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Gute gesetzliche Regelungen: "Die Todes­strafe ist abge­schafft"

von Tanja Podolski

02.08.2017

© Robert Kneschke - stock.adobe.com

2/13: Arbeitserlaubnis – für die Ehefrau

Eine Erwerbstätigkeit von Ehefrauen war nicht verboten, doch von 1958 bis 1977 hieß es in § 1356 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB): " Sie [die Frau] ist berechtigt, erwerbstätig zu sein, soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist." Und ob dies so war, hatte der Ehemann zu entscheiden: Er musste die Erlaubnis zum Arbeiten geben und konnte Arbeitsverträge ohne die Zustimmung seiner Ehefrau eigenständig kündigen. Das änderte sich erst 1977. Seitdem heißt es unverändert: "Beide Ehegatten sind berechtigt, erwerbstätig zu sein."

Zitiervorschlag

Tanja Podolski, Gute gesetzliche Regelungen: "Die Todesstrafe ist abgeschafft" . In: Legal Tribune Online, 02.08.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/23741/ (abgerufen am: 12.04.2021 )

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Kommentare
  • 03.08.2017 22:23, Günther Bauer

    Theoretisch kann es sein, dass in einigen Landesverfassungen die Todesstrafe noch nicht abgeschafft worden ist.
    Vor vielen, vielen Jahren, als die Diskussion noch mal hochgekocht wurde (so in den 60er/70er Jahren, wurde auch behauptet, dass in Bayer theoretisch die Todesstrafe noch Geltung hätte. Ich habe das jetzt nicht im Einzelnen überprüft.
    Na und? Das juckt doch nun wirklich niemanden.
    (Mal nebenbei: WER soll diese vollstrecken? Es gab damals auch den schönen Vorschlag, dass dies Erschießungskommandos der Bundeswehr erledigen könnten. Na ja, da gab und gibt es bestimmt einige Durchgeknallte, die das machen würden.
    Sollte aber ein Stabsoffizier der derzeitigen Bundeswehr dies für gut befinden, dann gehört dieser sofort gefeuert.)

    • 04.08.2017 09:02, Ähäm

      Wenn man denn lesen könnte, würde zum Vorschein kommen, dass die Todesstrafe NUR in der Hessischen Landesverfassung steht, wie es die Autorin schreibt.

      Wenn man dann noch das Zusammenspiel von Art. 31 und 102 GG kennen würde, ergäbe sich eine ganz neue Perspektive.

      Nicht, dass ich dem Bayer-Konzern nicht Einiges zutraue, aber Exekutionen? Eher nicht. Jedenfalls fiel dazu auf der letzten Hauptversammlung kein Wort. Soll "Bayer" tatsächlich "Bayern" heißen? Mensch, CSU-Klaus, was soll der ganze Käse?

  • 05.08.2017 21:32, Kranzgeld

    Das sollte man wieder "einführen"...

  • 20.08.2017 11:05, RDA

    In West-Berlin hätte bis zum 3. Oktober 1990 die Todesstrafe verhängt werden können.