Der Fall Rainer Wendt: Es geht nicht nur um zu viel Beam­ten­sold

von Robert Hotstegs, LL.M.

06.03.2017

Rainer Wendt hat jahrelang Polizistensold bezogen, aber nur Gewerkschaftsarbeit gemacht. Dass er nun in Ruhestand geht, ändert nichts an den offenen Fragen: zum Beamten-, zum Disziplinar-, vielleicht gar zum Strafrecht, meint Robert Hotstegs.

Rainer Wendt gilt als kompromissloser Verfechter von "Law and Order". Gegen sein Image als harter Hund hat der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) nichts einzuwenden. "Ich finde es schon richtig, dass man sich an Recht und Gesetz hält", sagte er. Sein eigenes Verhalten ist nun aber im Zwielicht, wurde Wendt doch vom Land Nordrhein-Westfalen jahrelang als Polizist bezahlt. Doch leistete er gar keinen Polizeidienst - sondern ausschließlich Gewerkschaftsarbeit.

Seit 2007 ist Wendt Bundeschef seiner Gewerkschaft, er sitzt auch im Bundesvorstand des Beamtenbunds dbb, unter dessen Dach die DPolG angesiedelt ist.

Die Rechtsfragen, die seine Besoldung aufwirft, berühren schon jetzt eine Vielzahl von Rechtsgebieten. Das hat die Deutsche Polizeigewerkschaft bislang offenbar verkannt (oder verkennen wollen), als sich die Bundesleitung "ohne Einschränkungen hinter" Rainer Wendt stellte. Gleichwohl ist die Position hinter ihm gut gewählt.  Vor ihm dürften nämlich in den nächsten Wochen und Monaten nicht nur kritische Rückfragen, sondern auch ein rechtliches Nachspiel liegen.

Wann Beamte Urlaub haben

Dabei ist nicht zu beanstanden, dass Wendt ursprünglich einmal beurlaubt wurde. Das Landesrecht Nordrhein-Westfalen (NRW) sieht eine Vielzahl von Beurlaubungstatbeständen vor, die Übernahme eines wichtigen gewerkschaftlichen Amtes kann eine solche Beurlaubung rechtfertigen. Allerdings ist schon an dieser Stelle  eine feine Subsumtion gefragt, denn die gewerkschaftliche Tätigkeit stellt gerade keinen besonderen Urlaubstatbestand dar.

Für gewerkschaftliche Zwecke sind in der Regel fünf Arbeitstage je Jahr vorgesehen, in Ausnahmenfällen zehn. Jeweils ab dem 15. Januar eines Jahres dürfte Wendt diese zeitliche Grenze überschritten haben.

Für die Beteiligung der DPolG als gewerkschaftlicher Spitzenorganisation an Gesetzgebungsvorhaben sieht die derzeit geltende Freistellungs- und Urlaubsverordnung weitere zehn Tage vor. Dazu kämen ggf. noch Befreiungen für die Teilnahme an Tarifverhandlungen.

Damit sind die Sondervorschriften für Gewerkschaften aber auch erschöpft. Für alles andere hätte Wendt also sonstigen Urlaub beantragen müssen, der im Landesrecht "Urlaub in besonderen Fällen" heißt. Ein solcher Urlaub wird regelmäßig als Urlaub ohne Besoldung gewährt, "wenn ein wichtiger Grund vorliegt und dienstliche Gründe nicht entgegenstehen".

Die gewerkschaftliche Tätigkeit dürfte sicherlich als wichtiger Grund in diesem Sinne zu bewerten sein. Fraglich ist aber schon, ob - gerade für eine vieljährige Beurlaubung – nicht doch dienstliche Gründe entgegenstehen. Das gilt umso mehr, als auch die Deutsche Polizeigewerkschaft regelmäßig reklamiert, das Land Nordrhein-Westfalen müsse mehr Polizisten einstellen. Im Umkehrschluss dürfte das sicherlich auch bedeuten, dass das Land keinen Urlaub verschenken darf.

Kein Urlaub ohne Minister

Von vornherein bedurfte der Urlaub Wendts der Zustimmung des Innenministeriums, spätestens nach der Verlängerung über die ersten zwei Jahre hinaus war auch das Finanzministerium an der Urlaubsgenehmigung zu beteiligen. Dies ergibt sich schon allein aus der Dauer des Urlaubs - was noch einmal unterstreicht, dass eine Dauerbeurlaubung die absolute Ausnahme im Beamtenrecht darstellt.

