NS-Rechtsgeschichte: Den "Palandt" umbe­nennen?

von Martin Rath

17.09.2017

Mit einer Online-Petition fordert die "Initiative Palandt Umbenennen" den Beck-Verlag auf, seinem bekannten BGB-Kommentar einen neuen Namen zu geben. Martin Rath findet, es gibt bessere Wege, mit der Geschichte dieses Werks umzugehen.

 

Verlage tun gut daran, ihre Produkte unter einer möglichst geschmeidigen Bezeichnung zu vermarkten. Gemessen daran erlaubt sich die Verlagsgruppe C.H. Beck einen ungewöhnlichen Luxus, wenn sie den wohl bekanntesten Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch unter dem Namen eines nationalsozialistischen Justizfunktionärs verkauft: Otto Palandt.

Die "Initiative Palandt Umbenennen" fordert nun im Rahmen einer "Petition" an den Verlag, diese Praxis zu beenden – mit einer gewissen moralischen Unbedingtheit, auf die gleich zurückzukommen sein wird.

Wie und nach wem der "Palandt" zu seinem Namen kam, ist inzwischen schon oft erzählt worden. Um das Anliegen der Initiative nachzuvollziehen, muss dies aber noch einmal geschehen.

Wie der Palandt zu seinem Namen kam

Am Anfang stand eine "Arisierung". Während der Weimarer Republik war der Berliner Verleger Otto Liebmann mit seinen juristischen "Kurz-Kommentaren" sehr erfolgreich gewesen. 1933 verkaufte er, angesichts der sich auch gegen ihn und seinen Verlag abzeichnenden Repressionen gegen Deutsche jüdischer Herkunft, das Unternehmen an C.H. Beck.

An einer neuen Kommentierung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, die den ideologischen Ansichten des NS-Staates zu entsprechen hatte, wurde seit 1934 gearbeitet. Zum Namen "Palandt" kam der "Kurz-Kommentar", nachdem der ursprünglich als Herausgeber vorgesehene Gustav Wilke, Ministerialrat im Reichsjustizministerium, 1938 an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstorben war. Seine Rolle übernahm, der Form nach, Otto Palandt.

Dessen Arbeitsschwerpunkt lag weniger im bürgerlichen Recht. Als Präsident des Reichsjustizprüfungsamtes war Palandt – selbstverständlich Nationalsozialist – für die Organisation der Juristenausbildung nach NS-Vorstellungen verantwortlich. Neben seiner amtlichen Position trat er hierzu auch publizistisch in Erscheinung, u.a. als Mitkommentator der Justizausbildungsverordnung (JAO). Zum "Palandt" allerdings steuerte Palandt allein die Vorworte der im NS-Staat publizierten Auflagen bei.

Schon in diesen ersten Auflagen leistete der "Palandt" eine Kommentierung des Bürgerlichen Gesetzbuchs und seiner Nebengesetze mit jener stilbildenden und praxisorientierten Autorität, die dem "Kurz-Kommentar" bis heute im juristischen Geschäft zugeschrieben wird – bis 1945, indem er u.a. die antiliberale und rassistische Gesetzgebung und Rechtsprechung für den Alltag der Anwälte und Richter handhabbar machte.

Im Verlagsgeschäft zählt die Marke

Das Geschäft der eigentlichen Kommentierung übernahm ein Team zivilrechtlich versierter Juristen, die teils auch nach 1945 beim Projekt "Palandt" blieben.

Die rassistischen Inhalte des Werks, beispielsweise zur Erbunwürdigkeit von "Nichtariern" oder zur mietrechtlichen Diskriminierung von Juden, wurden in der ersten Nachkriegs-Auflage mit der gleichen unauffälligen Routine bereinigt, mit seither jeder Wandel der Rechtsordnung in diesem langlebigen "Kurz-Kommentar" aufbereitet wird.

Einige der frühen Autoren machten darüber weiter Karriere. Beispielsweise stieg Claus Seibert (1902–1977), verantwortlich für denkbar furchtbare Beiträge im nationalsozialistischen "Palandt", vom Kammergericht zum Bundesgerichtshof auf – und erfreute das Publikum in seiner Freizeit mit heiteren Glossen in der Juristenzeitung.

