. Dort, abgeschottet von der Außenwelt, entstanden unter Leitung des Atomphysikers Igor Kurtschatow die Produktionsstätten für die erste sowjetische Atombombe, darunter die Fabrik „Majak“ (Leuchtturm) zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium. Wissenschaftler und Spezialisten wurden teils mit besseren Löhnen angelockt, teils zwangsverpflichtet. Viele hielten es allerdings auch für ihre patriotische Pflicht, am Bau der Bombe mitzuwirken.

      Gulag-Sklaven erbauen Atomanlage

      Die etwa 20.000 Majak-Arbeiter lebten in einem Städtchen, einem „Briefkasten“, der auf keiner Landkarte zu finden war. Er hieß zunächst Tscheljabinsk-40, dann Tscheljabinsk-65, seit den 90er-Jahren Osjorsk. Für die Knochenarbeit wurden Häftlinge aus den Gulags eingesetzt. Die Zahl derer, die den mörderischen Aufbau von „Majak“, ausgelaugt von der sommerlichen Hitze und der klirrenden Kälte des kontinentalen Winters, nicht überlebt haben, ist unbekannt.

      Die Arbeiten kamen gut voran, schon im Juni 1948 konnte der erste Reaktor eingeschaltet werden, in dem Uran in das dringend benötigte Plutonium umgewandelt wurde. Im Dezember des gleichen Jahres begann das radiochemische Werk zu arbeiten. Dort wurde in einem komplizierten chemischen Prozess das waffenfähige Plutonium aus dem Uran-Plutonium-Gemisch getrennt. Die Abfälle, die dabei anfallen und später zur Katastrophe führen sollten, sind hoch radioaktiv.

      Atomarer Genozid an den Tataren

      Im Frühjahr 1949 rapportierte Kurtschatow nach Moskau, dass eine für die erste Bombe ausreichende Menge Plutonium hergestellt sei. Am 29. August 1949 wurde die erste sowjetische Atombombe in der kasachischen Steppe bei Semipalatinsk gezündet. Kurtschatow war die Erleichterung anzusehen, berichteten Augenzeugen. Er hatte damit gerechnet, dass man ihn im Falle eines Fehlschlags erschießen würde. Aber nun hatte Stalin die Bombe und kostete den Triumph aus, mit den Vereinigten Staaten gleichgezogen zu haben.

      Nach dem ersten erfolgreichen Atombombentest wurden die Produktionsstätten zügig erweitert, neue Reaktoren gingen in Betrieb. Es herrschten Zeitdruck und eine permanente Atmosphäre der Angst. Ständig gab es Havarien. „Alleine in der radiochemischen Fabrik gab es 235 radioaktive Zwischenfälle mit schwerwiegenden Folgen“, zitiert die tatarische Schriftstellerin Fausija Bairamowa einen Veteranen aus jener Zeit. Nach jeder Havarie wurden Diversionsakte vermutet, Unschuldige ins Gefängnis geworfen, schreibt Bairamowa in ihrem Buch „Der nukleare Archipel oder der atomare Genozid an den Tataren“. Im Katastrophengebiet gab es zahlreiche tatarische Dörfer, die besonders von der bedenkenlosen Verseuchung der Umwelt betroffen waren.

      Der Fluss, der krank wurde

      Jahrelang wurden flüssige radioaktive Abfälle in das Flüsschen Tetscha geleitet. „Meine ersten Kindheitserinnerungen, die mit dem Flüsschen Tetscha verbunden sind – das ist Stacheldraht“, berichtet Gulfira Chajatowa aus dem Dorf Musljumowo. „Wir sahen den Fluss nur durch den Stacheldraht oder von der kleinen Holzbrücke aus.“ Warum das so war, wusste niemand so genau, ihre Eltern hätten nur gesagt, der Fluss sei „atomar“. Auch über die Strahlenkrankheit wusste die örtliche Bevölkerung nichts, sie sprachen von der „Flusskrankheit“, wenn wieder mal jemand in der Blüte seiner Jahre gestorben war.

