Familienrecht auf europäisch: Resi­denz weicht dem Wechsel

von Karin Susanne Delerue

27.06.2016

Familienrecht, ganz neu? Nach einer Resolution der parlamentarischen Versammlung des Europarats sollen Eltern die Kinderbetreuung bei einer Trennung paritätisch aufteilen. Damit würde sich einiges ändern, so Karin Susanne Delerue.*

 

In ihrer Sitzung vom 2. Oktober 2015 verabschiedete die parlamentarische Versammlung des Europarates in Straßburg eine Resolution [2079 (2015)], die das deutsche Familienrecht in dessen Grundprinzipien erschüttern könnte: Von den Mitgliedstaaten in einem Verhältnis von 46 Ja-Stimmen zu 0 Gegenstimmen wurde dort die Verankerung des sogenannten Wechselmodells als künftigem Betreuungsmodell für Kinder getrenntlebender Eltern als Gestaltungsauftrag für die Zukunft beschlossen.

Diese Veränderung wäre ein erheblicher Einschnitt in die in Deutschland vorherrschende Praxis, die Betreuung im "Residenzmodell" als Regelfall anzusehen. Derzeit werden noch in der überwiegenden Anzahl der Fälle Kinder getrennter Eltern durch einen Elternteil – häufig die Mutter – betreut, währen der andere Elternteil in seiner Betreuungsleistung auf Umgangstermine reduziert ist. Zugenommen hat jedoch in den vergangenen Jahren bei nichtstreitigen Trennungen die Praxis, dass die Kinder auch nach der Trennung von beiden Elternteilen zu gleichen Anteilen, also "paritätisch" betreut werden.

Paritätische Betreuung bisher oft erst nach teuren Verfahren

Die Einforderung der paritätischen Betreuung gelingt bei streitigen Auseinandersetzungen derzeit nur über den Rechtsweg – häufig im Rahmen von teuren und komplizierten Sorgerechtsverfahren, in denen die Betreuungsregelung durch Sachverständige beurteilt wird. An die Qualität dieser Gutachten wird seit der

Initiative des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz aus dem Jahr 2014
Zitiervorschlag

Karin Susanne Delerue, Familienrecht auf europäisch: Residenz weicht dem Wechsel . In: Legal Tribune Online, 27.06.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/19661/ (abgerufen am: 21.09.2018 )

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Kommentare
  • 27.06.2016 12:55, Die Spinnen die Rot-Grün-Gelben-Schwarzen!

    Die Regelung vollendet Vielvölkermord!
    Es ist Platz machen für Neusiedler mit Vielweiberei und archaischen Glauben.
    Deutschland schafft sich ab? Nein! Europa begeht Selbstmord aus Angst vor dem Tod!

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    • 27.06.2016 12:58, GrafLukas

      Trollalarm!

  • 27.06.2016 13:01, GrafLukas

    @Redaktion: Sind hier getrennte Kommentare auf jeder Artikelseite möglich? Ist das so gewollt? Erscheint mir nicht sinnvoll...

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  • 27.06.2016 13:33, EU-Bürger

    Kennt die Autorin den Unterschied zwischen der EU und dem Europarat?

    Dann könnte sie vielleicht auch etwas fundiertes zur Bedeutung einer Resolution der parlamentarischen Versammlung schreiben. Wieso es sich dabei um eine "Vorgabe" für Deutschland handeln sollte, erschließt sich ja nicht gerade von selbst.

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    • 01.07.2016 18:18, Hobbypolitiker

      Die Entschließung IST de fakto eine Vorgabe. Natürlich nicht im Sinne einer Pflicht zur Umsetzung durch das nationale Parlament, also hier bei uns als einem von 47 Mitgliedsstaaten des Europarates durch den Bundestag.

      Indes scheinen Sie zu übersehen, dass der EGMR früher oder später das Versagen einer Doppelresidenz in Deutschland rügen wird. Das pfeiffen die Spatzen in informierten Kreisen von den Dächern.
      Warum dieses Land es immer bis zum Äußersten treiben muss, gerade in einem so sensiblen Bereich, in dem die Missstände so offenkundig sind, leuchtet mir nicht ein.