Ungeachtet der Geschichte des "Kurz-Kommentars" und der evidenten NS-Belastung seines Namenspatrons, blieb die Verlagsgruppe C.H. Beck bis heute dabei, die etablierte Marke "Palandt" weiterzuführen.

"Initiative Palandt Umbenennen"

In der Juristenzeitung begründet nun unter dem Titel "Den Palandt umbenennen. Ein Beitrag zu juristischer Erinnerungskultur in Deutschland" Janwillem van de Loo, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Europa- und Völkerrecht an der Universität Hamburg, die erwähnte Forderung, der Verlag C.H. Beck möge den Namen "Palandt" abschaffen (JZ 2017, S. 827–830).

Diesem Anliegen verschreibt sich auch die "Initiative Palandt Umbenennen (IPU)" mit ihrer Online-Petition.

Der Tatbestand ist inzwischen nun wahrhaft unstrittig: Bereits 1982 legte der Bremer Ministerialbeamte Hans Wrobel, dem viele verdienstvolle Untersuchungen zum Recht im NS-Staat zu verdanken sind, den wegweisenden Aufsatz vor: "Otto Palandt zum Gedächtnis. 1.5.1877 – 3.12.1951" – ein Beitrag, der schon in seiner Überschrift eine freilich ironische Brechung enthielt.

Denn der Aufsatz erschien in der "Kritischen Justiz", einer akzentuiert links orientierten rechtswissenschaftlichen Vierteljahresschrift, die jenseits der "Aufmerksamkeitsmaschine" von Examens- und Praxisrelevanz arbeitet – und hier natürlich bei der honorigen Phrase "zum Gedächtnis" ganz ohne den bourgeoisen Charme auskommen wollte, mit der sie im übrigen juristischen Schrifttum verwendet wird.

Mit sarkastischer Distanzierung soll es nun aber ebenso vorbei sein wie mit der vornehm-verlogenen "Palandt"-Apologie vor Wrobels maßgebender Darstellung von 1982 – wenn es nach der "Initiative Palandt Umbenennen" geht, die zu ihrer an den Verlag C.H. Beck adressierten "Petition" formuliert: "Es gehört zum gesellschaftlichen Konsens in unserem Land, keine Denkmäler für Nationalsozialisten zu pflegen. Aus guten Gründen akzeptieren wir heute keinen Adolf-Hitler-Platz mehr, kein Auto-Modell namens 'Himmler' und keine Hermann-Göring-Schule. Davon gibt es leider immer noch Ausnahmen. Gegen eine wollen wir, die Initiative Palandt Umbenennen, vorgehen: Den 'Palandt'."

Zitiervorschlag

Martin Rath, NS-Rechtsgeschichte: Den "Palandt" umbenennen?. In: Legal Tribune Online, 17.09.2017, https://www.lto.de/persistent/a_id/24547/ (abgerufen am: 21.11.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 17.09.2017 13:24, Heinrich V.

    Widerlich finde ich das.

    Mit freundlichen Grüßen

    RA Heinrich V

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 17.09.2017 13:36, M.D.

    Es ist anscheinend eine typische Entwicklung unserer Zeit, zwanghaft Probleme durch Umbenennung wegzaubern zu wollen. Im Mittelalter verwendete man den Begriff "Gottseibeiuns", um den Teufel nicht beim Namen zu nennen.

    Was sollen die Nachkommen von Otto Palandt zu dieser Aktion sagen? Soll man seinen Enkel auch umbenennen, damit er von diesem belastenden Namen befreit wird? https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Palandt#Familie

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 17.09.2017 14:39, Heinrich V.

      Über die erforderlichen Kenntnisse zur ersten juristischen Staatsprüfung schrieb dieser Nazi 1935:„Dazu gehört vor allem die ernsthafte Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und seinen weltanschaulichen Grundlagen, mit dem Gedanken der Verbindung von Blut und Boden, von Rasse und Volkstum […]. Auch in der mündlichen Prüfung haben die völkischen Grundlagen des neuen Staates, seine Geschichte und Weltanschauung den gebührenden Platz neben dem juristischen Wissen erhalten.“
      Dann sezte sich dieser Trottel für das Gesetz zur Änderung der Rechtsanwaltsordnung ein, das Frauen als Anwälte nicht mehr zuließ, weil das einen „Einbruch in den altgeheiligten Grundsatz der Männlichkeit des Staates“ bedeutet hätte. Palandt hat, nach der Verabschiedung der neuen Gesetze, unmissverständlich formuliert, es sei „Sache des Mannes, das Recht zu wahren“.
      Und zur Frage, ob man den Enkel umbenennen sollte: warum nicht? Es sei denn, die Familie will auf Ewigkeiten mit dieser Schande assoziiert werden.