Schon ab dem ersten Tag war die Zustimmung des Finanzministeriums erforderlich, wenn Wendt - wie offenbar geschehen - weiterhin seine Bezüge erhalten sollte. Relevant wäre dabei, zu prüfen, ob der Urlaub "zugleich ganz oder teilweise im dienstlichen Interesse" war. Auch wären die Einnahmen Wendts aus der Gewerkschaftskasse zu berücksichtigen gewesen, im Regelfall würden ihm seine Bezüge abzüglich der Vergütung durch Dritte belassen.

Dann - und nur dann -, wenn dem Urlaub auf erster Stufe dienstliche Gründe nicht entgegenstehen und auf zweiter Stufe ein dienstliches Interesse sogar bejaht wird, hätte das Finanzministerium seine Zustimmung gewähren dürfen und das Innenministerium den Urlaub genehmigen können.

Ohne weiteres ist nicht ersichtlich, warum gerade die Gewerkschaftsarbeit von Rainer Wendt die doppelte Ausnahme erfüllen sollte, nicht aber jede andere gewerkschaftliche Tätigkeit. Die bislang bekannt gewordenen Stellungnahmen aus dem Innenministerium deuten vielmehr darauf hin, dass - nicht nur unter dem jetzigen Innenminister, sondern bereits zuvor - mit zweierlei Maß gemessen worden ist. Denn außerhalb der Tätigkeit für die DPolG sollen nur wenige andere Personen in den gleichen Genuss gekommen sein. Eine Gleichbehandlung läge dann offensichtlich nicht vor.

Rainer Wendt dürfte zudem nicht nur zu viel Sold bekommen, sondern auch von anderen Vorteilen profitiert haben. Zudem soll der heute 60-Jährige, während er nicht einmal arbeitete, sogar befördert worden sein. Kann, muss das Land NRW sogar Rückforderungen stellen?

Zitiervorschlag

Robert Hotstegs, Der Fall Rainer Wendt: Es geht nicht nur um zu viel Beamtensold . In: Legal Tribune Online, 06.03.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/22285/ (abgerufen am: 20.04.2018 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 06.03.2017 17:06, Ozelot

    Passend zum anstehenden Wahlkampf ein höchst brisantes Thema, bei dem die rot-grüne Landesregierung wohl kaum in der Lage sein wird, belastbar Rede und Antwort zu stehen. Dieser Vorgang ist wirklich ein Schlag ins Gesicht eines jeden Polizeibeamten in NRW und befeuert das ohnehin vielfach vorherrschende Gefühl unfairer Besoldung und willkürlicher Beförderungen. Und dann leider auch genau dort, wo diesen Zuständen der Kampf angesagt werden sollte. Applaus.

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  • 06.03.2017 18:04, Wolfgang Ksoll

    Da sind einige Probleme vergraben. Einerseits schrieb die Presse, dass die Gewerkschaft DPolG nicht genügend Stimmen bekam, um für die Personalratsarbeit Freistellungen zu bekommen. Da kann man auch zum BDK hin überlegen, ob das im Personalrat fair ist.
    Aber zusagen, "Dich will hier keiner wählen und ich stelle Dich leistungslos frei bei vollen Bezügen, Pension, Beihilfe, obwohl Du weder für mich als Arbeitgeber noch für meinen Personalrat arbeitest, sondern irgendwo in der Gewerkschaft ohne Bezug zu meinem Betrieb also auch für die anderen 15 Bundesländer und den Bund" lässt den Verdacht der Untreue auf Landesseite aufkommen.
    In Konjunktion mit dem Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit hört sich das so an, als wenn man neben dem Dienstrecht und neben dem Vergaberecht sich eine "Trompete" gekauft hätte.
    Zudem nimmt man mit dem Geld auch Einfluss auf andere Polizeien in den anderen Bundesländern, was vielleicht dann noch über Untreue hinaus geht.
    Wenn man dann noch die Organisationsprobleme bei der Love Parade (Polizeikessel von drei Seiten im Tunnel, in denen Menschen zu Tode kamen und die Polizei primitivste Kommunikationsmittel nicht nutzte), Organisationsprobleme am Kölner Dom mit Personalmangel (während man bei der Demo im Hambacher Forst mit sehr großer Personenstärke auftrat, bei fast allen Demonstranten die Identität feststellt, manche sogar bis nach Aachen auf die Wachen mitnahm), die sachlich falschen Spekulationen über angebliche Nordafrikaner, das Organisationsversagen bei dem Massenmord in Berlin, die Nichtbekämpfung der NSU und unsachliche Verdächtigung von türkischen Tätern, hinzunimmt, dann können man meinen, im Innenministerium gäbe es größten Reformbedarf. Um es milde auszudrücken.
    Aber man kann angesichts des Chaos dort nachvollziehen, warum sich die Ministerpräsidentin weigert, den Koalitionsvertrag umzusetzen und sich nun einem Transparenzgesetz verweigert. Aber berechtigte Scham kann nicht Leitbild politischen und rechtlichen Handels sein.