      Man kann natürlich auch weiter seelische Krüppel bei Kindern und Eltern produzieren, und auf den Urteilsspruch aus Straßburg warten, wie schon 2009. Diesem Land ist leider alles zuzutrauen.

    • 05.07.2016 11:54, Lotz

      @Hobbypolitiker
      "Warum dieses Land es immer bis zum Äußersten treiben muss, gerade in einem so sensiblen Bereich, in dem die Missstände so offenkundig sind, leuchtet mir nicht ein." Die Menschen dieses Landes arbeiten so - gefühlt jedenfalls - ihre historische Schuld ab. Und da man nie unser historisches Erbe bzgl. einer entsprechenden Reue und unserem Reuegefühl in Frage stellen darf, sehen wir es nicht - vom entsprechend notwendigen kritischem Hinterfragen ganz zu schweigen.

  • 27.06.2016 14:24, Leon

    Ein wichtiger und richtiger Schritt, der längst überfällig ist.

    Die Scheidung einer Ehe trennt die Partner, aber nicht die Eltern von den Kindern. Das bisherige Modell hat aus zahllosen Kindern psychische Krüppel gemacht, die als Erwachsene weit überproportional häufig in Gefängnissen oder Nervenheilanstalten gelandet sind, die überproportional häufig unter schweren Depressionen litten oder sogar Selbstmord begingen.

    Kinder brauchen zum erwachsenwerden beide Eltern, idealerweise als funktionierende Familie. Wo das aber nicht geht, ist der Kontakt zu beiden Eltern für ihre Entwicklung enorm wichtig.

    Auch das Vorbild spielt eine wichtige Rolle: BEIDE Eltern arbeiten üblicherweise, jedenfalls nach einer Trennung. Ein Bild zu vermitteln, bei dem der Vater abwesend ist, weil er nur noch für den Unterhalt arbeitet während die Dame des Hauses zu Hause ist passt nicht mehr in die Berufswelt, in der die Kinder als Erwachsene leben werden.

    Das Doppelresidenzmodell als Regelfall ist überfällig.

    Gerade auch bei hochzerstrittenen Paaren kann es viel Probleme lösen: Wenn das Schulkind alle 14 Tage freitags nach der Schule wechselt, ist diese Regelung absolut eindeutig, es ist kein Kontakt der zerstrittenen Eltern erforderlich, die Kinder kommen nicht in Gewissenskonflikte.

    Absprachen zwischen den Eltern sind dann nur noch für die Ferien erforderlich, die können nötigenfalls über Erziehungspfleger, Verwandte oder engagierte Lehrer der Schule vermittelt werden.

    Aber auch bei den jüngeren Kindern überwiegen die Vorteile durch eine absolut eindeutige Regelung. "Alle 14 Tage freitags" läßt wenig Spielraum für Machtspielchen.

    Es ist eine gute Lösung, die zweitbeste nach einer intakten Familie. Sie sollte schnell in die Gerichtspraxis überführt werden.

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  • 27.06.2016 21:30, entsorgter Vater

    https://www.openpetition.de/petition/online/sind-vaeter-die-besseren-muetter-das-wechselmodell-als-standard-in-deutschland

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  • 29.06.2016 12:53, Equalitas

    Warum wollen eigentlich immer die Eltern genau gleich viel Kind abbekommen? Und wo bleibt die Gleichstellung der Kinder? Es ist doch die allergrößte Ungerechtigkeit der Welt, wenn alle Kinder über einen Kamm geschert werden sollen! Vielleicht gibt es Kinder, die es gar nicht aushalten, immer umzuziehen? Und die sollen jetzt, weil Eltern ihr Recht an der Hälfte des kindlichen Körpers und der kindlichen Seele einfordern, ihren Körper immer hin und her transportieren, damit Mami und Papi auch möglichst genau gleich viel Zeit mit demkondlichen Körper und der kindlichen Seele verbringen können? Dann schlage ich vor, man erklärt Kinder wieder zu Gegenständen, so wie es mal im antiken Familienrecht war. Eigentlich sollte man Menschen komplett abschaffen und alles, was einen umgibt, zu Objekten erklären, die man gerecht aufteilen kann. Dann bin ich aber auch dafür, dass diejenigen, die eine gerechte Teilhabe an irgendetwas einfordern, dafür eintreten, dass alle Menschen auf der Welt von allem genau gleich viel haben. Ansonsten ist es total ungerecht.