      Ich bin schon gespannt auf die Kommentare der ganzen AfDler hier. Denen platzt ja regelmäßig der Kragen, wenn Versuche unternommen werden sich kritisch mit dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

      Mit freundlichen Grüßen

      RA Heinrich V

    • 17.09.2017 15:49, Deutscher

      Hallo @M.D.

      Der Autor des Beitrags geht aber weit darüber hinaus.
      Was er propagiert ist scheinbar nur eine dezentere Form des "Volkstod" und liegt voll auf der Linie der Leute die "alles mögen wo Deutsch streben".

      Siehe hier, Äußerungen der Linken samt Unterstützer:
      https://dieunbestechlichen.com/2017/09/grundsaetzlich-alles-wo-deutsche-sterben-die-linke-kandidatin-rambatz-antideutsche-filmempfehlungen/
      oder
      https://www.hallemax.de/08092017160549@id=2874@cat=nachrichten@content=da-sterben-ne-menge-deutsche


      Von Martin Rath ist, als Berufs Grün-Roter und Mietjodler, nichts anderes zu erwarten, als die volle Unterstützung zur Abschaffung des Deutschen.

      Ziel: die vereinigten Staaten des europäischen Bonzenadels.
      Staatsform: Neufeudalismus.
      Farben: Blutrot und Kotzgrün, mit eine einem ordentlichen Schuss Kackbraun.

      Naja, wie die zermanschte Eingeweide des erlegten Volkes eben aussehen!

      Seine "Texte" getarnt als "Aufarbeitung der juristischen Geschichte" sind beredendes Zeugnis dafür.

      Hat er sich mit dem heutigen Artikel sogar als aktiver Deutschenhasser zu erkennen gegeben?

      Wundern würde ich mich nicht.

  • 17.09.2017 14:56, Klausimausi

    RA Heinrich V gehört offenbar zu den links-grün versifften Gutmenschen, denn es ist nicht das erste Mal dass er sich so vehement gegen deutschen Patriotismus und deutsche Geschichte äußert.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 17.09.2017 16:51, Alles

      Dieser heinrich v spamt wirklich jeden beitrag hier zu und stellt jedes mal irgendeinen bezug zur afd heraus :D kann man nicht mehr ernst nehmen den mann

    • 21.09.2017 13:46, wie kann man nur

      wie kann man nur nicht sehen, dass die bezeichnung des juristen palandt als "schande für unser" land nichts anderes als die wahrheit ist?
      wer sich dessen aussagen durchliest, muss es einfach erkennen. wieso ist nun jemand, der dies ausspricht, links-grün-versifft? wer sich heute dafür ausspricht, jemanden zu verurteilen, der die rassenlehre als grundelement der juristischen ausbildung betrachtet hat, ist nicht links oder gar linksextrem- er ist schlicht nicht dumm. palandt in schutz zu nehmen wiederum bedeutet doch auch nicht, afd toll zu finden- es bedeutet schlicht, einer veralteten, menschenverachtenden ideologie anhängig zu sein.

  • 17.09.2017 17:10, Astrid Berger

    Die nächste Episode aus der beliebten Reihe "Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus wird um so stärker, je länger das Dritte Reich zurückliegt." Die spezifisch deutsche Variante einer neomarxistischen Kulturindustrie, die paradoxerweise den Weg bereitet für die totale Internationalisierung des Kapitalverkehrs. Nicht sehr imponierend, aber leider sehr wirksam. Silone hat recht behalten.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 17.09.2017 19:15, Eric

      Es ist eine qualitative Besonderheit, dass hier ein längst verstorbener, ehemaliger Herausgeber auf dem Deckel von Auflagen zu sehen ist an denen er schon lange nicht mehr mitgewirkt hat. Solch eine Weiternennung ehrenhalber ist hier m. E. zurecht in der Kritik.
      Man kann das Werk auch einfach danach nennen, was es ist. Beck BGB Kurzkommentar (BBGBK). Thema erledigt. Gerade wenn Sie zu großes Aufhebens um derartige Sachen kritisieren frage ich mich, was Sie dagegen haben auf die namentliche Ehrung in Zukunft einfach zu verzichten? Wenn es doch keine große Sache sei...