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  • 06.03.2017 20:06, Waldmeister

    Ich mag mich ja irren, aber es ist sicher kein Problem für den Herrn Wendt. Der Dienstherrn hat Herrn Wendt diese Regelung genehmigt. Nach meiner Meinung ist ausschließlich der genehmigende Dienstherr der, der möglicherweise zur Rechenschaft gezogen werden kann.

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    • 06.03.2017 20:36, Magi

      In strafrechtlicher hinsicht stimme ich dem zu, vorausgesetzt, es wurde alles offen gelegt.
      Beamtenrechtlich nicht unbediengt. Die Konsequenzen wurden im Artikel schon zutreffend beschrieben.

    • 09.03.2017 17:40, Wolfgang Mitsch

      Das ist richtig, wenngleich Rainer Wendt gewiss auch Fehlverhalten vorzuwerfen ist. Der Vorwurf der Untreue gemäss 266 StGB ist ohnehin nur gegenüber den besoldungsrechtlichen Entscheidern begründet. Wendt könnte allenfalls wegen Beihilfe strafbar sein.

  • 06.03.2017 22:27, Worum geht's nochmal?

    Das ist jetzt der Skandal? Wirklich? Soll damit vielleicht davon abgelenkt werden, dass der Typ dir letzten Jahre einfach inhaltlich ausschließlich Unfug verdaddelt hat? Klar, das mit den Bezügen ist auch nicht okay. Aber Kamerad Wendt war auch in der Sache untragbar. Dafür hat sich die letzten Jahre aber niemand interessiert. DAS ist doch der eigentliche Skandal. Das ein unfähiger Typ jahrelang für "die Polizei" sprechen durfte, was deren Ansehen massiv geschadet haben dürfte. Die Nummer mit der Besoldung ist doch jetzt maximal die Kirsche auf dem Bullshit-Becher mit Sahne...

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    • 07.03.2017 10:28, Achim Blömacher

      Ausserhalb des Problems: Faktische Freistellung, muss hier doch nochmals nachgefragt werden. "Wie kommt Wendt , als Vorsitzender einer kleinen Gewerkschaft; überhaupt zu dieser Prominenz?"
      Das wirkliche Einzige was Wendt in NRW als Gewerkschafter geleistet hat, war ein polarisieren, populistische Spaltungspolitik zwischen den Gewerkschaften. Der Journalismus sprang auf seine Art an und freute sich über seine radikale , immer an die Grenze gehenden Thesen.
      Fragt mal die Presse warum immer wieder Wendt in den Medien auftauchte. Er lieferte was die Medien wollte . Egal ob es der Wahrheit entsprach oder nicht.
      In Nrw hat die DpolG etwa 1/8 der Mitglieder der GdP. Gefühlt hat sie aber die doppelte Sendezeit im Vergleich zur GdP im WDR.. Warum? Das war nicht immer verantwortlicher Journalismus!

    • 10.03.2017 15:27, McSchreck

      Schön, dass sie diese Vorlage liefern, weil es genau umgekehrt ist. Für den Juristen ist es nicht "prüfbar", ob jemand Mist denkt und redet, das fällt unter die Gedankenfreiheit und die Meinungsfreiheit, beides vom Grundgesetz geschützt. Es steht jedem frei, Menschen zu widersprechen, die angeblich Mist reden. Aber es ist nicht verboten und das ist auch gut so, weil es zum Kernbereich der Freiheit gehört.

      Hier geht es dagegen um Rechtsverstöße. Diese sind juristisch interessant.

  • 07.03.2017 14:55, Hannes T.

    Ich stimme zu. Der Herr ist nur aufgrund seiner strittigen Meinung so bekannt. Dabei wird vergessen, dass er nur eine deutliche Minderheit der Gewerkschaftsmitglieder vertritt und zu viel politisch agiert.

