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Vergütung im Vorbereitungsdienst: Hessens Rechtsreferendare fordern mehr Geld

08.08.2012

Hessens Rechtsreferendare fordern eine höhere Vergütung, vergleichbar mit derjenigen der  Lehramtsreferendare (aktuell 1.141 Euro brutto). Dies geht aus einer Pressemitteilung der Landessprecher der hessischen Rechtsreferendare von Montag hervor.

Die Landessprecher beklagen, dass Referendare von der "Unterhaltsbeihilfe", die ihnen gewährt wird, nicht selbstständig leben können. In der Steuerklasse I ergebe sich umgerechnet ein Stundenlohn von 4,92 Euro netto bei einer Dienstpflicht von 42 Stunden pro Woche. Dem stünden unter anderem hohe Ausbildungskosten für Gesetzestexte, Kommentare und Lehrbücher für die einzelnen Stationen gegenüber. Führe man sich die Entwicklung der Unterhaltsbeihilfe der vergangenen 30 Jahre vor Augen, so verdienen hessische Rechtsreferendare gegenwärtig inflationsbereinigt weniger als die Hälfte im Vergleich zur damaligen Vergütung.

Dass das Land Hessen kein Geld habe, wollen die Landessprecher als Argumentation nicht gelten lassen. Immerhin habe das Land den Bau einer juristischen Fakultät der privaten European Business School in Wiesbaden in Millionenhöhe subventioniert und überdies eine deutliche Lohnerhöhung für die Angestellten im öffentlichen Dienst bewilligt.

 plö/LTO-Redaktion

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Vergütung im Vorbereitungsdienst: Hessens Rechtsreferendare fordern mehr Geld . In: Legal Tribune Online, 08.08.2012 , https://www.lto.de/persistent/a_id/6794/ (abgerufen am: 28.10.2020 )

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