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    • 28.03.2017 19:59, Patrick

      Es geht nicht darum, alle über einen Kamm zu scheren.

      Gängige Praxis ist allerdings heute, dass eine Mutter, die keinen Bock auf Wechselmodell hat, dieses einseitig Blocken kann und der Vater nur mit teuren Prozessen etwas tun kann, und dabei noch nichtmal eine Garantie hat, etwas zu erreichen.

      Das Kindeswohl sollte oben stehen, ja. Das Kindeswohl und der Kindeswunsch ist aber auch nicht immer dasselbe. In der Regel, also bei zwei vernunftbegabten Eltern, ist es für das Kind gut und wichtig, von beiden Elternteilen erzogen zu werden, auch wenn das Kind es in manchen Lebensphasen vielleicht nicht einsehen mag.

      Solange niemand dem Kind etwas einredet, möchte übrigens jedes normale Kind beide Eltern haben.

      Was die armen Kinder angeht, die nicht wechseln wollen/können/sollten: Warum soll da der engagierte Elternteil nicht vor Gericht ziehen? Wieso sollte Residenzmodell die Regel sein und alle erziehungswilligen Väter pauschal ausschließen?

  • 30.06.2016 10:12, Jasmin

    Ich stell mir das furchtbar für das Kind vor, denn so wie ich das verstanden hab, lebt das Kind abwechselnd bei den Eltern, aber zu gleichen Teilen.. daraus schließe ich, dass das Kind KEIN festes Zuhause hat und irgendwie immer zwischen Tür und Angel lebt... das kann doch für eine gesunde Kindsentwicklung nicht förderlich sein..
    Ich finds gut, dass den Vätern mehr Rechte und Möglichkeiten eingeräumt werden.. aber SO ist es meiner Meinung nach falsch.. da hat doch niemand was von

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    • 28.03.2017 20:02, Patrick

      Dann einfach mal Studien über das Wechselmodell lesen und etwas nachdenken.

      Kinder lieben beide Elternteile. Wenn man es von vornherein vernünftig und einvernehmlich lebt, hat ein Kind im Wechselmodell zwei sichere Häfen und zweimal ein wirkliches zu Hause.

      Mehr kann auch mehr sein.

  • 06.07.2016 09:09, Marcus

    Man kann Pessimist und Optimist sein... Wie wärs, wenn das Kind nicht "KEIN" Zuhause sinder ZWEI Zuhause hat.
    Wir bei uns leben leider kein Wechselmodell, dennoch sind die Kinder zu gut einem Drittek bei mir - und sekbst da sagen beide, das sie Zwei zuhause haben, und das auch ganz toll finden!

    Ich denke das Wechselmodell ist in vielen, aber nicht allen Familien die beste Lösung.
    Hier muss natürlich vin Fall zu Fall entschieden werden, genau wie auch bei anderen Sorgerechtsfällen... Klar ist, das wenn ein Kind zwei Elternteile hat, die sich beide bestmögkich kümmern wollen, das dem auch die möglichkeit gegeben werden sollte... Vollkommen egal ob eines der Elternteile meist aus persónlichen Gründen etwas dagegen hat.

    Gruß

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  • 06.07.2016 14:01, Sachlich sauber aufgearbeiteter Artikel!

    Endlich! Ein sachlich sauber zum Thema aufbereiteter Artikel, der alles Wesentliche auf den Punkt bringt.

    Der EGMR wird demnächst zur Thematik urteilen und dann gibt es für Deutschland wieder einmal eine schallende Ohrfeige im Familienrecht und jene "Rechtsexperten", die dem alten Residenzmodell als Standardmodell weiter huldigen stehen als ideologisch verblendete Ewiggestrige da.

    Dem staatlich geförderten seelischem Missbrauch von Kindern und Eltern endlich ein Ende!