    Wäre er freigestellter Personalrat wäre es wohl kein Problem. Ob er sich auf § 52 Beamtenstatusgesetz, mit der sehr allgemeinen Formulierung, berufen kann ist sehr fraglich aber wohl am Ende ein möglicher Ausweg. Der Dienstherr kann sich so wohl aber nicht rechtfertigen.

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  • 09.03.2017 11:35, Yes

    Die dieswöchige Kolumne von VorsRiBGH Prof. Dr. T. Fischer setzt sich mit den Machenschaften des Herrn Wendt sehr dezidiert (und sehr pointiert) auseinander. Zu lesen beim Konkurrenzprodukt Zeit Online.

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  • 09.03.2017 18:11, H.P.

    Guten Tag rundum,
    Causa Wendt ist derzeit in aller Munde. Was mir fehlt sind die Fragen, ob und mit welchen Kautelen auch andere Bedienstete des Landes NRW de facto hauptamtlich gewerkschaftlich tätig sind, aber noch auf den Besoldungslisten des Landes stehen und während ihrer hauptberuflichen Gewerkschaftstätigkeit auch befördert werden.
    Neben den Polizeigewerkschaften gibt es schließlich auch andere mit ähnlich verquickter Situation wie z. B. die Deutsche Steuergewerkschaft (DSTG) mit u. a. ihrem Landesvorsitzenden. Auch der ist neben seinem Engagement für seine Gewerkschaft befördert worden. Ob er ein Salär von seiner Gewerkschaft bezieht und/oder vom Land NRW, ist nicht öffentlich bekannt.
    Und wie verhält es sich, wenn Gewerkschaftsfunktionäre/innen Personalvertretungen angehören, obwohl sie in der Öffentlichkeit nur als Gewerkschaftsfunktionäre auftreten.
    Die heutzutage von nahezu allen gesellschaftlich relevanten Gruppen so vielbeschworene Transparenz habe ich bisher weder seitens der Gewerkschaften noch seitens der Verantwortlichen in der Landesregierung/in der Landesverwaltung wahrgenommen.
    Ist das in den anderen Bundesländern und beim Bund selbst wirklich anders?
    Es ist noch viel zu tun. Packe es wer an.

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  • 09.03.2017 23:05, Axel Heinzmann

    Interessant, daß die Causa Wendt erst zur solchen wurde, nachdem er sich gelegentlich einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung im Februar gegen die Asylpolitik der Herrschenden, also auch seiner Partei CDU und Kanzlerin Merkel, ausgelassen hat. Dadurch machte er sich wohl zur Unperson auch bei den Nichtlinken. Nachzuverfolgen: <https://www.youtube.com/watch?v=no-Fc931mUI>.

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    • 10.03.2017 07:03, Lutz Jankus

      Herr Heinzmann, Sie haben mir das Wort aus dem Munde genommen. Erst als Wendt in der Öffentlichkeit bekannt wurde, allerdings nicht, wie von den Herrschenden gewollt, kam die Sache ans Licht. Disziplinieren half wohl nichts? Naja, wenn der Jäger mit seinem Latein am Ende ist, erfolgt der "Abschuss". Mein Wort des Jahres: "Problemwendt".

    • 10.03.2017 09:28, Schade

      Besser spät als nie. Ich persönlich hätte es schön gefunden, wenn man den Wendt vor 5 Jahren schon geschasst hätte, aber man muss halt auch die kleinen Erfolge feiern.
      Wenn er jetzt mit seiner (unberechtigten) Kritik der (korrekten) Politik einen weiteren Grund liefert, um so besser.

    • 10.03.2017 17:00, Petra

      Hätte man Wendt aufgrund der vorliegenden verschwörungstheoretischen Aussagen los werden wollen, so hätte man dies VOR seinem schriftlichen Vermächtnis in Form des unsäglichen Buches schon längst erledigen können.
      Tatsächlich wollte man dem NRW-Innenminister Jäger am Zeug flicken, jetzt vor den Wahlen, mit der SPD im Schulz'schen Aufwind. Wendt sit da bloß Kollateralschaden.