  • 17.09.2017 17:59, M.D.

    Ich möchte am Rande bemerken, dass Otto Palandt Präsident des Reichsjustizprüfungsamts war. Damit ist er absolut unangreifbar und über jegliche Kritik erhaben. Das Justizprüfungsamt ist nämlich per Definition unfehlbar.

    Am Ende kommt noch ein "Umbenenner" auf die Idee und kritisiert die Examensnoten, die unter den Nazis vergeben wurden und auf deren Basis nach dem Krieg das Bundesverfassungsgericht, der Bundesgerichtshof und viele andere Gerichte besetzt wurden. Wo kämen wir da hin?

    So, und nun gehe ich ein AT Problem im Larenz nachschlagen. Danach werde ich mir mal die finale Handlungslehre des Herrn Welzel ein wenig intensiver anschauen. Die kommt mir nämlich auch verdächtig verdächtig vor.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 17.09.2017 19:08, Eric

    "Der Kommentar könnte ein offenes Denkmal sein"

    Oder man kann den Namen auch einfach ändern.

    Überhaupt ist die Aufarbeitung der NS Zeit sowie das Unrechtsbewusstsein deutscher Jurisprudenz so ausbaufähig, dass ich an die Deutung "bewusstes Denkmal" nicht glauben kann.

    Man hat bis 1994 gebraucht um den NS Paragraph zur Verfolgung Schwuler abzuschaffen und bis heute typisiert unser Mordparagraph nicht einen Straftatbestand, sondern ein Unwerturteil über eine Person (Mörder ist...), ebenfalls NS Gesetzgebung des "gesunden Volksempfindens".

    Wir Juristen haben hier viel nachzuholen und das sollte damit beginnen mit der namentlichen Ehrung von gewissen Personen aufzuhören.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 23.09.2017 00:15, Mal wieder+falsch!

      Taugt Österreich insoweit als Vorbild? Ich denke nicht ...

  • 17.09.2017 19:26, Eric

    PS: zum Hintergrund sei auch dieser Artikel aus der SZ genannt

    http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtswissenschaft-braunbuch-1.3660060

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 17.09.2017 20:08, @topic

    Erfolgsneutrale Umbenennung:

    "Gib mir mal den Höcke, ich will eine Norm nachschlagen"

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 17.09.2017 20:48, Initiative "Palandt umbenennen!"

    Sehr geehrter Herr Rath,

    bei der von Ihnen herausgelesenen Kompromisslosigkeit handelt es sich um eine Überinterpretation. Tatsächlich halten wir die Idee, dem Palandt ein "Stolperblatt" mit Informationen über das Wirken Otto Palandts und die Geschichte des Kommentarwerks beizufügen, für eine Verbesserung gegenüber dem aktuellen Zustand einer unkritischen Ehrung Palandts – und allein gegen diesen status quo richtet sich auch unsere (von Ihnen als rigide empfundene) Empörung.

    Die aus unserer Sicht angemessenste Lösung bestünde darin, die Werke nach ihren vergessenen Vorgängern/Urhebern zu bennen (im Fall Palandt wäre dies wohl Liebmann), diesen damit einen "Stolperstein" im ursprünglichen Sinne zu setzten (=Gedenken an Opfer nicht an Täter) und zusätzlich (!) in einer Vorbemerkung die Geschichte des Werkes aufzugreifen.

    In jedem Fall beleuchtet ihr Beitrag mit Gedanken des "offenen Denkmals" einen wichtigen Aspekt – haben Sie vielen Dank, dass Sie ihn prominent hervorgehoben haben. Wir würden uns sehr freuen, mit Ihnen darüber ins Gespräch zu kommen und haben Ihnen eine Email gesendet.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Initiative "Palandt umbenennen!"

