LTO.de - Legal Tribune Online - Aktuelles aus Recht und Justiz
 

LSG Thüringen zum Unfallversicherungsschutz: Dusch-Mal­heur auf Dien­st­reise kein Arbeit­s­un­fall

17.01.2019

Wer sich auf einer Dienstreise befindet und sich beim morgendlichen Duschen das Knie bricht, hat keinen Arbeitsunfall erlitten. Duschen stehe grundsätzlich nicht im sachlichen Zusammenhang mit der Beschäftigung, so das LSG Thüringen.

Morgendliches Duschen auf einer Dienstreise ist nach einem Urteil des Thüringer Landessozialgerichts (LSG) nicht grundsätzlich versichert. Das sei nur bei Tätigkeiten in einem sachlichen Zusammenhang mit den eigentlichen Aufgaben in einem Arbeitsverhältnis der Fall, teilte das Gericht am Donnerstag mit (Urt. v. 20.12.2018, Az. L 1 U 491/18).

Nicht alles, was ein grundsätzlich versicherter Arbeitnehmer im Laufe eines Arbeitstages - auch auf einer Dienstreise - erledige, sei über die gesetzliche Versicherung abgedeckt, hieß es. Essen etwa oder eine andere "höchstpersönliche Verrichtung" wie das Duschen als Körperreinigung stehen laut dem Urteil nicht im Zusammenhang mit der Beschäftigung und sind somit auch nicht versichert.

Hintergrund ist der Fall eines Mannes, der auf einer Dienstreise morgens in der Dusche ausrutschte und sich das Knie brach. Die Berufsgenossenschaft stufte das nicht als Arbeitsunfall ein und auch ein Sozialgericht wies die Klage dagegen zurück. Gegen diese Entscheidung war der Arbeitnehmer beim LSG in Berufung gegangen.

dpa/acr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

LSG Thüringen zum Unfallversicherungsschutz: Dusch-Malheur auf Dienstreise kein Arbeitsunfall . In: Legal Tribune Online, 17.01.2019 , https://www.lto.de/persistent/a_id/33293/ (abgerufen am: 22.04.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Mitreden? Schreiben Sie uns an leserbrief@lto.de

Diesen Artikel können Sie nicht online kommentieren. Die Kommentarfunktion, die ursprünglich dem offenen fachlichen und gesellschaftlichen Diskurs diente, wurde unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zunehmend missbraucht, um Hass zu verbreiten. Schweren Herzens haben wir uns daher entschlossen, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Stattdessen freuen wir uns über Ihren Leserbrief zu diesem Artikel – natürlich per Mail – an leserbrief@lto.de. Eine Auswahl der Leserbriefe wird in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Bitte beachten Sie dazu unsere Leserbrief-Richtlinien.

Fehler entdeckt? Geben Sie uns Bescheid.

TopJOBS
Per­so­nal­re­fe­rent (w/m/d) - Voll­ju­rist für Ar­beits­recht

Salzgitter AG, Salz­git­ter

VOLL­JU­RIS­TEN ALS SYN­DI­KUS­RECHTS­AN­WALT (M/W/D)

Südwestmetall, Reut­lin­gen

RECHTS­AN­WALT (W/M/D) | FACH­BE­REICH SACH­VER­SI­CHE­RUN­GEN

BLD Bach Langheid Dallmayr, Köln

RECHTS­AN­WALT (W/M/D) | FACH­BE­REICH WA­REN­TRANS­PORT- UND VER­KEHRS­HAF­TUNGS­VER­SI­CHE­RUNG

BLD Bach Langheid Dallmayr, Mün­chen

VOLL­JU­RIS­TEN ALS SYN­DI­KUS­RECHTS­AN­WALT (M/W/D)

Südwestmetall, Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen

VOLL­JU­RIS­TEN ALS SYN­DI­KUS­RECHTS­AN­WALT (M/W/D)

Südwestmetall, Heil­b­ronn

Rechts­an­wäl­te (m/w/d) im Be­reich Ar­beits­recht oder Han­dels- und Ge­sell­schafts­recht

RB Reiserer Biesinger Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Hei­del­berg

Steu­er­be­ra­ter (m/w/d) mit dem Schwer­punkt Um­satz­steu­er­recht

ESCHE SCHÜMANN COMMICHAU, Ham­burg

Rechts­an­walt (m/w/d) im Be­reich Ar­beits-/So­zial­ver­si­che­rungs­recht

Flick Gocke Schaumburg, Bonn

Neueste Stellenangebote
Voll­ju­rist (m/w) Ar­beits­recht für un­se­re Kon­zern­zen­tra­le
Re­fe­ren­tin (w/m/d) für Ar­beits­recht in Teil­zeit (19,5 Std./Wo­che)
Rechts­an­walt / Ju­rist (m/w/d) Schwer­punkt Ar­beits­recht und So­zial­recht
Voll­ju­rist/ Syn­di­kus­rechts­an­walt (m/w/d)
Voll­ju­rist als Syn­di­kus­rechts­an­walt (m/w/d)
Spe­zial­sach­be­ar­bei­ter (m/w/d) Zu­las­sungs­aus­schuss
Fach­re­fe­rent Ar­beits­recht/ Voll­ju­rist (m/w/d)