  • 11.03.2017 10:37, ULLRICH DOBKE

    Ach - ist der Wendt denn wirklich so schlimm oder war er als Spitze eines Eisbergs zu schnell zu entdecken? Mir stellt sich folgende Frage: Ist es in den Abteilungen der Polizeipräsidien üblich, dass ein Geburtstagskind morgens mit den Kollegen den Geburtstag begeht und am Nachmittag frei hat, um seine familiären Geburtstagspflichten zu erfüllen? Oder ist das etwa ganz abwegig? Gibt es da eine Regelung im öffentlichen Tarifrecht oder Beamtenrecht, die zumindest ich nicht kenne?
    Oder wird das, also ein solcher Tag beim jeweiligen Polizeimitarbeiter vom "Überstundenkonto" abgebucht? Gerüchtweise gibt es die angesprochenen Usancen seit Jahren, also auch schon als es dieses drastische "Anhäufen von Überstunden noch gar nicht gab. Also mal so als plattes Rechenexempel: 1000 Polizeibeamte x ~ 230 Diensttage,
    da macht so ein Geburtstag in Summa 1000 Fehltage - oder?
    Gut 4 Planstellen, echt Geld für den Steuerzahler, wenn man den Polizeibeamten mit im Schnitt Oberkommissar bezahlt! Wenn es stimmt, ist der Skandal in NRW viel größer als gedacht und betrifft Ordnungshüter, polizeiliche Führungskräfte und letztlich auch die NRW- Regierung. Ich möchte das Problem hier einmal zur allgemeinen Diskussion stellen!

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    • 12.03.2017 17:35, @Uli Dobbi

      Sie wollen da jetzt aber nicht ernsthaft "Neuigkeiten" draus schnitzen? Das ist nicht nur bei der Polizei so, sondern überall. Und das ist auch in Ordnung so. Das muss Ihnen ja nicht gefallen (gibt es eigentlich ÜBERHAUPT etwas, was ihnen gefällt..aber das nur am Rande). Und seit wann bezahlt man die Kollegen mit "im Schnitt Oberkommissar" ? Sie scheinen nicht wirklich Ahnung von der Zusammensetzung der Polizei zu haben. Der gehobene Dienst mit je zwei Sternchen auf den Schultern (Polizei- oder Kriminaloberkomissar) ist halt der gehobene Dienst. Es gibt aber noch die Jungs mit den grünen respektive blauen Sternen auf der Schulter. Den mittleren Dienst. Und das sind ECHT VIELE. Die im Schnitt noch viel viel weniger verdienen als das armselige Salär eines Oberkomissars. Für die paar Kröten würde ICH nicht auf mich schießen lassen, wenn ich ich mal wieder Besoffene vor sich selber retten muss. Würden Sie?

      Also .. Ball flach halten.

  • 13.03.2017 08:07, ULLRICH DOBKE

    Hallo Anonymus (@uli dobbi) -
    Alles gut ? In der Öffentlichkeit sehe ich nur Kommissar aufwärts. Ich gehe aber auch nicht zum Fussballspiel oder sonstigen Großveranstaltungen, wie Demonstrationen. Gibt es für diesen Bereich außer Polizeiazubis tatsächlich noch Polizeibeamte im mittleren Dienst? Wie splittet sich denn dann die NRW - Polizei in den Besoldungsgruppen auf? Im übrigen:
    Besoffene schießen in aller Regel nicht auf Polizeibeamte, woher haben Sie denn diese "Weisheit"?

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    • 13.03.2017 13:37, @Ulli Dobbi

      Entschuldigung. Ich habe natürlich aus Gründen der Zeitersparnis zwei tägliche Problemfelder der Polizei miteinander verquickt. Das war zwar eigentlich offensichtlich, aber man muss kurz mitdenken, um´s zu sehen. Offenbar habe ich damit hier den Horizont der Zielgruppe verfehlt, weil überboten.

      Zur Zusammensetzungsstruktur der Polizei in NRW kann ich leider nicht viel sagen - aber die dortigen Pressestellen geben gern Auskunft.
      ( https://de.wikipedia.org/wiki/Polizei_Nordrhein-Westfalen -> mit weiteren Links u.a. zum Innenministerium, dort sind jedenfalls die Haushalte zu finden, aus denen sich entsprechende Schlüsse ziehen lassen ... oder auf Neusprech: "JFGI" )

      Was Sie persönlich in "der Öffentlichkeit" sehen, ist sicherlich total repräsentativ. Sind Sie auch so oft überall gleichzeitig?

      Und "Kommissar aufwärts" ist auch schon wieder was ganz anderes als "im Schnitt Oberkommissar". Wenn Sie schon (sinnfrei) meckern, dann doch wenigstens mit ein bisschen Fundament.

