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Auswertung anhängiger Rechtsstreitigkeiten: Weniger los an Thürin­gens Arbeits- und Sozial­ge­richten

30.08.2019

Die Zahl der anhängigen Verfahren an Thüringer Arbeits- und Sozialgerichten ist in den vergangenen Jahren gesunken. Ein Trend, über den sich die Verwaltungsgerichte in Thüringen nicht freuen können.

Aus einer Mitteilung des Justizministeriums in Thüringen geht hervor, dass die Zahl der an den Arbeits- und Sozialgerichten anhängigen Verfahren in den vergangenen Jahren gesunken ist.

Allein an den Sozialgerichten verringerte sich die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Klageverfahren zwischen 2014 und Ende 2018 um gut 8.300 auf 12.638. An den Arbeitsgerichten warteten Ende vergangenen Jahres 2.727 Kläger auf einen Richterspruch. Vier Jahre zuvor waren es 267 mehr.

Die Verwaltungsgerichte hatten in diesem Zeitraum hingegen deutlich mehr zu tun, laut Ministerium vor allem in Asylsachen. Die Zahl der noch offenen Gerichtsverfahren stieg dort demnach von 3.433 im Jahr 2014 auf 5.769 (2018). Im Vergleich zum rapiden Anstieg bis 2017 habe sich die Lage allerdings wieder stabilisiert, was mit einer Personalaufstockung an den Verwaltungsgerichten zu tun habe, erklärte Justizminister Dieter Lauinger (Grüne).

dpa/tik/LTO-Redaktion

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Auswertung anhängiger Rechtsstreitigkeiten: Weniger los an Thüringens Arbeits- und Sozialgerichten . In: Legal Tribune Online, 30.08.2019 , https://www.lto.de/persistent/a_id/37355/ (abgerufen am: 08.12.2019 )

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