      Die gefährlichsten Abfälle wurden in unterirdischen Betontanks gelagert. Da die chemisch sehr aktiven Flüssigkeiten viel Energie abgaben, mussten die Tanks ständig gekühlt werden. Es kam, wie es kommen musste. In einem der Tanks fiel das Kühlsystem aus, die Lösung trocknete teilweise ein, hochexplosive Nitratsalze lagerten sich ab. Die wurden dann vom Funken eines schadhaften Kontrollsystems entzündet.
      Die Explosion: Niemand wusste, "was da herunterrieselte"

      Unmittelbar nach der gewaltigen Explosion an jenem sonnigen 29. September 1957 herrschte in der Atom-Anlage totale Verwirrung. Niemand wusste, was los war, niemand wusste, wie mit derlei Atomunfällen umgegangen werden musste. „Wir wussten nicht, dass man das, was auf uns herunterrieselte, auf keinen Fall mit heißem Wasser abspielen durfte. Wir taten es dennoch, und die Strahlung drang noch tiefer in unsere Körper ein“, erinnert sich der pensionierte Mechaniker Guschtschin.

      Er ist der Überzeugung, dass die Zahl der Strahlenopfer deutlich geringer gewesen wäre, hätten die Verantwortlichen unmittelbar nach der Katastrophe selbstständig und zügig gehandelt. Eine umständliche Befehlskette verhinderte das.

      Um beispielsweise die militärischen Wachmannschaften aus der Gefahrenzone zu schaffen, „war eine Erlaubnis aus Moskau erforderlich, alles wurde mit sehr großer Verspätung getan“, erzählt der ehemalige Mechaniker. Tatsächlich wurde erst zehn Stunden nach der Eruption mit der Beseitigung der Unglücksschäden begonnen. Die örtliche „Nataschalstwo“, die Verwaltung, hatte auf ein Signal aus der Hauptstadt gewartet. Die Folgen waren katastrophal.

      „Mein Vater war 17 Jahre alt. Zusammen mit seinen Mitstudenten vom Technikum in Swerdlowsk wurde er am 30. September 1957 direkt nach dem Unterricht auf einen Lastwagen verladen und zu Majak transportiert“, erzählt Nadeschda Kutepowa in einem Bericht von Augenzeugen, den die russische Umweltschutzorganisation Ecodefens gesammelt hat. „Über die ernsten Gefahren der Radioaktivität sagte man ihnen nichts. Sie arbeiteten tagelang rund um die Uhr. Man gab ihnen individuelle Dosimeter, aber wenn die erhöhte Werte anzeigten, wurden ihre Träger bestraft. Also ließen viele die Geräte im Kleiderschrank, um nicht durch eine erhöhte Strahlendosis aufzufallen.“
      "Fürchterliche Panik" in der Stadt

      Ihr Vater erkrankte 1983 an Krebs und starb drei Jahre später. Ihre Großmutter, die ebenfalls an den Aufräumungsarbeiten bei „Majak“ beteiligt war, starb schon acht Jahre nach der Havarie, ebenfalls an Krebs.

      Auch in der Stadt „herrschte eine fürchterliche Panik“, erinnert sich Natalja Smirnowa aus Osjorsk. „Autos fuhren durch die Straßen und wuschen die Wege. Im Radio sagten sie uns, wir sollten alles wegwerfen, was sich an dem Tag im Hause befunden hat. Viele Arbeiter von Majak bekamen die Strahlenkrankheit, aber alle hatten Angst, darüber zu sprechen oder um etwas zu bitte. Sie fürchteten Entlassung oder sogar Verhaftung.“

      Gulschara Ismagilowa aus dem Dorf Tatarisches Karabolka wurde, damals neunjährig, mit den anderen Kindern aufs Feld geschickt, angeblich, um bei der Ernte zu helfen. „Aber es kam uns sehr sonderbar vor, dass wir die Ernte vergraben sollten, statt sie einzubringen. Milizionäre bewachten uns, damit niemand weglaufen konnte. Die meisten Schüler meiner Klasse starben an Krebs. Die Übriggebliebenen, sind sehr krank, die Frauen leiden an Unfruchtbarkeit.“
      Der sonderbare Nebel auf den Feldern

