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Absprachen beim Bierpreis: Bundeskartellamt verhängt Geldbußen in Millionenhöhe

13.01.2014

Das Bundeskartellamt hat gegen fünf überregionale Brauereien sowie gegen sieben "persönlich Verantwortliche" wegen verbotener Preisabsprachen Geldbußen von insgesamt 106,5 Millionen Euro verhängt. Gegen vier weitere Brauereien werde noch ermittelt, teilte die Behörde am Montag mit.

Die Geldbußen treffen unter anderen die Brauereien Bitburger, Krombacher, Veltins und Warsteiner sowie sieben persönlich Verantwortliche. Die Ermittlungen gegen zwei weitere überregionale Brauereien sowie gegen vier regionale Brauereien aus Nordrhein-Westfalen und deren Regionalverband sind nach Mitteilung des Bundeskartellamtes noch nicht abgeschlossen.

Die Behörde wirft den Brauereien vor, auf geheimen Treffen und in persönlichen Telefonaten in den Jahren 2006 und 2008 Preiserhöhungen für Fass- und Flaschenbier verabredet zu haben. Auslöser für die Ermittlungen gegen die Brauereien sei ein Hinweis des Beck's-Herstellers Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH gewesen. Gegen diesen verhängte das Bundeskartellamt deshalb in Anwendung der Bonusregelung keine Geldbuße.

Die Geldbußen sind noch nicht rechtskräftig. Gegen die Bescheide kann Einspruch beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt werden.

mbr/LTO-Redaktion

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Absprachen beim Bierpreis: Bundeskartellamt verhängt Geldbußen in Millionenhöhe . In: Legal Tribune Online, 13.01.2014 , https://www.lto.de/persistent/a_id/10640/ (abgerufen am: 07.12.2019 )

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