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 18.09.2017 09:46, Typ

      Also Otto Liebmann hat lediglich die Reihe Kurz-Kommentare herausgegeben, für die Kommentierung des BGB waren die jüdischen Juristen Otto Loening, James Basch und Ernst Straßmann.

      Gleichzeitig verstehe ich nicht, warum man sich an Kleinigkeiten wie dem Palandt oder der Ordnungsnummer 20 im Schönfelder abarbeitet, während immer noch Recht nach NS-Ideologie gesprochen wird: Denn die Formulierung der Straftatbestände des Mordes oder beispielsweise der Nötigung gehen direkt auf den Nationalsozialismus zurück. Allein der Begriff "empfindliches Übel" (im StGB a.F. war nur von Drohung mit einem Vergehen oder Verbrechen die Rede!) atmet auch heute noch so sehr den nationalsozialistischen Geist, wonach Recht sei, was dem Volke nützt, dass ich ehrlich entsetzt bin, dass man sich mit Namensänderungen bei einem Buch begnügen will, dessen Name sich schon längst von der Person entkoppelt hat.

  • 17.09.2017 21:32, Dark Master

    Wir sollten lieber etwas gegen die linken Nazis unternehmen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 17.09.2017 23:44, Heinrich V.

      Sehr geehrter Herr Master,
      sie sind sich offensichtlich nicht der Bedeutung des Begriffs "Nazi" bewusst. Es handelt sich dabei um einen Kosenamen für Ignaz. Wenn sie eine persönliche Fehde mit einem Linken namens Ignaz haben, bitte ich sie, sich selbst darum zu kümmern und uns hier nicht zu behelligen. Benutzen Sie die Kommentarfunktion bitte nur, wenn sie etwas konstruktives zur Diskussion beitragen wollen. Hier geht es um ein ernstes Thema.

      Sehr geehrter Herr Mausi,
      Sie werfen mir vor, dass ich mich "vehement gegen deutschen Patriotismus und deutsche Geschichte äußere"? Das ist lächerlich. Otto Palandt ist eine Schande für dieses Land.

      Mit freundlichen Grüßen

      RA Heinrich V

    • 18.09.2017 00:22, Eben ich

      Herr Heinrich V,
      Deine Kommentare kann man hier wirklich nicht ernst nehmen. Linksextrem wie es im Buch steht. Dies ist genau so schlimm wie die Rechtsextremen. Jeder von euch hält sich für was besseres.
      Und anderen vorzuschlagen Kommentare zu verfassen, die hilfreich sind, doch selbst mit unqualifizierten und idiotischen Kommentaren zu glänzen ist nicht mal annähernd Hilfreich.

      Allein die Aussage nach dem Motto: "Mal schauen was die AFDler sagen" impliziert eigentlich: Jeder der Deine linksgerichtete Meinung widerspricht MUSS zwingend rechts sein. Allein dieses Argument disqualifiziert Dich für einen konstruktiven Austausch.

      Lasst den Palandt doch Palandt bleiben. Er hat sich eh eher als "Marke" etabliert. Man kann auch alles übertreiben.

  • 18.09.2017 11:01, Ozelot

    Interessant finde ich ja die Frage, ob der Beck Verlag den Kauf von Otto Liebmanns Firma/ Produkt intern aufgearbeitet hat. Es gab mehrere dt.Unternehmen, die sehr von der Judenverfolgung profitiert haben. Von Freiwilligkeit dürfte ja wohl bei der Veräußerung nicht zu sprechen gewesen sein.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 18.09.2017 14:13, B.

      Das wäre wirklich mal eine Recherche wert. Investigativer Jura-Journalismus könnte LTO dazu betreiben.

  • 18.09.2017 12:39, RF

    Man könnte ja fast eine soziologische Abhandlung darüber verfassen: 60-70 Jahre nach dem Sezessionskrieg wurden die Südstaatendenkmäler in den USA aufgestellt, die jetzt abgerissen werden. 60-70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erreicht der Widerstand gegen das NS-Regime einen vorläufigen Höhepunkt.