      Der einzige Punkt, auf den Sie leider nicht eingehen, nochmal: Würden SIE den Job eines Polizisten freiwillig machen für ein paar Kröten, sich im anstrengenden Schichtbetrieb tätlich angreifen, beleidigen, von Hepatitis-Kranken anspucken und in drittklassigen Internetforen auf viertklassigen Internetseiten von fünftklassigen Kommentatoren auch noch dafür beschimpfen lassen?

  • 13.03.2017 14:30, ULLRICH DOBKE

    Ich kenne aber auch nicht einen Polizeibeamten, der dieses widerliche Beamtenleben, was Sie so plastisch darstellen, aufgegeben und gegen eine kündbare Arbeit eingetauscht hätte. Ich wollte nie Polizeibeamter werden, sollte ich auch nicht! Ich wurde und habe mich dazu angehalten, in der Schule aufzupassen, fleißig zu lernen und 2 Staatsexamina abzulegen,
    damit ich eine WICHTIGE Aufgabe in unserer Gesellschaft ausfüllen kann: Dem Bürger auch gegen polizeiliche Übergriffe beizustehen!
    Also ich gehöre zu den echt hart arbeitenden Mitbürgern(m/w), wie sie auch von Martin Schulz angesprochen werden. Ich gehe als Freiberufler der Erwerbstätigkeit in eigener Verantwortung, also selbstverantwortlich nach und muß Tag für Tag im Gegensatz zu Polizeibeamten um Anerkennung und auch das Geld fürs tägliche Brot mich einsetzen. Ich bekomme nicht mein Geld monatlich im Voraus bis zu meinem Tode! Da ich mich weiter informierte und auf ~40000 NRW Polizeibeamte gekommen bin, komme ich nun auf 160 etwa, die der Steuerzahler ungerechtfertigt in NRW allein finanziert. Mal von dem Geld ganz abgesehen, bei 230 Diensttagen a 8 Stunden sind das p.a. fast 300000 Stunden Stolze Leistung, eher Nichtleistung - oder ? Das ist für Sie der Normalfall, weil "das ist nicht nur bei der Polizei, sondern überall so"? Also auch in den anderen staatlichen Dienstbereichen? Sie sind m.E. echt drollig, wie Sie den berechtigten Vorwurf der Veruntreuung von Steuergeldern sehen! Stehen Sie dazu?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 13.03.2017 17:24, @Ulli Dobbi

      Sagen Sie doch gleich, dass sie (Sozialrechts-?)Anwalt sind. Dann weiß ich wenigstens auf welchem Niveau ich für Sie tieffliegen muss...

      ... Also ... Sie meine also, Polizeibeamter wird nur, wer nichts anständiges gelernt und sich in der Schule keine Mühe gegeben hat. Glückwunsch. An der Stelle ist meine Beteiligung am Gespräch mit Ihnen beendet, denn so viel Engstirnigkeit ist mir (nebenbei erwähnt mit zwei Topexamina und Quasi-Beamtenstellung) zu ekelhaft.

      Gehen Sie mal schön irgendeinem Hartz IV Bescheid widersprechen. Ich kümmere mich mal wieder um wichtigere juristische Probleme.

    • 13.03.2017 18:26, ULLRICH DOBKE

      Wenn ich Sie mit Ihren Ausführungen, die denen eines Schwachmaten nahe kommen, von der Plattform zu diesem Thema vertreiben konnte, habe ich doch einen Teilerfolg! :o)
      Ihren Ungeist möchte ich dennoch kurz ansprechen: Wissen Sie als "Quasibeamter", was immer das auch sein soll nichts über die schweren Übergriffe und Strafrechtshandlungen unterschiedlichster Art verteilt über die ganze Republik? Wenn Sie es nicht wissen wollen oder als Quasibeamter nicht zugeben können, ok - passt ins Bild! Wenn Sie es wirklich nicht
      wissen, lesen bildet! Sie schaffen das, bestimmt, bei solchen Topexamina ;) .

  • 13.03.2017 18:44, ULLRICH DOBKE

    @Uli oder Ulli Dobbi:
    "Der Friederich, der Friederich - das war ein arger Wüterich! Wer kennt das nicht (mehr)? Wenn einer eine Idee, dass man diesen Teilnehmer enttarnt, dann würde mich das sehr freuen!
    Man muß sich doch nicht beleidigen lassen - oder ?
    Ich fahre nämlich gerne Schlitten, auch ohne Schnee! :o) Vielen Dank schon hier im Voraus ...

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 13.03.2017 19:15, Aber aber

    In Goslar wird doch genug Schnee sein. Ist das nicht im Harz?

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