      Riswan Chabibullin aus Karabolka war an jenem Tag auch auf dem Feld. „Gegen 16 Uhr hörten wir im Westen einen heftigen Knall und fühlten einen Windstoß. Gegen Abend erhob sich über den Feldern ein sonderbarer Nebel. Wir argwöhnten natürlich nichts, auch an den folgenden Tagen setzten wir die Arbeit fort. Nach ein paar Tagen wiesen sie uns aus irgendeinem Grund an, das Getreide zu vernichten. Im Winter bekam ich schreckliche Kopfschmerzen, die Nase fing an zubluten, ich wurde praktisch blind.“

      „Etwa 20 Millionen Curie, halb soviel wie bei der Katastrophe von Tschernobyl, wurden in Osjorsk freigesetzt“, glaubt der russische Atomexperte Wladimir Kusnezow. Andere Quellen sprechen indes davon, dass erheblich mehr Strahlung frei wurde, als es in Tschernobyl der Fall war, wo ein Reaktor nach einer Kernschmelze explodiert war. 1957 jedenfalls zog eine radioaktive Wolke mehrere Hundert Kilometer in den Ural und hinterließ eine Schneise der Verseuchung. Auf einer Fläche so groß wie Mecklenburg-Vorpommern rieselte radioaktives Material zu Boden. Dabei handelte es sich vor allem um Strontium-90 und Cäsium-137.
      Und der Rest war: Schweigen

      Doch das alles wurde verschwiegen. Niemand, vor allem das Ausland nicht, sollte wissen, was vorgefallen war im Südural. Diese Taktik ging so lange Zeit auf, bis der Wissenschaftler Schores Medwedjew, der Bruder des bekannten Historikers Roy Medwedjew, auf erste Hinweise auf die Atomkatastrophe stieß. Doch wegen eines sowjetkritischen Buchs steckten ihn die Machthaber 1970 in eine psychiatrische Klinik. Mit Hilfe seines Bruders kam er frei, reiste 1973 zu einem Forschungsaufenthalt nach Großbritannien. Nach seiner Ankunft wurde ihm in Moskau umgehend die sowjetische Staatsbürgerschaft aberkannt.

      Medwedjew ging von London aus allen Spuren und Indizien nach, derer er habhaft werden konnte. Seine Erkenntnisse veröffentlichte er 1979 in seinem Buch „Nuclear Disaster in the Ural“. Darin wies er nach, dass es im Jahr 1957 in der Gegend von Tscheljabinsk eine Atomkatastrophe gegeben haben musste.

      Er ging allerdings von einer absichtlich oder unfreiwillig in Gang gesetzten nuklearen Kettenreaktion aus, von einer Atomexplosion also, was ihn in den Augen der Experten im Westen als unglaubwürdig erscheinen ließ. Auch wollte dort zu der Zeit niemand etwas von nuklearen Gefahren hören. Unfälle in Großbritannien und den USA hatten ohnehin schon am Image dieser Technologie gekratzt.
      Noch heute wird in Majak Atommüll gelagert – mit hohem Risiko

      Deshalb wurde erst 1989 bekannt, was sich über dreißig Jahre früher im Südural abgespielt hat. Die Sowjetunion, in der Gorbatschows Perestroika zu mehr Offenheit auch in solchen Dingen geführt hatte, informierte die Internationale Atomenergieagentur über die verschwiegene Katastrophe und ihr ganzes Ausmaß, an deren Folgen die Menschen noch heute leiden.

      Es bleibt die bange Frage, ob sich dergleichen heute wiederholen könnte. Wladimir Sliwak, Leiter der Ökologie-Organisation Ekodefens, ist wenig optimistisch. In den Zwischenlagern von „Majak“ wurde seiner Erkenntnis zufolge radioaktiver Müll angesammelt, dessen Strahlungskraft der in Tschernobyl freigesetzten Dosis um das Zwanzigfache übertrifft. Eingedenk der Tatsache, dass man bei „Majak“ seiner Meinung nach recht lax mit der Sicherheit umgeht, hält Sliwak eine Wiederholung der Katastrophe von 1957 durchaus für möglich. 60 Prozent der Ausrüstungen haben ihre vorgeschriebene Lebensdauer längst überschritten. „Die Anlage muss geschlossen werden“, fordert er.