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  • 09.11.2016 05:12, franzsprosse

    Im Europarat genau wie in den meisten europäischen politisch wie rechtlichen Entscheidungsträgern gibt es keine Parität. Es haben also Männer für Männer entschieden. Das letzte Statussymbol um das es sich zu streiten lohnt *Ironie off*

    Diese Gesetzesänderung ist eine Katastrophe und viele Kinder die sich diesem Urteil beugen müssen, werden zu einer Generation traumatisierter Erwachsener heranwachsenden.
    Ein Wechselmodell braucht drei Voraussetzungen, die in den wenigsten Fällen gegeben sind:
    1. Eine paritätische Teilung der Erziehungsarbeit VOR der Trennung. Wieso soll das Kind auf einmal hälftig beim Vater leben, wenn der sich vorher Null gekümmert hat? Im schlimmsten Fall wird das Kind sogar zum Wechselmodell gezwungen wenn die Eltern nie ein Paar waren oder sich noch in der Schwangerschaft getrennt haben? Wenn der Vater nie eine Windel gewechselt hat, weder weiss welche Kleidergrösse es hat oder wie seine Klassenlehrerin heisst?
    2. Die Eltern Konfliktfrei und KINDBEZOGEN kommunizieren können.
    3. Eine räumliche Nähe der getrennten Eltern gegeben ist, die dem Kind logistische Spagate erspart.

    Hinzufügen würde ich ausserdem (ab einem Alter ab Schulreife) dass dem Kind ein wichtiges Mitspracherecht gebührt, das in Deutschland wie in vielen anderen Ländern einfach ignoriert wird.

    Es geht, wie meist, nur um Geld und Macht. Das Kind als Druckmittel und Sparpotential von Unterhalt.

    Männer haben im Laufe der Jahre vieles an Frauen verloren: Wahlrecht, Gleichstellung in Beruf und Lehre, Scheidungs- und Abtreibungsrecht usw. Jetzt bleibt ihnen nur die Kinder als Trumpfkarte und Schikanierungspotenzial.

    Eine Entscheidung von Männern für Männer. Gegen Kinder und Logik. Traurig.

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    • 21.06.2017 15:53, Sokrates77

      1. Wenn der Vater sich vor der Trennung maximal nützlich gemacht hat indem er viel gearbeitet hat ist das kein Grund ihn nach der auszuschließen und für Jahrzehnte darauf zu reduzieren der Mutter ein bequemes Auskommen zu finazieren.
      2. Kommunikation ist einseitig steuerbar und damit ungeeignet als Kriterium. Wenn eine Partei für Kommunikationsblockade belohnt wird kommt das einer Förderung von Fehlverhalten gleich. Vielmehr würde durch das Wechselmodell die Kommunikation gefördert werden denn vielfach ist die fehlende Bereitschaft rein Verfahrenstaktischer Natur. Menschen müssen oft mit Menschen kommunizieren die Sie nicht mögen. Darunter Lehrer, Arbeitskollegen, Familienangehörige etc.
      3. Kinder werden auch ins weit entfernte Internat geschickt oder Fremdbetreuung überlassen. Räumliche Distanz wird bereits jetzt oft verwendet um den Umgang zu erschweren. Vorschlag: Wer die Voraussetzungen dafür schaft, dass der Umgang nicht hälftig stattfinden kann verwirkt alle Unterhaltsansprüche und Unterhaltspflicht wird prinzipiell durch Betreuungspflicht ersetzt. Nur bei schuldhafter Vereitelung tritt Unterhalt als Ersatzleistung an.

      Ferner sollten nicht bewiesene Vorwürfe im Familienrechtsverfahren gar nicht erst vorgetragen werden können. Basta. Damit würde den unzähligen rein taktisch aber nicht wahrheitsgemäß vorgebrachten Vorwürfe die dann im Raum schwegen der Vergangenheit angehören. Fakt ist nämlich, dass die typischen Vorwürfe Alkohol, Drogen, Gewalt immer erst dann kommen wenn man das alleinige Sorgerecht erlangen oder den Umgang vereiteln will es aber fast NIE zu einer Verurteilung kommt sondern nur zu einer indirekten Bestrafung mittels horrender Gerichtskosten die nur dadurch entstehen, dass im Familienrecht eine an sich unzulässige Beweislastumkehr an der Tagesordnung liegt.

