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Verwaltungsgericht Magdeburg

Adresse und Kontaktdaten:

Gerichte der Verwaltungsgerichtsbarkeit
Breiter Weg 203-206
39104 Magdeburg

Tel.: (03 91) 6 06-0
Fax: (03 91) 6 06-70 32
vg-md@justiz.sachsen-anhalt.de
http://www.justiz.sachsen-anhalt.de/vg-md

Präsident: Helmut Engels

Verwaltungsgericht Magdeburg - Aktuelle Nachrichten, Urteile und Beschlüsse

Gerichtsbezirk: Landgerichtsbezirke Magdeburg und Stendal

Besondere Zuständigkeit:

Streitigkeiten wegen Entscheidungen des Landesamtes zur Regelung offener Vermögensfragen Sachsen-Anhalt über Anträge nach §§ 6, 6 a und 6 b des Vermögensgesetzes einschließlich der Entscheidungen über Grund und Höhe der Entschädigung nach § 6 Abs. 7 des Vermögensgesetzes zugleich für den Bezirk des Verwaltungsgerichts Halle, für die Wahrnehmung der Aufgaben der Disziplinargerichtsbarkeit nach dem Disziplinargesetz Sachsen-Anhalt (DG LSA) ist erstinstanzlich das Verwaltungsgericht Magdeburg gemäß § 45 DG LSA zuständig.

Das Verwaltungsgericht – der Mittler zwischen Staat und Bürger

Das Verwaltungsgericht ist innerhalb der Verwaltungsgerichtsbarkeit ein Gericht erster Instanz, dessen Einrichtung Aufgabe der Landesgesetzgebung ist. Verfahren vor dem Verwaltungsgericht betreffen die Rechtsbeziehungen des Staates zu seinen Bürgern. Es handelt sich also um Auseinandersetzungen zwischen natürlichen Personen - dem einzelnen Bürger - und juristischen Personen einerseits und den Behörden andererseits. Unter juristischen Personen versteht man beispielsweise einen eingetragenen Verein, eine eingetragene Genossenschaft, eine GmbH oder Aktiengesellschaft.

Sachliche und örtliche Zuständigkeit

Regelmäßig ist das Verwaltungsgericht in erster Instanz als Eingangsgericht dann sachlich zuständig, sofern das Gesetz keine andere Zuständigkeit benennt, beispielsweise Finanz- oder Sozialgerichte. Das Verwaltungsgericht ist nicht zuständig im Bereich des Staatshaftungsrechts, dessen Verfahren einem ordentlichen Gericht obliegen. Ebenfalls nicht zuständig ist es bei Verfahren, die das Verfassungsgericht betreffen. Das Begehren eines Klägers vor dem Verwaltungsgericht ist zumeist darauf gerichtet, dass Entscheidungen von Behörden aufgehoben oder diese zu einem bestimmten Tun verpflichtet werden sollen. Das Verwaltungsrecht ist überaus umfangreich und so können die Verhandlungen ganz unterschiedliche Rechtsbereiche zum Inhalt haben, beispielsweise Beamtenrecht, Schulrecht, Polizeirecht, Kommunalrecht, Hochschulrecht, Straßenverkehrsrecht, Baurecht oder auch Ausländer- und Asylrecht. Die örtliche Zuständigkeit bestimmt sich nach § 52 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO), wonach der Sitz der beklagten Behörde maßgeblich ist.

Die Grundlagen eines Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht

Die Spruchkörper des Verwaltungsgerichts werden Kammern genannt. Sie sind mit jeweils drei Berufsrichtern besetzt. Handelt es sich jedoch um Entscheidungen, denen eine mündliche Verhandlung vorausgeht, ist die Kammer zusätzlich mit zwei ehrenamtlichen Richtern besetzt. Kammerentscheidungen werden indes immer seltener. Sind alle am Verfahren beteiligten Parteien damit einverstanden, kann auch der jeweilige Berichterstatter als Einzelrichter anstelle der Kammer entscheiden. Das Verfahren vor einem Verwaltungsgericht findet auf der Grundlage der VwGO statt. Im verwaltungsrechtlichen Verfahren gilt der Amtsermittlungsgrundsatz. Nach § 86 Abs. 1 VwGO hat das Verwaltungsgericht die Pflicht von Amts wegen zu ermitteln.

Organisation

  • Berufsgericht für Heilberufe Sachsen-Anhalt
    Vorsitzender: Bernd Harms , Richter am VG
  • Dienstgericht für Richter
    Vorsitzender: Friedrichs , Richter am VG
    Ständiges Mitglied, das der ordentlichen Gerichtsbarkeit angehört: Soehring , Vors. Richterin am LG