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Todesstrafe im US-Bundesstaat Utah: Hinrichtung durch Erschießen statt Giftspritze

24.03.2015

Der US-Bundesstaat Utah hat die Hinrichtung von Todeskandidaten durch ein Erschießungskommando wieder offiziell eingeführt. Wenn gerade kein Gift zur Hand ist, soll diese ältere Hinrichtungsmethode zur Anwendung kommen. Die Rechtmäßigkeit der Giftspritze hingegen wird derzeit vom Obersten Gerichtshof überprüft.

Gouverneur Gary Herbert unterzeichnete am Montag ein Gesetz, das die Hinrichtung durch ein Erschießungskommando wieder einführt. Der Senat in Salt Lake City hatte es vor einigen Tagen verabschiedet. Die Hinrichtungsmethode kommt für Todeskandidaten in Utah künftig wieder zur Anwendung, sollten keine Chemikalien für die Giftspritze vorhanden sein. Grund für die Regelung ist nach offiziellen Angaben, dass es zunehmend schwierig sei, die entsprechenden Substanzen für Giftspritzen zu erhalten.

Der Bundesstaat hatte 2004 die Abschaffung der Erschießungskommandos beschlossen. Zuletzt war 2010 ein Mörder auf diese Weise hingerichtet worden, dessen Verurteilung vor 2004 erfolgt war. Von den 32 US-Bundesstaaten, in denen die Todesstrafe zulässig ist, arbeitet derzeit lediglich Oklahoma mit Erschießungskommandos.

Der Aufreger "Todesstrafe" stand zuletzt Anfang des vergangenen Jahres im Fokus, als der Todeskampf eines Verurteilten 15 Minuten gedauert hatte, nachdem ihm eine Giftspritze injiziert worden war. Der US-Bundesstaat Ohio hatte einen neuen Giftmix ausprobiert.

Der Oberste Gerichtshof der USA überprüft derzeit die Rechtmäßigkeit von Hinrichtungen durch Giftspritzen. Konkret geht es darum, ob diese Hinrichtungsmethode mit dem in der US-Verfassung verankerten Verbot grausamer und ungewöhnlicher Bestrafung vereinbar ist.

dpa/avp/LTO-Redaktion

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Todesstrafe im US-Bundesstaat Utah: Hinrichtung durch Erschießen statt Giftspritze . In: Legal Tribune Online, 24.03.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/15036/ (abgerufen am: 27.11.2020 )

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