  • 03.12.2016 00:04, Es wird+nicht+gut+gehen...

    An alle, die gegen das Wechselmodell sind!
    Wer über Jahre erlebt hat, wie Mütter die Kinder missbraucht haben um ihre eigene Defizite auszuleben und ihren Ex-Partner eins auszuwischen oder sie finanziell auszusaugen, wird sich nicht darüber wundern, dass endlich nach Gerechtigkeit durch das Wechselmodell verlangt wird!

    Auch wer sich in den Kindern hineinversetzt, wird NiCHT anzweifeln, dass ein Wochenendvater den meisten Kindern einfach NICHT ausreicht!

    Über den Schmerz der Väter plötzlich ihre Kinder nicht täglich zu sehen und als Elternteile 2ter Klasse degradiert zu werden, selbst wenn sie sich vorher um ihre Kinder gekümmert haben und auch noch die Familie versorgt haben, wollen wir ja gar nicht reden, denn der Schmerz von Männer ist ja in Deutschland bekanntlich egal bzw. Männer fühlen so was nicht!

    Und schließlich belegen die Zahlen aus den skandinavischen Ländern, in denen Geschlechtergleichheit wirklich praktiziert wird und das Wechselmodell als Standard bestimmt worden ist, dass nur bei ca.40% der Fälle das WM tatsächlich von Vätern in Anspruch genommen wird. Schlechte Väter, die sich nie um ihre Kinder gekümmert haben, werden das auch nach der Scheidung nicht wollen bzw. nicht durchhalten können. Viele andere können das auf Grund ihrer beruflichen Gegebenheiten nicht.

    Aber das Residenzmodell in seiner jetzigen Form ist ein Verbrechen, an die Kinder und an die Männer und am Ende, wenn man als Alleinerziehende/r seine Aufgabe wirklich ernst nimmt, sogar an denjenigen, der sein Kind alleine erziehen muss und kaum noch Kraft und Zeit für sich selbst hat!
    Und welches Kind wünscht sich von einem ausgebrannten Elternteil betreut zu werden! Und nur ein Dummkopf würde das Elternwohl vom Kindeswohl trennen! Denn nur ausgeglichene Elternteile können glückliche Kinder großziehen, egal ob verheiratet oder geschieden!
    Das Wechselmodell bittet die optimalste Lösung für eine unschöne Situation, wie die Scheidung zweier Eltern!

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  • 09.01.2017 15:41, JuliusKlem

    Diese Regelung für das <a href='http://www.recht-bleibt-recht.info' > Familienrecht</a> wurde auch fällig. Das ältere System ist, wie einige meiner "Vorredner" bereits erwähnten, archaisch. Es stimmt, dass die Entwicklung eines Kindes optimal ist wenn es beide Elternteile hat (also mit beiden zusammen lebt). Die meisten Kinder die nur mit einem Elternteil aufwachsen, haben es schwerer. Da die Kinder meist unter der Mutter leben, fehlt ihnen die Vaterfigur, welche meiner Meinung nach sehr wichtig ist. Solange der Vater keine Psychopat, Drogensüchtiger oder Alkoholiker ist sehe ich keinen Grund nicht eine Parität einzuführen.

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  • 05.02.2017 17:40, AllenKindernBeideElternSofort

    Es wird tatsächlich allerhöchste Zeit für rechtliche Änderungen ... auch im Sinne des Erhalts von Familien & damit nicht weniger als dem innersten sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.

    Die leider noch immer (Februar 2017) gültige deutsche Gesetzgebung - hier: komplette Familiengesetzgebung inkl. Unterhaltsregelung - ist bereits vor dem GG (Art 3 und 6 GG) nicht haltbar und widerspricht ebenso in der jetzigen Form einer "aus der Sicht eines objektiven Betrachters" gerechten Regelung.