    • 10.11.2018 15:39, Andrea

      Und wussten Sie auch, dass der Atomunfall in Fukushima weit schlimmer ist als bisher angenommen?? Nein?? Dann hier gucken:

      http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22478-2018-03-02.html

      Im Fallout wurde Uran aus dem Reaktordruckbehälter nachgewiesen!! So viel dazu. Dass heißt: nicht nur Russland ist seit Mayak und Tschernobyl verseucht, sondern auch Japan. Und Tokio ist ebenso verstrahlt und das Trinkwasser dort ist vergiftet! Und dass alles nur wegen dieser Atombomben!

      Von daher frage ich Sie und auch unsere Verfassungsrichter mal ganz ehrlich:
      wozu bitte brauchen wir diese Atombomben?? Wozu brauchen wir bitte diese "nukleare Teilhabe" der NATO?? Habt ihr immer noch nichts aus Nagasaki und Hiroshima gelernt?? Dazu hätte ich gerne mal eine Antwort.

  • 02.05.2018 11:03, Roland

    Andrea? Alles gut? Tief einatmen, laaaangsaaaaam ausatmen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 10.11.2018 15:14, Andrea

    Nach diesen ganzen Baumängeln im AKW Flamanville:

    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/areva-pfuscht-bei-reaktor-bau-schwere-maengel-am-pannen-akw-flamanville/11650790.html?ticket=ST-2130634-OdpjZnrNm7Tv0a0drXqX-ap6

    und nach diesen aktuellen neuen gefundenen Baumängeln im AKW Flamanville:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/flamanville-inbetriebnahme-des-akw-verzoegert-sich-wegen-baumaengel-a-1220085.html

    nach dem Beinahe-GAU in Fessenheim:

    https://www.tagesschau.de/inland/akw-117.html

    dann nach dieser Explosion in Flamanville:

    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-02/flamanville-explosion-atomkraftwerk-frankreich

    und auch nach diesen weiteren Baumängeln im AWK Muehleberg welches baugleich ist mit dem Reaktor in Japan (Fukushima):

    https://www.blick.ch/news/politik/schaeden-im-kernmantel-bei-beiden-baugleichen-akw-muehleberg-wurde-billiger-geflickt-als-fukushima-id71711.html

    und auch mit Blick auf diese hochgefährliche Aufruestung dieser us-Atomwaffen in Buechel:

    https://www.focus.de/politik/deutschland/sprengkraft-von-80-hiroshima-bomben-neue-us-atomwaffen-in-deutschland-stationiert-scharfe-kritik-aus-russland_id_4962247.html

    und nachdem bekannt ist dass die Reaktoren in Tihange und Doell zu bruechig fuer kaltes Kuehlwasser sind:

    https://www.deutschlandfunk.de/europas-atomkraftwerke-warmes-kuehlwasser-fuer-bruechige.697.de.html?dram:article_id=372243

    und nachdem 1984 hier bei uns bei Grafenrheinfeld schon einmal ein britischer Tornado-Kampfjet das AKW um "nur" 5 Kilometer verfehlt hat:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Grafenrheinfeld

    "Am 8. November 1984 verunglückte ein britischer Tornado-Kampfjet im Tiefflug. Ein Besatzungsmitglied hatte kurz vor Überquerung des Mains einen gemeinsamen Notausstieg ausgelöst ("command ejection"). Die führerlos gewordene Maschine stürzte zu Boden und explodierte. Der Absturzort befand sich in 5 km Luftlinie zum KKW, was einer Flugzeit von weniger als 30 Sekunden entspricht."

    ist dieses Urteil vom Bundesverfasungsgericht eine Zumutung und ein hochgefährliches Spielen mit Menschenleben! Und dass verstößt weiterhin gegen das Grundgesetz (Artikel 1, Artikel 2, Artikel 20, Artikel 23, Artikel 25, Artikel 102 und Artikel 103), gegen die EU-Grundrechte und auch gegen internationales Recht!

    Dieses Urteil gehört in die Tonne!!

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