    Andererseits: Warum muss eigentlich der Schönke/Schröder immer noch Schönke/Schröder heißen. Ich empfehle die Kommentierung Adolf Schönkes zur Polenstrafrechtsverordnung in der 1. Auflage 1943 mal zur Lektüre und danach prioritär die Umbennung dieses Kommentars zu verfolgen.

    Es bleibt auch das Geheimnis des Beck-Verlags, weshalb eine bekannte Gesetzessammlung immer noch nach Kriegsgerichtsrat und Pg Schönfelder benannt ist.

    Also mal ran ans Umbenennen: Justizminister Maas sollte mal ein Vorwort zum Ex-Palandt schreiben. Das reicht zur Umbenennung. Reich mir mal den "Maas" rüber.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 18.09.2017 13:17, @RF

      Ich sehe KEINERLEI Verbesserung, wenn man das jetzt Maas nennen würde.

      Dann kann man AIDS auch umbenennen in "Gute-Laune-Krankheit"... es bleibt halt AIDS...

  • 18.09.2017 13:42, Mandrella

    Übrigens: In China soll gerade ein Sack Reis umgefallen sein!!!

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 18.09.2017 14:35, Julius

      Ich musste herzhaft lachen :DDD

  • 18.09.2017 14:38, Julius

    Der Autor hat vollkommen recht. Ich habe während wirklich jeder Hausarbeit als rettenden Strohhalm die Namensgeber der Kommentare gegoogelt. Ich hätte nie über Palandt erfahren, trüge der Kommentar diesen Namen nicht.

    Mal ganz davon ab, der Palandt ist mittlerweile ein Markenname wie "Tempo". Man muss sich halt auch irgendwann mal eingestehen, dass den eher linkslastigen Antifaschisten so langsam die Arbeitsfelder ausgehen, wie den Grünen das Parteiprogramm. Dann werden halt lustig Straßen, Plätze und nun auch juristische Fachliteratur umbenannt, wofür sich sowieso niemand interessiert, außer die dauer empörten Initiatoren selbst....

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 18.09.2017 16:41, Geld

      Hallo Julius,
      man zerstört zwar die Geschichte diese Volkes aber das Geld das das bringt!


      Da kann man die ständig wachsende Schar der grün-roten Subsidienempfänger endlich auf neue Gebiete lenken, damit ein wenig Geld und Platz für die Meritenerwerber übrig bleibt.
      Einer muß ja schließlich die Arbeit machen!

    • 19.09.2017 15:15, leider

      bis auf wenige Ausnahmen wieder pures AfD-Forum hier

    • 21.09.2017 11:31, Ich eben

      Klar. Wenn man das dämliche linke Gequatsche nicht dumm nacholaooert ist man AfD Wähler. Aber die Linken sind ja nicht extrem oder gar rassistisch........

    • 27.09.2017 13:01, RA T.

      Ist das "p" schon erfolgreich von der AfD des Landes verwiesen worden und muss nun das "o" herhalten?

  • 21.09.2017 18:40, Heiter bis schwachsinnig

    Heiter, das hier niemand auf die Idee kommt die nach den stlv. NSDAP-Ortsgruppenleiter und Kriegsgerichtsrat Heinrich Schönfelder benannte Loseblattsammlung umzubenennen...

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 22.09.2017 15:05, Hyperion

    Ich bin bei solchen Sachen normalerweise zurückhaltend, aber hier kann es keine zwei Meinungen geben: Der Kommentar häte schon vor 50 Jahren umbenannt werden müssen. Der Kerl war ein Vollblutnazi und der Umstand, dass sein Name den wichtigsten zivilrechtlichen Kommentar verschandelt, ist einfach unwürdig.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 26.10.2017 08:53, Thomas EIchhorn

    Es wäre schon hilfreich, wenn in dem Kommentarbuch auch ein Kommentar über diesen Palandt selbst gedruckt wäre!? Egal, ob das Buch nun weiterhin so heißt oder nicht. Es geht um die Auseinandersetzung mit dem Thema und um die Distanzierung von Palandts behinderten Ideen. Selbst jeder umbenannte Adolf-Hitler-PLatz sollte seine Historie bewahren in dem die Namensänderung öffentlich lesbar begründet wird und auch hier sich vom ehemaligen Namensgeber distanziert wird.

    Auf diesen Kommentar antworten
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