    Die Folgen bei der Trennung der Eltern werden immer noch weitestgehend gesetzlich ignoriert, obwohl diese längst bekannt sind:
    Den Kindern wird nahezu immer pauschal ein Elternteil genommen (welcher das fast immer ist weiß jeder, der betroffen ist !).
    Dann setzt eine gesetzlich geförderte Benachteilung dieses "eiskalt entsorgten" Elternteils ein mit zumindest teilweiser Entfremdung der Kinder von diesem Elternteil (durch Entzug von gemeinsamer Zeit mit den Kindern & pauschalem und nicht selten ruinösem Entzug erheblicher finanzieller Mitteln, die bei der Betreuung der Kinder dann auch noch fehlen).
    Die Kinder wachsen einseitig beeinflußt auf (trotz gemeinsamen Sorgerechts). Der benachteiligte Elternteil wird in nahezu jeglicher Form "sozial entmündigt" und ist nur noch Spielball von "absolut veralteten" Gesetzen. Handelt der benachteiligte Ex-Elternteil (z.B., weil ihm dies schlicht nicht möglich ist) nicht zu 100 % diesen offensichtlich ungerechten "Vorstellungen" ausführender staatlicher Organe, dann wird auch ein bis dato unbescholtener Bürger plötzlich behandelt wie ein Krimineller ... selbst wenn er noch nicht einmal die Trennung der Familie eingeleitet hat ! sondern der nicht mehr loyal zur Ex-Familie stehende andere Elternteil.

    Das Ganze ist garantiert nicht förderlich für die soziale Entwicklung davon betroffener Kinder und in den allermeisten Fällen eben gerade nicht zum Kindeswohl.

    Gerechtigkeit sieht ganz anders aus ...
    und wird hoffentlich bald schrittweise auf den Weg gebracht.

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  • 07.03.2017 10:10, Amalia B

    Vielen Dank für den Artikel. Ich bin neugierig bei allen Neuerungen im Familienrecht. Wenn ich damit allerdings Probleme hättte würde ich mich an einen Anwalt für Familienrecht wenden.

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  • 07.03.2017 10:15, Franzsprosse

    https://www.change.org/p/bundesregierung-wir-protestieren-gegen-bgh-urteil-zum-wechselmodell?recruiter=63241534&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_for_starters_page&utm_term=des-lg-no_src-no_msg

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  • 28.03.2017 20:05, Patrick

    Ich habe in einer Erziehungsberatungsstelle tatsächlich von der Psychologin folgenden Satz gehört:

    Es ist nicht entscheidend, ob Wechsel- oder Residenzmodell. Entscheidend ist, dass die Eltern sich beide um die Kinder kümmern und an einem Strang ziehen. Dazu gehört, dass sie sich nicht gegenseitig schlecht machen und sich nicht gegenseitig auf den Sack gehen. Letzteres ist zwangsläufig der Fall, wenn ein Elternteil einseitig ausgeschlossen wird. Eine paritätische Betreuung ist vielleicht beiden Eltern ein Dorn im Auge, aber so sehen wenigstens beide, dass sie gleich behandelt werden und das vermeidet viel Streit.

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  • 28.04.2017 10:51, David

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für den interessanten Artikel.
    Ich kenne viele Freunde, die Probleme im Bereich des Familienrechts hatten. Aus diesem Grund sollte man immer um die Hilfe eines Rechtsanwalts bitten: http://www.rechtsanwalt-koethen.de/familienrecht-koethen

    VG
    David

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  • 12.11.2017 23:36, Rainer Stratmeier

    Kinder brauchen Vater und Mutter gleichermaßen! Das Wechselmodel ist ideal um dem Gerecht zu werden. Zur Zeit sieht es eben so aus, dass in 80 % aller Fälle nach 12 Monaten der Kontakt der Kinder zum Vater abbricht! Das wäre dann nicht mehr so! Unsere Kinder haben das Recht auf beide Eltern und auch die Eltern die Pflicht ihre Kinder dem Kindeswohl entsprechend in ein großartiges Leben zu begleiten.

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  • 17.12.2017 18:16, Detlef Ryschka

    Irgendwie ist es den Deutschen bis heute nicht aufgegangen,das SOZIALE Marktwirtschaft CHANCENGLEICHHEIT heißt ..

    https://einoffenerbriefandendeutschenbundestag.wordpress.com

    ,, und durch gesetzgeberische 'Unfähigkeit' durch Unterlassen der Umsetzung dieser Resolution leider heute über EINE MILLION Kinder von Hartz IV leben müssen!

    https://eineschandefuerdeutschland.wordpress.com

    Auch scheint es 'den Deutschen' bis heute nicht einsichtig zu sein, wie und warum Sie sich SEIT Inkrafttreten des Grundegesetzes stetig und systematisch 'ausrotten' ....

    Daher sei vereinfacht angenommen:

    Der Souverän der Bundesrepublik Deutschland bestehe zur Gänze aus verheirateten/zusammenlebenden Paaren mit ihren Kindern. Jede Frau und jeder Mann hat dieselben Chancen. Dabei bleibt es aber jedem Menschen selbst überlassen, wie er seine persönlichen Chancen nutzt. In der Konsequenz bedeutet dies für Frauen und Männer bei gleicher Qualifikation gleiche Löhne, Gehälter, Renten, Karrierechancen etc., da weder Frauen noch Männer durch den Gesetzgeber und/oder Unternehmen diskriminiert werden. Jedes Paar hat 2 Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Dies entspricht in etwa der idealen (gewünschten) Kinderzahl.

    Weiterhin sei angenommen: Alle diese verheirateten/zusammenlebenden Paare würden sich (vereinfacht) an einem einzigen Tag trennen/scheiden lassen; strenges Separationsprinzip.

    Dann wären, nach derzeit herrschender Rechtsauffassung („Residenzmodell-Rechtsprechung“) alle Männer ab diesem Tag Trennungs- und Kindesunterhaltsverpflichtet, könnten aber zu 100% in ihren Berufen weiterarbeiten/verdienen. Hingegen wären ab diesem Tag alle Frauen, die mit ihren Kindern dann getrennt von ihren ehemaligen Lebenspartnern leben würden, gezwungen die „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ als sogenannte Alleinerziehende alleine zu meistern. Damit würden durch den Gesetzgeber alle Frauen/Mütter mit der Betreuung der gemeinsamen Kinder alleinig belastet; Frauen/Mütter somit gesetzgeberisch diskriminiert; dies KONTRÄR zum grundgesetzlich geschützten Prinzip der SOZIALEN Marktwirtschaft - der CHANCENGLEICHHEIT!

    Zu erwarten wäre, dass sich dann alle Frauen/Mütter im Berufsleben deutlich schlechter bei Lohn/Gehalt, Rente, Karrierechancen etc. stellen, da sie sich alleinig um die Betreuung der gemeinsamen Kinder bis zur Volljährigkeit der Kinder kümmern müssten. Weiterhin wäre dann, ob dieser Diskriminierungserfahrung ihrer Mütter von den weiblichen Kindern zu erwarten, dass sich diese Mädchen zukünftig der Realisierung von Kinderwünschen (teilweise) entsagen, um dieser gesetzgeberischen Chancen-‚Diskriminierungs-Falle‘ zu entgehen. Nach rein mathematisch-logischem Schluss wäre damit die Geburtenhäufigkeit eine stetig abnehmende (sic!) Folge. Damit ist jede nachfolgende Generation (signifikant) kleiner als die Elterngeneration. Letztendlich heißt dies (rein hypothetisch), dass die Anzahl der Menschen, die den Souverän bilden gegen Null strebt. Dabei ist unbeachtlich wie lange/über wie viele Generationen hinweg sich dieser Prozess erstreckt. Alleinig die verhaltensinduzierende gesetzgeberische Diskriminierung ist entscheidend für die stete Abnahme der Menschen, die den Souverän bilden, d. h. der Gesetzgeber hat SEIT ÜBER 25.000 Tagen eine Ordnung etabliert „in der die Staatsorgane aus Nichtachtung von Gesetz und Recht (durch Nichtbeachtung des grundgesetzlich geschützten Prinzips der CHANCENGLEICHHEIT) die Verfassung, das Volk und den Staat im Ganzen verderben“ (BVerfGE 5, 85,378; ebenso OLG Köln NJW 1970, 1322, 1324 re.Sp. unten).

    GANZ REAL heißt dies: "Damit ist jede nachfolgende Generation um etwa ein Drittel kleiner als die Elterngeneration."

    http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/138030/die-familiendemografische-entwicklung-in-deutschland?p=all

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